Tschernobyl

Eine Chronik der Zukunft

suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Band 4956

Swetlana Alexijewitsch

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Beschreibung


Die Tschernobyl-Katastrophe im Frühling 1986 sprengte jedes menschliche Vorstellungsvermögen. Wie hätte man das unermessliche Leid in Worte fassen sollen? Wie die Angst vor einem ungekannten Tod, der, unsichtbar und abstrakt, blühende Wiesen und Wälder verseuchte und Tausende von Opfern forderte?

Swetlana Alexijewitsch hat über mehrere Jahre hinweg mit Menschen gesprochen, für die die Katastrophe zum zentralen Ereignis ihres Lebens wurde: mit kranken und sterbenden Soldaten, mit den Witwen der Liquidatoren, mit Müttern und Kindern, hochdekorierten Wissenschaftlern und mit Bauern. Entstanden sind eindringliche psychologische Porträts, literarisch bearbeitete Monologe, die von Menschen berichten, die sich ihre Zukunft in einer Welt der Toten aufbauen mussten.

"Die Tiefe der Emotionen und die existenzielle Betroffenheit der Opfer wird zu einem literarischen Werk, dessen Tragik sich kein Leser entziehen kann."
Die Welt

Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren und in Weissrussland aufgewachsen, lebt heute in Minsk. Ihre Werke, in ihrer Heimat verboten, wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 2013 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 2015 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur..
Ganna-Maria Braungardt, geboren 1956 in Crimmitschau, studierte russische Sprache und Literatur in Woronesh (Russland). Seit 1991 ist sie als freie Übersetzerin tätig.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 372
Erscheinungsdatum 08.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46956-9
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21.1/13/3.2 cm
Gewicht 440 g
Originaltitel Tschernobylskaja molitwa
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Ingeborg Kolinko, Ganna-Maria Braungardt

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Erschütterndes Zeitzeugnis
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2020

Swetlana Alexjewitsch versammelt in diesem Buch eine Vielzahl unterschiedlicher Stimmen von Betroffenen. Die geschilderten Eindrücke sind deswegen sehr subjektiv geprägt, weswegen manchmal der Eindruck von Widerspruch entsteht - für den einen Menschen wirkte die Farbe eher bläulich, für den nächsten pink ... jemand meinte die Ra... Swetlana Alexjewitsch versammelt in diesem Buch eine Vielzahl unterschiedlicher Stimmen von Betroffenen. Die geschilderten Eindrücke sind deswegen sehr subjektiv geprägt, weswegen manchmal der Eindruck von Widerspruch entsteht - für den einen Menschen wirkte die Farbe eher bläulich, für den nächsten pink ... jemand meinte die Radioaktivität zu riechen, der nächste roch gerade deswegen gar nichts usw. Nichtsdestotrotz wirken die Erfahrungen sehr nahe am Geschehen und wirken entsprechend erschütternd auf den Leser. Hier geht es weniger um knallharte Fakten, wieso es zu dem Unglück kam, als vielmehr um Eindrücke über die Folgen bei den Betroffenen. Das macht das Buch für schwache Nerven weniger geeignet, aber wer mit Elend umgehen kann, bekommt ein großartiges Zeitzeugnis in die Hand. Tipp: Wer die Serie Chernobyl gesehen hat, wird in den Stimmen der Betroffenen einige der gezeigten Schicksale wiedererkennen!

Berührende Anklage an das Leben
von Sikal am 11.05.2019

Es gibt wohl niemanden, dem die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 kein Begriff ist. Vieles wurde darüber geschrieben, Filme wurden gedreht, mittlerweile gibt es den Katastrophen-Tourismus – unglaublich, aber die Region rund um den Atomreaktor gilt als Ausflugsziel … Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Al... Es gibt wohl niemanden, dem die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 kein Begriff ist. Vieles wurde darüber geschrieben, Filme wurden gedreht, mittlerweile gibt es den Katastrophen-Tourismus – unglaublich, aber die Region rund um den Atomreaktor gilt als Ausflugsziel … Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch kennt die Region sehr gut und gibt mit diesen zusammengefassten Monologen, die sie über 20 Jahre gesammelt hat, den Betroffenen eine Stimme. Zum Teil nichts für Zartbesaitete, sondern wirklich hart an der Schmerzgrenze. Die Überlebenden erzählen ihre Sicht der Dinge, stellen ihr Erleben dieser Katastrophe in den Fokus, was nicht verstanden wurde, wie Informationen verheimlicht oder manipuliert wurden. Befragt wurden beispielsweise Evakuierte, Liquidatoren, Feuerwehrmänner, Dorfbewohner und einige andere. Alle erzählen von einem normalen Alltag bis zum Tag X, ab dem plötzlich kein Leben mehr so war wie bisher. Und doch mussten die Überlebenden einen Weg finden, um mit dem Tod an ihrer Seite umzugehen und eine Möglichkeit für ein Weiterleben zu suchen. Die Autorin schafft es, sehr eindringliche Porträts darzustellen. Ich habe zwar schon einiges über Tschernobyl oder auch andere Atomunfälle gelesen, doch diese Geschichten vermitteln die persönlichen Katastrophen und das damalige Erleben jedes Einzelnen eindrucksvoll. Ein wichtiges Buch, das zur Pflichtlektüre an Schulen werden sollte. So schnell geraten solche Unglücke (für nicht Betroffene) wieder ins Hintertreffen, doch Tschernobyl muss ein Mahnmal bleiben und darf nicht vergessen werden. 5 Sterne sind hier selbstverständlich.

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