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Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg

Ein Porträt

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Taschenbuch

Am 20. Juli 1944 verliert Nina, Frau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den Mann, den sie liebt. Sie ist schwanger mit ihrer Tochter Konstanze - und wird kurz darauf inhaftiert. Nur ihre Darstellung der unpolitischen Hausfrau schützt sie. Was war ihre wahre Rolle in der Geschichte? Was hat sie vom Widerstand gewusst? Wie hat sie mit diesem Wissen gelebt? Das Porträt einer bemerkenswerten Frau: persönlich und behutsam erzählt von ihrer jüngsten Tochter, basierend auf Gesprächen sowie bislang unbekannten Dokumenten und Aufzeichnungen der Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg.

Portrait
Konstanze von Schulthess, geboren 1945, ist die jüngste Tochter Nina Schenk Gräfin von Stauffenbergs, der Ehefrau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Konstanze von Schulthess kam in Gefangenschaft auf die Welt, denn ihre Mutter wurde nach dem Attentat am 20. Juli 1944 inhaftiert. Ihre Kindheit verbrachte Konstanze von Schulthess im Kreis ihrer Familie im Haus der Grossmutter in Lautlingen und in Bamberg. Seit 1965 lebt sie in der Schweiz. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder.
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  • Geleitwort

    Vorwort

    1 Der Schicksalsschlag

    2 Eine Ehe im Schatten des Dritten Reichs

    3 Geboren in der Haft

    4 Die Familie meiner Mutter

    5 Was in Lautlingen geschah

    6 Auf dem Weg in die Freiheit

    7 Suche nach einem Neuanfang

    8 Das Leben danach

    Persönliche Nachbemerkung

    Anmerkungen

    Literatur
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 04.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-31451-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18.7/12.1/2.4 cm
Gewicht 269 g
Abbildungen mit 42 farbigen Abbildungen, mit 42 farbigen Abbildungen
Verkaufsrang 12224
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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8 Bewertungen
Übersicht
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Lesenswert
von PMelittaM aus Köln am 15.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Erst kürzlich war der 75. Jahrestag des Attentats vom 20.Juli, ein Tag, der das Leben einer Vielzahl von Menschen drastisch änderte. Das nationalsozialistische Regime nahm die Familien der Widerständler in Sippenhaft. Die Autorin ist das jüngste Kind des Ehepaares von Stauffenberg, Claus wurde bereits kurz nach dem missglück... Erst kürzlich war der 75. Jahrestag des Attentats vom 20.Juli, ein Tag, der das Leben einer Vielzahl von Menschen drastisch änderte. Das nationalsozialistische Regime nahm die Familien der Widerständler in Sippenhaft. Die Autorin ist das jüngste Kind des Ehepaares von Stauffenberg, Claus wurde bereits kurz nach dem missglückten Attentat hingerichtet, seine Frau und andere Verwandte wurden verhaftet, die Kinder kamen unter falschem Namen in ein Kinderheim, die Autorin selbst wurde in Gefangenschaft geboren. Natürlicherweise ist diese biografische Aufarbeitung sehr subjektiv gestaltet, dennoch erhält man als Leser tiefe Einblicke in das Familienleben und die Geschehnisse vor und nach dem 20. Juli 1944. Auch Ninas Herkunftsfamilie wird beleuchtet und ihr Leben nach dem Krieg weitererzählt. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin ihre Mutter durch viele Zitate selbst zu Wort kommen lässt. Ich habe das Werk mit großem Interesse gelesen, hat es mir doch einen anderen, geradezu intimen Blick auf das Geschehen vermittelt. Sehr dazu beigetragen hat die Bildergalerie im Anhang. Außerdem erhielt ich einen Blick auf eine starke Frau, die sich nicht brechen ließ. Es tut gut, dass der Blick auch einmal auf die Frauen der Männer des 20. Juli gerichtet wird. Wer sich ein bisschen näher mit den Widerständlern des 3. Reiches beschäftigt, kommt um Claus von Stauffenberg nicht herum, aber auch über seine Frau Nina gibt es einiges zu berichten. Mir hat gerade die subjektive Sicht gut gefallen. Insgesamt ist dieses Buch lesenswert!

Berührendes, persönliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Kronberg am 31.07.2019

Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist eine Symbolfigur für den deutschen Widerstand gegen die Hitlerdiktatur und man kann allenthalben minutiöse Darstellungen der Ereignisse des 20. Juli lesen, Analysen, Lobpreisungen und Kritik. Es wird meistens eher im Vorbeigehen erwähnt, daß seine Familie im Rahmen der "Sippenhaft" ebenfall... Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist eine Symbolfigur für den deutschen Widerstand gegen die Hitlerdiktatur und man kann allenthalben minutiöse Darstellungen der Ereignisse des 20. Juli lesen, Analysen, Lobpreisungen und Kritik. Es wird meistens eher im Vorbeigehen erwähnt, daß seine Familie im Rahmen der "Sippenhaft" ebenfalls in die Mühlen des menschenverachtenden Unrechtsstaates geriet, und die Ehefrau Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg taucht meistens nur kurz als Name in all diesen Schriften auf. In diesem Buch erzählt nun die Tochter der beiden, Konstanze von Schulthess, die längst überfällige Geschichte ihrer Mutter. Sie tut dies in einem ausgesprochen angenehmen, hervorragend lesbaren Stil, gleitet nie ab ins Sentimentale oder Pathetische (obwohl das bei einem so engen Familienmitglied absolut verständlich gewesen wäre), während ihre Zuneigung und ihre Hochachtung für beide Eltern, insbesondere für die Mutter, stets spürbar ist. Das macht dieses Buch zu einem hochpersönlichen Bericht. Es beginnt mit den Ereignissen am und nach dem 20. Juli, berichtet von der Verhaftung Nina von Stauffenbergs, ihrer Odyssee durch Gefängnisse und das KZ Ravensbrück. Dann folgt ein Rückblick auf die Jugend, Verlobungszeit und die Ehe, dem Weg zum 20. Juli. Das darauffolgende Kapitel geht in die Familiengeschichte Nina von Stauffenbergs, bis hin ins Zarenreich des 18. Jahrhunderts, bevor dann in den folgenden Kapiteln chronologisch berichtet wird, was nach dem KZ folgte. Diese Kapitelanordnung paßte gut, man beginnt als Leser gleich mit dem Geschehen, das uns bekannt ist, erfährt dann Hintergründe und kann schließlich die Familie auf ihrem Weg durch die letzten Kriegstage bis zum Tode Nina von Stauffenbergs 2006 begleiten. An mehreren Stellen greift die Autorin auf Aufzeichnungen ihrer Mutter zurück, die diese in den 1960gern in einer Familienchronik auf Bitten ihrer Kinder anfertigte. Diese Aufzeichnungen waren vorab unveröffentlicht und bringen neue und interessante Aspekte ein. Sie sind in einem leichten, amüsanten Stil verfaßt, zeigen Nina von Stauffenberg als eine scharfsinnige, gut beobachtende und unterhaltsame Dame, die sich den Verpflichtungen ihrer Herkunft sehr bewußt war und über eine beeindruckende Stärke verfügte. Sie sind ausgezeichnet in den Erzähltext eingeflochten, reichern diesen an, machen ihn noch lebendiger. Kleine Familienanekdoten wechseln mit berührenden Berichten über die dunkelsten Zeiten. Auch ein Text der Mutter Claus von Stauffenbergs ist enthalten. Konstanze von Schulthess reichert dies auch mit persönlichen Erinnerungen, Berichten aus Gesprächen mit ihrer Mutter an. So stehen uns die Familienmitglieder sehr lebhaft vor Augen, treten aus dem geschichtlichen Hintergrund heraus. Es ist eine Familie mit zahlreichen Persönlichkeiten, die in vielerlei Situation Mut bewiesen, sich nicht haben unterkriegen lassen. Die Grausamkeit der Hitlerdiktatur zeigt sich in vielerlei Details, lakonische Sätze wie "Neunjährig wurde er verhaftet" beleuchten die Absurdität jener Zeit. Ausgesprochen interessant ist auch, wie Nina von Stauffenberg und andere Familienmitglieder die Kraft fanden, in monatelanger Einzelhaft, Unwissenheit über das Schicksal ihrer Kinder oder anderer Angehöriger, zahlreichen Verhören und anderen leidvollen Situationen zu überleben, bei Verstand zu bleiben, Stärke zu finden. Der Ärger Nina von Stauffenbergs über die Art und Weise, wie ihr Ehemann von Historikern über ihren Kopf hinweg, ohne ihre Einbindung, analysiert und historisch seziert wurde, ist verständlich. Gerade hier ist diese persönliche Sichtweise des Buches so wichtig und Konstanze von Schulthess betont auch, daß ihr der Vater, den sie leider nie kennenlernen durfte, nicht vorwiegend als der Held des Widerstandes vermittelt wurde, sondern als der Papa, der Mensch, so wie er von Nina von Stauffenberg nicht die in die Allgemeinheit übernommene Ikone (oder bei manchen unbelehrbaren Idioten der "Volksverräter") war, sondern ihr Ehemann, mit dem sie eine für jene Zeiten ungewöhnliche und partnerschaftliche Ehe fühlte. Zahlreiche Fotografien runden dieses vielseitige, berührende Buch ab. Bei einem Bild steht als Unterschrift "'Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied', so Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, am 3. August 1944. Fast sechzig Jahre später begeht Nina von Stauffenberg mit 43 Nachkommen in Kirchlauter ihren neunzigsten Geburtstag." Eine sehr symbolische, wichtige Bildunterschrift und ebenso anrührend wie das Gedicht, das Nina von Stauffenberg im KZ Ravensbrück über ihren von der Diktatur ermordeten Ehemann schrieb, das Konstanze von Schulthess bei der Beerdigung der Mutter vorlas und welches das Buch abschließt.

Beeindruckende Persönlichkeit
von Sikal am 13.07.2019

Die Autorin Konstanze von Schulthess ist die Tochter von Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg (1913 – 2006) und von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Widerstandskämpfer, der das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler mit einer Gruppe von Gleichgesinnten plante und umsetzte. Mit diesem Porträt setzt die Autorin ihrer Mutter... Die Autorin Konstanze von Schulthess ist die Tochter von Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg (1913 – 2006) und von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Widerstandskämpfer, der das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler mit einer Gruppe von Gleichgesinnten plante und umsetzte. Mit diesem Porträt setzt die Autorin ihrer Mutter ein Denkmal und gibt tiefe Einblicke in persönliche Geschichten und Ansichten. Bereits früh war Nina sehr eigenwillig, setzte auch als ganz junges Mädchen durch, dass sie den jungen Claus heiraten durfte. Durch die oftmalige Abwesenheit ihres Mannes musste sie schon bald für ihre Kinder alleine dastehen und Entscheidungen treffen. Zur Zeit des Attentats war sie schwanger und wurde nach dem Scheitern verhaftet und in verschiedene Gefängnisse gebracht, wo sie lange Zeit von ihren Kindern nichts hörte und sah. Zum Glück wurde ihre Schwägerin Melitta von Stauffenberg von der Sippenhaft verschont, weil sie den Nazis als Pilotin wichtig war. Durch Melitta wurde die Verbindung zwischen den Familienmitgliedern aufrecht gehalten und Briefe hin- und hergeschmuggelt. Bewundernswert, mit wie viel Disziplin Nina sich in Gefangenschaft organisiert, den Tag strukturiert um zu überleben. Wie viel Kraft mag es ihr gekostet haben, den Vater bei den Kindern nicht als Held dastehen zu lassen, um die Kleinen zu schützen. Was mag wohl in ihr vorgegangen sein, als Himmler davon sprach, die Stauffenbergs „auszurotten“. Eine Genugtuung in späteren Jahren, dass ihm dies nicht gelungen ist… Die Autorin, als jüngstes Kind der Stauffenbergs und in Gefangenschaft geboren, darf ihren Vater nie kennenlernen. Doch ihre Mutter hat zeitlebens sein Andenken hoch gehalten und vieles zu erzählen gewusst. Auch verfasste sie auf Wunsch der Kinder eine Familienchronik, in der die wichtigsten Eckdaten festgehalten wurden. Briefe oder Tagebücher sind nur wenige überliefert, diese aufzubewahren wäre während der Naziherrschaft zu gefährlich gewesen – hätte Mitwisser ins Visier der Gestapo gebracht. Ob die Ehefrauen der Widerstandskämpfer wussten, auf welch gefährlichem Terrain sich ihre Männer begaben? Nina wusste – und duldete – auf jeden Fall die Handlungen ihres Mannes, dies kommt in dem Buch klar hervor. Eine Vereinbarung mit ihrem Mann, dass einer von beiden überleben muss, um für die Kinder da zu sein, konnte sie mit viel Glück und Durchhaltevermögen aufrecht halten. Die Autorin zeigt auch einige Fotos, die ihre Mutter durch das Kriegsgeschehen bringen konnte, die dem Buch noch zusätzlich eine persönliche Note geben. Ich fand die Geschichte sehr berührend erzählt, besonders die Ungewissheit nach dem Attentat oder nach ihrer Verhaftung war vermutlich sehr einschneidend. Ebenso finde ich es großartig, dass die Ehefrauen der Widerstandskämpfer endlich eine Stimme bekommen und ihre Sicht der Dinge erzählt wird. Viele der Frauen, darunter auch Nina, haben nie wieder geheiratet und ihren Männern ihr Leben lang die Treue gehalten. Ein beeindruckendes Porträt über eine starke und eindrucksvolle Frau, die zu 100% hinter ihrem Mann stand und für ihre Kinder leben wollte. 5 Sterne