Langsame Jahre

Roman

Fernando Aramburu

(5)
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Beschreibung

In „Langsame Jahre“ wird beschrieben, wie die Geschehnisse, die in „Patria“ einzelne Familien und schliesslich das ganze Land auseinanderbrechen lassen, ihren Anfang nehmen.
Ein Junge wächst bei Verwandten in San Sebastián auf, einer typisch baskischen Familie der sechziger Jahre: Die Tante hat das Sagen, ihr Mann kriegt den Mund nicht auf. Ihre Kinder suchen auf verschiedene Weisen neue Freiheiten. Der Pfarrer versorgt die Jugendlichen mit nationalistischem Gedankengut. Die ETA ist im Entstehen. Der Junge beobachtet alles mit staunenden Augen. Und als er seine Chance bekommt, nutzt er sie.
Ein berührender Roman über das Schicksal einer Familie, der einem ans Herz geht und gleichzeitig viel darüber erzählt, wie wir zu dem werden, was wir sind.

Ein grossartiger und zutiefst poetischer Roman.

Fernando Aramburu wurde 1959 in San Sebastián im Baskenland geboren. Seit Mitte der achtziger Jahre lebt er in Hannover. Für seine Romane wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Premio Vargas Llosa, dem Premio Biblioteca Breve, dem Premio Euskadi und zuletzt, für «Patria», mit dem Premio Nacional de la Crítica, dem Premio Nacional de Narrativa und dem Premio Strega Europeo. «Patria» wurde als Serie für HBO verfilmt..
Willi Zurbrüggen, geboren 1949 in Borghorst, Westfalen. Er übersetzte u. a. Antonio Muñoz Molina, Luis Sepúlveda und Fernando Aramburu aus dem Spanischen. Ausgezeichnet mit dem Übersetzerpreis des spanischen Kulturministeriums und dem Jane Scatcherd-Preis.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 18.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-00104-9
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 22.3/15.1/2.5 cm
Gewicht 384 g
Originaltitel Años lentos
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Willi Zurbrüggen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
3
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2
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0

entspricht nicht den Erwartungen.
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

etwas enttäuschend, ist nicht auf dem sprachlichen und inhaltlichen Standard der anderen Werke

Eine romangewordene Vorarbeit, die ihr großes Potenzial verschenkt
von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2019

Auch 2019 kämpft Spanien noch immer mit den Geistern der Geschichte, die Francozeit macht der Gesellschaft bis heute zu schaffen. Denn im Gegensatz zu Deutschland, hat das Land seine Vergangenheit nicht aufgearbeitet, die Verbrecher wurden nicht bestraft. Vielleicht sind spanische Autorinnen und Autoren deshalb so besessen von d... Auch 2019 kämpft Spanien noch immer mit den Geistern der Geschichte, die Francozeit macht der Gesellschaft bis heute zu schaffen. Denn im Gegensatz zu Deutschland, hat das Land seine Vergangenheit nicht aufgearbeitet, die Verbrecher wurden nicht bestraft. Vielleicht sind spanische Autorinnen und Autoren deshalb so besessen von diesen Zeit zwischen 1939 und 1975, denn jährlich erscheinen unzählige Bücher zu diesem Thema. Zu den Autoren, welche die Literatur als Aufarbeitung der Geschichte nutzen, gehört Fernando Aramburu. Mit ‘Patria‘ landete er auch in Deutschland einen überraschenden Erfolg und so erscheint mit ‘Langsame Jahre‘ nun eine Art Vorgeschichte. Die Erzählung spielt in den 1960er-Jahren, also inmitten der Franco-Ära. In einer bleiernen Zeit, die bestimmt ist von Traditionen und einer Dominanz der katholischen Kirche. Scheinheiligkeit, Doppelmoral und das Bewahren des Ansehens der Familie, das sind die Eigenschaften die zählen. Inmitten dieser Zeit wächst der 8-jährige Txiki in einem Arbeiterviertel im baskischen San Sebastián auf. Nicht bei den Eltern, sondern in der eigenwilligen Familie seiner Tante. Der Onkel lethargisch, die Tante herrisch, der Sohn fanatischer baskischer Nationalist und die Nichte mit 17 bereits schwanger von einem Unbekannten - alles andere als eine franquistische Musterfamilie. In Briefen schildert Txiki die Jahre seines Erwachsenwerdens, die eigenen Erlebnisse und die seiner Ziehfamilie. Das besondere dabei: er schreibt sie dem Schriftsteller. Dieser wiederum verarbeitet Erzählte in Form von Fragmenten und Szenen, offenbar als gedankliche Vorlage für einen späteren Roman. Und genau das ist die große Schwachstelle von ‘Langsame Jahre‘. Die Notizen des Schriftstellers sind auf einer Metaebene sehr interessant, zerstören jedoch den Erzählfluss und somit das Potenzial der Geschichte. Denn an sich sind die Beschreibungen der spanischen Kultur und die Entwicklung der ETA aus der Sichtweise eines 8-jährigen Zeitzeugens sehr unterhaltsam. Und äußerst lehrreich. Schade, dass es sich bei ‘Langsame Jahre‘ anscheinend nur um eine romangewordene Vorarbeit handelt. Doch zum Glück gibt es ja ‘Patria‘.

So funktionierte Familie
von einer Kundin/einem Kunden aus Hahnenbach am 01.08.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch (MP3 CD)

Das Hörbuch "Langsame Jahre" von Fernando Aramburu hat eine ganz eigenartige Herangehensweise an die Erzählung der Lebensgeschichte des Jungen Txiki. Der erwachsene Txiki schildert dem Autor sein Leben als 8jähriger Junge, unterbricht seinen Refluss von Zeit zu Zeit um regelrechte Regieanweisungen zu geben, wie das geplante Buc... Das Hörbuch "Langsame Jahre" von Fernando Aramburu hat eine ganz eigenartige Herangehensweise an die Erzählung der Lebensgeschichte des Jungen Txiki. Der erwachsene Txiki schildert dem Autor sein Leben als 8jähriger Junge, unterbricht seinen Refluss von Zeit zu Zeit um regelrechte Regieanweisungen zu geben, wie das geplante Buch zu schreiben sei und an welcher Stelle der Autor seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Beim Schreiben habe er so zu verfahren, dass die Leser auf keinen Fall aus dem Text Rückschlüsse auf die Familienmitglieder schöpfen könnten. Es braucht etwas Konzentration, bis man diese, wie zufällig eingeworfenen Bemerkungen, aus der eigentlichen Handlung herausfiltert. Über dem ganzen Roman liegt der Geruch von Armut. Aus ärmlichen Verhältnissen kommend, wird Txiki in der Familie seiner Tante (die Schwester seiner Mutter) aufgenommen. Die eigene Mutter kann ihre Kinder, nachdem sie von ihrem Mann verlassen wurde, nicht mehr ernähren. Wer nun erwartet, dass der kleine Junge ausgegrenzt oder als armer Verwandter schlecht behandelt wird, liegt falsch. Es ist eine baskische Familie nach altem Stil. In der Not hält man zusammen und teilt das Wenige, das man hat. Der Mann arbeitete außer Haus, verdiente das Geld, doch zu Hause hatte die Mutter das Sagen. Das klassische Familienbild der damaligen Zeit. Man schreibt das Jahr 1968. Die Diktatur von General Franco bestimmt das tägliche Leben. Gewalt herrscht im Land und es wird vom Machthaber und seinen Anhägern kein Aufbegehren gegen diese Diktatur gedultet. Die Herangehensweise des Autors an dieses brisante Thema setzt voraus, dass der Leser über die politische Lage des damaligen Spaniens informiert ist. Fernando Aramburu macht es dem Hörer nicht bequem. Man sollte sich schon ein gewisses geschichtliches Grundwissen über die Franco-Diktatur und die ETA im Vorfeld angeeignet haben. Hat man das nicht, bleibt einem als Hörer dieses Romans vieles unverständlich, bzw. die Feinheiten der Schilderungen werden nicht erfasst. Was die Nachbarn über die eigene Familie denken, ist insbesonder für die Frauen von großer Bedeutung. Diese sind zu Hause und bekommen das Gespött der Nachbarn voll ab. Als die leichtlebige Tochter - Cousine von Txiki - schwanger wird, bricht das große Drama aus. Der Vater des Kindes kann nicht klar benannt werden, also muss ein anderer Ehemann her, damit die Ehre gerettet wird. Ansonsten wäre die zukünftige Oma gezwungen, in Zukunft mit gesenktem Haupt durchs Dorf zu gehen. Welch eine Schmach! Allein die Vorstellung an das Gerede der Nachbarn ist ihr unerträglich und bereitet schlaflose Nächte. Lieber wird die Tochter in eine ungewollte Ehe gezwängt. So funktionierte Familie. Txiki teilt sich mit seinem Cousin Julen das Zimmer. Julen, der Halbwüchsige, der sich von den Eltern nichts mehr sagen lassen will. Macht, was er will. Die Verbote, sich politisch zu betätigen schießt er in den Wind. Mit dem Pfarrer gehen er und seine Freundean den Wochenenden in die Berge zum Wandern. Doch während der Wanderungen ist es das Ziel des Pfarrers, seine Schützlinge politisch zu aktivieren, sie dazu aufzurufen, sich der Diktatur zu versagen. Doch als die Jungs auffliegen, verhaftet und gefolter werden, hat der Pfarrer nicht Mut und Kraft genug, seinen Teil der Verantwortung zu übernehmen. Mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen. Allerdings habe ich es auch mehrmals gehört um nichts zu verpassen. Der Alltag in San Sebastian des Jahres 1968 unterscheidet sich von dem Heute doch sehr stark. Der Autor wählte eine einfache Sprache. Trotzdem gelang es ihm, ein umfassendes Bild dieses Familienlebens zu zeichnen. Langsam und stetig plätschert der Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen dahin. Da ich am liebsten abends im Bett bei Dunkelheit meine Hörbücher höre, entspannen sich vor meinem inneren Auge die Wege durchs Dorf, das alte Haus, die Küche und das Treppenhaus in den oberen Stock, der Flur zu dem kleinen Zimmer, welches sich Txiki und Julen teilen. Sogar die stinkenden Füße und Socken von Julen waren gegenwärtig. Wie ich zuvor schon schrieb, mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen. Andernfalls hätte ich es mir nicht so intensiv erarbeitet und mehrmals gehört.


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