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Das Tor

Roman

Basma Abdel Aziz

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Beschreibung


Im post-revolutionären Orient bestimmt das Tor über das Schicksal der Menschen

Ein nicht näher benanntes Land im Nahen Osten: Seit der Niederschlagung der Revolution brauchen die Bürger für jede noch so kleine Kleinigkeit in ihrem Leben – sei es die Überweisung zum Arzt oder die Erlaubnis, Brot zu kaufen – die Genehmigung des Staates. Um die zu erhalten, müssen sie sich vor einem riesigen Tor anstellen, das angeblich jeden Tag nur einer gewissen Anzahl an Anträgen stattgibt. In Wirklichkeit aber öffnet sich das Tor niemals, und die Schlange der Menschen, die in der glühenden Hitze warten, wird länger und länger, ihre Verzweiflung immer grösser. Und doch will keiner von ihnen die Hoffnung aufgeben, dass das Tor eines Tages aufgehen wird ...

Basma Abdel Aziz wurde 1976 in Kairo, Ägypten, geboren. Sie arbeitet als Künstlerin, Schriftstellerin und Psychiaterin, wobei sie auf die Behandlung von Folteropfern spezialisiert ist. In ihrer Heimat setzt sie sich unermüdlich für den Kampf gegen Unterdrückung und Verletzung der Menschenrechte ein. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Autorin lebt in Kairo.

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 13.04.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-32046-8
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 20.8/13.8/2.8 cm
Gewicht 387 g
Originaltitel (The Queue)
Übersetzer Larissa Bender
Verkaufsrang 6208

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
3
3
5
1
1

Sesam öffne Dich
von einer Kundin/einem Kunden am 03.06.2020

Für das wunderschöne Cover ist das buerosued.de verantwortlich. Mit dem Schreibstil bzw. mit der Übersetzung konnte ich mich durchaus anfreunden, ich fand die Sprache zeitgemäß und vor allem unkompliziert, aber alles andere als sachlich. Der Roman ist in sechs Abschnitte gegliedert, sodass man ihn zügig lesen kann. Jeder Teil be... Für das wunderschöne Cover ist das buerosued.de verantwortlich. Mit dem Schreibstil bzw. mit der Übersetzung konnte ich mich durchaus anfreunden, ich fand die Sprache zeitgemäß und vor allem unkompliziert, aber alles andere als sachlich. Der Roman ist in sechs Abschnitte gegliedert, sodass man ihn zügig lesen kann. Jeder Teil beginnt mit einer Krankenakte über Yahya, ein 38-jähriger, unverheirateter Handelsvertreter. In dieser Dystopie geht es weniger um die einzelnen Charaktere, vielmehr um die Gemeinschaft als solche und die Gruppendynamik. Die Handlung konzentrierte sich auf die wartenden Menschen vor dem Tor. Das Individuum verblasst, alle ähneln einander immer mehr. Dieses Schicksal verbindet und lässt alle gleich werden. Das Schicksal jedes Einzelnen verliert an Bedeutung. Mich hat dieser Roman natürlich an den arabischen Frühling, aber auch an die ehemalige DDR erinnert. Die Geschichte spiegelt viele Details in einem Regimen wider und fängt auch gut das Denken und Handeln der Einwohner ein. Einen Rahmen der Ereignisse bildet der Arzt Tarik gemeinsam mit seinem Patienten Yahya. Trotz - oder gerade wegen meiner kritischen Bewerbung, hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut und siehe da, am Ende durfte ich zu meiner eigenen Überraschung feststellen, dass ich mit meinen Erwartungen gar nicht falsch lag. Das Tor ist wieder einmal ein Roman, der sensationell vermarktet wird, inhaltlich aber kaum der Rede wert ist? Falsch. Das Tor ist keine Dystopie, vielmehr eine Parodie auf den totalen Staat. Die Autorin macht sich über diejenigen Menschen lustig, die einfach alles befolgen und nichts hinterfragen. Wenn mir der Staat jede Entscheidung abnimmt und mich bevormundet, dann werde ich irgendwann nicht mehr in der Lage sein, selbständig zu denken und zu agieren. Dann werde ich nur noch glauben. Und hier wird der Glaubensstaat aufs Korn genommen. Daher trifft die Aussage im Klappentext, die Autorin habe mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor die Natur eines totalitären Staates durchleuchtet, vollkommen zu. Das Tor ist eine Erfindung des Regimes und dann will man auch noch eine Mauer um die Wartenden bauen, zu ihrem eigenen Schutz. Ja selbstverständlich, hurra! Man muss nicht unbedingt jeden Scherz in Anführungszeichen setzen, manchmal reicht es schon aus, einfach mal zwischen den Zeilen zu lesen, aber dieses Buch sollte man unbedingt gelesen haben lesen. Ich vergebe fünf Sternchen.

von einer Kundin/einem Kunden am 22.05.2020
Bewertet: anderes Format

Von Anfang an hofft und leidet man mit den Bürgern des fiktiven totalitären Staats mit. Es ist gleichermaßen eine Aufarbeitung der aktuellen Situation in einigen arabischen Ländern sowie ein furchteinflößendes Zukunftsszenario, das einen nach dem Lesen noch länger beschäftigt.

von einer Kundin/einem Kunden am 19.05.2020
Bewertet: anderes Format

Was, wenn man für alles eine Genehmigung des totalitären Regimes braucht und sich dazu in eine nicht endend wollende Warteschlange einreihen muss? Das wird dem Leser durch die verschiedenen Schicksale verdeutlicht. Ein "1984" Arabiens. Düster, beklemmend, warnend!

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