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Erinnerung eines Mädchens


Mit schonungsloser Genauigkeit erzählt Annie Ernaux von ihrer ersten sexuellen Begegnung – von Macht, Ohnmacht und Unterwerfung. Von einer Wunde, die niemals ausgeheilt ist. Und vom teuer bezahlten Erkennen des eigenen Werts.

Sommer 1958: Annie Duchesne wird 18 Jahre alt. Sie arbeitet als Betreuerin in einer Ferienkolonie. Sie findet in eine Clique, zusammen feiern sie Feten, geniessen ihre Jugend. Und Annie ist in H. verliebt, mit ihm hat sie ihr erstes Mal. Eine Nacht, die einen anhaltenden Schock bedeutet. Auch weil H. sie fortan ignoriert, weiss sie nicht, wohin mit sich und lässt sich auf andere ein. Schnell ist sie verfemt. Was folgt, sind Ausgrenzung, der Hohn der anderen, ihre eigene Scham.

Und Schweigen. Denn über 55 Jahre braucht Annie Ernaux, um sich dieser »Erinnerung der Scham« stellen zu können. »Annie Ernaux gelingt es ganz hervorragend, in ihrem Roman noch einmal zu der innerlich zerrissenen, verliebten, magersüchtigen, ehrgeizigen jungen Frau zu werden, die sie war, als alles in ihr ins Wanken geriet.« Iris Radisch, Die Zeit

Portrait

Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Bücher sind von Kritik und Publikum gleichermassen gefeiert worden.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 163
Erscheinungsdatum 20.01.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-47022-0
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Auflage 1
Verkaufsrang 10604
Buch (Taschenbuch)
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Fr. 17.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Eine Qual dieses Buch zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 30.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Grundidee des Buches, bzw. der Hintergrund der Geschichte wäre durchaus lesenswert gewesen. Leider bedient sich die Autorin ständig irgendwelcher Referenzen und macht es sich so sehr einfach Themen anzusprechen, diese dann aber nicht ausschreiben zu müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass in Tat un Wahrheit wahrscheinlich gar... Die Grundidee des Buches, bzw. der Hintergrund der Geschichte wäre durchaus lesenswert gewesen. Leider bedient sich die Autorin ständig irgendwelcher Referenzen und macht es sich so sehr einfach Themen anzusprechen, diese dann aber nicht ausschreiben zu müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass in Tat un Wahrheit wahrscheinlich gar nicht so viel Substanz für diese "eigene" Geschichte vorhanden war, so wird der Leser im Dunkeln gelassen. Immer wieder werden Andeutungen gemacht, diese dann aber nicht ausformuliert. Ein Verdikt dass ich sehr selten geben muss, aber hier war Jede Leseminute verschwendete Zeit, leider

"... nicht zu wissen, wie man sich in der Welt verhält."
von einer Kundin/einem Kunden am 16.12.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Annie Ernaux schildert die private Katastrophe, die ihr als junges Mädchen widerfährt. Ihre Fassungslosigkeit und Einsamkeit sind unmittelbar spürbar für den Leser. Wie sie mit analytischer Schärfe sich selbst nachspürt und ein schonungsloses Zeitbild zeichnet, ist absolut beeindruckend. Gerade in Zeiten von #MeToo aktueller ... Annie Ernaux schildert die private Katastrophe, die ihr als junges Mädchen widerfährt. Ihre Fassungslosigkeit und Einsamkeit sind unmittelbar spürbar für den Leser. Wie sie mit analytischer Schärfe sich selbst nachspürt und ein schonungsloses Zeitbild zeichnet, ist absolut beeindruckend. Gerade in Zeiten von #MeToo aktueller denn je.

'Die Zeit und das Leben erfassen, verstehen und genießen'
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im Alter von 74 Jahren versucht Annie Ernaux mit Hilfe ihrer Erinnerungen, Bilder, Briefe, Tagebücher und Internetrecherchen ihr Leben zum Zeitpunkt, als sie 18 Jahre wurde, zu verstehen und aufzuarbeiten. Sie ist sich durchaus bewusst, dass nach so langer Zeit nicht alles Realität sein kann, was ihr in den Sinn kommt. Dennoch ... Im Alter von 74 Jahren versucht Annie Ernaux mit Hilfe ihrer Erinnerungen, Bilder, Briefe, Tagebücher und Internetrecherchen ihr Leben zum Zeitpunkt, als sie 18 Jahre wurde, zu verstehen und aufzuarbeiten. Sie ist sich durchaus bewusst, dass nach so langer Zeit nicht alles Realität sein kann, was ihr in den Sinn kommt. Dennoch ist diese Aufarbeitung noch persönlicher als 'Die Jahre' und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. 'Ich konstruiere keine Romanfigur. Ich dekonstruiere das Mädchen, das ich gewesen bin.' Dieser Satz gibt ganz gut wieder, was A. Ernaux in ihrem Text antreibt.