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Alter Hund, neue Tricks

Thriller

suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Band 5060

Adrian McKinty

(51)
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Beschreibung

Belfast, 1992. Der ehemalige Detective Inspector Sean Duffy hat sich unlängst mit seiner Familie nach Schottland abgesetzt. In Belfast ist er nur noch tageweise. Doch als ein Landschaftsmaler ermordet wird, muss Duffy ein paar Extratage dranhängen. Alles sieht nach Autodiebstahl mit tödlichem Finale aus: Jemand hatte es auf den Jaguar des Opfers abgesehen, wurde überrascht, eine Waffe ist losgegangen. Doch ein Blick auf die Werke des Malers wirft die Frage auf, wie er damit genug Geld für einen Luxuswagen hatte verdienen können. Und wieso hat er regelmässig eine Telefonnummer in der Republik Irland angerufen? Eine Nummer, die zu IRA-Funktionären im Exil führt. Duffy lässt sich nicht mit einfachen Lösungen abspeisen und gräbt tiefer. Bis er selbst von allen Seiten unter Beschuss gerät ...

Im Belfast der Neunziger ist plötzlich alles anders: Der Milchmann hat seinen Dienst quittiert, die Musik kommt von CD, und der katholische Bulle Sean Duffy ist ein Familienmensch mit Hauptwohnsitz in Schottland. Doch als er von einem dubiosen Mordfall auf den Plan gerufen wird, will Duffy unbedingt beweisen, dass ein alter Hund sehr wohl neue Tricks lernen kann.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 380 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.07.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783518764992
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Originaltitel Hang On St Christopher
Dateigröße 2658 KB
Übersetzer Peter Torberg
Verkaufsrang 2597

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
51 Bewertungen
Übersicht
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0

Der 8.Teil um einen eigenwilligen Detektive in Nordirland während der Troubles
von einer Kundin/einem Kunden aus Potsdam am 06.08.2020
Bewertet: Paperback

Der 8.Teil der Sean Duffy Reihe. Für mich allerdings der erste. Ich war super neugierig auf das Setting: Nordirland, Anfang der 90er, die „Troubles“ sind noch im Gange. Zwar benötigt man für diesen Band keine Vorkenntnisse, dennoch könnten sie wahrscheinlich hilfreich sein und für einen tieferen Hintergrund sorgen. DI Sean ... Der 8.Teil der Sean Duffy Reihe. Für mich allerdings der erste. Ich war super neugierig auf das Setting: Nordirland, Anfang der 90er, die „Troubles“ sind noch im Gange. Zwar benötigt man für diesen Band keine Vorkenntnisse, dennoch könnten sie wahrscheinlich hilfreich sein und für einen tieferen Hintergrund sorgen. DI Sean Duffy ist eigentlich nur noch einige Tage im Monat im Dienst. Den Rest verbringt er mit seiner geliebten Tochter und Frau in Schottland. Zu seinen Arbeitstagen nimmt er die Fähre nach Belfast und lebt dort in seinem alten Häuschen. Es geschieht nun aber ein Mord, während der eigentliche Hauptermittler im Urlaub weilt. Duffy muss ihn vertreten und fordert sich seinen alten Kollegen Crabbie an. Der erstmal harmlos erscheinende Mordfall entpuppt sich schon bald als sehr politisch hintergründig. Duffy ist ziemlich eigen. Er nimmt seinen eigenen Weg und kümmert sich nicht immer um die Vorschriften. Er ist etwas angeberisch, dickauftragend, ein richtiger Maulheld. Aber auch sehr schlau, sogar intellektuell, manchmal gar etwas elitär wirkend. Er ist literarisch bewandert und ein Musikliebhaber mit großer Plattensammlung. Man erfährt ein wenig aus seinen Lektüren und man kann, wenn man Lust hat, auch die eingestreuten Musiktitel nachhören. Er hat auch düstere Seiten, innere Dämonen, mit denen er mich ein wenig an Harry Hole erinnerte. Grundsätzlich gefiel mir Duffy ganz gut, obwohl ich sein Verhalten manchmal zu dick aufgetragen fand. Den Fall an sich fand ich nur mäßig spannend. Der Klappentext verrät für meinen Geschmack auch etwas zu viel. Gegen Mitte/ Ende wird es trotzdem sehr spannend, sehr bedrückend, sogar auch berührend. Es geht hier um ein größeres Ganzes, um größere politische Zusammenhänge, was mir wirklich gut gefiel. Für mich war sowieso eher das Setting das Spannende und Reizvolle, hier kam ich ganz auf meine Kosten. Das Milieu, das Lebensgefühl wird sehr gut gezeichnet. Die stetige Gefahr und Gewalt wird spürbar. Duffy guckt gefühlt 100 Mal unter sein Auto, ob sich da ein Sprengsatz befindet. Dies und noch viele andere Details erhellen das Bild Nordirlands, einer Gesellschaft, die an „posttraumatischem Stress- Syndrom“ litt, obwohl „das traumatische Ereignis noch nicht mal vorbei“ war. Die Polizei wird von niemandem gern gesehen, was die Ermittlungsarbeit durchaus erschwert. Eine zweite Thematik, die mir gut gefiel, war die Vergänglichkeit, die Veränderlichkeit des Lebens, ja auch die Endlichkeit. So sinniert Duffy immer mal wieder über sein Leben. Vor allem aber auch über die neuen Ermittlungsmethoden und neuen Ermittler, über die er feststellt: „Die beiden Männer waren jünger als ich. Mitte zwanzig, Anfang dreißig, dem Aussehen nach zu urteilen. Karrieristen. Sie kamen herum. Durchtrainiert. Kein Alkohol. Schicke Anzüge. Gewieft. Die neue Art Polizist. Analytiker. Schlampige Polizisten aus den Siebzigern, die wie ich ihren Institutionen folgten, waren auf dem absteigenden Ast.“ Diese Aspekte gefielen mir ebenfalls gut und lassen Entwicklungen erkennen. Der Krimi ist in Kapitel mit Überschriften eingeteilt. Hervorheben möchte ich noch den Humor, der sehr gut bei mir ankam. Des Öfteren habe ich wirklich gelacht, obwohl ich manches als etwas übertrieben fand, störte mich das letztlich nicht, ich amüsierte mich. Besonders die Dialoge fand ich sehr lebendig geschrieben. Fazit: Zumeist spannender Kriminalroman mit einem eigenwilligen Detektive, sehr interessanten Milieuschilderungen Nordirlands sowie einem sehr lebendigem Humor! Jetzt muss ich natürlich auch noch einige der Vorgängerbände lesen…:)

Duffy in den Neunzigern
von stefanb am 06.08.2020
Bewertet: Einband: Paperback

„Flaschen gibt es auch nicht mehr, glaube ich. Jetzt gibt es nur noch Milch im Karton. Und was nehmen die Kinder dann für die Molotow-Cocktails?“ [167] Detective Inspector Sean Duffy, aktuell eigentlich Teilzeitpolizist und Protagonist, ermittelt wieder in einem Fall. Dass dieser Fall interessanter ist, als anfangs vermutet, st... „Flaschen gibt es auch nicht mehr, glaube ich. Jetzt gibt es nur noch Milch im Karton. Und was nehmen die Kinder dann für die Molotow-Cocktails?“ [167] Detective Inspector Sean Duffy, aktuell eigentlich Teilzeitpolizist und Protagonist, ermittelt wieder in einem Fall. Dass dieser Fall interessanter ist, als anfangs vermutet, stellt sich bei den Ermittlungen heraus. Interessanter ist manchmal gefährlich. Und so bleibt es nicht aus, dass sich die Hauptfigur in der einen oder anderen brenzligen Lage wiederfindet. „Sean, du besitzt die Gabe, dich in größere Schwierigkeiten zu bringen, als du bewältigen kannst.“ [193] „Sie haben keine Ahnung, Duffy. Sie sind nur ein verfluchter Amateur. Ein Teilzeitpolizist, der sich in gefährlichen Gewässern aufhält.“ [265] „Alter Hund, neue Tricks“ von Adrian McKinty macht unglaublich viel Spaß. Es ist eine Reise zurück in die Neunziger. Wunderbar geschrieben und mit einem starken Charakter. „Schlampige Polizisten aus den Siebzigern, die wie ich ihren Intuitionen folgten, waren auf dem absteigenden Ast.“ [245] Aber genau das macht die Geschichte interessant und glaubwürdig und anhand Duffys Reflektionen wird der Wandel der Zeit sehr gut dargestellt. Die Seiten fliegen förmlich durch die Finger, an vielen Stellen gibt es tolle Anspielungen, zum Beispiel auf die damalige Musik. McKinty bringt die damalige vorherrschende Stimmung sehr gut zu den Lesern herüber. Er skizziert die gute alte Zeit, die in manchen Bereichen doch nicht so gut war. Wenn man bedenkt wie oft Duffy alleine unter seinen BMW schaut, ob nicht die IRA doch einen Sprengsatz platziert hat.

Der katholische Bulle als Teilzeitpolizist
von Sabine Stauffer am 06.08.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Seit 6 Jahren bin ich nun schon absoluter Fan dieser Thriller Serie, und bin auch im neuen Fall von Sean Duffy wieder voll auf meine Kosten gekommen. Duffy ist inzwischen Teilzeitpolizist und pendelt ab und zu nur noch zu Arbeit in Irland aus seiner neuen Heimat Schottland. Doch sein geruhsames Leben das sich steil auf seine P... Seit 6 Jahren bin ich nun schon absoluter Fan dieser Thriller Serie, und bin auch im neuen Fall von Sean Duffy wieder voll auf meine Kosten gekommen. Duffy ist inzwischen Teilzeitpolizist und pendelt ab und zu nur noch zu Arbeit in Irland aus seiner neuen Heimat Schottland. Doch sein geruhsames Leben das sich steil auf seine Pension zubewegt, wird im typischen Irland der damaligen Zeit auf eine harte Probe gestellt. Was anfangs nach einem fehlgeschlagenen Autodiebstahl aussieht, entpuppt sich nach einem zweiten Mord als Finte und Duffy beginnt mit seinem ehemaligen und langjährigem Partner Crabbie hartnäckig zu recherchieren und verbeisst sich wieder einmal wie ein Kampfhund in den Fall. Oder kurzum um sich wie Duffy selbst auszudrücken: " Die Zeit der frühen Neunziger, die noch nicht recht das Gefühl der Achtziger abgeschüttelt hatten". Und so macht er sich wieder einmal mit seinem Glücks-Che-Guevara T-Shirt und Lederjacke samt BMW auf den Weg die Wahrheit herauszufinden... Es sind mehrere Faktoren die mich bei der Stange als treuesterr Fan bei dieser Serie hält. Zum einen das Flashback Gefühl in meine Jugend als IRA ständig ein grosses Thema war. Aber auch die grosse Musikbandweite in die ich zurückversetzt werde und ganz besonders der Schreibstil von Adrian McKinty der von abgehackt kurz bis philosophisch literarisch intellektuell reicht und gespickt mit Ironie ist. Duffy Art einfach. Genial. Was will man mehr?


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