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Häuser aus Sand

Roman

Hala Alyan

(55)
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Beschreibung

Als Salma in Nablus am Tag vor der Hochzeit ihrer Tochter Alia aus dem Kaffeesatz deren Zukunft liest, kennt sie längst die schmerzhafte Sehnsucht nach dem, das für immer vergangen ist. Ihre Heimatstadt Jaffa musste sie vor Jahren verlassen. In Nablus hat sie zumindest den Garten ihres Hauses zu ihrem eigenen Reich gemacht. Für ihre Kinder wünscht sich Salma ein beständiges Zuhause, das Halt gibt, wenn alles wankt.
Doch der Kaffeesatz sagt auch Alia Unruhe und fremde Orte voraus. Salma schweigt und muss erleben, wie ihr der einzige Sohn im Sechstagekrieg genommen wird und ihre Tochter nach Kuwait flieht. Alia hasst ihr neues, beengtes Leben und durchlebt dieselbe Sehnsucht wie einst die Mutter. Und auch Alias Kinder lernen in Beirut, Paris, Amman und Boston den Segen und die Last der Assimilation in fremden Städten kennen, stets auf der Suche nach dem Haus, dem Ort, an dem sie sich verwurzeln können.
Ein Buch, das verbindet: Hala Alyan zeigt auf berührend unaufgeregte Weise den ewigen Kreislauf von Auflehnung und Erkenntnis, den jede Generation in jeder Familie durchläuft.

»Ein grossartiger, unterhaltsamer und lehrreicher Familienroman.«
Meike Schnitzler, BRIGITTE

»›Häuser aus Sand‹ ist einer dieser Romane, die man schwer weglegen kann. Sehr lesenswert!«
Ita Niehaus, NDR

»Poesie pur.«
Barbara Meixner, BUCHMARKT

»[…] so intensiv. Jedes Familienmitglied trägt eine Sehnsucht in sich.«
Lina Kokaly, RADIO BREMEN

»Die Autorin vermittelt multiperspektivisch und detailreich viel von der Kultur, den Wunden und Sehnsüchten einer globalisierten Familie mit sehr unterschiedlichen Charakteren.«
Jeanette Villachica, WIENER ZEITUNG

»Hala Alyan, [...] beschreibt die Flucht, das Getriebensein, die Sehnsucht. Salma, die erste Protagonistin ihres Buches, und ihre Familie stehen in ihrer Vielfalt für das ganze palästinensische Volk. Radikale Kämpfer gibt es, überzeugte Modernisierer, Traditionalisten und Gottesfürchtige, starke Frauen, stolze Männer, Kinder einer neuen Generation, für die die Stationen der Flucht nur noch erzählte – und manchmal auch verschwiegene – Legenden sind.«
Lilian Astrid-Geese, NEUES DEUTSCHLAND

»Hala Alyan lässt den Leser teilhaben an einem Leben, das nicht nur aus Verlusten besteht, sondern auch aus vielen innigen […] Momenten.«
BRIGITTE WOMAN

»Die Emotionalität des Romans ist sehr bewegend, die Sprache der als Lyrikerin bekannten Autorin berührend.«
LITERATUR KURIER

»[Ein) Roman, der eindringlich und poetisch von einer Familie erzählt, die für das Schicksal unzähliger Menschen im Nahen Osten steht.«
Daniela Neuenfeld-Zvolsky, EKZ BIBLIOTHEKSSERVICE

»›Häuser aus Sand‹ ist nicht nur eine Geschichte der Flucht oder die einer Familie, sie ist poetisch, politisch und philosophisch zugleich.
Jonas Grabosch, GALORE

»Ein verstörendes, ein grossartiges Buch, das mit präziser Sprache fesselt. Ein leises Buch und doch gewaltig. Unbedingt lesen!«
Monika Schulte, MONIKASCHULTE.BLOGSPOT.COM

»Ein Roman, der von dem Verlust der Heimat, der Sehnsucht nach dem Vergangenen und dem Ankommen erzählt.«
Hauke Harder, LESESCHATZ.COM

»Es ist ein Buch gegen das Vergessen, ein Roman für mehr Verständnis.«
Diana Wieser, SCHREIBLUST-LESELUST.DE

»Hala Alyan hat einen einfühlsamen Roman über die Spätfolgen von Flucht und Vertreibung geschrieben.«
Dina Netz, WDR 5 Bücher

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 12.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6511-6
Verlag DUMONT Buchverlag
Maße (L/B/H) 18.8/12.6/3 cm
Gewicht 392 g
Originaltitel ›Salt Houses‹
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Michaela Grabinger

Kundenbewertungen

Durchschnitt
55 Bewertungen
Übersicht
27
18
7
1
2

Über Heimat
von einer Kundin/einem Kunden am 28.03.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Eine tief bewegende Geschichte über Entwurzelung und Heimat, über Familie und Verpflichtungen. Man ist als Leser sofort so gefangen in der authentischen Erzählung der Lebensgeschichte von Protagonistin Selma, dass man den Roman nicht aus der Hand legen kann. Toll gemacht.

Über die Sehnsucht nach Wurzeln
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 17.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Roman beschreibt das Leben der palästinensischen Familie Yacoub über vier Generationen und in den vielen verschiedenen Stationen ihres Lebens. Als sie 1963 erstmalig aus Jaffa fliehen müssen, beginnt ihre Suche nach Sicherheit in ihrem Leben, immer in der Hoffnung auf die Rückkehr nach Palästina. Jordanien, Kuwait, Frankreic... Der Roman beschreibt das Leben der palästinensischen Familie Yacoub über vier Generationen und in den vielen verschiedenen Stationen ihres Lebens. Als sie 1963 erstmalig aus Jaffa fliehen müssen, beginnt ihre Suche nach Sicherheit in ihrem Leben, immer in der Hoffnung auf die Rückkehr nach Palästina. Jordanien, Kuwait, Frankreich, Amerika sind nur einige der Orte, an denen sich die Familie zerstreut. Da die Yacoubs zur privilegierten Schicht gehören, ist die Flucht nicht von Geldsorgen geprägt, es gelingt ihnen nicht nur, sich immer wieder ein Zuhause aufzubauen, sondern sehr lange haben sie die Hilfe von Hausangestellten. Dennoch bleibt immer wieder das Gefühl eines Verlustes – nämlich der Verlust der Heimat. Sehr einfühlsam erzählt der Roman abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder und in unterschiedlichen Zeiten wie ein Spotlight die Geschehnisse, die die Familie Yacoub prägt. Doch trotz des Generationenwandels bleibt das Thema Flucht und Vertreibung aktuell, der Verlust der Heimat wird „weitervererbt“. Der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis bildet dabei nur einen weitläufigen Rahmen, so bleibt der Ton der Erzählung sachlich, während untergründig die Emotionen aus der Sicht der palästinensischen Partei durchschimmern. Der Leser kann sich dabei sehr schnell mit den Akteuren der Erzählung identifizieren, man erfährt einiges über das bei uns doch eher unbekannte Alltagsleben im Nahen Osten und hier speziell aus der Sicht der Protagonisten. Auch wenn das Buch das Thema Flucht aufgreift und die damit zutiefst einhergehende Verwurzelung, bleibt der Schwerpunkt im Rahmen der Erfahrungen der Familie. Das war nicht immer ganz einfach zu lesen wegen der Zeitsprünge und der großen Anzahl an handelnden Personen, dennoch möchte ich es sehr gerne weiterempfehlen als wichtigen Beitrag zum Thema Wurzeln.

Entwurzelung
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch erzählt am Beispiel von Salma und ihrer Familie, welche Auswirkungen der Krieg auf den Zusammenhalt und die Entwicklung von Familienbanden hat. Denn der Kampf um Palästina und die dadurch erzwungene Flucht, das Zurücklassen der Habseligkeiten und die immense Hilflosigkeit bringen Salmas Kinder und die folgenden Gener... Dieses Buch erzählt am Beispiel von Salma und ihrer Familie, welche Auswirkungen der Krieg auf den Zusammenhalt und die Entwicklung von Familienbanden hat. Denn der Kampf um Palästina und die dadurch erzwungene Flucht, das Zurücklassen der Habseligkeiten und die immense Hilflosigkeit bringen Salmas Kinder und die folgenden Generationen dazu, sich voneinander zu entfernen, verschiedene Wege einzuschlagen, die sie voneinander wegführen. "Häuser aus Sand" ist insofern ein wirklich interessantes Buch, beleuchtet es doch die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern aus Sicht derjenigen, die unmittelbar darunter leiden, die diesen Krieg hautnah miterlebt haben. Gleichzeitig bleiben historische Informationen aber auch ziemlich blass und werden zugunsten von Gefühlen und dem persönlichen Empfinden der Figuren hintenan gestellt. Da die Geschichte vier Generationen dieser Familie beleuchtet, werden oft große Zeitsrpünge eingebaut, wodurch vieles im Ungewissen belassen wird, einiges muss man sich aus dem Kontext erschließen. Fazit: Die Geschichte ist gut geschrieben, leider trifft sie mich aber mehr im Kopf als im Herzen.


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