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Wie wir werden, wer wir sind

Die Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz

Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften zeigen: Der Mensch wird ohne ein Selbst geboren. Wie aber entsteht unser Ich, das sich später von anderen Menschen abgrenzen kann? Wie gelingt es uns, ein Ich, Du oder Wir zu denken, zu fühlen, zu erleben? Was macht einen Menschen zum Individuum?

Diesen zentralen Fragen geht Joachim Bauer in seinem neuen grossen Werk nach und legt dar, dass unser »wahres Selbst« nicht in uns schlummert wie ein Bodenschatz, der darauf wartet, gefunden und poliert zu werden. Vielmehr ist es das Produkt von Resonanzen – unserer geteilten Erfahrungen, Freuden und Ängste.

Joachim Bauer macht uns bewusst, dass dieses Ich nicht – wie lange angenommen – in Stein gemeisselt ist, sondern im Prozess ständiger Selbst-Konstruktion ein Leben lang in Wandlung bleibt, wachsen und sich verändern kann. In Zeiten grassierender Ichbezogenheit und gesellschaftlicher Strömungen, die Selbstbehauptung durch Abgrenzung gegenüber anderen forcieren, vermittelt Bauer ein neues Bild davon, wie wir werden, wer wir sind, und erklärt, warum wir diesen Weg nur gemeinsam finden.

Portrait
Bauer, Joachim
Prof. Dr. med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Arzt und Psychotherapeut. Nach erfolgreichen Jahren an der Universität Freiburg lehrt und arbeitet er heute in Berlin. Für seine Forschungsarbeiten erhielt er den renommierten Organon-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche Sachbücher, u. a. »Warum ich fühle, was du fühlst«. Zuletzt erschienen bei Blessing der SPIEGEL-Bestseller »Selbststeuerung - Die Wiederentdeckung des freien Willens« (2015).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 27.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-620-7
Verlag Karl Blessing Verlag
Maße (L/B/H) 22.1/14.1/2.7 cm
Gewicht 403 g
Abbildungen 1 schwarz-weiße Abbildungen
Verkaufsrang 2637
Buch (gebundene Ausgabe)
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Einfach nur wertvoll für jeden Menschen, der über sich und seine Kinder nachdenkt.
von Dr. Axel Lange aus Taufkirchen am 07.10.2019

Ich will es mal anders angehen: Was hinterlässt Bauers Buch in mir, das in vielen Jahren noch präsent sein wird? Ich lese viele Sachbücher. Über manche könnte ich nach sechs Monaten wohl nicht viel mehr wiedergeben als Titel und Autor. Anders bei diesem Buch. Was gäbe ich, hätte ich erlebt, wie meine drei Kinder aufwachsen, und ... Ich will es mal anders angehen: Was hinterlässt Bauers Buch in mir, das in vielen Jahren noch präsent sein wird? Ich lese viele Sachbücher. Über manche könnte ich nach sechs Monaten wohl nicht viel mehr wiedergeben als Titel und Autor. Anders bei diesem Buch. Was gäbe ich, hätte ich erlebt, wie meine drei Kinder aufwachsen, und ich hätte das Wissen dieses Buchs gehabt! Meine Rolle als Vater wäre eine andere, noch bessere gewesen. Das Bewusstsein, das Bauer schärft über die Rolle von Vater und Mutter bei der frühen Selbstfindung des Kindes, ist ein Geschenk. Ich bin es, der meinem Kind eine Sicht auf die Welt geben kann. Ich bin es, der ihm vor allem anderen erst ermöglicht, sich selbst in der großen Welt zu finden. Jetzt kann ich es biologisch verstehen. Vielleicht ahnt eine Mutter das eher als der Vater, aber die eigene Rolle so klar dargestellt zu bekommen, wie Bauer das als Neurobiologe macht, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Nach diesem Buch verstehe ich, warum mein Sohn mit 19 Jahren nicht nach Australien wollte, obwohl ich ihm das ermöglich hätte. Ich konnte es damals nicht begreifen. Man kann es vielleicht nicht mehr hören, was über den schädlichen Handy- und Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen geschrieben wird. Zum ersten Mal aber wird mir hier eine Argumentation geliefert, die spontan einleuchtet: Die Kommunikation der Heranwachsenden mit ihrer sozialen Umgebung, Eltern, Freunde, Lehrer etc. ist gänzlich unverzichtbar für ihre gesund und stabile Selbstfindung. Nicht meine sozialen Medien und meine Smart Watch wissen, ob es mehr gut geht oder ob ich gesund bin. Die Antwort liegt in mir selbst im steten Gespräch mit mir nahen Menschen. Im echten Du finde ich mein echtes Ich - ein Leben lang. Bauers Sprache über komplexe Sachverhalte ist immer wieder bildhaft und damit für ein Sachbuch vorbildlich und professionell: Eine Gitarrensaite bringt die einer anderen Gitarre zum Klingen. Das ist „Resonanz“, das Schlüsselwort quer durch das Buch. Unser Selbst formt sich in der Resonanz auf unsere Erfahrungen in den Beziehungen mit wichtigen Menschen um uns. Der „Geist“, die Inhalte dessen was wir denken und sagen, sie „reiten gleichsam auf ihren biologischen Trägern“. Was wir denken und sagen, verändert unsere Biologie. Das ist faszinierendes neues Wissen. Modern ist Bauers Wiedergabe der Rolle unserer Gene: Evolutionsbiologie, Medizin und Psychologie sind dabei, zu überwinden, die Gene als ein fixes Programm zu sehen, das losgelöst von der Außenwelt abgespult wird. Gene verhalten sich jedoch nicht wie im luftleeren Raum. Bauer macht hier klar, wie falsch und überholt diese Sicht auf quasi autonome Gene ist, eine Sicht, die uns Jahrzehnte lang geprägt hat. Jetzt heißt es bei Bauer: Unsere „Gene sind eine Klaviatur“. Wir spielen auf ihr im Erleben unserer sozialen Umwelt wie ein Pianist auf seinem Instrument. Die menschliche Umwelt verändert unsere Gene nicht, aber sie bestimmt ihre Expression, ihre Arbeit, und damit unser Befinden und unsere Gesundheit tagtäglich mit und formt uns so. Bauer hätte an dieser Stelle auch erwähnen dürfen, dass die neueren Erkenntnisse epigenetischer Vererbung genau hier aufsetzen und neuerdings sogar biologische Belege liefern, wie sich grausame Momente (Traumata) oder anhaltend schöne zwischenmenschliche Erlebnisse sogar vererben können: auf Kinder, auf Enkel und Urenkel, die das Gleiche gar nicht selbst erlebt haben oder erleben. Kurz: Ein für jeden Menschen, der über sich selbst in unserer nicht einfachen aber auch wunderbaren Welt mehr erfahren möchte, wichtiges Buch.

Wie wir werden, wer wir sind
von Timo Funken am 30.07.2019

Wie bereits vorherige Bücher von Joachim Bauer hat mir dieses sehr gut gefallen. Eine spannende Zusammenfassung über die Entdeckung der Spiegelneuronen und ihre Bedeutung. Liebe Grüße Timo Funken

Ohne Resonanz keine Menschheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Parpan am 22.06.2019

Joachim Bauer WIE WIR WERDEN, WER WIR SIND Die Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz 978-3-89667-620-7 München, Blessing, 23.05.2019 Giacomo Rizzolatti und seine Mitarbeiter entdeckten in den frühen 1990er-Jahren bei Makaken zufällig, dass die Gehirnareale, die für gewisse Bewegungen üblicherweise aktiv sind, ... Joachim Bauer WIE WIR WERDEN, WER WIR SIND Die Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz 978-3-89667-620-7 München, Blessing, 23.05.2019 Giacomo Rizzolatti und seine Mitarbeiter entdeckten in den frühen 1990er-Jahren bei Makaken zufällig, dass die Gehirnareale, die für gewisse Bewegungen üblicherweise aktiv sind, auch beim reinen Zuschauen aktiviert werden. Diese Erkenntnisse weckten kaum Interesse, bis Joachim Bauer 2005 in „Warum ich fühle, was du fühlst“ das Geheimnis der Spiegelneuronen beim Menschen gelüftet hat. Mit „Wie wir werden, wer wir sind“, geht Joachim Bauer weit über das Staunen hinaus, das dieses 1916 schon zum 25. Mal aufgelegten ausgelöst hat. Der Universitätsprofessor, Neurowissenschaftler, Arzt und Psychotherapeut Bauer zeigt den Nutzen der Spiegelneuronen für die Menschwerdung: „Die stärkste Droge für den Menschen ist der andere Mensch“ macht auf Seite 13 klar, worum es geht. Auf Seite 15 folgen Erläuterungen, warum dieses Buch ein Muss für alle Menschen ist, die mit anderen Menschen zu tun haben: „Ohne die atmosphärische Hülle, die unsere Erde umgibt, gäbe es auf dieser Welt kein Leben. Auch jeder Mensch hat eine Hülle. Zwischen den Entstehungsbedingungen der Erdatmosphäre und der Entwicklung dessen, was die Hülle einer Person, ihr „Selbst“ oder ihr „Ich“ ausmacht, bestehen einige Parallelen. Als unser Planet entstand, fehlte ihm die Hülle aus Sauerstoff und Stickstoff, die ihn heute umgibt. Dass auch der Mensch am Beginn des Lebens ohne eine schützende psychische Hülle, ohne einen „Ich-Sinn“, ohne ein „Selbst“ das Licht der Welt erblickt, war eine von Psychologen – insbesondere von Psychoanalytikern – schon länger gehegte Vermutung. Den letztgültigen Nachweis für deren Richtigkeit erbrachten jedoch erst die modernen Neurowissenschaften.“ Schon 1918 hat der Tiefenpsychologe Alfred Adler den Begriff „Gemeinschaftsgefühl“ als zentral für die von ihm gegründete Individualpsychologie eingeführt. Er ging vom inneren Erleben des Menschen als soziales Wesen aus. Heute zeigt Joachim Bauer mithilfe der Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften auf, dass der Mensch nur im Austausch mit dem Menschen zum Menschen wird (Seiten 205 f.): „Kinder und Jugendliche bedürfen einer weit über das Säuglingsalter hinausreichenden, bis zur Volljährigkeit erstreckenden Investition an Unterstützung und Förderung. Kinder müssen die Gelegenheit erhalten, interessante kognitive, sportliche und musikalische Angebote und Anregungen zu prüfen, um deren Nutzung gegebenenfalls zu einem Teil ihres Selbst werden zu lassen. Zugleich sollten sie lernen, nicht alles kritiklos in sich aufzunehmen, was ihnen angeboten wird... Menschliche Gesellschaften sind Resonanzräume. Der Mensch ist ausweislich seiner neurobiologischen Merkmale als soziales Wesen konstruiert. „Gesehen“ zu werden, soziale Wertschätzung zu erhalten und sich zugehörig zu fühlen sind Grundbedürfnisse, so wichtig wie die tägliche Nahrung.“ 1914 veröffentlichte Alfred Adler „Heilen und Bilden“. Joachim Bauer legt den Schwerpunkt in all seinen Werken auf dem Bilden. Denn Bilden hat die mehrfache Wirkung des Heilens, weil sie präventiv und prägend ist. Die Auseinandersetzung mit „Wie wir werden, wer wir sind“, zeigt in aller Deutlichkeit auf, wie wir in eine menschenfreundliche Zukunft investieren müssen, will die Menschheit überleben.