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Das verfallene Haus des Islam

Die religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt

"Klug und lesenswert.“

Neue Zürcher Zeitung, Silke Mertins

"Aufklärung ist Religionskritik. In diesem Sinne hat Ruud Koopmans ein im besten Sinne aufklärerisches Buch geschrieben. Er macht nicht nur deutlich, dass ein Islam, der Andersdenkende verachtet, den Fortschritt verhindert. Er zeigt auch, dass Veränderung möglich ist und die islamische Gegenwart sich vom Fundamentalismus befreien kann."

Cem Özdemir

"Man muss Koopmans nicht in allem zustimmen, aber man kann über seine Ausführungen diskutieren, ohne Angst zu haben, einen Islamfeind zu hofieren. An vielen Stellen trifft er die Kernpunkte der Misere, in der ein Grossteil der islamischen Welt unzweifelhaft steckt."

Lamya Kaddor, Gründungsvorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes

"Ruud Koopmans verbindet wissenschaftliche Stringenz mit dem Mut, die komplexen Probleme der islamischen Welt und der muslimischen Einwanderer im Westen ins Auge zu fassen. Warum hinken islamische Länder und muslimische Einwanderergruppen hinterher? Wer Antworten auf diese Frage sucht, der lese dieses Buch: Ein Standardwerk für alle, die sich mit den Herausforderungen der islamischen Welt und der Integration muslimischer Minderheiten in Europa befassen."

Ayaan Hirsi Ali

"Faktenreichen Analyse."

Tagesanzeiger, Guido Kalberer

"Koopmans analysiert die Weltgeschichte in der Tradition von Max Weber aus soziologischer Perspektive und räumt dabei der Religion eine wichtige Rolle ein. Er ist ein Meister der vergleichenden Methode und das Buch ein Meilenstein der zeitgenössischen Soziologie."

NRC Handelsblad
Portrait
Ruud Koopmans ist Direktor der Abteilung "Migration, Integration, Transnationalisierung" am Wissenschaftszentrum Berlin sowie Professor für Soziologie und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin und nimmt daneben wichtige beratende Funktionen wahr, etwa als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Einem grossen Publikum ist er durch regelmässige Beiträge in Zeitungen und Fernsehauftritte bekannt.
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  • Inhalt

    Vorwort

    1. Im Bann des Fundamentalismus


    Vergangener Ruhm

    Das Jahr 1979

    Was ist Fundamentalismus?

    Der real existierende Islam

    Religiöse oder andere Ursachen?

    2. Warum ist die Demokratisierung an der islamischen Welt vorbeigegangen?


    Zwei Ferienparadiese

    Freiheit und Demokratie im internationalen Vergleich

    Ein arabisches oder ein islamisches Demokratiedefizit?

    Is it the economy, stupid?

    Der Fluch des Öls

    Das Erbe der kolonialen Vergangenheit

    Die Puzzleteile zusammengefügt

    3. Die religiösen Wurzeln der Unfreiheit


    Die Erben von Britisch-Indien

    Diskriminierung religiöser Minderheiten

    Der Islam als Rechtsquelle

    Islamische Apartheid: die Position der Frauen

    Tödliche Liebe: Verfolgung von Homosexuellen

    Der Schleier der Unwissenheit

    4. Die islamischen Religionskriege


    Wie eine Miss-Wahl furchtbar ausser Kontrolle geriet

    Ein Kampf der Kulturen?

    Die blutigen Grenzen und das blutende Herz des Islam

    Terror im Namen des Islam

    Leugnungsthesen

    Verschwörungstheorien

    Ursachen

    5. Die wirtschaftliche Stagnation der islamischen Welt


    Religiöse Gründe für den wirtschaftlichen Niedergang

    Wirtschaftstiger und islamische Nachzügler

    Demokratie und Wirtschaftswachstum

    Das Volk des einen Buches

    Die andere Hälfte

    6. Die schwierige Integration muslimischer Migranten


    Die Probleme der islamischen Welt im Kleinformat

    Der eine Libanese ist der andere nicht

    Schlusslichter der Integration

    Diskriminierung oder Kultur?

    Gewalt gegen Juden, Homosexuelle und Frauen

    7. Kann sich der Islam vom Fundamentalismus befreien?


    Alles-oder-Nichts-Denken

    Die religiösen Wurzeln der islamischen Krise: drei Kernprobleme

    Der irreführende Diskurs der Islamophobie

    Der israelisch-palästinensische Konflikt

    Die Entfundamentalisierung des Islam

    Für eine Reformbewegung im Islam

    Anmerkungen

    Bildnachweis

    Literatur

    Personenregister

    Sachregister
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 17.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-74924-7
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22.5/14.9/2.4 cm
Gewicht 482 g
Originaltitel Het vervallen huis van de islam
Abbildungen mit 16 Abbildungen und 20 Grafiken
Auflage 1
Verkaufsrang 4002
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Verfall kann viele Ursachen haben
von S.A.W aus Salzburg am 26.03.2020

Dieses Buch habe ich mit großen Erwartungen in die Hand genommen und mit sehr zwiespältigen Empfindungen gelesen. Zunächst zum Positiven: Koopmans analysiert die fundamentalistische Entwicklung des weltweiten Islam seit 1979 und zeichnet ein äußerst finsteres Bild einer Rückentwicklung in ein mittelalterliches patriarchalisches... Dieses Buch habe ich mit großen Erwartungen in die Hand genommen und mit sehr zwiespältigen Empfindungen gelesen. Zunächst zum Positiven: Koopmans analysiert die fundamentalistische Entwicklung des weltweiten Islam seit 1979 und zeichnet ein äußerst finsteres Bild einer Rückentwicklung in ein mittelalterliches patriarchalisches und demokratiefeindliches religiöses System. Sein Buch hat die Chance, zur neuen Bibel der rechten Islamhasser in Deutschland zu werden, denn es bestätigt alle ihre Vorurteile, warum Mohammedaner in Europa nichts verloren haben und in westlichen Gesellschaften nicht integrierbar sind. Schuld an dieser Rückständigkeit ist laut Koopmans der Islam selbst, auf Grund seiner Bildungs- Frauen- und Demokratiefeindlichkeit. Dies belegt er mit Statistiken aus den letzten 40 Jahren, in denen die islamischen Länder gegenüber Europa und Asien immer weiter zurückgefallen sind. Soweit die aktuellen Zahlen, sie sind erschreckend und darum erscheint die harte Analyse zunächst richtig. Nun zum Negativen: Ich halte die Methodik und Analytik des Autors für falsch und daher für die Analyse des Islamproblems wenig hilfreich. Weder fragt der Autor nach den Ursachen dieser Entwicklung, noch lässt er die Hypothesen anderer Autoren gelten, noch hat er irgendwelche Lösungen anzubieten. Er bastelt sich aus Statistiken bestätigendes Material für seine Meinung zusammen und zeigt eine erschreckende Unkenntnis historischer Prozesse. Sein Verständnis geht nicht über Samuel Huntington hinaus und auch aus dessen „Kampf der Kulturen“ sucht er sich nur den aggressiven Islam heraus, als einzigen Punkt, wo Huntington recht hat. Koopmans leugnet jede Verantwortung der Kolonialmächte an der Situation im Nahen Osten, was Engländer und Amerikaner wohl sehr freuen wird, lässt dabei aber völlig außer Acht, dass der Nahe Osten jetzt noch die letzte Halb-Kolonie des amerikanisch-industriellen Komplexes ist, während Asien sich vor spätestens 60 Jahren aus der kolonialen Abhängigkeit lösen konnte. So kann er nicht erkennen, dass die fortgesetzte bis heute andauernde westliche Unterdrückung und Einmischung durch Kriege, Besetzung, Unterstützung von Diktatoren, CIA-Putsche, Drohnen und Ausbeutung der Bodenschätze die Ursache für die Radikalisierung des Islam ist. Ihm fehlt jedes Verständnis für die koloniale und neo-koloniale Ausbeutung der letzten 500 Jahre, so fällt es ihm leicht, alle dialektischen Thesen als irrelevant abzutun – er hat schlicht und einfach keine Ahnung davon. Nun zum grundlegenden Fehler seiner „vergleichenden Analyse“. Seine Vergleiche beziehen sich lediglich auf Datenmaterial der letzten 50 Jahre, diese Daten-Begrenzung ist für seine Analyse irreführend. Denn dabei kommt eine Tautologie heraus. Jeder sieht und weiß, dass der gegenwärtige Islam in einem desaströsen Zustand ist. Dies jedoch auf den religiösen Kern des Islam zurückzuführen ist so falsch wie entmutigend, denn es nimmt jede Hoffnung auf einen säkularen, westlichen Islam, den es aber längst gibt. Es blendet auch völlig aus, dass und warum der Islam 1000 Jahre lang wesentlich liberaler war als der extrem-fundamentalistische Katholizismus. Mit demselben Recht könnte man für das Christentum das Papsttum des 16. Jhdt. als Maßstab nehmen, das noch viel radikaler, gewalttätiger und destruktiver war als der Islam heute und erst durch eine 500 Jahre andauernde europäische Protestbewegung gezähmt werden konnte. Wenn die fehlende Frauenemanzipation als Wurzel der islamischen Rückständigkeit genannt wird, darf daran erinnert werden, dass bis 1914 europäische Frauen in gleichem Maße unterdrückt waren und niemand mit der kommenden Emanzipation rechnen konnte, die ebenfalls erst 50 Jahre alt ist. Es zahlt sich aus, das Buch zu lesen, weil das Datenmaterial aktuell ist und einen Weckruf darstellt, das Problem ernst zu nehmen. Der Autor hat Recht mit dem Befund, dass unsere demokratische Gesellschaft sich vor der Scharia und vor Dschihadisten schützen muss. Um Lösungen zu finden, braucht es aber bessere historisch-soziologische Theorien, denn ahistorische Datensammlungen unter Ausklammerung von systemischen und historischen Prozessen und interkulturellen Wechselwirkungen liefern nur scheinbar eine objektive Wahrheit. Rüdiger Opelt, Autor von "Die geheime Geschichte des Glaubens" https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID147626043.html