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Stern 111

Roman

Lutz Seiler

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Beschreibung

Preis der Leipziger Buchmesse 2020
Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlässt das Ehepaar Bischoff sein altes Leben – die Wohnung, den Garten, seine Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem »Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiss. Carl wiederum, der den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin. Er lebt auf der Strasse, bis er in den Kreis des »klugen Rudels« aufgenommen wird, einer Gruppe junger Frauen und Männer, die dunkle Geschäfte, einen Guerillakampf um leerstehende Häuser und die Kellerkneipe Assel betreibt. Im U-Boot der Assel schlingert Carl durch das archaische Chaos der Nachwendezeit, immer in der Hoffnung, Effi wiederzusehen, »die einzige Frau, in die er je verliebt gewesen war«.Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse: Nach dem prämierten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei grossen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden.

Lutz Seiler wurde 1963 in Gera/Thüringen geboren, heute lebt er in Wilhelmshorst bei Berlin und in Stockholm. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Zimmermann und Maurer. 1990 schloss er ein Studium der Germanistik ab, seit 1997 leitet er das Literaturprogramm im Peter-Huchel-Haus. 
Er unternahm Reisen nach Zentralasien, Osteuropa und war Writer in Residence in der Villa Aurora in Los Angeles sowie Stipendiat der Villa Massimo in Rom.
Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Uwe-Johnson-Preis, 2014 den Deutschen Buchpreis und den Preis der Leipziger Buchmesse 2020.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 528
Erscheinungsdatum 02.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42925-9
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21.5/13.4/4 cm
Gewicht 619 g
Auflage 4
Verkaufsrang 20183

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
9
6
0
0
3

Stern 111 von Lutz Seiler
von einer Kundin/einem Kunden aus Mandelbachtal am 19.09.2020

Ich habe dieses Buch während meines Urlaubs regelrecht verschlungen. Die Charaktere der einzelnen Personen waren sehr gut dargestellt. Die Reflexionen von Carl, die immer wieder hoch kamen, konnte man gut nachvollziehen.

Passiert da auch mal etwas?
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 07.09.2020

Auch wenn ich mich heimatlich mit diesen Buch verbunden fühle (weshalb ich mich auch entschied, es zu lesen), wird daraus niemals eine Liebe entstehen...Es wird erzählt und erzählt und erzählt...ich frage mich andauernd: Passiert da eigentlich auch mal etwas? Nein bis jetzt nicht und ich sträube mich, meine Zeit weiterhin mit di... Auch wenn ich mich heimatlich mit diesen Buch verbunden fühle (weshalb ich mich auch entschied, es zu lesen), wird daraus niemals eine Liebe entstehen...Es wird erzählt und erzählt und erzählt...ich frage mich andauernd: Passiert da eigentlich auch mal etwas? Nein bis jetzt nicht und ich sträube mich, meine Zeit weiterhin mit diesem Buch zu verschwenden, also lasse ich es lieber bleiben. So ein langweiliges Buch habe ich wahrscheinlich zuletzt in meiner Schulzeit gelesen! *Gäääähn*.

Ein DDR-Roman - aber so viel mehr
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2020

Letztes Jahr gewann Anke Stelling den Preis der Leipziger Buchmesse für "Schäfchen im Trockenen". Ich habe noch nicht alle Preisträger gelesen, aber neben Georg Kleins "Roman unserer Kindheit" war das mein liebster gewinnender Roman bisher. "Stern 111" knüpft nicht nahtlos daran an, ist aber für sich genommen ein starkes Werk. ... Letztes Jahr gewann Anke Stelling den Preis der Leipziger Buchmesse für "Schäfchen im Trockenen". Ich habe noch nicht alle Preisträger gelesen, aber neben Georg Kleins "Roman unserer Kindheit" war das mein liebster gewinnender Roman bisher. "Stern 111" knüpft nicht nahtlos daran an, ist aber für sich genommen ein starkes Werk. Die melancholisch stimmende, aber nie melodramatische Entfremdung zwischen Sohn Carl und seinen Eltern Walter und Inge im Rahmen der Wende ist mitreißend geschildert. Seiler entlarvt seine Figuren zwar, nimmt ihnen aber nie ihre Würde, sodass man auf ihrer Seite bleibt, selbst wenn sie Entscheidungen treffen, hinter denen man nicht steht. Zwischendurch gibt es auch ein Wiedersehen mit der Welt aus Seilers Erstlingswerk "Kruso", und im Vergleich besticht "Stern 111" durch seine weiter gefasste Perspektive. Zwar trifft Seilers Stil nicht den Kern meiner Präferenz - zu wenig offen sind die Figuren häufig in ihren Emotionen -, aber er ist spannend genug, dass ich mich auf sein nächstes Werk freue.


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