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Die verlorene Frau

Roman

Emily Gunnis

(38)
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Beschreibung

1960, Seaview Cottage: Die dreizehnjährige Rebecca und ihre Mutter leiden unter dem gewalttätigen Vater. In einer stürmischen Nacht pocht jemand an die Tür des abgelegenen Cottages. Wenig später sterben beide Eltern, doch die Umstände ihres Todes werden nie aufgeklärt.

2014, Chichester: Eine junge Mutter verschwindet spurlos mit ihrem todkranken Baby. Ihre Schwester Iris, eine Journalistin, soll sie so schnell wie möglich finden. Sie bittet ihre Mutter Rebecca um Hilfe – die ihr nie von der schicksalhaften Nacht vor über fünfzig Jahren erzählt hat. Doch nur mit dieser erschütternden Wahrheit kann es Iris gelingen, das Baby zu retten ...

Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. Mit ihrem Debutroman »Das Haus der Verlassenen« gelang ihr auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 11.05.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27289-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 22.1/14.4/3.8 cm
Gewicht 555 g
Originaltitel The Lost Child
Übersetzer Carola Fischer
Verkaufsrang 24518

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Spannende und dramatische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Schleswig am 05.07.2020

Unter dramatischen Umständen sterben 1960 die Eltern der dreizehnjährigen Rebecca im Seaview Cottage. Die Umstände dieser stürmischen Nacht konnten nie vollständig aufgeklärt werden. Im Jahr 2014 verschwindet eine Mutter mit ihrem neugeborenen, totkranken Baby. Ihre Schwester Iris so sie so schnell wie möglich finden und bittet... Unter dramatischen Umständen sterben 1960 die Eltern der dreizehnjährigen Rebecca im Seaview Cottage. Die Umstände dieser stürmischen Nacht konnten nie vollständig aufgeklärt werden. Im Jahr 2014 verschwindet eine Mutter mit ihrem neugeborenen, totkranken Baby. Ihre Schwester Iris so sie so schnell wie möglich finden und bittet ihre Mutter Rebecca um Hilfe. Diese hat jedoch nie viel von der tragischen Nacht vor fünfzig Jahren erzählt. Iris kann es nur gelingen das Baby zu retten, wenn sie die Wahrheit des damaligen Dramas erfährt. Der Autorin Emily Gunnis ist mit ihrem Roman um Rebecca und ihrer Familie ein rätselhaftes Drama gelungen. Das Buch beschreibt die Lebenslagen der Protagonisten um die Familie Waterhouse in verschiedensten Jahrzehnten. Eine tragische Geschichte mit Tiefgang, die hier präsentiert wird. Ein flüssiger Schreibstil macht diese Lektüre aus, die ich kaum aus der Hand legen konnte. Auch wenn ich mir hier recht schnell einige wichtige Dinge zusammen reimen konnte, hat das dieser interessanten Geschichte keinen Abbruch getan. Wer Drama und Tragik einer Familie nicht abgeneigt ist, der liegt mit diesem Roman nicht verkehrt.

Das Leid der Frauen
von Klaudia K. aus Emden am 04.07.2020

Der äußerst spannende Roman "Die verlorene Frau" von Emily Gunnis spielt in zwei Zeitebenen und erzählt von entsetzlichen Auswirkungen die der zweite Weltkrieg auf die Psyche der Menschen hatte. 1960, Seaview Cottage: Rebecca und ihre Mutter Harris leiden unter dem gewalttätigen Familienvater, der seit dem Krieg traumatisiert... Der äußerst spannende Roman "Die verlorene Frau" von Emily Gunnis spielt in zwei Zeitebenen und erzählt von entsetzlichen Auswirkungen die der zweite Weltkrieg auf die Psyche der Menschen hatte. 1960, Seaview Cottage: Rebecca und ihre Mutter Harris leiden unter dem gewalttätigen Familienvater, der seit dem Krieg traumatisiert an einer starken Kriegsneurose erkrankt ist. In einer stürmischen Nacht hört die 13 jährige Rebecca wie jemand im unteren Stockwerk an die Tür klopft und gleich darauf ein Streit unter den Eheleuten ausbricht. Ihr Vater schlägt unkontrolliert so lange auf seine Frau ein, bis sie schließlich tot ist. Gleich darauf hört man einen Schuss im Haus. Die näheren Umstände, die zu dieser Tragödie führten werden jedoch nie vollends aufgeklärt. Rebecca wächst in den nächsten Jahren bei Harvey, ihrem besten Freund, und dessen Vater auf. 2014, Chichester: Rerbecca wurde eine sehr erfolgreiche Kinderärztin, leidet jedoch unter dem Geheimnis, das sich um den schrecklichen gewaltsamen Tod ihrer Eltern rankt. Jessica, Rebeccas Tochter, ist hochschwanger und Harvey, ihr Vater, begleitet sie zur Entbindung in die Klinik, wo sie eine kleine Tochter Elizabeth zur Welt bringt. Der Säugling muss aufgrund einer akuten Infektion mit Antibiotika behandelt werden. Schon in der Nacht nach der Entbindung verschwindet Jessica spurlos mit dem Neugeborenen. Jetzt beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, der nur dann gewonnen werden kann, wenn Rebecca aus Liebe zu ihrer Tochter und ihrem Enkelkind das Geheimnis um die schlimmen Vorgänge in jener schicksalhshaften Nacht vor über fünfzig Jahren lüftet. Die Story eröffnet dem Leser über zwei Zeitebenen eine außergewöhnlich dynamische Sicht auf die spannenden und abgrundtief erscheinenden Vorgänge, die sich aus dem Schicksal geschundener und traumatisierter Seelen entwickeln. Die Charaktere der handelnden Personen sind authentisch, facettenreich und über ihre erstaunliche Tiefe absolut überzeugend. Die Story zeigt sich melancholisch und spiegelt in ihrer bedrückenden Atmosphäre eindrucksvoll die innere Welt der Protagonisten wieder. Die geschickt eingesetzte Erzählkunst der Autorin zieht den Leser unweigerlich in den Strudel der Geschehnisse und lässt ihn ganz besonders mit den weiblichen Romanfiguren Protagonistinnen bangen und hoffen. Emily Gunnis hat mit dem Roman "Die verlorene Frau", eine sehr bemerkenswerte Geschichte mit vielen atemberaubenden Facetten und beeindruckenden Perspektiven auf das Leben geschrieben. Die einmalige Atmosphäre, die von der Story ausgeht, wird seine Leser sofort gefangen nehmen. Das inhaltlich völlig überzeugende Werk lässt die Erzählstränge am Ende zu einem erstaunlichen Bild zusammenfließen. Viele historische Details lassen sich in dem sorgfältig recherchierten Roman entdecken und runden den ohnehin brillanten Gesamteindruck des Werkes ab. So schreibt die Autorin, dass reiche britische Ehemänner, die ihrer Frauen überdrüssig wurden, dies einfach und mit fadenscheinigen Begründungen in Psychiatrien einweisen ließen, weil eine Scheidung bis in die 1950er Jahre gesellschaftlich und juristisch schwierig zu verwirklichen war. In diesem Roman erfährt der faszinierte Leser, wie eine Frau ihr Leben in solcher Anstalt zu verbringen hatte. Für mich ist die Schriftstellerin einfach nur großartig, ich kann diese bemerkenswerte und bereichernde Lektüre uneingeschränkt jedem empfehlen. Einfach grandios. Einen herzlichen Dank an Heyne-Verlag für den unglaublichen Roman.

Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite
von Daniela Anders aus Eggenstein-Leopoldshafen am 02.07.2020

Nachdem für mich der Debutroman von Emily Gunnis („Das Haus der Verlassenen“) im letzten Jahr mein Lesehighlight war, habe ich mich jetzt mit großen Erwartungen auf „Die verlorene Frau“ gestürzt – und wurde nicht enttäuscht! Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefangen von dieser rätselhaften Geschichte, die mehrer... Nachdem für mich der Debutroman von Emily Gunnis („Das Haus der Verlassenen“) im letzten Jahr mein Lesehighlight war, habe ich mich jetzt mit großen Erwartungen auf „Die verlorene Frau“ gestürzt – und wurde nicht enttäuscht! Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefangen von dieser rätselhaften Geschichte, die mehrere Jahrzehnte umfasst. In den Kapiteln wird zwischen den Jahren hin und her gesprungen, es gibt viele Beteiligte und Handlungsstränge, was mir am Anfang die Orientierung ein wenig schwer machte und die eine oder andere Frage aufwarf. Doch mit der Zeit „entblätterte“ sich die Geschichte, öffnete sich, gab immer mehr von sich preis und die Zusammenhänge wurden deutlich. Nie war es vorhersehbar, die Wendungen sind einfach genial und wie sich am Ende alles zusammenfügt ist brillant. Emily Gunnis Schreibstil ist schlicht grandios. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt, was damals wirklich passiert ist und was die Tagebucheinträge von Rebecca´s Mutter aus den 50er Jahren noch alles offenbaren und mit hineinspielen in die Gegenwart. Ganz großes Kino, ein absolut fesselnder Aufbau und ein Buch, das den Namen Pageturner wirklich verdient hat.


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