Der Gott am Ende der Straße

Roman

Louise Erdrich

(9)
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Beschreibung

Die vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin Louise Erdrich zeichnet das aufrüttelnde Portrait einer jungen Frau, die um ihr eigenes Leben und das ihres ungeborenen Kindes kämpft.
Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Auf rätselhafte Weise hat sich die Evolution verkehrt, und immer mehr Kinder, die zur Welt kommen, scheinen einer primitiven neuen Spezies anzugehören. Die junge Cedar betrifft diese apokalyptische Wende der Menschheitsgeschichte auch persönlich, sie ist schwanger. Gerüchte kommen auf: der Ausnahmezustand sei verhängt worden, die Regierung fahnde nach schwangeren Frauen und inhaftiere sie - doch niemand hat gesicherte Informationen.
Cedars Schicksal steht nun auf dem Spiel. Es ist das Schicksal aller.

»Was Erdrich uns in ›Der Gott am Ende der Strasse‹ vorführt, ist nicht weniger als die Hölle auf Erden, in der die Hauptfigur unaufhörlich nach Zeichen von Liebe und Menschlichkeit sucht.«

Louise Erdrich, geboren 1954 als Tochter einer Ojibwe und eines Deutsch-Amerikaners, ist eine der erfolgreichsten amerikanischen Gegenwartsautorinnen. Sie erhielt den National Book Award, den PEN/Saul Bellow Award und den Library of Congress Prize. Louise Erdrich lebt in Minnesota und ist Inhaberin der Buchhandlung Birchbark Books.
Im Aufbau Verlag sind zuletzt ihre Romane „Der Gott am Ende der Strasse“ und „Die Wunder von Little No Horse“ erschienen.
Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Liebeszauber“, „Die Rübenkönigin“, „Der Club der singenden Metzger“, „Der Klang der Trommel“, „Solange du lebst“, „Das Haus des Windes“ und „Ein Lied für die Geister“ lieferbar. .
Gesine Schröder übersetzt seit 2007 aus dem Englischen und hat u.a. Jennifer duBois und Curtis Sittenfield ins Deutsche übertragen. Nach Aufenthalten in den USA, Australien, Indien, England und Kanada lebt sie in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 360
Erscheinungsdatum 15.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03756-7
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22/13.9/3.8 cm
Gewicht 524 g
Originaltitel Future Home Of The Living God
Auflage 1
Übersetzer Gesine Schröder

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
3
4
1
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 24.02.2020
Bewertet: anderes Format

Wer Dystopien mag, auch noch ein Herz für Prepper hat, ist hier gut beraten. MIr gefällt Louise Erdrichs Erzählstil sehr, sie konnte mich auch mit diesem Roman fesseln und unterhalten.

Die Menschheit geht vor die Hunde
von einer Kundin/einem Kunden aus Kyritz am 19.07.2019

Die Menschheit wird von einem plötzlichen Evolutionssprung überrumpelt. Eine junge Frau, die als Säugling adoptiert wurde, ist nach einer Beziehung nun schwanger. Leider ist sie zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt schwanger geworden. Denn die Natur spielt gerade mit ihren Muskeln. Sprich die Menschheit, eigentlich die gesamt... Die Menschheit wird von einem plötzlichen Evolutionssprung überrumpelt. Eine junge Frau, die als Säugling adoptiert wurde, ist nach einer Beziehung nun schwanger. Leider ist sie zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt schwanger geworden. Denn die Natur spielt gerade mit ihren Muskeln. Sprich die Menschheit, eigentlich die gesamte Umwelt befindet sich gerade an einem evolutionären Scheitelpunkt vor einen Evolutionssprung, von dem niemand so recht weiß wohin dieser führen wird. Genau in diesem Chaos wo das normale Leben mit all seinen Vorzügen kollabiert, setzt sie sich mit ihrer Ursprungsfamilie in Verbindung. Eigentlich wollte sie sie nur kennenlernen doch dieser Besuch ändert alles. Sie lernt ihre leibliche Mutter und den Rest ihrer Familie kennen, die in einem Reservat für Nativ American lebt. Nach ihren Besuch bei ihrer Ursprungsfamilie, tätigt sie einige Hamsterkäufe und versteckt diese in ihrem Haus. Doch nach und nach spitzen sich die Umstände weiter zu. Sämtliche schwangere Frauen werden erst freundlich dazu aufgefordert sich zu ihrer eigenen Sicherheit in Kliniken einzufinden, was viele natürlich nicht tun. Daher werden nach und nach alle Möglichkeiten genutzt Schwangere aufzuspüren und diese zwangsweise in diese Kliniken verbracht. Anfangs gelingt es ihr gut ihren Zustand zu verbergen. Auch ihr Freund unterstützt sie. Doch eines Tages steht eine freundliche Frau da und verhaftet sie und schafft sie in eine Klinik. Dort werden die Schwangeren zunächst mit Drogen ruhig gestellt. Auf den Rat einer anderen Frau lässt sie diese weg und beginnt die Realität zu erkennen. Mit ihrer „stummen“ Zimmernachbarin arbeiten sie an einem Fluchtplan und werden dann sowohl von ihrer Ursprungsfamilie als auch Adoptivfamilie unterstützt diese Klinik wieder zu verlasse. Mit der Angst im Nacken und einem ersten Todesfall gelingt die Flucht. Und bald muss sie sich eingestehen dass es sich wohl keinesfalls um eine normale Schwangerschaft handelt. Ihre Adoptivmutter versucht indes das Leben ihrer Tochter durch wehenförderliche Naturmittel, die Schwangerschaft vorzeitig zu beenden. Kaum denken sie sie sind in Sicherheit wird sie ein weiteres Mal entführt und landet erneut in einer Klinik. Die Autorin hat einen flüssigen und nüchternden Schreibstil. Anstatt den Fokus stärker auf eine ausgereifte Handlung zu legen, dominiert bei ihr sehr stark der religiöse Aspekt. Hinzu kommt das wirklich alles aus der Sicht der Protagonistin geschildert wird. Informationen fließen äußerst spärlich oder kommen im Block und sind dann auch noch sehr wage. Dafür philosophiert die Protagonistin seitenlang über Gott, Engel und Schöpfung. Insgesamt bleibt die Handlung eher platt und oberflächlich und geht kaum in die Tiefe. Die Figuren sind mit Ausnahme der Hauptfigur nicht sonderlich gut ausgearbeitet. Es bleiben bis zum Schluss viele Fragen offen, warum die Figuren eben genau so agieren wie sie es eben tun. Als Leser muss man sich so einige Male durch langweilige und langatmige Passagen quälen in der Hoffnung das es besser wird. Leider wird es das nie. Die religiösen Themen werden immer und immer wieder durchgekaut. Und das was den Leser wirklich interessiert, wie die Leute handeln, was ändert sich genau, gibt es einen Ausweg, wo steuert die Menschheit hin usw. all das wird nur sehr kurz und äußerst spärlich behandelt. Besonders genervt hat mich in diesem Zusammenhang das der gesamte Roman aus einer Erzählperspektive geschildert wird. Es gibt zwar Dialoge, aber selbst diese schaffen es nicht den Roman zu retten. Die Autorin verliert sich regelrecht in ihren religiösen Themen worunter die Handlung massiv leidet. Obwohl die eigentliche Handlung sehr viele Spannungseffekte hat schafft es die Autorin einfach nicht daraus mehr zu machen als kleine Randnotizen und dann auch noch das offene Ende. Fazit: Leider eine Dystopie mit erheblichen Mängeln. Der Fokus liegt klar auf religiöse Themen worunter die Handlung sehr leidet. Streckenweise ist der Roman einfach nur langweilig. Hatte mir so viel mehr erhofft. Daher kann ich diesen Roman nur bedingt weiterempfehlen.

Das Ende der Straße ist noch nicht erreicht...
von einer Kundin/einem Kunden am 14.07.2019

"Der Gott am Ende der Straße". Über diesen Titel hatte ich anfangs nicht wirklich nachgedacht. Aber jetzt lasse ich ihn auf mich wirken und muss sagen, dass er meinen Gedanken, die sich wild durcheinander drehen, seitdem ich dieses Buch gelesen habe, noch mehr Aufwind gibt. Inhalt: Cedar wurde kurz nach ihrer Geburt adopt... "Der Gott am Ende der Straße". Über diesen Titel hatte ich anfangs nicht wirklich nachgedacht. Aber jetzt lasse ich ihn auf mich wirken und muss sagen, dass er meinen Gedanken, die sich wild durcheinander drehen, seitdem ich dieses Buch gelesen habe, noch mehr Aufwind gibt. Inhalt: Cedar wurde kurz nach ihrer Geburt adoptiert, doch sie hat den Wunsch, ihre biologischen Eltern kennen zu lernen. Nicht nur wegen ihr selbst, sondern auch wegen dem Kind in ihrem Bauch. Sie ist schwanger und das zu einer Zeit, in der sich die Welt zurückentwickelt- hin zur Steinzeit und noch weiter. Was wird sie nur für ein Kind auf die Welt bringen? Wird es leben? Wird sie es am Leben halten können? Sie versucht, zurechtzukommen, doch als alle Schwangeren verfolgt und gefangen genommen werden, braucht sie dringend Hilfe. Charaktere: Cedar führt ein Tagebuch für ihr Kind. Dadurch lernt man sie extrem gut kennen, da sie all ihre Gedanken und Gefühle aufschreibt. Sie ist unglaublich stark, kämpft immer weiter, selbst wenn sie zu erschöpft und verzweifelt ist. In dem Buch dreht sich sehr viel um Liebe und in vielen kleinen, fast unbedeutenden Gesten und Wörtern kann man sie entdecken. Sie ist immer präsent. Bei ihrem Mann, ihren Eltern, im Krankenhaus, in der Gefangenschaft. Und Cedar ist für mich eine Frau, die komplett mit Liebe gefüllt ist. Auch die anderen Charaktere waren gut beschrieben, wenn auch nicht so tiefgehend wie Cedar. Vor allem ihre Mitgefangenen haben mir gut gefallen. Niemand hat einfach aufgegeben- alle haben nach ihren Möglichkeiten gekämpft. Schreibstil: Louise Erdrich kann sehr eindringlich und gefühlvoll schreiben. Auch wenn ich bei zwei, drei Stellen kurz ins Stocken geriet, da ich das Gefühl hatte auf einen Widerspruch gestoßen zu sein, war das Buch flüssig zu lesen. Sie hat viele unvorhergesehene Ereignisse und Wendungen eingebaut, wodurch die Geschichte nie an Schwung verlor. Fazit: Da ich noch nie schwanger war, habe ich jetzt schon irgendwie Angst davor. Auch das Ende hat mich verstört- mit so einem Leben für Cedar hätte ich nie gerechnet. Mir wird die Geschichte wohl noch eine Weile durch den Kopf spuken- aber so soll es sein. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, daher vergebe ich volle 5 Sterne.


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