Laufen

Roman

Isabel Bogdan

(103)
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Beschreibung

Isabel Bogdan überrascht mit einem Roman über eine Frau, die nach einem Schicksalsschlag um ihr Leben läuft. Eine Ich-Erzählerin wird nach einem erschütternden Verlust aus der Bahn geworfen und beginnt mit dem Laufen. Erst schafft sie nur kleine Strecken, doch nach und nach werden Laufen und Leben wieder selbstverständlicher. Konsequent im inneren Monolog geschrieben, zeigt dieser eindringliche Roman, was es heisst, an Leib und Seele zu gesunden. Isabel Bogdan, deren Roman »Der Pfau« ein grosser Bestseller wurde, betritt mit diesem Buch neues Parkett. Eine Frau läuft. Schnell wird klar, dass es nicht nur um ein gesünderes oder gar leichteres Leben geht. Durch ihre Augen und ihre mäandernden Gedanken erfährt der Leser nach und nach, warum das Laufen ein existenzielles Bedürfnis für sie ist. Wie wird man mit einem Verlust fertig? Welche Rolle spielen Freunde und Familie? Welche Rolle spielt die Zeit? Und der Beruf? Schritt für Schritt erobert sich die Erzählerin die Souveränität über ihr Leben zurück. Isabel Bogdan beschreibt mit grossem Einfühlungsvermögen und einem ganz anderen Ton den Weg einer Frau, die nach langer Zeit der Trauer wieder Mut fasst und ihren Lebenshunger und Humor zurückgewinnt.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783462350050
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Dateigröße 1175 KB
Verkaufsrang 17091

Kundenbewertungen

Durchschnitt
103 Bewertungen
Übersicht
74
18
9
2
0

Laufend zurück in`s Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch ist anders als ihr vorheriger Roman " Der Pfau".-Nach de Selbstmord ihres Partners läuft sich die Protagonistin frei. Ein-, Ausatmen, Ein-,Ausatmen.....Frei von Schuldgefühlen, Trauer , Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit hin zu Hoffnung, Entschlossenheit, Lebensfreude. Hin zum Leben. Dieses Buch ist anders, aber absol... Dieses Buch ist anders als ihr vorheriger Roman " Der Pfau".-Nach de Selbstmord ihres Partners läuft sich die Protagonistin frei. Ein-, Ausatmen, Ein-,Ausatmen.....Frei von Schuldgefühlen, Trauer , Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit hin zu Hoffnung, Entschlossenheit, Lebensfreude. Hin zum Leben. Dieses Buch ist anders, aber absolut lesenswert.

von einer Kundin/einem Kunden am 07.04.2021
Bewertet: anderes Format

In "Laufen" gewinnt der Leser einen eindrucksvollen Einblick in die Gedankenwelt einer Frau, die ihren Partner durch einen Suizid verloren hat. Die Protagonistin startet mithilfe von Laufen und Lebensmut aus der Schwermut hinaus wieder in das Leben. Unbedingt lesen!

Eine Frau läuft ums Leben
von Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 23.03.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„…ich laufe mir die Grübelei weg, andere Leute laufen angeblich, weil sie dabei gut nachdenken können, ich kann an gar nichts anderes denken als an meinen Körper, ob er funktioniert, wie er funktioniert, wie das Laufen sich anfühlt, ob ich noch kann, und wenn ja, wie weit, und ob mir gerade etwas wehtut, oder was am meisten ... „…ich laufe mir die Grübelei weg, andere Leute laufen angeblich, weil sie dabei gut nachdenken können, ich kann an gar nichts anderes denken als an meinen Körper, ob er funktioniert, wie er funktioniert, wie das Laufen sich anfühlt, ob ich noch kann, und wenn ja, wie weit, und ob mir gerade etwas wehtut, oder was am meisten wehtut, aber beim Laufen tut endlich der Körper weh…“ Durch den Verlust ihres Lebenspartners aus der Bahn des Lebens geworfen, fängt sie zu laufen an und lässt neben den Füssen auch die Gedanken laufen. In einem endlosen inneren Monolog erzählt sie sich von ihrem Verlust, von ihren Gefühlen, von ihrer Verzweiflungen, immer wieder unterbrochen durch die eigene Aufforderung, die Gedanken zu stoppen, im Körper zu bleiben, auf das eigene Atmen zu achten – und um dann wieder weiter in den Fluss der Gedanken einzutauchen. Zeit zieht ins Land, wir laufen als Leser mit, erkennen Veränderungen im Denkmuster, erfahren von Verbesserungen beim Laufen und beim Fühlen, und fragen uns, wohin die Geschichte wohl laufen wird. „Ich will nicht allein sein, ich will meinen Alltag mit jemandem teilen, es fehlt mir, ich fühle mich immer noch wie halbiert, so muss sich ein Entzug anfühlen, Entzug von der Sucht nach Anfassen, nach Körperkontakt, der Sehnsucht danach, dass jemand da ist, was für ein Blödsinn, das ist keine Sucht, das ist ganz normal, glaube ich, oder ist Sehnsucht auch eine Sucht, heisst das deswegen so? Es sollte nicht bei der einen Nacht bleiben, schon am nächsten Tag steht Simone wieder vor Nelsons Tür, die beiden stehlen sich die Zeiten zwischen ihren Terminen, bis sie schliesslich wieder nach Paris und zu Sartre zurück kehrt. Sartre, an dessen Seite sie schon seit Jahren lebte und arbeitete, eine Beziehung geistiger Natur, neben welcher Affären möglich und abgemacht waren. Doch es sollte keine Affäre bleiben. „Wenn du zu unserem kleinen Zuhause zurückkommst, werde ich schon dort sein, unter dem Bett versteckt und allgegenwärtig. Ih werde ab jetzt immer bei dir sein, mein Geliebter, wie es eine liebende Frau bei ihrem geliebten Mann ist. Wir werden kein Erwachen erleben, denn dies war kein Traum, sondern eine wunderbare und wahre Geschichte, die gerade erst beginnt.“ „Laufen“ erzählt die Geschichte einer Frau, welche durch den Suizid ihres Lebenspartners plötzlich alleine im Leben steht und sich in diesem Alleinsein nicht zurechtfindet. Es ist nicht bloss das Alleinsein, das drückt, es sind auch die drängenden Fragen nach eigener (Mit-)Schuld, der Umgang mit anderen Menschen, das wieder Zurechtfinden in einer Welt, die gerade noch eine geteilte, nun eine einsame ist. Es ist die Geschichte eines Verlorenseins im Leben, in welchem die vorher noch gültigen Begriffe plötzlich ihre Bestimmtheit verloren haben: Was ist ein Zuhause? Worauf kann ich bauen? Was ist man einem anderen Menschen schuldig? „Es kann nie wieder besser werden, darf es überhaupt besser werden, hätte ich dich dann nicht wirklich auf dem Gewissen, wäre es dann nicht wirklich meine Schuld? Die Form des inneren Monologs, der ununterbrochene Fluss der Sprache praktisch ohne Punkte, Abschnitte, Unterbrüche passen sich dem Inhalt an, sind die perfekte Wiederspiegelung der Gedanken und Gefühle der Protagonistin, das Durchgetaktete lässt das Laufen les- und erfahrbar werden. Isabel Bogdan ist ein authentischer, in Form und Inhalt sich grossartig ergänzender, weil sich gegenseitig aufgreifender Roman gelungen, der die schwierige Thematik des Suizids und dessen Bedeutung für die Hinterbliebenen aufgreift. Es ist nicht ganz einfach, in den Fluss der Sprache zu kommen, was vielleicht auch eine schöne Parallele zum Laufen ist, welches auch nicht von Anfang an fliessend auf lange Zeit klappt. Da wie dort kann der Wunsch, aufzuhören, auftauchen, wozu auch teilweise häufige Wiederholungen von Gedanken, gleichen Sätzen beiträgt. Man mag einwenden, dass dies im eigenen Denken auch passiert, doch stellt sich die Frage, ob ein Roman tatsächlich die Wirklichkeit abbilden muss, um realistisch zu sein, oder ob nicht zu viel Wirklichkeitsgetreues dem Lesefluss und -vergnügen schadenk ann. Fazit: Die durch eine geschickt gewählte Erzählperspektive authentische Erzählung einer Frau, die sich nach einem Schicksalsschlag sprichwörtlich zurück ins Leben läuft. Sehr empfehlenswert!

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