Effingers

Roman

Gabriele Tergit

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Beschreibung

»Effingers« ist ein Familienroman – eine Chronik der Familie Effinger über vier Generationen hinweg. Ausser dass sie Juden sind, unterscheidet sich ihr Schicksal in nichts von dem anderer gutsituierter gebildeter Bürger im Berlin der Jahrhundertwende. Alle fahren sie im sich immer wiederholenden Lebenskarussell, das sich durch Glück, Schmerz, Leichtsinn, Erfolg und Scheitern dreht. »Effingers« ist ein typisch deutsches Bürgerschicksal in Berlin, wie es das der »Buddenbrooks« in Lübeck war.
Als der Nationalsozialismus sich breitmacht, wird das deutsche Schicksal zu einem jüdischen. Wer wachsam ist, wandert aus.
Die Geschichte der Familie Effinger beginnt mit einem Brief des 17-jährigen Lehrlings Paul Effinger, und sie endet mit einem Brief: dem Abschiedsbrief des nunmehr 80-Jährigen kurz vor seiner Deportation in die Vernichtungslager.

»An den alten Fontane fühlte ich mich erinnert, an dessen meisterliche Schilderungen aus der Berliner Gesellschaft jener Jahrzehnte, in den Gabriele Tergits Roman einsetzt.«
Axel Eggebrecht, Nordwestdeutscher Rundfunk

»Das umfangreiche Buch ist, um es mit drei deutlichen Worten zu sagen, erstaunlich, mutig und bedeutend.«
Axel Eggebrecht, Nordwestdeutscher Rundfunk

Gabriele Tergit (1894–1982), Journalistin und Schriftstellerin, schrieb drei Romane, zahlreiche Feuilletons und Reportagen sowie posthum veröffentlichte Erinnerungen. 1933 emigrierte sie nach Palästina, 1938 zog sie mit ihrem Mann nach London. Von 1957 bis 1981 war sie Sekretärin des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Ihre Gerichtsreportagen machten sie berühmt und markierten den Beginn ihrer literarischen Karriere.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 900
Erscheinungsdatum 19.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89561-493-4
Verlag Schöffling
Maße (L/B/H) 21.3/14.1/6 cm
Gewicht 931 g
Abbildungen Umschlagbild von Lesser Ury
Auflage 1. Auflage - Neuausgabe

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Ein beeindruckender Epochenroman
von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Gerichtsreporterin Gabriele Tergit erzählt in ihrem erstmals 1951 erschienenen Roman "Effingers" die Geschichte einer jüdischen Familie über vier Generationen hinweg. Es ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch ein Gesellschaftsroman, der zugleich deutsche Geschichte von 1878 bis 1948 vermittelt, ohne belehrend zu... Die Gerichtsreporterin Gabriele Tergit erzählt in ihrem erstmals 1951 erschienenen Roman "Effingers" die Geschichte einer jüdischen Familie über vier Generationen hinweg. Es ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch ein Gesellschaftsroman, der zugleich deutsche Geschichte von 1878 bis 1948 vermittelt, ohne belehrend zu sein. Sehr beeindruckend beschreibt die Autorin, wie sich das Leben der Familie Effinger durch die politischen und sozialen Umbrüche nach und nach drastisch verändert. Ein sehr lesenswerter Roman, für den man sich aufgrund seiner Komplexität Zeit nehmen sollte.

Ein epochales Werk, das jede*r gelesen haben sollte!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.01.2021

„Effingers“ erzählt auf 900 Seiten, in sagenhaften 150 Kapiteln und über vier Generationen hinweg die Geschichte einer jüdischen Familie vom Kaiserreich um 1870 bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Es ist ein detailliertes, scharf beobachtetes Buch voll feiner Ironie und Spitzen gegen die gut situierte, bürgerliche Gesellschaft ... „Effingers“ erzählt auf 900 Seiten, in sagenhaften 150 Kapiteln und über vier Generationen hinweg die Geschichte einer jüdischen Familie vom Kaiserreich um 1870 bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Es ist ein detailliertes, scharf beobachtetes Buch voll feiner Ironie und Spitzen gegen die gut situierte, bürgerliche Gesellschaft – Gabriele Tergit beschreibt die Wünsche, Hoffnungen und Träume der unterschiedlichsten Charaktere: Von barock angehauchten, genussorientierten Bürgern bis hin zu exzentrischen Künstlerinnen und modernen Großstädtern des babylonischen Berlins. Der opulente Roman beginnt mit der Geschichte Paul Effingers, der sich als Fabrikant selbstständig macht und in die reiche Bankiersfamilie Oppner heiratet – wodurch die Familie Effinger einen rasanten Aufstieg erfährt, bis ihnen die patriotische Heimatliebe schlussendlich zum Verhängnis wird. In Effingers werden viele einzelne Geschichten der Familienmitglieder erzählt und miteinander verwoben; es geht um das schillernde Großstadtleben, um Etikette und Klassenmoral, familiäre Zwänge und die Befreiung aus ebenjenen. Es ist ein Roman, an dem Gabriele Tergit über zwei Jahrzehnte schrieb und der erst 2019 herausgegeben wurde – siebzig Jahre nachdem die Autorin das Manuskript vollendete. Es ist ein einzigartiger Familienroman, den man wohl am ehesten mit Thomas Manns „Buddenbrooks“ vergleichen kann, und an dem jede*r Freude haben wird, die oder der ein klein wenig Durchhaltevermögen mitbringt.

Großartig
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 25.10.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dieser kaum bekannte Roman ist eine große Entdeckung. Geschrieben von der jüdischen Autorin Gabriele Tergit ist das Buch mit den Buddenbrooks verglichen worden. Das stimmt teilweise. Effingers handelt vom Schicksal des jüdischen Bürgertums zwischen 1878 und 1945 anhand einer Familiensaga und wie bei den Buddenbrooks liegt der Fo... Dieser kaum bekannte Roman ist eine große Entdeckung. Geschrieben von der jüdischen Autorin Gabriele Tergit ist das Buch mit den Buddenbrooks verglichen worden. Das stimmt teilweise. Effingers handelt vom Schicksal des jüdischen Bürgertums zwischen 1878 und 1945 anhand einer Familiensaga und wie bei den Buddenbrooks liegt der Fokus auf der ökonomischen Entwicklung Das Werk erinnert auch an Fontane, liest sich aber viel leichter und nicht so schwerfällig. Die 150 Kapitel erzählen eine Fülle von Geschichten und so entsteht ein Opus Magnum Deutsch jüdischen Lebens, wunderbar erzählt und troz der Länge nie langweilig. Unbedingt lesenswert.


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