Kissinger über Kissinger

Kluge Sätze zur Weltpolitik

Henry A. Kissinger, Winston Lord

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Beschreibung

Was macht einen guten Politiker und Staatsmann aus?

Welches Wissen und welche Talente braucht ein Präsident, um die Geschicke einer Nation zu lenken? Welchen Richtlinien sollte die Aussenpolitik eines Staates folgen?

Der 96-jährige Henry Kissinger ist befugt wie wenige andere Zeitgenossen, solche Fragen zu beantworten. Als Berater und Aussenminister der USA befand er sich an den Brennpunkten der Geschichte des 20. Jahrhunderts – und gelegentlich auch im Fadenkreuz internationaler Konflikte. Seine daraus gewonnenen Einsichten zu Taktik, Strategie und Diplomatie gelten weltweit als Leitlinien für Staatsmänner.

- Henry Kissinger erinnert sich an seine Zeit in der Nixon-Regierung
- Insiderwissen zur Annäherung der USA an China, zum Ende des Vietnamkriegs, zum Beginn der Entspannung im Kalten Krieg und zum Nahost-Konflikt
- Henry Kissinger verbindet den analytischen Blick des Politikwissenschaftlers mit den Erfahrungen des Realpolitikers
- Ein authentischer Einblick in Staatsführung, Verhandlungsstrategien und die Gestaltung von Aussenpolitik
- Oral History: das Buch basiert auf einem exklusiven mehrstündigen Interview mit Henry Kissinger

Weltgeschichte aus erster Hand: Henry Kissingers Erinnerung an die Nixon-Ära

1968 wurde Henry Kissinger von US-Präsident Nixon zum Berater für Aussen- und Sicherheitspolitik ernannt. 1973 wurde er Aussenminister. Für ein Waffenstillstands- und Abzugsabkommen mit Nordvietnam erhielt er im gleichen Jahr gemeinsam mit Lê Đức Thọ den Friedensnobelpreis.

In jenen Jahrzehnten hat Henry Kissinger fast jede wichtige US-amerikanische und internationale Führungspersönlichkeit getroffen. Seine diplomatischen Gespräche und politischen Entscheidungen betrafen die grössten aussenpolitischen Themen der Zeit und wirken bis heute nach. Mit phänomenalem Erinnerungsvermögen blickt Henry Kissinger zurück und erzählt Weltgeschichte so, dass auch die nachfolgenden Generationen das Gefühl bekommen, direkt dabei gewesen zu sein. Der Leser profitiert dabei persönlich von den einzigartigen Einsichten des grossen Mannes der Diplomatie!

Henry Alfred Kissinger, geboren 1923 in Fürth, flüchtete 1938 vor den Nazis in die USA. Er wurde Soldat bei der US-Infanterie und amerikanischer
Staatsbürger. Nach Militäreinsätzen in Deutschland nach 1945 (wo er unter anderem ehemalige Gestapo-Offiziere aufspürte und verhaftete) kehrte er in die USA zurück, um in Harvard Politikwissenschaften zu studieren. Er entwickelte Theorien von Macht und Staat und vor allem von Realpolitik, die ihn in hohe politische und akademische Positionen führten und ihm hohe Würden wie etwa den Friedensnobelpreis 1973 und die Ehrenmitgliedschaft beim FC Bayern München und SpVgg Greuther Fürth bescherten. Von 1973–77 war er Aussenminister der Regierung Nixon. Auch nach seinem Ausscheiden galt er als wesentliche Stimme im internationalen Geschehen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 19.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7110-0250-1
Verlag Ecowin
Maße (L/B/H) 21.7/15.1/2 cm
Gewicht 379 g
Originaltitel Kissinger on Kissinger: Reflections on Diplomacy, Grand Strategy, and Leadership
Auflage 1
Übersetzer Karoline Zawistowska

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Weltpolitik kurz zusammengefasst
von Sikal am 18.01.2020

Winston Lord konnte diese „Oral History“ mehr durch Zufall entstehen lassen, als das er dieses geplant gehabt hätte. Und genau dieser Zufall hat ein Buch entstehen lassen, welches als Pflichtlektüre für agierende und zukünftige Politiker gelten sollte. Das Wesentliche nicht aus den Augen lassen, Ziele setzen und diese kon... Winston Lord konnte diese „Oral History“ mehr durch Zufall entstehen lassen, als das er dieses geplant gehabt hätte. Und genau dieser Zufall hat ein Buch entstehen lassen, welches als Pflichtlektüre für agierende und zukünftige Politiker gelten sollte. Das Wesentliche nicht aus den Augen lassen, Ziele setzen und diese konsequent verfolgen und vor allem die Diplomatie und nicht die Waffengewalt an vorderster Stelle. Diese Einstellung zeichnet die Politik des Henry Kissinger aus. Auch wenn er sich nie selbst als Politiker sah. Die Brennpunkte der Welt lagen zu Kissinger Zeit in Vietnam, in China oder im Nahen Osten. Aber auch der kalte Krieg verlangte immer wieder nach seinem beherzten Denken – oder besser gesagt, die gerade agierenden Staatsmänner verlangten danach. Kissinger, der für mehrere führende amerikanische Politiker tätig war, versuchte die Probleme zu lösen und den jeweiligen Präsidenten zu unterstützen. Die politische Gesinnung des jeweils Machthabenden spielte dabei eine untergeordnete Rolle. Gerade das Unterordnen der politischen Richtung dürfte dabei einige der größten politischen Erfolge hervorgebracht haben. Die Beendigung des Vietnamkrieges konnte gelingen weil eben keine strikte Parteilinie gefahren wurde. China konnte durch die Arbeit von Kissinger in die Weltpolitik einbezogen werden und der dadurch scheinbar auftretende Bruch mit Russland wurde bereits im Vorfeld erkannt und diplomatisch untergraben. Wie Kissinger selbst all diese Flächenbrände als die sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden oder werden heute sieht und wie er sie damals beurteilte, erläutert der Autor auf knapp 180 Seiten. Er greift dabei auf Interviews zurück, die der immer wieder über längere Zeit mit dem geschichtsträchtigen Interviewpartner machen durfte. Was wir in der heutigen Zeit aus diesen Zeilen lernen können, wäre für viele Politiker heute von großer Wichtigkeit – Politik für die Menschen zu machen und nicht für die Partei sollte wieder an erster Stelle stehen. Kissinger ist dies mit viel Einsatz und Mut immer wieder gelungen – „seinen“ agierenden politischen Machthabern die richtigen Fakten zu liefern, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Gerade diese Fakten und daraus folgenden Ziele werden heute dem Parteiziel untergeordnet. Wer weiß wo wir heute stehen würden, hätte Kissinger zu seiner Zeit nicht den nötigen Weitblick aufgebracht. 5 Sterne

Ein lohnenswertes Buch, das viel mehr bietet, als reine Erinnerungen an diplomatische Erfolge
von annlu am 20.09.2019

An der Seite von Präsident Nixon war Henry Kissinger mitverantwortlich für die Entwicklung diplomatischer Beziehungen zwischen den USA und China, für die unterschiedlichsten Friedensverhandlungen und die Entschärfung des Kalten Krieges. Im Zuge der Diskussionsrunden zur Außenpolitik unter dem Titel „Nixon Legacy Forums“ intervie... An der Seite von Präsident Nixon war Henry Kissinger mitverantwortlich für die Entwicklung diplomatischer Beziehungen zwischen den USA und China, für die unterschiedlichsten Friedensverhandlungen und die Entschärfung des Kalten Krieges. Im Zuge der Diskussionsrunden zur Außenpolitik unter dem Titel „Nixon Legacy Forums“ interviewten ihn seine langjährigen Mitarbeiter und Bekannte Winston Ford und K.T. McFarland. Das Buch ist eine Niederschrift des mehrteiligen Interviews samt einleitender Worte zum jeweiligen Thema. Kissingers interessante Biografie wird hier nur angedeutet und doch lässt sich aus dem Wenigen herauslesen, welch große Rolle er in der amerikanischen Politik gespielt hat. Als hervorragender Diplomat widmet er sich auch hier der „Politik des Verhandlungstisches“. Dabei geht er einerseits konkret auf wichtige Ereignisse in seiner Zeit der Zusammenarbeit mit Präsident Nixon ein, gibt aber auch allgemeine Aussagen zur Staatskunst, Strategie und Verhandlungsstilen. Bereits das Vorwort hebt den Anspruch auf eine sachliche oder vollständige Betrachtung auf. Vielmehr geben die Erinnerungen die subjektive Meinung und persönliche Eindrücke Kissingers wider. Die Konzentration auf ausgewählte Momente aber auch die Meinungsäußerungen geben den Betrachtungen eine sehr persönliche Note, die vielleicht nicht jeder Kritik (zur politischen Vorgehensweise) standhalten kann, bei mir aber das Gefühl erweckten, tiefere Einblicke in das Geschehen zu bekommen. Als Leserin bin ich kein großer Fan von Interviews. Umso überraschter war ich, wie flüssig ich diese Niederschrift empfand. Das lag zum Teil daran, dass Kissingers Antworten ausführlich waren und seine Aussage nicht nur wohldurchdacht, sondern auch sprachlich abgerundet präsentiert wurden. Zum anderen empfand ich es als angenehm, dass das Interview von einer Person gehalten wurde, die nicht kein Unbeteiligter war. Dadurch, dass sich McFarland auskannte und selbst an vielem Gesagten beteiligt war, wurden einige Einwürfe nicht zu Fragen sondern vielmehr zu Ergänzungen. Die kapiteleinleitenden Betrachtungen von Ford erwiesen sich als guter Hintergrund um das Thema des jeweiligen Interviews einordnen zu können. Die Intention des Gespräches (und damit auch des Buches) ist es nicht nur Historisches aus einem bestimmten Blickwinkel aufzuarbeiten, sondern auch einen zeitgenössischen Bezug zu schaffen. Ohne allzu oft konkrete politische Situationen anzusprechen gelang dies einerseits durch die Betrachtung des Erbes der Nixon-Ära andererseits durch die allgemeingültigen Ansichten zum Staatswesen. Fazit: Ein lohnenswertes Buch, das viel mehr bietet, als reine Erinnerungen an diplomatische Erfolge. Ich war überrascht, wie lebendig die Verhandlungen und die Politik beschrieben wurde.

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