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Worüber wir schweigen

Thriller

Abgründige Charaktere, ein unverhofftes Wiedersehen und ein Schweigen, das tief in die Vergangenheit führt.

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Nina ihr Heimatdorf fluchtartig verlassen hat. Nun kehrt sie unerwartet zurück, und ihre Ankunft wirft das sonst so ruhige Leben in der Gegend aus der Bahn. Was treibt sie wieder an den Ort, den sie so lange gemieden hat? Das Zusammentreffen mit ihrer alten Clique weckt in allen dunkle Erinnerungen an ein Ereignis, an dem ihre Freundschaft einst zerbrach. Und über das alle bisher geschwiegen haben ...
Portrait
Michaela Kastel, geboren 1987, studierte sich nach ihrem Schulabschluss an einer katholischen Privatschule quer durch das Angebot der Universität Wien, ehe sie beschloss, Traum in Wirklichkeit zu verwandeln und Schriftstellerin zu werden. Da sie auch abseits des Schreibens von Literatur umgeben sein möchte, arbeitet sie in einer Buchhandlung. Die Filmrechte zu »So dunkel der Wald« wurden vor Erscheinen optioniert.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.10.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783960415336
Verlag Emons Verlag
Dateigröße 3638 KB
Verkaufsrang 21237
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
10
11
1
0
1

von einer Kundin/einem Kunden am 07.02.2020
Bewertet: anderes Format

Ein spannungsgeladenes Buch über Freundschaft, Vertrauen und einem furchtbaren Verrat dem man nicht so einfach wieder verzeihen kann und auch will. Ein beeindruckender Thriller der zum Nachdenken anregt.

Zwischenmenschliches Drama - sehr gut erzählt
von vielleser18 aus Hessen am 31.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Gleich vorweg: WOW was für ein Ende! Erzählt wird die Geschichte von NIna und Mel und den Brüdern Tobias und Dominik, sowie ihren Familien. Immer wieder gibt es erzälerische Wechsel, erst nach und nach erfährt der Leser mehr über das was damals vor 12 Jahren geschah. Die verschiedenen Ereignisse der Vergangenheit, auch weit z... Gleich vorweg: WOW was für ein Ende! Erzählt wird die Geschichte von NIna und Mel und den Brüdern Tobias und Dominik, sowie ihren Familien. Immer wieder gibt es erzälerische Wechsel, erst nach und nach erfährt der Leser mehr über das was damals vor 12 Jahren geschah. Die verschiedenen Ereignisse der Vergangenheit, auch weit zurück in die Kindheit der vier gehend, wird abwechselnd aus Sicht von Tobias, Nina und ihrem Vater Gregor erzählt. Jedes Mal ein ander Blickwinkel und für den Leser immer neue Details, die helfen die Protagonisten einzuschätzen. Immer wieder unterschwellig der Gedanke, was geschah damals, was hat die vier entzweit. Was ist damals so schreckliches passiert? Es ist nicht greifbar, aber sehr wohl immerzu spürbar, diese Last aus der Vergangenheit. Man ahnt, man denkt, man rätselt als Leser mit und liegt doch daneben. Der Thriller ist nicht blutig, auch strotzt er nicht vor Nervenkitzel. Es ist eher das subitele, das psychologische Zusammenspiel, er trumpft mit einer sehr genialen Komplexität und vor allem mit der sehr raffinierten Erzählsweise. Auch wenn ich zwischendurch einen kleinen (wirklich nur klitzekleinen) Durchhänger beim Lesen hatte, es gehört einfach alles in diese Geschichte mit hinein, alle so scheinbar kleinen Nebensächlichkeiten, alles spielt am Ende zusammen. Es braucht einfach ein gewisses Fundament, um dieses komplexe zwischenmenschliche Drama zu erzählen, das wird am Ende klar. Michaela Kastel ist es mit diesem Thriller gelungen mich zu fesseln. Am Ende lässt mich das Gelesene jedenfalls nicht so schnell los. 4,5 Sterne von mir.

Geprägt von drückender Stille, großer Einsamkeit und Ausweglosigkeit
von Susi Aly am 13.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zwölf lange Jahre hat es gedauert bis Nina nach Hause zurückgekehrt ist. Zwölf Jahre. Warum jetzt? Der Klappentext hat mich unheimlich neugierig gemacht. Ich hatte jedoch überhaupt keine Ahnung womit ich es hier zutun bekommen würde. Der Einstieg in das Geschehen gelang mir sofort sehr gut. Die traurige, fast schon verbitt... Zwölf lange Jahre hat es gedauert bis Nina nach Hause zurückgekehrt ist. Zwölf Jahre. Warum jetzt? Der Klappentext hat mich unheimlich neugierig gemacht. Ich hatte jedoch überhaupt keine Ahnung womit ich es hier zutun bekommen würde. Der Einstieg in das Geschehen gelang mir sofort sehr gut. Die traurige, fast schon verbitterte , düstere und trostlose Atmosphäre umschlang mich sofort mit beiden Armen. Die Autorin hat dabei einen sehr einnehmenden und fesselnden Schreibstil. Er ist unglaublich schwer und durchzogen von drückender Stille und doch hat es mich sofort unglaublich in den Bann gezogen und keine Minute mehr losgelassen. Es ist kein Thriller , der mit Tempo und Action punktet. Die Spannung und Angespanntheit ist viel eher unterschwellig spürbar. Aus jeder Zeile schreit es Wut, Verzweiflung und schiere Hoffnungslosigkeit. Es ist, als wäre man an einer Weggabelung angekommen. Und doch hat man keine Wahl. Es ist die letzte Reise, die ins Ungewisse und doch ans Ziel führt. Im Fokus des Ganzen steht Nina. Eine junge Frau, die nicht unbedingt sympathisch ist. Sie hat etwas sehr berechnendes, verbittertes an sich. Sie trägt so unglaublich viel Wut mit sich herum. Die Macht der ungesagten Worte haben sie so werden lassen und doch wollte ich wissen, wer Nina wirklich ist. Ganz anders dagegen Mel, die ich sofort ins Herz schloss. Die mit einem Lächeln den kompletten Raum erhellte. Doch das war in der Vergangenheit. Die Mel von Heute ist ein Schatten ihrer selbst und jeglichem Lebenswillen beraubt. Was also ist passiert, das die einstmals besten Freundinnen so auseinanderdrifteten und sich nichts mehr zu sagen haben? Alle Charaktere wurden mit sehr großer Sorgfalt, sehr detailliert und tiefgründig ausgearbeitet. Sie sind authentisch und absolut greifbar. Wenn man in die Gegenwart eintaucht, hat man das Gefühl, nicht mehr atmen zu können. Weil da nichts weiter ist, wofür es sich zu leben lohnt. Ich wollte es hinterfragen. Ich wollte es verstehen. Im Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart ergründet man, wer diese Menschen einst waren , warum sie so wurden und was sie letztendlich aneinandergebunden und entzweit hat. Mit unerschütterlicher Ruhe kommt man einer Freundschaft auf die Spur, die von Abhängigkeit und Selbstzweifeln übersät war. Die eigentlich von Anfang an zum scheitern verurteilt war. Es gab einen Punkt in der Vergangenheit, der mich nicht nur unglaublich erschüttert hat. Zudem zeigt er Ninas Persönlichkeit sehr gut auf. Ein Ereignis, das Nina jeglicher Sympathiepunkte beraubt hat. Man erlebt eine Geschichte, die von Geheimnissen, Abhängigkeit und Missachtung geprägt ist. Von Verrat, Lügen und Abgründigkeit. Es ist ein einziger großer verzweifelter Schrei nach Liebe und Anerkennung, der niemals verstummt und Erlösung findet. Ich habe nie verstanden, warum Mel, Nina so sehr mochte. Aber vielleicht war es auch gar nicht so. Vielleicht hatte sie einfach keine Wahl. Vielleicht war sie einfach zu schwach für diese Welt und brauchte jemand, an den sie sich klammern konnte und der ihr den Weg wies. Die Handlung hat mich sofort unglaublich mitgerissen. Auch wenn sie unglaublich schwer und drückend war. Aber vielleicht auch gerade deswegen. Man erfährt dabei die Perspektiven aus unterschiedlicher Richtung. Was mir wirklich gut gefallen hat. Weil man so die unterschiedlichsten Charaktere ergründen und ein Teil ihres Lebens sein konnte. Dabei spürt man mit jeder Zeile , wie zerbrochen und ausweglos ihre Lage ist. Wie verworren und einsam. Die Einsamkeit steht an erster Stelle und fordert ihren Tribut. Mit psychologischer Einfühlsamkeit erlebt man eine Geschichte, die so abgrundtief traurig und traumatisch ist. Die von einer Freundschaft erzählt, die man eigentlich nicht versteht. Geheimnisse stehen an der Tagesordnung und jeder scheint mit seinem eigenen Los zu hadern. Glück eine Seltenheit. Mit trügerische Ruhe schlittert man auf eine Tragödie zu, die sich von Anfang an abzeichnete und doch hat man diese Tragik in keinster Weise kommen sehen. Dieser Roman punktet nicht unbedingt mit Wendungen. Dennoch erfolgte der Schlussgong mit einem Knall , den man nicht kommen sehen hat. Dadurch erscheint alles in einem völlig neuen Licht und man wird mit den Dämonen alleingelassen und zum nachdenken verdammt. Mich hat diese Geschichte sehr beschäftigt, weil diese Menschen nicht nur mit ihrer Persönlichkeit punkten und in den Bann ziehen. Es ist vor allem die große Dramatik dahinter. Die Verbitterung und Ausweglosigkeit. Die Auflösung des Ganzen ist sehr schlüssig und hat mich dennoch sehr überrascht. Denn es wird einem vor Augen geführt. Dass , das Leben und unser Umfeld uns prägt. Das man manchmal keine Chance hat auszubrechen und zu leben. Manchmal entwickelt man sich in die richtige Richtung. Aber manchmal verliert man mit jedem Augenblick mehr den Halt. Schlussendlich ist Michaela Kasten ein großartiger Roman gelungen, der das Innerste nach Außen kehrt und sehr viel Stille, Tragik und Einsamkeit offenbart. In meinen Augen nicht unbedingt ein Thriller. Sondern vielmehr ein große Tragödie. Aber besonders auf der psychologischen Ebene unglaublich gut ausgearbeitet. Fazit: Mein erster Roman von Michaela Kasten und ohne es zu wollen, bin ich absolut begeistert. Kein Thriller der mit Tempo , Action und Nervenkitzel punktet. Sondern viel mehr mit unterschwelliger Spannung, Tragik und Dramatik. Eine Geschichte die mich sofort in den Bann zog und auf unterschiedlichste Art und Weise beeindruckt hat. Geprägt von drückender Stille, großer Einsamkeit und Ausweglosigkeit. Hier ist der Autorin etwas großartiges gelungen, das bis zum Schluss in Atem hält und zum nachdenken bringt.