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Roman

Tabea Steiner

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Beschreibung

Der Traum vom Familienidyll auf dem Land erweist sich für Antonia und Chris als trügerisch. Der Alltag mit Kind ist anstrengender als erwartet und zu den Gefühlen von Isolation und Überforderung gesellt sich eine zunehmende Entfremdung. Das Paar trennt sich und Antonia sorgt fortan alleine für Timon. Sie droht im tristen, von Armut geprägten Alltag unterzugehen und kümmer sich nur halbherzig um ihren Sohn. Timon wehrt sich immer verzweifelter gegen diese Vernachlässigung, doch niemand erkennt den Hilferuf; Timon wird nur noch stärker ausgegrenzt. Einzig der ehemalige Lehrer Valentin, der sich im Dorf, wie Timon, zugleich eingeengt und ausgeschlossen fühlt, findet Zugang zu dem Jungen. Zwischen den beiden wächst ein fragiles Vertrauen, das von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt wird.
in einem kunstvollen Spiel der Perspektiven beleuchtet Tabea Steiner eindrücklich die schleichende Eskalation zwischen Timon und Antonia sowie die zögerliche Annäherung zwischen Valentin und Timon. In kurzen Szenen werden subtile Entwicklungsschritte präzise eingefangen. Jedes gesagte Wort, jede Geste zählt und das Ungesagte wiegt schwer.

Tabea Steiner ist auf einem Bauernhof in der Nähe des Bodensees aufgewachsen und hat Germanistik und Geschichte studiert. Sie hat das Thuner Literaturfestival initiiert, ist Mitorganisatorin des Berner Lesefestes Aprillen und Mitglied der Jury der Schweizer Literaturpreise. 2011 hat sie an der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin teilgenommen. Tabea steiner lebt in Zürich.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 22.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-906907-19-2
Verlag Edition bücherlese
Maße (L/B/H) 21.1/13.4/2.4 cm
Gewicht 370 g
Auflage 1
Verkaufsrang 21668

Kundenbewertungen

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Über Liebe und Sprachlosigkeit
von einer Kundin/einem Kunden am 09.11.2019

Timon, ein schwieriges Kind von Geburt an, überforderte Eltern, die sich trennen. Timon kämpft einen hoffnungslosen Kampf um Anerkennung, um zur Kenntnis genommen zu werden. Zwischen dem Buben und der alleinerziehenden Mutter eskaliert die Situation. Ihre vehementen Versuche, ihm den Umgang mit dem ehemaligen, alten Dorf-Lehrer ... Timon, ein schwieriges Kind von Geburt an, überforderte Eltern, die sich trennen. Timon kämpft einen hoffnungslosen Kampf um Anerkennung, um zur Kenntnis genommen zu werden. Zwischen dem Buben und der alleinerziehenden Mutter eskaliert die Situation. Ihre vehementen Versuche, ihm den Umgang mit dem ehemaligen, alten Dorf-Lehrer zu verbieten, scheitern. Die zwischen dem alten Mann, er auch ein Aussenseiter und Timon sich dennoch anbahnende zaghafte Annäherung wird von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt. Unausgesprochenes, diffuse Vorurteile, vom Hören Sagen Wissen beherrschen die Situation. Ende gut – Alles gut? Unbedingt lesen.

Eine missglückte Kindheit: ausdrucksstark beschrieben, berührend erzählt.
von einer Kundin/einem Kunden aus Langnau im Emmental am 26.03.2019

Der Roman beginnt mit der Geburt eines Jungen. Seine Eltern sind extra aufs Land gezogen, um ihr Kind in einer förderlichen Umgebung aufwachsen zu sehen. Ganz nach dem afrikanischen Sprichwort: Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Die junge Familie lebt in einer kleinen Wohnung. Keinen Garten, kaum Kontakt zu den... Der Roman beginnt mit der Geburt eines Jungen. Seine Eltern sind extra aufs Land gezogen, um ihr Kind in einer förderlichen Umgebung aufwachsen zu sehen. Ganz nach dem afrikanischen Sprichwort: Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Die junge Familie lebt in einer kleinen Wohnung. Keinen Garten, kaum Kontakt zu den Nachbarn, ein gespanntes Verhältnis zur Grossmutter, die beste Freundin der jungen Mutter ist vor langer Zeit weggezogen. Der Junge entwickelt sich von Anfang an eigensinnig: Aus seiner Rückenlage heraus erobert er innerhalb von kurzer Zeit ein Maximum an Platz in der Welt. So verschlingt er beispielsweise, bevor er überhaupt laufen kann, die Pilze, die in einem Blumentopf in der Wohnung spriessen. Die Eltern sind schnell überfordert und trennen sich. Wo bleibt das Dorf, das nötig wäre, um das Kind aufzuziehen? Bis auf den alten Lehrer, selbst ein Aussenseiter, ist niemand da, der dem Jungen mit Duldsamkeit begegnet. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven in der Gegenwart erzählt. Dadurch entsteht beim Lesen ein unmittelbarer Sog, wie in einer Spirale steuert man auf die vermeintliche Katastrophe zu. Das Ende ist versöhnlich und lässt Raum für Hoffnung. Tabea Steiners Debut ist klug angelegt, in einer klaren, ausdrucksstarken Sprache geschrieben, weder anklagend noch kitschig, auf eine moderne Art sehr berührend.

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