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Der letzte Herr des Waldes

Ein Indianerkrieger aus dem Amazonas erzählt vom Kampf gegen die Zerstörung seiner Heimat und von den Geistern des Urwalds

»Diese poetische, sachliche und hautnahe Lebensgeschichte gibt einen Einblick in eine uns sehr fremde Welt und sagt mehr als jeder Klimabericht. Lasst uns den Amazonas retten!«
ZEIT online

Auf einer Expedition durch den Amazonas ist Reporter Thomas Fischermann dem jungen Krieger Madarejúwa Tenharim zum ersten Mal begegnet. Dieses Buch erzählt Madarejúwas Geschichte. Es geht auf die Jagd nach Wildschweinen und Affen, in den Kampf mit Jaguaren und Anakondas, an mystische Stätten zu Ritualen und Festen. Die Streifzüge mit Madarejúwa machen begreifbar, was der Wald für den jungen Mann und sein Volk bedeutet: Wenn die Natur stirbt, dann sterben auch sie. Der Wald gibt ihnen Nahrung, Heilmittel, Identität und Spiritualität. Aus erster Hand lehrt uns Madarejúwa die Geheimnisse des Waldes und das uralte Verständnis der Balance zwischen Mensch und Natur.

»EIN SEHR BEWEGENDES BUCH«
Kölner Stadt-Anzeiger

»ZUTIEFST MENSCHLICH«
ORF

»GROssARTIG UND WEISE«
taz - die tageszeitung
Portrait
Thomas Fischermann, geb. 1969, ist für die ZEIT in Südamerika. Seit 2013 lebt er in Rio de Janeiro. Zuvor arbeitete der studierte Ökonom, Sozial- und Politikwissenschaftler für die ZEIT in London und New York sowie als Koordinator der internationalen Wirtschaftsberichterstattung von Hamburg aus. Für Beiträge in der ZEIT erhielt Fischermann u.a. den Deutschen Journalistenpreis.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 30.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-37800-8
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18.5/12.1/2.2 cm
Gewicht 244 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 28128
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Ein eindringlicher Appell
von Igelmanu66 aus Mülheim am 19.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

»Ich sehe schon, es gefällt dir nicht, einen Affen zu essen. Was wäre dir lieber gewesen – ein Wildschwein zu schießen? Doch es ist nicht richtig, ein Wildschwein zu töten oder ein anderes großes Tier. Hier gibt es doch nur uns. Wir sind eine kleine Jagdgruppe, und von einer großen Beute bleiben Reste übrig. Es ist falsch, ein T... »Ich sehe schon, es gefällt dir nicht, einen Affen zu essen. Was wäre dir lieber gewesen – ein Wildschwein zu schießen? Doch es ist nicht richtig, ein Wildschwein zu töten oder ein anderes großes Tier. Hier gibt es doch nur uns. Wir sind eine kleine Jagdgruppe, und von einer großen Beute bleiben Reste übrig. Es ist falsch, ein Tier zu töten, wenn wir es nicht ganz essen können.« Der junge Krieger Madarejúwa vom Volk der Tenharim lebt noch ganz im Einklang mit der Natur. Er ist erst 19 Jahre alt, aber ein Meister des Überlebens. Und ein Krieger, der bereit ist, für sein bedrohtes Volk zu kämpfen, es mit seinem Leben zu verteidigen. Thomas Fischermann lebt seit 2013 in Rio de Janeiro und war im Auftrag des ZEIT Magazins unterwegs, um über Zusammenstöße zwischen Holzfällerbanden und Amazonasvölkern zu berichten. Dabei lernte er die Tenharim kennen und durfte Madarejúwa begleiten: Auf die Jagd, zu Exkursionen in alte Dörfer und zu jenen Gegenden des Waldes, die die Tenharim als den Ursprung ihrer Welt ansehen. Dieses Buch ist das Resultat vierjähriger Recherche, vieler und regelmäßiger Reisen durch das Amazonasgebiet und vieler hundert Stunden Gespräche mit Madarejúwa, seinen Häuptlingen und den Alten seines Volkes. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Es ist eine völlig fremde Welt, in die ich beim Lesen eintauchen konnte. Ich habe Dinge erfahren, die ich hochinteressant fand, die mich gleichzeitig nachdenklich stimmten und manchmal erschütterten. Schon die Art des Berichts ist interessant. Meist erzählt Madarejúwa, ein paar Kapitel steuert Thomas Fischermann bei. Dazwischen gibt es einige Geschichten der Tenharim. Mit Hilfe dieser Geschichten geben die Tenharim alte Weisheiten von Generation zu Generation weiter. Sie erzählen sie immer wieder, damit sie nicht in Vergessenheit geraten und stetig aufgefrischt werden. Im Kern geht es dabei um den Umgang mit der Natur, wie man in ihr und mit ihr lebt, sie gleichzeitig nutzt und bewahrt. Man merkt sofort: Obwohl die Tenharim regelmäßig auf die Jagd gehen, würde durch sie keine Tierart bedroht werden. Im Buch wird das sehr treffend als „Gebrauchsanweisung für den Regenwald“ bezeichnet. Madarejúwa hat eine einfache und direkte Art zu erzählen. Sein Volk gehört nicht zu den „unkontaktierten“, die es immer noch gibt und zu denen auch eine Gruppe der Tenharim gehört. Madarejúwa kennt zwei Welten. Er weiß um die Existenz von Facebook und Internet, er besitzt ein Handy und einen Motorroller und er schaut mit Interesse fern, um sich die Welt „da draußen“ anzusehen. Ich hatte den Eindruck, dass er ein sehr intelligenter junger Mann ist, der versucht, sich mit seiner Lebenssituation zu arrangieren und das Beste aus allen Gegebenheiten zu machen. Nur hat halt alles seine Grenzen. Die heimische Natur verleiht ihm seine Identität, seine Kultur ist ihm wichtiger als die der Weißen. Von denen er sein Volk bedroht sieht. In eindringlichen Worten berichtet er über die Zerstörung seines Lebensraums. Über die Weißen, die »eine Straße durch unser Land gebaut haben, über die Gräber unserer Toten hinweg. Jetzt dringen sie wieder ein und fällen die Bäume. Sie quälen die Tiere und schürfen im Boden nach Metall.« Er erzählt von zerstörten Dörfern, von eingeschleppten Krankheiten, an denen viele Mitglieder seines Volkes starben. Sein Volk umfasste einmal mehr als 10.000 Menschen, von denen nur noch knapp ein Zehntel übriggeblieben ist. Seine Erzählung ist natürlich subjektiv, zudem ist er noch jung und vieles hat er nicht selber erlebt, sondern weiß es zum Beispiel aus den Erinnerungen seines Großvaters. Thomas Fischermann sprach daher auch mit der Gegenseite, also beispielsweise den Holzfällern und fand leider die Bedrohung der Tenharim und der sie umgebenden Natur bestätigt. Und er fasst es mit den einfachen Worten zusammen: »Wenn dieses Stück Natur stirbt, sterben auch die Tenharim.« Die Berichte werden ergänzt durch einen Mittelteil mit Farbfotos und einige informative Karten. So wird dieses Buch zu einem eindringlichen Appell. Die Natur im Amazonasgebiet ist wunderschön und faszinierend. Ganz dringend muss sie bewahrt werden, zumal in Zeiten des Klimawandels die Existenz großer Waldgebiete nicht nur für die dort lebenden Völker, sondern für die ganze Menschheit eine Überlebensfrage ist. Und die Kultur der Tenharim ist eine höchst wertvolle, von der wir einiges lernen könnten. Fazit: Ein eindringlicher Appell: Die Natur im Amazonasgebiet muss erhalten werden! »Dieses Buch ist Madarejúwas Geschichte: die Erfahrungen eines jungen Mannes, der in eine jahrtausendealte Kultur hineingeboren wurde – um beim Heranwachsen festzustellen, dass ihr entscheidender Überlebenskampf begonnen hat.«

Höchste Zeit: eindringlich, spannend und gut geschrieben.
von einer Kundin/einem Kunden am 28.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im "Reservat" der Tenharim brennt es. Dort wird der Wald niedergebrannt, um Straßen, Plantagen und Farmen anzulegen. "Der letzte Herr des Waldes" ist ein Buch, in dem der "Zeit"-Journalist Thomas Fischermann Madarejúwa, einem Angehörigen der Gemeinschaft der Tenharims die Gelegenheit gibt, über das Leben im Wald, über die Verdrä... Im "Reservat" der Tenharim brennt es. Dort wird der Wald niedergebrannt, um Straßen, Plantagen und Farmen anzulegen. "Der letzte Herr des Waldes" ist ein Buch, in dem der "Zeit"-Journalist Thomas Fischermann Madarejúwa, einem Angehörigen der Gemeinschaft der Tenharims die Gelegenheit gibt, über das Leben im Wald, über die Verdrängung und Vernichtung dieses Lebensraumes zu schreiben. Das Buch ist eindringlich und gut geschrieben, und verzichtet auf die Stellvertreterstimmen aus der Ethnologie. Es ist in dem Sinne ein politisches Buch, wie es zeigt, dass es ein Leben jenseits unser post-kolonialen Welt gibt, in der das Land umpflügt und auszehrt wird, damit wir das Rindfleisch, die Avocado, die Ananas, die Banane und die Mango auf unsere Teller finden.

Ein sehr lesenswertes Buch, welches man durchaus als Augenöffner bezeichnen kann.
von einer Kundin/einem Kunden am 07.07.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein unglaublich informationsreiches Sachbuch, das sich liest wie ein Roman. Der Autor schafft es durch die Erzählungen des Hauptprotagonisten eine Stimmung zu erzeugen die einem Gespräch gleicht, in dem der Leser Zuhörer ist. Gleichzeitig fühlt es sich an als würde man selbst an der Seite Madarejúwas durch die Wälder des Amazons... Ein unglaublich informationsreiches Sachbuch, das sich liest wie ein Roman. Der Autor schafft es durch die Erzählungen des Hauptprotagonisten eine Stimmung zu erzeugen die einem Gespräch gleicht, in dem der Leser Zuhörer ist. Gleichzeitig fühlt es sich an als würde man selbst an der Seite Madarejúwas durch die Wälder des Amazons streifen. Man erfährt vieles über die Flora und Fauna des Amazonasgebietes, aber auch die Kultur der Tenharim und deren Probleme mit dem Schwinden des Urwalds werden ausführlich behandelt. Ein sehr lesenswertes Buch, welches man durchaus als Augenöffner bezeichnen kann.