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Alles unter dem Himmel

Vergangenheit und Zukunft der Weltordnung


Zhao Tingyang gilt als einer der bedeutendsten chinesischen Philosophen der Gegenwart. Mit diesem Hauptwerk liegen nun seine Überlegungen zu einer neuen politischen Weltordnung erstmals in deutscher Übersetzung vor. Sie basieren auf dem alten chinesischen Prinzip des tianxia – der Inklusion aller unter einem Himmel. In Auseinandersetzung mit okzidentalen Theorien des Staates und des Friedens von Hobbes über Kant bis Habermas sowie unter Rückgriff auf die Geschichtswissenschaft, die Ökonomie und die Spieltheorie eröffnet uns Zhao einen höchst originellen Blick auf die Konzeption der Universalität. Ein wegweisendes Buch, auch um Chinas aktuelles weltpolitisches Denken zu verstehen.

Rezension
"Zhao Tingyang ist einer der einflussreichsten zeitgenössischen Philosophen Chinas."
The Washington Post 27.11.2018
Portrait
Zhao Tingyang ist Professor für Philosophie an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften in Peking.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 266
Erscheinungsdatum 20.01.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-29882-4
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 17.7/10.8/1.7 cm
Gewicht 166 g
Originaltitel Tianxia. A Possible World of All-under-heaven System
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Michael Kahn-Ackermann
Verkaufsrang 11987
Buch (Taschenbuch)
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Fr. 38.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Zhao Tingyang bleibt hinter Kant zurück
von einer Kundin/einem Kunden am 21.02.2020

Wenn man einmal alle Polemik fallen lässt, so ließe sich sagen, dass Zhao Tingyang ein Model des politischen Zusammenlebens entwerfen möchte, das nicht dem Nationalstaatsmodel der europäischen Philosophie entspricht. Das europäische Model kennen wir u.a. von Hobbes, Spinoza, Rousseau, Kant, Hegel und Schmitt her, das aber auch i... Wenn man einmal alle Polemik fallen lässt, so ließe sich sagen, dass Zhao Tingyang ein Model des politischen Zusammenlebens entwerfen möchte, das nicht dem Nationalstaatsmodel der europäischen Philosophie entspricht. Das europäische Model kennen wir u.a. von Hobbes, Spinoza, Rousseau, Kant, Hegel und Schmitt her, das aber auch im Kommunitarismus, im Liberalismus wie in der Theorie des kommunikativen Handelns die Folie des Zusammenlebens abgibt. Zhao Tingyang kann man den Versuch unterstellen, das Nationalstaatsmodel mit einem Model des globalen Regimes zu überwinden. Er nennt es Tianxia, eine Redewendung, die übersetzt lautet: "Alles unter dem Himmel". Unter völlig anderen historischen Umständen und Konstellationen bemühte sich Kant ebenfalls um ein visionäres und utopisches Model einer Überwindung des Nationalstaatsmodel. Dabei stellte er zwei politische Möglichkeiten in Aussicht: einerseits den Weltstaat, andererseits den Völkerbund. Kant verwarf den Weltstaat, da dieser in notwendiger Weise sich zu einem tyrannischen System entwickeln würde. Nur dem Völkerbund traute er eine gewisse - wenn auch mangelhafte - Kompetenz zu, Antworten auf politische Herausforderungen zu finden, die die Möglichkeiten der Nationalstaaten übersteigt. Angesichts der heutigen politischen Herausforderungen (Krieg, Klimawandel, Migration) sieht Zhao Tingyang ebenfalls die Notwendigkeit das europäische Nationalstaatsmodel zu überwinden und favorisiert unter dem Begriff Tianxia ein politisches "System einer Welt 'ohne Außen'". Meiner Ansicht nach hört sich Zhao Tingyangs Tianxia-System stark nach dem Weltstaat, nach Kants politischer Welt ohne ein Außen an, die dieser jedoch verwarf: gleichwohl Zhao Tingyang gegenüber Kant in Distanz geht. Vielleicht müsste man aber noch einmal die jeweiligen Argumente von Kant und Zhao Tingyang aneinander gegenüberstellen, um zu einem anderen Urteil zu gelangen. Jedoch unterliegt Zhao Tingyangs Tianxia-System derart fociert einem Nutzenkalkül, dass er "europäische" Errungenschaften bzw. Ideen wie etwa die Gewaltenteilung oder die sogenannten Menschenrechte für problematisch und unzweckmäßig hält.