Godless Sun

Roman

Claude Cueni

(2)
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Beschreibung

Mitch ist ein Robinson der Grossstadt. Er lebt zurückgezogen mit seinem 88-jährigen Onkel in einem alten Patrizierhaus. Natascha hat ihn verlassen, mit der eifersüchtigen Claire verbindet ihn eine erotische On-Off Beziehung und Nang ist lediglich seine Thai-Masseurin. Leider. Durch den plötzlichen Erfolg seines Buches wird er in eine öffentliche Rolle gedrängt, die er gar nicht gewollt hat. Als Religionskritiker und Todesstern aller Talkshows gerät er zwangsläufig in Konflikt mit religiösen Eiferern. Vor dem Hintergrund der Migrantenströme und der damit verbundenen schleichenden Islamisierung Europas, erwächst ihm plötzlich ein noch grösser Gegner, der sich um Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechte foutiert und mit falsch verstandener Toleranz geduldet wird. Mitch wird selber zum Flüchtling, weil eine träge Wohlstandsgesellschaft verliert, was sie nicht verteidigt. Ein hochbrisantes Thema über Religion und Aberglauben, spannend und kenntnisreich aufgearbeitet und dramatisiert, eine Kritik der Toleranz gegenüber der Intoleranz, die nichts anderes ist als eine kultivierte Form der Feigheit. Die Presse über das Buch: »Godless Sun« ist das deutsche Pendant zu Michel Houllebecqs »Unterwerfung«. Ein dialektisches Werk mit doppeltem Boden. (Deutschlandfunk) »Es kommt zur Hollywood-tauglichen Schlacht der Ideologien, einem Showdown apokalyptischen Ausmasses, bei dem der Meistererzähler Cueni zur Hochform aufläuft.« (Weltwoche) »Literarischer Tabubrecher. Der ungewöhnlichste Autor der Schweiz.« (Persönlich, Schweizer Wirtschaftsmagazin für Kommunikation) »Claude Cueni hat ein grossartiges Buch geschrieben.« (Basler Zeitung)

Claude Cueni, geb. 1956 in Basel, schrieb Romane, Psychothriller, Theaterstücke, Hörspiele und über 50 Drehbücher für Film und Fernsehen (Tator, Peter Strohm, Eurocops, Autobahnpolizei, Der Clown etc.). Sein historischer Roman über den Papiergelderfinder John Law (Das Grosse Spiel) war auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Mit seinen Romanbiographien über Charles Henri Sanson (Der Henker von Paris), Gustave Eiffel (Giganten), die Entdeckung der Philippinen (Pacific Avenue) und die Dramatisierung des Gallischen Krieges (Cäsars Druide) hat er eine treue Leserschaft gefunden. Für seinem Bestseller "Script Avenue" wurde er 2014 von den Zuschauern des Schweizer Fernsehens mit dem »Golden Glory« für die emotionalste Geschichte des Jahres ausgezeichnet. 2016 sendete das Schweizer Fernsehens (SRF) eine Doku über den Autor: »Selbstmitleid ist Zeitverschwendung«.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 423
Erscheinungsdatum 01.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-9524165-7-0
Verlag Script Avenue Publishing
Maße (L/B/H) 20.3/13.3/3.1 cm
Gewicht 539 g

Kundenbewertungen

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Ein absolut gescheites Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Mellingen am 08.01.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es gibt einen nicht nur sehr viele Denkanstösse, es ist witzig, charmant und geistreich von A-Z. Ich wünsche ihm den Erfolg den es im Buch selbst hat. Neugierig? Lesen! Es lohnt sich.

Mutig und dabei so unterhaltsam
von einer Kundin/einem Kunden aus Biel-Benken am 18.11.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Claude Cueni führt uns diesmal nicht in die Vergangenheit zum historischen Kostüm grosser Persönlichkeiten, sondern holt uns mit seinem neuen Roman ‚Godless Sun‘ in der unmittelbarsten Gegenwart ab, einer sich in grossen Umwälzungen befindenden, und an Unsicherheit leidenden Gegenwart. Kriege und Flüchtlingsdramen halten Europa ... Claude Cueni führt uns diesmal nicht in die Vergangenheit zum historischen Kostüm grosser Persönlichkeiten, sondern holt uns mit seinem neuen Roman ‚Godless Sun‘ in der unmittelbarsten Gegenwart ab, einer sich in grossen Umwälzungen befindenden, und an Unsicherheit leidenden Gegenwart. Kriege und Flüchtlingsdramen halten Europa in Atem, Sekten und Religionsfanatismus schiessen aus dem Boden. Er beschreibt das gut unterrichtet, fundiert, und mit seinem ihm eigenen Humor. So auch der grossartig filmreife Auftakt seines monumentalen Entwicklungsromans, wenn sich lustige Ex-Trinker, die mit ihren Macken nicht unterschiedlicher sein könnten, in dem Moment als sie Mitch über den Weg laufen, aufmachen, die Welt zu verändern. Mitch ist ein Mann ohne Eigenschaften, der billige Heftliromane (Sci-Fi) schreibt und keinerlei Ehrgeiz zu haben scheint. Dieser Mann findet sofort die uneingeschränkte Sympathie der Ex-Alkoholiker. „Woher nehmen Sie all die Ideen? Waren Sie auch ein Schluckspecht?“ Die illustre Runde aus Ex-Alkis, einer sexverrückten Literaturprofessorin, einem syrischen Flüchtling, einem Gärtner-Übermann, einer Thai-Masseurin und einem altmodischen Weltmann werden seine Freunde, die sich in einer alten Villa seines Onkels treffen, die so wundervoll nostalgisch aus der Zeit gefallen ist und einen Weinkeller beherbergt (der übrigens im ganzen Buch immer wieder elegante Weine auftauchen lässt) - und man würde am liebsten miteinziehen. All diese Leute suchen in ihrem gleichförmigen Leben nach einer Beschäftigung und machen sich kurzerhand zu Gegnern von Mitchs Passivität und bringen so seine Gedanken zur Geschichte der Religion, die er einst für die Schublade geschrieben hat, als ebook heraus. Aus einer schrägen, idealistischen Clique wird eine professionelle Bande, die, nachdem das Buch seine Leserschaft gefunden hat, Vorträge organisiert und schrilles Merchandising in Umlauf bringt. Der Hype ist da, und Mitch das Aushängeschild wider Willen. Dann kommt auch noch das Produkt OPT mit Wellness-Heilkraft-Versprechen auf den Markt, und damit die eifrigen Gläubigen und eine Lobby, die daran verdienen will. War Mitchs Ausgangspunkt zunächst die Aufklärung, der schüchterne Versuch einer Kritik an Religion, weil sie in der Geschichte nicht selten zum Krieg aufruft – so wird zum eigentlichen Thema immer mehr die Hilflosigkeit der Menschen ohne Führung, ohne Religion, und ihr verderblicher Hang zur Unterwerfung. „Beweisen Sie, dass es keinen Gott gibt!“, schreit da zum Beispiel ein alter zorniger Mann. Und Mitch wehrt sich mit Händen und Füssen, „Beweisen Sie, dass ich nicht Gott bin.“ Aber für Mitch gibt es kein zurück, denn die 'Neue Religiöse Bewegung' ist schon offiziell. „Wenn den Menschen die Religion weggenommen wird, sollte man einen Ersatz haben“. Ein Religionskrieg bahnt sich an und aus Mitch wird der Heilige mit der leuchtenden Sonne in der Brust. Plötzlich läuft alles aus dem Ruder. Gewalt eskaliert aus der Angst heraus seine Religion zu verlieren. Unheimlich verstörend wirken die trendigen Frauen, die plötzlich schwarze, Hidschab-ähnliche Schleier aus dem Hause Dolce & Gabbana tragen. Der Schluss ist furios, ein wenig 'Klapperschlange', wenn religiöse Bandenkämpfe die Strassen füllen, die Stadt in düsterem Chaos versinkt und mit der Venedig-Szene ein wenig 'Mord im Orientexpress' hochkommt. Und bei dem 9/11-Szenario in Rom, wenn die gewaltige Petersdomkuppel einstürzt - da staunt man nicht schlecht. Superspannend und toll koloriert das Ganze! Nicht zu vergessen die überraschend schöne Liebesgeschichte in diesem ganzen Tumult… doch mehr sei nicht verraten. Cueni kümmert sich nicht um stilistische Blüten, welche andere Autoren bis zur Starre ausleben. Er erzählt virtuos, wirft mit den Schätzen seiner Sprache nur so um sich, bleibt aber immer präzis, wenn er den Missbrauch veralteter Gesetzesvorlagen aufdeckt und mit der Doppelmoral überhaupt abrechnet. Waghalsige, unterhaltsame Top-Lektüre!

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