Der Revolver

detebe Band 24584

Fuminori Nakamura

(15)
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Beschreibung

In einer Regennacht findet ein junger Mann in den Strassen von Tokio eine Leiche - und neben ihr einen Revolver. Nishikawa nimmt die Waffe an sich und entwickelt schon nach kurzer Zeit eine unheimliche Obsession. All seine Gedanken, sein ganzes Leben kreisen um das perfekte kleine Wunderwerk. Und um die vier Kugeln, die sich noch immer in der Trommel befinden. Irgendwann ist es nicht mehr genug, die Waffe zu besitzen. Er muss sie abfeuern.

Produktdetails

Verkaufsrang 7765
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 25.09.2019
Verlag Diogenes
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Dateigröße 728 KB
Originaltitel Juu
Übersetzer Thomas Eggenberg
Sprache Deutsch
EAN 9783257609875

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Eine Obession mit Folgen
von Shades.of.paper aus Deutsch Evern am 09.08.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Der Revolver" ist ein sehr klug erzählter Kurzroman, der es schafft, auf nur 180 Seiten eine unheimliche Dynamik zu erzeugen. Die Handlung ist schnell zusammengefasst, die Ausmaße, die Nishikawas Denken und Handeln annehmen, aber haarsträubend und unabsehbar. Was macht es mit einem Menschen, plötzlich einen Gegenstand zu besitz... "Der Revolver" ist ein sehr klug erzählter Kurzroman, der es schafft, auf nur 180 Seiten eine unheimliche Dynamik zu erzeugen. Die Handlung ist schnell zusammengefasst, die Ausmaße, die Nishikawas Denken und Handeln annehmen, aber haarsträubend und unabsehbar. Was macht es mit einem Menschen, plötzlich einen Gegenstand zu besitzen, der über Leben und Tod entscheiden kann? Der Protagonist selbst ist ein schwieriger Charakter, der instabil, egoistisch und gnadenlos ist und sich nur wenig um seine Umwelt schert. Ich fand es teilweise sehr unheimlich, "in seinem Kopf" zu stecken und seine Gedankengänge zu kennen. Es war für mich tatsächlich sehr unverhersehbar, wie er sich wann verhalten würde - ein bisschen machte er dabei den Eindruck einer tickenden Zeitbombe. Nakamura erzählt auf den Punkt gebracht und scharfsinning. Hier driftet nichts ins Surreale oder Fantastische ab, wie man das sonst öfter aus japanischer Literatur gewohnt ist. Das Ende des Romans kam für mich unerwartet, war aber wirklich genial gelöst und führt dazu, dass mir "der Revolver" nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen wird. Ich kann das Buch empfehlen, besonders wenn man auf eine schnelle Lektüre aus ist, die man gut zwischenschieben kann oder die man auf einer längeren Bahnfahrt verschlingen möchte! 4

Die Beziehung eines Menschen zu einem Objekt
von maskedbookblogger am 24.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In einer gewöhnlichen Nacht findet der Protagonist namens Nishikawa dieses Romans in den Straßen von Tokio eine Leiche. Neben der Leiche befindet sich ein Revolver. Handelt es sich hierbei um einen Selbstmord? Nishikawa entscheidet sich dazu die Waffe mitzunehmen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt er eine Obsession. Sein ganzes L... In einer gewöhnlichen Nacht findet der Protagonist namens Nishikawa dieses Romans in den Straßen von Tokio eine Leiche. Neben der Leiche befindet sich ein Revolver. Handelt es sich hierbei um einen Selbstmord? Nishikawa entscheidet sich dazu die Waffe mitzunehmen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt er eine Obsession. Sein ganzes Leben, seine Entscheidungen und seine Gedanken kreisen um diese Waffe. Er ist nervös, und weiß nicht was er mit der Waffe anstellen soll. Die vier Kugeln, die sich in der Trommel befinden, findet er kurios. Irgendwann ist es nicht mehr genug, die Waffe zu besitzen. Er muss sie abfeuern. Nach dem Lesen des Buches habe ich erst gemerkt, dass es sich bei diesem Roman, um mein erstes Buch eines asiatischen Autors handelt! Spannend! Das knapp 200-seitige Buch konnte ich sehr schnell durchlesen. Besonders durch den fleißigen Schreibstil des Autors konnte ich durch die Seiten fliegen. Auch wenn der Roman auf den ersten Blick total unspektakulär anfängt, entfacht der Autor innerhalb kurzer Zeit ein Feuerwerk. Wir verfolgen die Story um Nishikawa und merken immer mehr, wie stark sich der Protagonist dieses Buches in die Waffe verguckt. Dabei gelingt es dem Autor besonders den inneren Zustand, also die Psyche von Nishikawa, hervorragend zu beleuchten. Hier wird besonders die Macht in Bezug auf eine Waffe gut aufgegriffen. Für mich persönlich ist dies ein hochaktuelles Thema, das zurzeit auch in den Medien präsent erscheint. Aus diesem Grund fragt man sich als Leser, inwiefern Nishikawa schon diese böse Seite lang aufgewiesen hat. So wird der mentale Kampf des Protagonisten durchgängig zum Thema. Man merkt einfach, wie der Protagonist sich zu unlogischen bzw. nicht sozialen Handlungen verleitet, welche ein normaler Mensch eigentlich nicht tätigen würde. Nichtsdestotrotz fehlte mir in diesem Roman so ein Highlight, welches dem Buch einen positiven Schub verleiten würde. Zusammengefasst kann ich sagen, dass der Autor mit diesem Werk ein hochinteressantes Buch entwirft, indem die Beziehung zwischen einem Studenten und seiner Waffe intensiv thematisiert wird. Für mich war es mal eine Abwechslung, da es wirklich ein Noir-Roman ist, welchen man eigentlich nicht täglich liest.

von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2021
Bewertet: anderes Format

"Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los". Der Student Nishikawa findet zufällig einen Revolver, der für ihn zu einer Art Götzenbild wird. Durch die krankhafte Obsession entwickelt sich eine Abwärtsspirale die nur auf die schlimmste Art enden kann. Grandiose Literatur!


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