Gedichte

52 Min.

Günter Eich

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Beschreibung

"Ich bin Schriftsteller, das ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Entscheidung, die Welt als Sprache zu sehen. Als die eigentliche Sprache erscheint mir die, in der das Wort und das Ding zusammenfallen. Aus dieser Sprache, die sich rings um uns befindet, zugleich aber nicht vorhanden ist, gilt es zu übersetzen. Wir übersetzen, ohne den Urtext zu haben. Die gelungenste Übersetzung kommt ihm am nächsten und erreicht den höchsten Grad von Wirklichkeit." Günter Eich
Günter Eich hat 100. Geburtstag. Still und subversiv ist er immer noch da.

Günter Eich, geboren 1907, war ein deutscher Hörspielautor und Lyriker. Bei einem Luftangriff 1943 auf Berlin gingen fast alle seine Manuskripte verloren. Er war Mitglied der Gruppe 47. Zu Eichs bekanntesten Werken gehören die Nachkriegsgedichte "Inventur" und "Latrine".

Christian Brückner, geboren 1943 in Schlesien, wuchs in Köln auf. Engagements am Theater, kontinuierliche Arbeit für Funk und Fernsehen. 1990 erhielt er den Grimme-Preis Spezial in Gold. Schwerpunkt seiner Arbeit heute: öffentliche Literaturlesungen, oft eingebunden in einen musikalischen Zusammenhang. 2000 Gründung des Hörbuchverlags parlando mit seiner Frau Waltraut. 2005 Auszeichnung des gesamten Programms mit dem Deutschen Hörbuchpreis. 2012 wurde Christian Brückner der Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen, 2017 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik und 2018 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Christian Brückner
Spieldauer 52 Minuten
Erscheinungsdatum 01.01.2007
Verlag Parlando
Anzahl 1
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783935125727

Kundenbewertungen

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Ossip Mandelstam – ein moderner Dichter mit klassischer Form
von Zitronenblau am 11.12.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mandelstam, russischer Dichter und Vertreter des Akmeismus, d.h. einer Strömung „lyrischer Klarheit“, gehörte somit genau nicht zu den avantgardistischen, futuristischen Poeten wie Chlebnikov an, besorgte mir ein „besseres“ lyrisches Leseerlebnis. In großer Dankbarkeit für den Übersetzer, Paul Celan, den ich ohnehin sehr bewunde... Mandelstam, russischer Dichter und Vertreter des Akmeismus, d.h. einer Strömung „lyrischer Klarheit“, gehörte somit genau nicht zu den avantgardistischen, futuristischen Poeten wie Chlebnikov an, besorgte mir ein „besseres“ lyrisches Leseerlebnis. In großer Dankbarkeit für den Übersetzer, Paul Celan, den ich ohnehin sehr bewundere, öffnet sich in diesem kleinen Büchlein ein sehr prägnantes, aber keinesfalls lakonischen, jedoch aber sehr traditionelles und das Metrum wieder rehabilitierendes dichterisches Werk. Mandelstam ist ein Poet lyrischer Miniaturen, so sind gerade die ersten Gedichte dieses Bandes weniger balladenhaft, episch und vielstrophig, das Metrum überwiegend jambisch, oft auch trochäisch, mit Tendenz zum klassischen Fünfheber. Die Reimstruktur ist sehr einfach (abab, aa bb cc, etc.), die Reime selbst bis auf einige Assonanzen ex aequo recht simpel (Sterne – gerne, viel – Ziel etc.) und kaum ein Auftreten von Enjambements oder ungewöhnlicher Versformationen. Die meisten Gedichte tragen keinen Titel. Diese erste, wahrgenommene formale Schlichtheit soll aber nicht über den Inhalt hinwegtäuschen. Dieser ist allegorisch und symbolträchtig. Mandelstam transferiert Begriffe der Naturwelt in die Seelenlandschaft und beschwört seine Poesie zum Akt innerer Musik, sodann das Wort überführt werden soll in den bloßen Klang, fern semantischer, kognitiver Restriktion: Keine Worte, keinerlei. Nichts, das es zu lehren gilt. Sie ist Tier und Dunkelheit, sie, die Seele, gramgestillt. Nicht nach lehre steht ihr Sinn, nicht das Wort ists, was sie sucht. Jung durchschwimmt sie, ein Delphin, Weltenschlucht um Weltenschlucht. Stark aber auch ist die christliche Symbolik: das Kreuz, der Himmel und die Weltschmerzlitaneien: Weltenweh, das nebelhafte, trübe – O erlaub, daß ich ihm gleich sei: nebelhaft, und erlaub mir, daß ich dich nicht liebe. Oder: O Himmel, Himmel, du kommst wieder, wieder Im Traum! Dies kann nicht sein: daß du erblindet bist, daß hier der Tag, ein weißes Blatt, ganz niederbrannte, nieder zu diesem bißchen Rauch, zu diesem Aschenrest! Groß angelegt ist die Reflexion über die Menschheit und ihrer Unvernunft: Die Städte, die da blühn, sie mögen weiter bedeutsam tun mit Namen und mit Schall. Nicht Rom, die Stadt, lebt fort durch zeit und Zeiten, es lebt des Menschen Ort – ein Ort im All. Ihn zu erobern, ziehn der Fürsten Heere, heißen die Priester all die Kriege gut. Und ohne ihn – die Häuser, die Altäre: Verachtungswürdig, elend, Schutt. In den späteren Dichtungen greift er auf mythische Gleichnisse zurück, sodass man ihm einen neoklassizistischen Stil zuordnen kann. Die späten und auch komplexeren Dichtungen wie „Bahnhofskonzert“ oder „Griffel-Ode“ sind durchwoben von dunklen Metaphern und Symbolen: Der Stern zum Stern, machtvoll gefügt – Der Kiesweg aus dem alten Liede – Kies spricht und Luft, Hufeisen spricht zum Ring, das Wasser spricht zum Kiesel – Die Griffel-Zeichnung, milchig an der Wolken weicher Schiefertafel – Nicht Welten-Schule – nein, ein Wahn, ein Halbschlaf-Traum, geträumt von Schafen. Mandelstam kam tragisch ums Leben. Wurde Opfer stalinistischer Säuberungen. Der Gedichtband eröffnet den Interessierten einen ersten Blick in die Welt des russischen Poeten und bereitet vor auf ein Werk, das viel zutage gefördert hat, nicht zuletzt auch die Essays über die Poesie und vor allem Dante – Mandelstams wichtigstes Vorbild.


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