Orpheus

Musik, Liebe, Tod.

Salih Jamal

(15)
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Beschreibung

Orpheus und Eurydike.

Neben Romeo und Julia die andere grosse Liebesgeschichte. Eigentlich weiss man, was passieren wird. Doch Salih Jamal bricht in seinem neuen Roman Orpheus mit allen Erwartungen. Gleich bei seinem Eingangsgedicht über den immerwährenden Kampf des Lebens versteht der Leser: Das, was jetzt kommt, ist etwas ganz anderes. So stürzt er in das erste Kapitel, das wie mit Maschinengewehrsalven in kleinen Absätzen die Not und Verzweiflung eines Mannes schildert, der seiner Liebe beraubt ist. Und schon ist man mitten in der Geschichte:

Der Rock- und Bluessänger Orpheus, ein Suchender in unserer Zeit, schlägt sich mit Nebenjobs durch die Tage. In Nienke begegnet er der Liebe seines Lebens. Sie arbeitet als Anwältin im Unternehmen seines Grossvaters, des Patriarchen Zeus. Eines Tages findet sie Beweise, die Zeus in Verbindung zu einem viele Jahre zurückliegenden Mord an einer Frau bringen. Kurz bevor sie die Unterlagen bei der Polizei abgeben kann, verschwindet Nienke spurlos. Orpheus beginnt, sie zu suchen, und stösst auf ein Geflecht aus grausamen Familiengeheimnissen, Intrigen und Verrat. Am Ende lernt er loszulassen, um Nienke für immer zu finden.

Den Sänger Orpheus würdigt Salih Jamal mit kongenialer Begleitmusik. Jedes Kapitel ist mit dem Titel eines passenden Musikstücks überschrieben, die Auswahl ist grenzüberschreitend und unterstreicht die jeweilige Stimmung der Erzählung. So finden sich neben Bach, Mahler und Beethoven auch Tom Waits, die Leningrad Cowboys, Nina Hagen, Pink Floyd und sogar ABBA. Eine Playlist zum Buch ist auf YouTube hinterlegt.

Jamals Roman Orpheus ist mehr als eine an die griechische Mythologie angelehnte Story. Seine Betrachtungen über das Band und die Fesseln der Familie, über Liebe, Sehnsucht und Einsamkeit, über die Jugend und das Alter und nicht zuletzt über eine verrohende Gesellschaft treffen in ihrem Ton immer den Nerv. Ob einfühlsam und poetisch, wütend und entfesselt, nachdenklich und leise oder anklagend und laut.

-Die Sprache und der Inhalt ergeben magische Literatur.-
(HAUKE HARDER, Buchhandlung Almut Schmidt)

-Ich kenne nichts vergleichbares.-
(ULRIKE RABE, Mrs. Rabes Bookacount)

Ich wurde weit entfernt von dort geboren, wo ich hingehörte. So suchte ich zeitlebens meinen Weg nach Hause und gleichzeitig hinfort. Ein langer, ungewisser und wohl unmöglicher Weg, der mich zu Jobs im Fast-Food-Restaurant, in die Herrenabteilung eines Modehauses auf der piekfeinen Düsseldorfer Königsallee, als Rosenverkäufer in Bordellen oder als Kurierfahrer, der das Kanzleramt belieferte, geführt hat.

In einer staubigen Zeit erblickte ich das Licht der Welt. Um zwanzig nach sieben, an einem Sonntag genau in der Minute des Sonnenaufgangs, atmete ich den letzten Hauch der vergangenen Nacht in mein neues Leben ein. Alles stand im Sternzeichen des Skorpions und auch noch im Aszendent Skorpion. Koordinaten für die Weltherrschaft.

Später erfuhr ich, dass mein Tierzeichen des chinesischen Horoskops das Feuerpferd ist. Feuerpferde sind sehr selten. In der fernöstlichen Astrologie wurden die Eigenschaften von Feuer und Pferd kombiniert: Pferde sind klug, selbstbewusst, egoistisch, unruhig und leidenschaftlich. Dabei sind sie so freiheitsliebend, dass sie die Welt vergessen können, so dass man durchaus niedergerannt werden kann, wenn man ihnen im Weg steht. Menschen, die im Feuer geboren werden sind dominant und brennen vor Hingabe an Dinge. Manchmal so lange, bis alles um sie herum zerstört ist.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 217 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.12.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783748138570
Verlag Books on Demand
Dateigröße 3350 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Wow - Orpheus
von Ul Voi am 13.09.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Sowohl Plot als auch Sprache haben mich gepackt und hineingezogen in diese (alte) tragische Geschichte, die Salih Jamal hier in neuem Kleid gekonnt aufleben lässt. Dabei versteht er es diese Liebes- und Familientragödie so intensiv und wortgewandt zu erzählen, ohne sich dabei in sprachlicher Selbstbefriedigung zu verlieren. Es i... Sowohl Plot als auch Sprache haben mich gepackt und hineingezogen in diese (alte) tragische Geschichte, die Salih Jamal hier in neuem Kleid gekonnt aufleben lässt. Dabei versteht er es diese Liebes- und Familientragödie so intensiv und wortgewandt zu erzählen, ohne sich dabei in sprachlicher Selbstbefriedigung zu verlieren. Es ist intensiv und auf den Punkt und lässt den Leser im richtigen Moment wieder los, um die Geschichte weitererzählen zu können. Das Buch hat mich berührt - im Herzen und in der Seele. Danke dafür. Ich habe mir das Buch als Hörbuch angehört und muss sagen, dass es für mich die richtige Entscheidung war. Mit diversen musikalischen Einspielungen ist es sehr schön umgesetzt und von Kurt Kühl sehr schön gelesen.

Ein poetischer Krimi, angelehnt an die griechische Mythologie.
von Rezensent aus BW am 18.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Gleich zu Beginn betreten wir eine fast surreale, beklemmende und ausgesprochen melancholische, emotional intensive und kaum aushaltbare Welt. Es ist die Innenwelt des Ich-Erzählers Orpheus. Ein Bombardement an Bildern, Vergleichen, Metaphern und Adjektiven schlägt uns entgegen. Es ist nicht zu übersehen, dass diese Überschw... Gleich zu Beginn betreten wir eine fast surreale, beklemmende und ausgesprochen melancholische, emotional intensive und kaum aushaltbare Welt. Es ist die Innenwelt des Ich-Erzählers Orpheus. Ein Bombardement an Bildern, Vergleichen, Metaphern und Adjektiven schlägt uns entgegen. Es ist nicht zu übersehen, dass diese Überschwemmung mit Poesie den unermesslichen Schmerz und den psychischen Überlebenskampf des verzweifelten Orpheus veranschaulicht und symbolisiert. Ein „zu viel“, das kaum zu ertragen ist. Wir begegnen hier in dieser Düsterkeit Orpheus, dem Sänger, der sich seit vier Monaten in einem depressiven Zustand befindet, weil er seine geliebte Partnerin Nienke schmerzlich vermisst. Dann lernen wir nach und nach die wohlhabende und einflussreiche Familie von Orpheus kennen: Den einschüchternden, skrupellosen und unberechenbaren Großvater, genannt „Zeus“, knallharter Firmenchef und Patriarch der Familie, sowie seine beiden für die schönen Künste offenen, gebildeten und belesenen Söhne, die jeder auf seine Art eine phantasievolle, unkonventionelle und musische Ader haben. Der eine ist Orpheus’ Vater, ein gutmütiger, angepasster und feinfühliger Mann und der andere ist der für den Ich-Erzähler bedeutsame Onkel Dino, ein unbeschwerter und optimistischer Lebemann und Geschäftsführer einer Bar. Onkel Dino gibt Orpheus wie ein Leuchtturm Orientierung und erweckte schon in Kindertagen seine Liebe zur Musik. Orpheus‘ Mutter ist bei der Geburt des um sechs Jahre jüngeren Bruders Ari verstorben und die Großmutter Hera, eine „eiserne Lady“, sowie die beiden Brüder und der verschwundene Vater des Großvaters bleiben erstmal im Hintergrund. Wir werden sie erst im weiteren Verlauf kennenlernen. Schon hier, noch ganz am Anfang des Buches, stolpere ich über ein schönes und eindrückliches Bild: „...und dichten Brauen, die wie Markisen über seine Augen hingen.“ (S. 23). Im dritten Kapitel schwelgt Orpheus in Erinnerungen an die letzten Stunden mit seiner geliebten Nienke, die als Anwältin in der Rechtsabteilung von Großvater Zeus‘ Unternehmen angestellt ist. Er erzählt auch von seiner damaligen Befürchtung, dass sich Nienke leichtsinnig in Gefahr bringen und deshalb verschwinden könnte - wie einst der Urgroßvater, der Familienhund und so manch anderer Bewohner des Dorfes. Wir erfahren hier, dass Nienke aufgrund von mehreren Verdachtsmomenten und Indizien ihren ehemaligen Chef bei der Kripo dazu bringen möchte, die Ermittlungen in einem Jahrzehnte alten Fall um eine ermordete junge Mutter und ein vermisstes Kind, mit dem der Großvater Zeus in Verbindung gebracht werden kann, wieder aufzunehmen, um diesen „ans Messer zu liefern“ und dadurch endlich und endgültig unschädlich zu machen. Aber kurz bevor Nienke, die ehemalige Polizistin und jetzige Juristin, ihrem Exchef gegenüber ihren Verdacht mitteilen und ihm die Beweise übergeben kann, verschwindet sie - wie einst der Urgroßvater, der Familienhund und so manch anderer Bewohner des Dorfes. Orpheus beginnt, sie zu suchen. Er stellt Nachforschungen an und wir erfahren von Familiengeheimnissen und Verbrechen. Die Neugierde ist geweckt. Gespannt fliegt man durch die kommenden Seiten. Was ist da passiert? Wo ist Nienke? Immer wieder bleibt man an schönen Formulierungen und Passagen hängen: „Der Augenblick, kurz bevor du den ersten Schritt aus der Angst wagst, ist der furchtbarste. Wenn Entschluss und Zweifel wie mit Äther beträufelt einander den Atem anhaltend gegenüberstehen und du deiner riesiger werdenden Angst ins Auge blickst... Doch sobald der erste und einsamste Schritt aus all der absurden, gewaltigen Furcht und schlimmsten Fantasie getan ist, wenn Zweifel zu Mut und Zögern zu Tat geworden sind, wird es leicht.“ (S. 80f) Welch‘ schöne Idee! Welch’ schönes Ritual: „Was war das Schönste heute?“ Diese Frage und ihre Antwort waren immer das Letzte, was wir vor dem Einschlafen besprachen. Denn irgendetwas an jeden Tag war schön, selbst wenn er noch so trübe, beschwerlich, krank oder übellaunig gewesen war...(S. 39) Unbedingt erwähnenswert ist die originelle Idee, die Kapitel mit Musiktiteln zu überschreiben. Sie passen inhaltlich oder/und geben die Stimmung des Kapitels wieder. Dass man die Playlist in YouTube finden und sich die Lieder anhören kann, erhöht den Genuss. Diese Kombination von Literatur und Musik intensiviert das Leseerlebnis. Salih Jamal erzählt leidenschaftlich, empathisch und feinfühlig eine intensive, dichte, emotionale und wuchtige Geschichte, die an die griechische Mythologie angelehnt ist. Es ist aber alles andere, als eine Nacherzählung. Jamal spielt mit Elementen aus der Vorlage. Außerdem ist es schwierig, den Roman in ein Genre einzuordnen. Irgendwie ist es ein spannender Krimi, gleichzeitig aber mehr. Ein bisschen erinnert mich die Art des Buches an „Sommer bei Nacht“ von Jan Costin Wagner. Aber warum sollte man einen Roman eig. unbedingt einem Genre zuordnen? Durch einen reichen Wortschatz und mit Hilfe zahlreicher Stilmittel entstehen Bilder und Szenen vor dem inneren Auge und kann man Stimmung und Atmosphäre spüren. In manchen Passagen werden brutale Szenen schonungslos dargestellt. ... nichts für zart besaitete Gemüter! Jamal überrascht hier mit einem besonderen und unverwechselbaren Stil und Ton, wobei ich bei manchen Passagen das Gefühl hatte, dass etwas weniger mehr gewesen wäre. Nicht an Inhalt, sondern an Stilmitteln. Dass Salih Jamal einerseits sehr poetisch und andererseits nüchtern-sachlich, die Handlung vorantreibend und Spannung erzeugend schreiben kann, muss hier auch erwähnt werden. Diese Wandlungsfähigkeit hat mir gefallen und imponiert. Bis auf wenige Kritikpunkte hat mich der Roman überzeugt und gepackt. Kreativ, originell und talentiert - so würde ich den Autor Salih Jamal beschreiben. Ich wünsche ihm für diesen 265-seitigen Roman und für seine anderen/weiteren Werke noch viele Leser!

Pure Spannung und magische Poesie von Anfang bis zum Ende
von einer Kundin/einem Kunden aus Gotha am 03.04.2020

Salih Jamal ist ein Magier der Worte. Er kann Gefühle wunderschön in Worte fassen. Selbst schwere Themen verwandelt er in reinste Poesie. Salih Jamal vermag es, die Tragik des Lebens in Watte zu packen und auf dem Papier zu konservieren. "Orpheus" ist eine Geschichte über Liebe, Tod und Musik. Orpheus, der Protagonist, ist ein R... Salih Jamal ist ein Magier der Worte. Er kann Gefühle wunderschön in Worte fassen. Selbst schwere Themen verwandelt er in reinste Poesie. Salih Jamal vermag es, die Tragik des Lebens in Watte zu packen und auf dem Papier zu konservieren. "Orpheus" ist eine Geschichte über Liebe, Tod und Musik. Orpheus, der Protagonist, ist ein Rock- und Bluessänger, der in Kneipen auftritt, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Seine Familie ist wichtig und gefährlich. Sein Großvater Zeus ist ein gefühlloser und gefährlicher Mensch, der es jedoch versteht, Menschen für sich zu gewinnen und sie zu manipulieren. Orpheus verliebt sich in Nienke, sie ist die Liebe seine Lebens. Sie gibt ihm Leichtigkeit und bringt ihn zum Träumen. Nienke ist Anwältin im Unternehmen von Zeus. Eines Tages findet sie Beweise, die Zeus in Verbindung zu einem viele Jahre zurückliegenden Mord an einer Frau bringen. Nienke will die Beweise zur Polizei bringen, kommt jedoch niemals dort an. Und Orpheus begibt sich auf die Suche nach ihr.

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