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Der Mann meines Bruders 2

Ein gedeckter Tisch

Der überraschende Besuch von Onkel Mike in dem beschaulichen japanischen Städtchen entzückt seine Nichte Kana, wirft den alleinerziehenden Vater Yaichi vollends aus den wohlgeordneten Bahnen seines Lebens. Denn der Kanadier Mike Flanagan ist der hinterbliebene Ehemann von Yaichis verstorbenen Zwillingsbruder Ryoji, der als Erwachsener die Akzeptanz seiner Sexualität im Ausland suchte. Mikes Besucht reisst alte Wunden auf und Yaichi gesetzt sich ein: er selbst hat oftmals feige in seinem Leben gehandelt und vieles hingenommen, weil es den gesellschaftlichen Normen entspricht! So begibt er sich auf eine eigene innere Reise und durchforscht seinen Erinnerungen an seinen Bruder und versucht, Kana ein guter Vater zu sein.

Portrait

Der studierte Grafiker kam schon 1982 zum Manga zeichnen. In "Der Mann meines Bruders" war es ihm als offen lebender Homosexueller ein Bedürfnis, seine Mitbürger für die Rechte von Schwulen und Lesen zu sensibilisieren. Dies ist seine erste All-Age-Serie, die einem breiten Publikum bekannt wurde.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 180
Altersempfehlung 15 - 99
Erscheinungsdatum 30.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-76013-5
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 20.8/14.4/2 cm
Gewicht 246 g
Originaltitel Ototo no Otto
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Sakura Ilgert
Verkaufsrang 41455
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Mit ganz viel Herz
von einer Kundin/einem Kunden am 24.05.2019

Band 1 von DER MANN MEINES BRUDERS war für mich einer der besten Manga des Jahres und ich kann voller Freude versichern, dass Band 2 ihm in nichts nachsteht :-) Wie schon im ersten Band wird die Geschichte um Verlust, Einsamkeit, Familie, Liebe, Homosexualität und Vorurteile mit unbeschreiblich viel Herz und Sensibilität behand... Band 1 von DER MANN MEINES BRUDERS war für mich einer der besten Manga des Jahres und ich kann voller Freude versichern, dass Band 2 ihm in nichts nachsteht :-) Wie schon im ersten Band wird die Geschichte um Verlust, Einsamkeit, Familie, Liebe, Homosexualität und Vorurteile mit unbeschreiblich viel Herz und Sensibilität behandelt und erzählt. Dabei tritt sie aber nicht auf der Stelle, sondern entwickelt sich glaubhaft und zugleich in einem sehr gut gewählten Tempo weiter. So wird zum Beispiel das Thema der Ablehnung eines vermeintlichen schlechten Einflusses in Form des homosexuellen Mikes stärker in den Vordergrund gerückt, wodurch der allgemeine Ton ein wenig bedrückender wird. Dem entgegen stehen aber die nach wie vor herzerwärmenden Momente wie etwa zwischen der kleinen Kana und Mike, sowie das großherzige Verhalten des Kanadiers, wodurch verhindert wird, dass die Geschichte zu sehr in eine negative Stimmung abgleitet. Um meinen Lobolog (Lob + Monolog) hier mal zu stoppen: DER MANN MEINES BRUDERS ist wirklich großartig und sollte nicht nur von Manga-Fans gelesen werden! Ihr kommt mit der Manga-Leserichtung schneller klar, als ihr glaubt. Vertraut mir :-)

Gelebt, deshalb geliebt
von einer Kundin/einem Kunden am 26.04.2019

Ich bin direkt etwas deprimiert, wenn ich bedenke, dass nach der Lektüre des zweiten Bands die Hälfte von "Der Mann meines Bruders" schon hinter mir liegt. Mike, Yaichi und Kana bleiben ein unfassbar liebenswertes Gespann, und nachdem sie am Ende des ersten Bands als ominöser Cliffhanger präsentiert wurde, zeigt sich Kanas Mutte... Ich bin direkt etwas deprimiert, wenn ich bedenke, dass nach der Lektüre des zweiten Bands die Hälfte von "Der Mann meines Bruders" schon hinter mir liegt. Mike, Yaichi und Kana bleiben ein unfassbar liebenswertes Gespann, und nachdem sie am Ende des ersten Bands als ominöser Cliffhanger präsentiert wurde, zeigt sich Kanas Mutter Natsuki als ebenfalls sehr freundliche, aufgeschlossene Person, deren Beziehung zu Yaichi offenbar von keiner Seite ausgestanden ist. Eine der größten Stärken des Mangas ist etwas, das in anderen Buchgenres gar nicht möglich wäre: Schweigen! Es gibt immer wieder eine Seite oder auch mal zwei, auf denen nicht gesprochen wird. Natürlich kann auch ein Roman seine Figuren ruhigstellen, aber das Wort geht dennoch weiter. Im Manga gibt es hingegen die Möglichkeit, allein Bilder sprechen zu lassen, was eine emotionale Klarheit mit sich bringt, die durch Sprache nur relativiert oder redundant würde. Dadurch bekommt auch Mike, der bisher in erster Linie als offener, selbstbewusster, hilfsbereiter Mann dargestellt wird und so ein bisschen zu gut ist, als dass er komplett glaubwürdig ist, eine Tiefe, da immer wieder eine Melancholie aufblitzt, die er nur wenig thematisiert. Ich hoffe, dass er in den verbleibenden zwei Teilen aber noch ein wenig mehr Komplexität bekommt. Yaichi hingegen ist jetzt schon beeindruckend in seiner Entwicklung. Nachdem er jahrelang die Homosexualität seines Bruders zwar als Information abgespeichert hatte, sich aber nicht darauf einließ, mehr über dessen Leben zu erfahren, hinterfragt er nun seine eigenen Vorurteile und besonders auch die der Leute, die so unbekümmert abschätzig sind wie er selber am Anfang seines Werdegangs. Wie weit er schon ist, wird sich wohl in etwa drei Monaten am Anfang des dritten Teils zeigen, wenn sich die Reaktion auf seinen Alptraum zeigt. Ganz klar einer der narrativen Gewinne des Jahres - egal welchen Genres!