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Die schönen Mordschwestern

Mürztal-Morde

1906 erschüttert ein Kriminalfall die gesamte Steiermark: Eine junge Frau wird im Mürztal von einem Geschwisterpaar grausam ermordet. Das Motiv scheint klar, aber wer von beiden war die Mörderin? Oder waren es alle beide? Die Fragen bleiben unbeantwortet. Nach der Verbüssung ihrer Strafe taucht die jüngere der Schwestern, Fini, wieder in Wien auf. Die Begegnung mit Opernsänger Pokorny, dem eigentlichen Auslöser der Tat, konfrontiert sie mit ihrer dunklen Vergangenheit. Ist nun die Zeit der Rache gekommen?
Portrait
Franz Preitler, aufgewachsen in der Waldheimat, in Langenwang im Mürztal, publiziert seit 2005 Bücher und ist Herausgeber von zwei Anthologien. Er organisiert Literatur- und Kulturveranstaltungen und ist bekannt als Nach-Erzähler von Sagen und Legenden rund um seine Heimat, die Steiermark. Der Autor möchte die Leser mit Erzählungen aus der Geschichte bewegen, um die Vergangenheit lebendig zu vermitteln und vor dem Vergessen zu bewahren. Zusätzlich schreibt er Romane. Preitler hält Lesungen sowie Vorträge zu seinen Büchern ab, nutzt dabei erfolgreich Social Media und ist durch die Presse in der Steiermark bekannt. Seit 2019 leitet der Erfolgsautor den renommierten Kultur- und Literaturverein Roseggerbund Waldheimat.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 245
Erscheinungsdatum 12.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-2556-1
Reihe Historische Romane im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner-Verlag
Maße (L/B/H) 20/12.1/2.2 cm
Gewicht 261 g
Auflage 2020
Verkaufsrang 60275
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Sehr fesselnd!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.02.2020

Sehr fesselnde und spannende Geschichte, die uns ins vergangene Jahrhundert entführt. Ich konnte dieses Buch einfach nicht weg legen... Spannend!

Wer war es?
von hasirasi2 aus Dresden am 19.02.2020

„Ich habe es für Pokorny getan, und zwar aus Verzweiflung, weil ich ihn wahnsinnig liebe.“ (S. 111) sagt Gusti (Auguste Huber) 1906 zu ihrer Verteidigung im Mord-Prozeß gegen sie und ihre Schwester Fini (Josefine) aus. Joseph Pokorny ist ein selbsternannter Opernstar und Gusti ist ihm verfallen. Um ihn halten zu können braucht s... „Ich habe es für Pokorny getan, und zwar aus Verzweiflung, weil ich ihn wahnsinnig liebe.“ (S. 111) sagt Gusti (Auguste Huber) 1906 zu ihrer Verteidigung im Mord-Prozeß gegen sie und ihre Schwester Fini (Josefine) aus. Joseph Pokorny ist ein selbsternannter Opernstar und Gusti ist ihm verfallen. Um ihn halten zu können braucht sie dringend Geld – immer mehr – und weiß sich am Ende nicht anders zu helfen, als eine reiche Bekannte zu ermorden, meint zumindest das Gericht. Verurteilt wird sie aufgrund von Indizien und weil sie sich in ihren Aussagen mehrfach widerspricht. Ob ihre Schwester Fini involviert oder vielleicht sogar die Täterin ist, kann nicht nachgewiesen werden. Trotzdem wird sie zu 5 Jahren wegen Beihilfe verurteilt und Gusti 20. Nach der Verbüßung ihrer Haftstrafe geht Fini nach Wien zurück und begegnet Pokorny wieder, der bereits einen neuen Namen angenommen hat. Sie muss sich erneut damit auseinandersetzen, was damals passiert ist und will ihn dafür büßen lassen – aber wie? In „Die schönen Mordschwestern“ verarbeitet Franz Preitler einen realen Kriminalfall, der nie richtig aufgeklärt werden konnte. Fest steht, dass die zwei Schwestern mit ihrer Bekannten einen Ausflug unternahmen und ohne sie zurückkamen. Die Bekannte wurde kurz darauf ermordet aufgefunden und alle Indizien verwiesen auf die Schwestern. Gusti und Fini stammen aus einem winzigen Dorf und träumen wie so viele andere jungen Frauen von einer guten Anstellung in Wien, bei der sie ihren zukünftigen (vorzugsweise reichen) Ehemann kennenlernen. Mehr wollen sie nicht vom Leben. Für Gusti scheint sich dieser Traum zu erfüllen, als sie Pokorny begegnet. Er gibt sich reich und berühmt und verspricht ihr, sie als seine Ehefrau mit zu seinem nächsten Engagement nach Sankt Petersburg zu nehmen, wenn sie nur irgendwie das Geld für die Fahrkarten auftreiben kann. Die beiden Schwestern sind sehr naiv und rennen sehenden Auges in ihr Unglück. Egal was Pokorny macht, sie nehmen ihn in Schutz. Selbst während des Prozesses, als die Sprache auf seine Vorstrafen wegen Betrug und Heiratsschwindel kommt, glauben sie es immer noch nicht. Pokorny ist skrupellos und gierig, leidet an Größenwahn. Er sieht nicht besonders gut aus, aber er kann die Frauen um den kleinen Finger wickeln und ihnen die große Liebe vorspielen. Er sieht sich selber im Recht – schließlich zwingt er die Frauen nicht, sich in ihn zu verlieben und ihm Geld zu geben, er sieht es eher als Gegenleistung für seine Dienste und die Träume, die er ihnen schenkt. Die Geschichte ist sehr spannend. Man weiß bis zuletzt nicht, was damals wirklich passiert ist und was Fini jetzt als Rache plant. Aber auch Pokorny ist so undurchsichtig, dass ihn zwischendurch als Täter im Verdacht hatte. Die Beteiligten erzählen die Geschehnisse abwechselnd aus ihrer Sicht. Auch ein Zeitungsreporter und Auszüge aus dem Buch, dass dieser und Pokorny zusammen schreiben, kommen zu Wort. Dabei drücken sie sich so aus, wie es damals wahrscheinlich üblich war. Mir persönlich ist der Erzählstil dadurch zum Teil etwas weitschweifig und umständlich. Aber sowas ist ja Geschmackssache. Zudem hätte ich mich gefreut, wenn ich am Ende noch ein paar Hintergrundinformationen bekommen hätte. Ob es den Reporter z.B. wirklich gab und die Zeitungsartikel echt sind und welche Teile der Handlung auf dem realen Fall beruhen.

Eine gruselige Geschichte
von Sikal am 19.02.2020

Im Mürztal (Steiermark) 1906: Die vier Huber-Schwestern verlassen nach und nach ihr Heimatdorf um in der Großstadt Wien das Glück zu suchen. Als die jüngste Tochter Josefine zum Leidwesen des Vaters nach Wien geht, prophezeit er ihr, dass sie dort ihr Unglück finden wird. Hätte Fini gewusst, wie Recht er damit hat, wäre ihre... Im Mürztal (Steiermark) 1906: Die vier Huber-Schwestern verlassen nach und nach ihr Heimatdorf um in der Großstadt Wien das Glück zu suchen. Als die jüngste Tochter Josefine zum Leidwesen des Vaters nach Wien geht, prophezeit er ihr, dass sie dort ihr Unglück finden wird. Hätte Fini gewusst, wie Recht er damit hat, wäre ihre Entscheidung wohl anders ausgefallen. Anfangs hilft Gusti der jüngeren Fini um Fuß zu fassen in der großen Stadt, doch Gusti hat sich verliebt und schämt sich ihrer ärmlichen Herkunft – so verheimlicht sie ihrem Freund, dem Opernsänger Joseph Pokorny, dass sie eine Schwester hat. Während sich Fini mehr schlecht als recht durchbringt, ist Gusti damit beschäftigt, Geld aufzutreiben, um den Wünschen des Herrn Opernsänger gerecht zu werden. Immer enger wird es für die beiden, doch als Fini die Bekanntschaft der vermögenden Maria Müller in einem Kaffeehaus macht, schmieden die beiden Schwestern einen perfiden Plan. Maria Müller wird schlussendlich ermordet aufgefunden, die beiden Huber-Schwestern verurteilt. Doch so ganz genau weiß man nicht, wer denn nun die Tat begangen hat. Gusti wird jedenfalls zum Tode verurteilt und Fini kommt für 5 Jahre in ein Gefängnis. Als Fini nach der Haftstrafe wieder nach Wien kommt, trifft sie mehr oder weniger zufällig wieder auf den Opernsänger Joseph Pokorny, der sich mittlerweile für jede Stadt, in der er gerade verweilt, einen anderen Namen zugelegt hat. Immer noch bestreitet dieser sein Leben durch Betrügereien und Heiratsschwindel. Außerdem möchte er aus dem Mordfall von damals ein Buch veröffentlichen lassen, um seinen Namen reinzuwaschen. Dafür setzt er seine aktuelle Heirats-Kandidatin auf Fini an, um herauszufinden was tatsächlich im Raxental damals passierte. Der Autor Franz Preitler gibt uns mit dem sehr gut recherchierten Kriminalfall einen Einblick in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Wie schwer es war, in der Großstadt Fuß zu fassen und wie viele daran gescheitert sind. Auch kann man Gusti keinen Vorwurf machen, dass sie dem Heiratsschwindler auf den Leim gegangen ist – sie hatte als Mädel vom Land sicherlich keine Menschenkenntnis und konnte sich vermutlich in ihren schlimmsten Träumen nicht vorstellen, wozu manche Menschen fähig sind. Das Buch erzählt abwechselnd aus den Perspektiven der Hauptakteure und gibt so einen guten Einblick und zeigt die Komplexität des Falles auf. Ebenso bleibt die Spannung bis zuletzt aufrecht und man kann sich denken, dass es hier noch zu einem besonderen Finale kommt. Der Schreibstil Preitlers ist der damaligen Zeit angepasst und manches Mal für heutige Leser etwas schwerfällig zu lesen. Doch nach einigen Seiten ist man mitten in der Geschichte und kann nicht mehr loslassen. Ein historischer Kriminalfall, der die Komponenten Gier, Liebe, Betrügereien und Lügen zur Grundlage hat, wodurch das Unglück vorprogrammiert ist. 5 Sterne