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Von schlechten Eltern

Roman

Tom Kummer

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Beschreibung

Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2020

Ein Mann kommt mit seinem Sohn zurück. Er hat seine Frau verloren und eines seiner Kinder in Los Angeles zurückgelassen. Nachts fährt er als Chauffeur durch sein Heimatland, das ihm Himmel und Hölle zugleich ist, auf der Suche nach einem neuen Leben.

Der Erzähler Tom arbeitet als VIP-Fahrer, holt hohe Angestellte von Pharmaunternehmen und Diplomaten vom Flughafen ab und bringt sie nach Zürich oder Bern. Unterwegs durch die Nacht entspinnen sich Dialoge, die von grosser Fremdheit und unheimlicher Intimität sind. Währenddessen führen die Gedanken des Fahrers immer auch weg von der Strasse, hin zu den Wanderungen mit seinem Vater zum schwarzen Mönch, noch öfter hin zu Nina, seiner verstorbenen Frau. Sie ist Gast auf jeder Fahrt, flüstert ihm ein, zieht ihn hin zu den Narben der Landschaft. Orte, an denen schwere Unfälle geschehen sind, Flugzeugabstürze und andere Machtproben des Schicksals. Morgens nach der Arbeit setzt er sich ans Bett seines schlafenden Sohnes, legt die Hand auf seine Haut, versucht, eine Zukunft zu sehen. Auf dunstverhangenen Strassen nähert sich Tom Kummer auf eindringliche Weise der grossen Unbekannten des Lebens: dem Tod.

»Von schlechten Eltern ist ein Roman, der die Leserin […] in eine Welt entführt, in der die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasie auch im Kopf des fiktiven Tom Kummer ständig durchbrochen wird. Kummer schreibt elegant und in der Tat heiter, weil er Humor hat und zu seinem Protagonisten ein entspanntes Verhältnis pflegt.«
Ulrich Gutmair, taz, 23.05.2020

»Von schlechten Eltern ist ein grandioses Buch. Road-Novel, Heimatroman, Gespenstergeschichte, Thriller, wobei der Schriftsteller selbst lieber von einer Meditation spricht und es damit wohl am besten trifft. [...] "Von schlechten Eltern" ist eine halluzinative Autofiktion aus der Zwischenwelt der Trauer. Sie fesselt den Leser durch einen frivol kalkulierten Thrill an die zutiefst introvertierte Erzählung eines vom Schmerz verschnürten Überlebens. Kein Plot, ein Zustand.«
Ronald Düker, Die Zeit, 13.03.2020

»Klare, harte Sätze, gekonnte Rhythmuswechsel, dann wieder das Gleiten in sinnlich lyrische Schilderungen, intime Szenen wechseln ab mit apokalyptischen Visionen Toms so verbindet der Autor auf grandiose Weise Aussen-und Inneneindrücke. Tom Kummer eröffnet in seinem literarischen Roadmovie einen einzigartigen Blick in die Seele seines Protagonisten und auf die Schattenseite eines westlichen Wohlstandsparadieses, suggestiv und von bedrängender Schönheit.«
Carsten Hueck, Deutschlandfunk, 28.03.2020

»Es ist ein Sound, der diese tiefe Trauer über den Verlust der Frau, seiner Gattin, in sich trägt, all den Schmerz. Es ist ein sehr intimes Buch. Wirklich wie eine Musik, die sich durch das ganze Buch zieht, in Moll geschrieben.[...] Ich finde, dass dieser Zustand der Trauer und dieses grossen, grossen Schmerzes, der sich wirklich einem mitteilt [...] auch etwas Universales hat. […] Das ist stellvertretend für einen grossen Schmerz von Verlust. Und das, finde ich, ist wirklich eine grosse Stärke des Buches.«
Nicola Steiner, SRF Literaturclub, 15.04.2020

»Das Buch hat mich total überzeugt. Das ist ein Roadmovie, ein Heimatroman, ein Trauerroman. […] Und es ist unter all dem Obskuren, was er da beschreibt, […] ein sehr zärtliches Buch, ein sehr liebevolles Buch. Mich hat es bewegt und gerührt. [...] Dieses Elend, dieses Leid, was er da durchmacht, das höre ich so zum ersten Mal, und ich finde, er hat das bravourös geschrieben.«
Elke Heidenreich, SRF Literaturclub, 15.04.2020

»Tom Kummer schafft es in seiner Beschreibung, einem das Gefühl zu geben, das ist hier ein Ort, da passiert was, das ist ein spezieller Ort, ein interessanter Ort. […] Es ist so ein atmosphärisches Buch. Diese Nachtatmosphäre. […] Er zeichnet ein anderes, unbekanntes, ein aufregendes Bild der Schweiz. [...] Es ist wie eine Momentaufnahme, es ist dieses Gefühl, das da auch ausgebreitet wird. Das macht er grossartig.«
Reina Gehrig, SRF Literaturclub, 15.04.2020  

»Der Schweizer Autor Tom Kummer hat nach seinem Sterbebuch Nina und Tom einen berührenden Roman über Trauer geschrieben. Wie sich Trauer anfühlt, wie Erinnerungen hochkommen und wie der Mann mit Hilfe seiner Söhne langsam zum Leben zurückfindet.«
Esther Schneider, SRF2, 07.04.2020

»Im Zwischenreich dieser wuchtigen Roadnovel verschwimmen Fantasie und Wirklichkeit. Als Borderline-Journalist ist Tom Kummer einmal aufgebrochen, als nur noch der fiktionalen Wahrhaftigkeit verpflichteter Autor ist er in der Nacht seines Lebens angekommen. Grossartig.«
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 23.03.2020

»Im Zwischenreich dieser wuchtigen Roadnovel verschwimmen Fantasie und Wirklichkeit. Als Borderline-Journalist ist Tom Kummer einmal aufgebrochen, als nur noch der fiktionalen Wahrhaftigkeit verpflichteter Autor ist er in der Nacht seines Lebens angekommen. Grossartig.«
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 23.03.2020

»Mit einer knappen, reduzierten Sprache inszeniert Kummer eine halluzinierende Welt zwischen Leben und Tod. Er spielt mit dem Symbolismus, dem schönen Schauer der Melancholie, den Mythen von Wassernymphen oder dem Fährmann Charon.«
Anne-Sophie Scholl, WOZ, 21.05.2020

»Der Roman ist nicht nur eine eindrucksvoll gelungene Mischung aus literarischem Roadmovie mit gespenstischen Einschüben, es ist vor allem ein berührender Abstecher in das Reich zwischen Leben und Tod, in Grenzerfahrungen. Der Erzählstil ist temporeich, dennoch mündet er nicht selten in die Stille, die jeder grosse Verlust mit sich bringt. Ein vielschichtiges, bedeutsames Wechselspiel zwischen der ramponierten Welt da draussen und den seelischen Schäden tief drinnen.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, 30.04.2020

»Was geht hier ab? Man könnte meinen: Tom Kummers Vagabundieren zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Erfundenem und Erlebtem geht hier nahtlos weiter. Stimmt nur bedingt. Was an diesem neuen Roman bemerkenswert ist: Er steigert sich; er macht die Auflösung der Grenzen zu seinem zentralen Thema. [...] [G]esamthaft und in einer Tour gelesen, kann diese funkige Geisterfahrt durchaus faszinieren. Was von diesem Roman bleibt, ist eine sehr spezielle Grundstimmung. Jene diffuse Atmosphäre, diese merkwürdig unscharfe Mischung aus afrikanischen Mythen und Moderne, aus Dystopie und Todesfantasie.«
Christine Richard, Tagesanzeiger, 12.03.2020

»Tom Kummers Sprache ist sorgfältig unkompliziert und sehr direkt, sie beschönigt nichts und kennt keine Intimitätsgrenze.«
Blick.ch/Liechtensteiner Vaterland, 12.03.2020

»Die nach ihrem Tod empfundene übergrosse, lähmende Trauer macht das Buch zu einem berührenden Leseerlebnis.«
Jörg Schieke, MDR Kultur, 10.03.2020

»Von schlechten Eltern ist wie ein Bluessong: Man weiss, dass einen nicht viel Heiteres erwarten wird. Lässt man sich dennoch darauf ein, erwartet einen ein Erzählwerk voller Melancholie und Schönheit eine als Roman verfasste, mitreissend und authentisch gefasste Verlustanzeige. Gut gemacht, Tom Kummer.«
Matthias Eichardt, Stadtmagazin07, 11.05.2020

Tom Kummer, geboren 1961 in Bern, ist ein Schweizer Autor. Als Journalist löste er im Jahr 2000 wegen fiktiver Interviews einen Medienskandal aus. Nach mehreren Jahren in Los Angeles mit seiner Familie, lebt er wieder in Bern. Er schrieb u.a. »Good Morning, Los Angeles - Die tägliche Jagd nach der Wirklichkeit« (1997) und »Blow Up« (2007). Sein letzter Roman »Nina & Tom« (2017) wurde von der Kritik gefeiert.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 11.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50428-6
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 21.6/14.7/3 cm
Gewicht 438 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 68

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Trauerroman, Liebesgeschichte und Roadmovie... brillant konstruiert!
von Susanne Probst aus Ulm am 05.09.2020

Nach dem Tod seiner Frau Nina kehrt Tom zurück in die Schweiz. Seinen jüngeren Sohn Vince nimmt er mit, sein älterer Sohn Frank will in den USA bleiben. Um seinem Sohn gerecht zu werden - Tom ist ein sehr verantwortungsbewusster und fürsorglicher Vater - nimmt er eine Stelle als Chauffeur an. Nachts muss er seine Fahrgäste ... Nach dem Tod seiner Frau Nina kehrt Tom zurück in die Schweiz. Seinen jüngeren Sohn Vince nimmt er mit, sein älterer Sohn Frank will in den USA bleiben. Um seinem Sohn gerecht zu werden - Tom ist ein sehr verantwortungsbewusster und fürsorglicher Vater - nimmt er eine Stelle als Chauffeur an. Nachts muss er seine Fahrgäste mit dem Taxi hierhin und dorthin kutschieren. Auf diesen nächtlichen Fahrten verliert er sich in Gedanken und Erinnerungen, träumt und halluziniert er - er verarbeitet seine tiefe Trauer um seine verstorbene Frau Nina. Dabei ist er hin- und hergerissen zwischen dem Sog des Todes und dem Reiz des Lebens, der v. a. von seinen Söhnen ausgeht und vermittelt wird. Wir bekommen dabei nicht nur Einblicke in Toms Seelenleben sondern werden auch Zeugen interessanter Gespräche oder Monologe: philosophische Gespräche über Leben und Tod, mystische Erzählungen der zumeist afrikanische Fahrgäste... Tom Kummer hat mich mit seinem berührenden und bewegenden Roman überzeugt. Er handelt von emotionalem Schmerz und tiefer lähmender Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen. Es geht darum, dass und wie man nach so einer bodenlosen Trauer wieder ins Leben zurück finden kann. Gleichzeitig ist „Von schlechten Eltern“ eine zart und fein geschriebene, aber niemals ins Kitschige abdriftende Liebesgeschichte und ein „Roadmovie“, über dem eine melancholische Atmosphäre schwebt. Tom Kummer jongliert gekonnt, feinfühlig und aufrichtig sowie mit schlichter, direkter, schnörkelloser und präziser Sprache zwischen äußerer und innerer Realität. Kein Wort ist zu viel, keines zu wenig. Die z. T. philosophischen Gespräche über Leben und Tod regen Nachdenken an und die sehr bildhaften und wundervollen Beschreibungen der Landschaft kann man schlicht und ergreifend genießen. Ein must-read!

Tom Kummer - Von schlechten Eltern
von Miss.mesmerized am 23.04.2020

Mit seinem Sohn Vincent ist Tom in die Schweiz zurückgekehrt. Nach dem Tod seiner Frau Nina war es in den USA für ihn unerträglich geworden, nur der ältere Sohn Frank blieb in L.A. zurück. Den Tag erträgt er nicht, am liebsten schläft er, nur in der Nacht traut er sich hinaus und als Chauffeur bei einem VIP Service bringt er die... Mit seinem Sohn Vincent ist Tom in die Schweiz zurückgekehrt. Nach dem Tod seiner Frau Nina war es in den USA für ihn unerträglich geworden, nur der ältere Sohn Frank blieb in L.A. zurück. Den Tag erträgt er nicht, am liebsten schläft er, nur in der Nacht traut er sich hinaus und als Chauffeur bei einem VIP Service bringt er die Gäste von A nach B quer durch sein Heimatland. So manches tiefgründige Gespräch entspannt sich auf der Fahrt, aber die Dämonen verlassen ihn nicht, der Geist von Nina ist immer bei ihm. Loslassen kann und will er aber ebenfalls nicht, denn dann wäre sie weg, wie ausgelöscht und nie dagewesen. Die Menschen sind ihm fremd geworden, dafür spricht die Natur immer intensiver zu ihm, einzig die Verbindung zu seinen Söhnen hält ihn noch am Leben – aber wie lange noch? In seinem Roman „Nina & Tom“ beschreibt Tom Kummer die Liebe zwischen ihm und seiner Frau, die nach 30 Jahren Beziehung an Krebs gestorben ist. „Von schlechten Eltern“ setzt die Erzählung fort und thematisiert die Trauer, die die Überlebenden, die zurückbleiben, überwältigt und geradezu vom Leben abhält. Stehen zunächst noch die Fahrten mit den zum Teil dubios erscheinenden Passagieren im Zentrum, übernimmt dann doch immer mehr Toms Innenleben und der Kampf um die Erinnerung an seine Frau. Es ist kein philosophisches Buch, das sich mit dem Leben und Sterben und dem Dasein als solches auseinandersetzt. Es ist auch kein Wegweiser zum Umgang mit Trauer, es bietet geradezu wenig Hoffnung darauf, dass diese jemals in ihrer Intensität nachlassen könnte. Für mich war es ein authentisch wirkender Bericht eines Menschen, der seinen Zustand, der sich emotional zwischen Sein und Nichtsein befand, sehr gut nachvollziehbar schildert. Lebendig wirkt er immer in der Interaktion mit dem Sohn; die grenzenlose Liebe, die er ihm entgegenzubringen vermag, steht in diametralem Gegensatz zu seinem eigenen Lebenswillen. Hilfe anzunehmen ist keine Option, allein will er sein mit seinem Kummer. Die Außensicht auf den Protagonisten erfolgt nur durch die Spiegelung der anderen Figuren, die offenkundig besorgt sind und den Ernst der Lage erkennen, den er leugnet. Man hat bisweilen den Drang ihm gut zuzureden, ihn aufzumuntern, wieder zum Leben zu erwecken, so nah geht einem die Erzählung. So wie die Limousine leise über die Schweizer Straßen gleitet, fließt auch der Roman, der gewaltig in der Bildsprache ist und sich oft im emotionalen Extrem bewegt. Die Nähe zwischen Vater und Sohn wirkt bisweilen fast grenzwertig, zeigt aber auch, wie viel Stärke von den Kindern ausgehen kann und wie sie hier noch mehr denn je für eine doch mögliche Zukunft stehen.

Macht seinem Namen Ehre: Kummer first!
von einer Kundin/einem Kunden aus Aefligen am 17.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Gefühlvoll geschrieben. Gibt einen echten Einblick in sein Dasein ohne Partnerin und Mutter. Liest sich trotz einigen kummervollen Passagen leicht.


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