Hochdeutschland

Roman

Alexander Schimmelbusch

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Beschreibung

Victor ist ein erfolgreicher Investmentbanker mit gescheiterter Ehe, heissgeliebter Tochter, Villa im Taunus, Gelegenheitssex im Spa-Bereich des Adlon. Sein Siegerdasein kann er schon lange nicht mehr ernst nehmen. Ihn quält die Gewissheit, mit seinem Leben hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben zu sein. Er versucht, einen Roman zu schreiben, er versucht, sich in seine Nachbarin zu verlieben, und gründet schliesslich eine populistische Bewegung, deren romantische Lebendigkeit ihn erlösen soll. Denn ist es nicht Zeit für einen radikalen Neuanfang?

«Hochdeutschland» ist ein brillanter Roman, der von einer tatsächlich bedenkenswerten Fragestellung ausgeht: Warum die Finanzkrise nicht dazu geführt hat, dass die Einkommensverteilung weithin in Frage gestellt wurde. Zugleich aber denkt er die Wirkung sich daraus ergebender Ideen durchaus zu Ende. Es ist Literatur, die zur Gegenwart etwas sagen will, aber diese Gegenwart nicht einfach nachstellt.

Alexander Schimmelbusch, geboren 1975 in Frankfurt am Main, wuchs in New York auf, studierte an der Georgetown University in Washington und arbeitete dann fünf Jahre lang als Investmentbanker in London. Sein Debüt »Blut im Wasser« gewann den Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage. 2019 erhielt der Autor ein Stipendium der Villa Massimo.     

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 17.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27643-9
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12.3/2 cm
Gewicht 200 g
Auflage 1. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
5
8
1
3
0

Klasse !!!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.11.2019

Eine großartig und intelligent geschriebene Gesellschaftsstudie! Absolut am Puls der Zeit! Lesen Sie unbedingt den Roman "Hochdeutschland" von Alexander Schimmelbusch!

Eine bitterböse, aber leider schwache Satire. Eine vergebene Chance.
von einer Kundin/einem Kunden am 15.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Deutschland Ende der 2010er-Jahre. Seit fast 70 Jahren herrscht Frieden, die Wirtschaft boomt, die Menschen haben so viel Geld wie nie zuvor. Und trotzdem brodelt es im Volk, jeder regt sich über irgendetwas auf. Gründe gibt es genug. Der menschliche Anstand bröckelt, Empathie ist für viele Menschen ein Fremdwort. Das Meinungsbi... Deutschland Ende der 2010er-Jahre. Seit fast 70 Jahren herrscht Frieden, die Wirtschaft boomt, die Menschen haben so viel Geld wie nie zuvor. Und trotzdem brodelt es im Volk, jeder regt sich über irgendetwas auf. Gründe gibt es genug. Der menschliche Anstand bröckelt, Empathie ist für viele Menschen ein Fremdwort. Das Meinungsbild bestimmt ein wütender, digitaler Mob bestimmt und selbst vor politischen Morden wird nicht mehr Halt gemacht. Zorn und Hass regieren. Es stimmt, vieles läuft nicht rund in Deutschland. Ganz besonders die wachsende Kluft zwischen arm und reich erhitzt die Gemüter. Besonders im Finanzbereich hat sich eine kleine Elite gebildet, welche anscheinend keinen Kontakt mehr mit dem Großteil der Gesellschaft hat. Victor, der Protagonist in “Hochdeutschland“ ist Teil dieser Elite. Ein Banker der schon lange die Bodenhaftung verloren hat und ein Jetsetleben bestehend aus bedeutungslosem Sex, teurem Essen und der Vergötterung seiner Tochter Victoria führt. Doch er fragt sich permanent, wieso es so weit kommen konnte und ausgerechnet Leute wie er die Speerspitze der Gesellschaft bilden (Victor = lat. Sieger). Seinen Zorn fasst er in Worte, packt seine Gedanken in einen Essay, in ein populistisches Manifest. Deutschland first. Make Germany great again. Alexander Schimmelbuschs vierter Roman ist eine beißende, bitterböse Satire auf unsere Zeit. Jeder gesellschaftlicher Bereich wird mit Kritik und Spott bedacht, die alltägliche Widersprüchlichkeit und Absurdität wird dem Leser ständig vor Augen gehalten. Apropos absurd. Dieser Roman ist die Buch gewordene Verkörperung des Absurden, genau das ist seine Stärke. Denn eine überzeugende und anspruchsvolle Handlung sucht der Leser vergebens. Es scheint fast so, als ob die Story nur um das populistische Manifest herumgebaut wurde, weshalb sie krampfhaft und aufgesetzt wirkt. Der Roman ist eine Enttäuschung, denn das Potenzial, über das die Geschichte durchaus verfügt, wird leider nicht genutzt. Schimmelbusch verliert sich in “Hochdeutschland“ in einer mitunter haarsträubenden Absurdität, die Satire verkommt ins absolut Lächerliche.

Intelligentes Gedankenspiel
von einer Kundin/einem Kunden am 26.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Tolle irrwitzige Idee für einen Roman: Ausgerechnet der beruflich erfolgreiche Investmentbanker Victor entwirft ein politisches Manifest, das sicher Karl Marx gefallen hätte. Seine Thesen ermuntern kurzerhand seinen Freund Ali Osman zur Gründung einer politischen Partei. Der Erfolg stellt sich bald ein, der Ausgang der vergangen... Tolle irrwitzige Idee für einen Roman: Ausgerechnet der beruflich erfolgreiche Investmentbanker Victor entwirft ein politisches Manifest, das sicher Karl Marx gefallen hätte. Seine Thesen ermuntern kurzerhand seinen Freund Ali Osman zur Gründung einer politischen Partei. Der Erfolg stellt sich bald ein, der Ausgang der vergangenen Bundestagswahl wird ganz anders darstellt. Dass Alexander Schimmelbusch vom Fach ist und weiß wovon er schreibt, beweist er mit detailiertem Hintergrundwissen, was den Spannungsbogen leider ein wenig hemmt. Politisch Interessierte erwartet dennoch ein zynisches sowie satirisches Szenario unserer Gesellschaft. Das Suchen nach möglichen Parallelen ist also erlaubt.


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