Die goldenen Jahre des Franz Tausend

Roman

Titus Müller

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Beschreibung

Die wahre Geschichte des Franz Tausend weitet sich in diesem Roman zu einem Panorama Deutschlands in den 1920er und 1930er Jahren.

Schneidig, selbstbewusst, charmant – so erobert der aus armen Verhältnissen stammende Franz Tausend 1924 die Welt. Er behauptet, auf geheimnisvolle Art und Weise Gold in grossen Mengen herstellen zu können. Ultrarechte Patrioten und namhafte Industrielle wittern die Chance, mit diesem Gold die angestrebte heimliche Wiederaufrüstung finanzieren zu können, und strecken Tausend Geld vor. Als einige Anleger unruhig werden, ob es jemals Gold regnen wird, sorgen einflussreiche Politiker dafür, dass die Polizei einschreitet. Sie soll Franz Tausend aber nicht auf die Finger sehen, sondern ihn im Gegenteil vor den Anschuldigungen einer sich um ihr Geld geprellt sehenden Frau schützen.

Kommissar Heinrich Ahrndt, der diesen Auftrag erhält, ist zu gewissenhaft, um dieses Spiel dauerhaft mitzuspielen. Er wird nach Berlin strafversetzt, wo er den Pazifisten Carl Ossietzky beschatten soll ... Franz Tausend hingegen versucht sein Glück auf neue Weise, doch seine Wege und die des Kommissars kreuzen sich noch einmal: vor Gericht.

Titus Müller, geboren 1977, studierte Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift Federwelt, ein Jahr später veröffentlichte er seinen ersten historischen Roman, Der Kalligraph des Bischofs. Titus Müller ist Mitglied des PEN-Club und wurde u.a. mit dem C. S.-Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet. Für den Roman Nachtauge(Blessing, 2013) wurde Titus Müller 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt. Zuletzt erschienen die Romane Berlin Feuerland und Der Tag X.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 02.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-617-7
Verlag Blessing
Maße (L/B/H) 22.2/14.9/3.8 cm
Gewicht 568 g

Kundenbewertungen

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Ein Porträt einer verlogenen Zeit
von Denise H. am 22.11.2020

Mit großen Erwartungen bin ich an das Lesen dieses Buches heran gegangen. Nach "Der Tag X" war dieser Roman das zweite von Titus Müller geschriebene und mir gelesene Buch. Und der erst genannte Roman hat mich damals restlos begeistert. Wird es dieses hier auch schaffen? Teils, teils Eindringlich bewegt haben mich wieder d... Mit großen Erwartungen bin ich an das Lesen dieses Buches heran gegangen. Nach "Der Tag X" war dieser Roman das zweite von Titus Müller geschriebene und mir gelesene Buch. Und der erst genannte Roman hat mich damals restlos begeistert. Wird es dieses hier auch schaffen? Teils, teils Eindringlich bewegt haben mich wieder die historischen Begebenheiten, die wunderbar spannend, nah an den Figuren bzw. tatsächlich existenten Menschen und somit lebendig vermittelt werden. Es wurde eine gute Mischung verschiedener Charaktere gewählt. Der Hochstapler Franz Tausend, der sich als Chemiker verkaufte, der berühmte Literat Thomas Mann, der pazifistische Journalist Carl von Ossietzky und zuletzt der ehrbare Polizist Heinrich Ahrndt. Nach einem etwas holprigen Start durch das erste Kapitel, wurde ich bald in die Geschichte hinein gezogen. Fand mich stets wandelnd auf verschiedenen Wegen, was manchmal zu ein wenig Verwirrung führte. Ab und an habe ich mich gefragt, ob ein Handlungsstrang weniger für mehr Klarheit gesorgt hätte und gleichzeitig mehr Raum für Details gelassen hätte. Perfekt für Leser, die wissen wollen was damals war Die klare Stärke von Müllers Romanen, so auch hier, ist die historische Wiedergabe von Fakten im schicken, lesbaren Kleid. Ich liebe Bücher, die mir etwas Neues vermitteln und hier bekommt man so einiges geboten, was in der Weimarer Republik an Unrecht passierte. Etwas unzufrieden war ich letztlich damit, dass Franz Tausend insgesamt eine eher untergeordnete Rolle spielte. Dafür, dass er groß auf dem Cover prangt, ist er nicht unbedingt die Figur, die mir nach dem Lesen besonders im Gedächtnis geblieben ist. Das war eher Carl von Ossietzky. Über seine Bedeutung und seinen Mut war ich bisher nicht im Bilde, das hat sich zum Glück nun geändert. Fazit Trotz einiger Abstriche durch abschweifende Nebenhandlungen und dadurch etwas verstrickte Geschichten, spreche ich eine klare Leseempfehlung für "Die goldenen Jahre des Franz Tausend" aus. Man benötigt sicherlich eine Portion Interesse für Politik und einen gesunden Gemeinschaftssinn, um mit den Figuren mitzuhalten, aber man wird mit einer vielfältigen und lehrreichen Geschichte um die Machtergreifung der Nationalsozialisten in der Weimarer Republik belohnt, die einem aufzeigt, dass Unmenschlichkeit sich wiederholen kann, aber keineswegs sollte.

Berührende historische Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Friedensau am 17.08.2020

Titus Müller hat mit "Die goldenen Jahre des Franz Tausend" wieder einen sehr berührenden Roman geschaffen, der uns tiefgehende Einblicke gibt in persönliche und politische Entwicklungen von Menschen in Deutschland in den 1930er Jahren. Die vielschichtige Geschichte entsteht um Franz Tausend, der mit der Herstellung von Gold ... Titus Müller hat mit "Die goldenen Jahre des Franz Tausend" wieder einen sehr berührenden Roman geschaffen, der uns tiefgehende Einblicke gibt in persönliche und politische Entwicklungen von Menschen in Deutschland in den 1930er Jahren. Die vielschichtige Geschichte entsteht um Franz Tausend, der mit der Herstellung von Gold reich werden möchte und es in gewisser Weise schon ist, denn er hat bereits einige Anleger und Bewunderer gefunden, darunter einfache Leute aber auch einflussreiche Politiker. Der kritische Polizeikommissar Heinrich Ahrndt, der sich mit Betrugsfällen gut auskennt, wird sofort misstrauisch, doch er soll nicht etwa Franz Tausend das Handwerk legen, sondern einer jungen Mutter, die versucht ihr kleines bisschen Vermögen zu retten, um sich und ihre Kinder durchzubringen. Es ist Kommissar Ahrndt nicht gleichgültig was mit ihnen passiert und so nimmt die Geschichte einen anderen Lauf, als von seinen Vorgesetzten gewünscht. Der Einstieg in das Buch gelang mir nicht so leicht, da sich zu Beginn, viele neue Handlungsstränge auftun, die sehr interessant sind und im Laufe der Geschichte auch aufeinander Bezug nehmen und in Verbindung stehen, allerdings muss man sich erst einmal auf diese viele Abwechslung einlassen und sich Zeit nehmen beim Lesen. Das lohnt sich allerdings auf jeden Fall, denn dem Autor gelingt es auf wunderbare Weise diese verschiedenen und doch miteinander verbunden Geschichten und Schicksale sehr bildhaft darzustellen, so dass ich mich oft direkt in diese Zeit hinein versetzt fühlte. Neben Franz Tausend, der mir bis dahin nicht bekannt war, erfährt man einiges über Thomas Mann und seine Familie und vor allem über Carl von Ossietzky. Dessen Name war mir natürlich ein Begriff, aber hier einen so tiefen Einblick in sein Wirken und sein persönliches Leben zu erhalten, hat mich überrascht und stellenweise tief berührt. Obwohl ich schon einiges wusste über die Zeit der Weimarer Republik und danach, hat es mich doch wieder erstaunt und erschreckt mit welchen Mitteln sich hier eine üble Macht nach oben gekämpft hat und damit nicht nur durchgekommen ist, sondern viele Sympathiesanten und Mitstreiter gefunden hat. So schrecklich viele Geschehnisse auch waren, war es doch sehr gut zu lesen, dass nicht alle mitgemacht und einige alles riskiert haben, um dem entegegen zu treten. Titus Müller erzählt hier wunderbar die Geschichten der verschiedenen Personen und bringt somit dem Leser auf leichte Art und Weise geschichtliche Fakten näher, die einen so viel mehr berühren, als wenn man sie in einem Geschichtsbuch oder einer Dokumentation lernen müsste. Das Buch ist sicher nichts, um es eben mal wegzulesen, aber wunderbar geschrieben, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Erlebbare Geschichte
von Dreamworx aus Berlin am 05.07.2020

1924. Die Gier der Menschen beflügelt den Hochstapler Franz Tausend, der selbstsicher und überzeugend bei konspirativen Treffen vor seinem Publikum als Alchemist auftritt und ihnen verspricht, Gold herstellen zu können, um ihnen damit das Geld aus der Tasche zu ziehen, was ihm hervorragend gelingt. Doch es dauert nicht lange, da... 1924. Die Gier der Menschen beflügelt den Hochstapler Franz Tausend, der selbstsicher und überzeugend bei konspirativen Treffen vor seinem Publikum als Alchemist auftritt und ihnen verspricht, Gold herstellen zu können, um ihnen damit das Geld aus der Tasche zu ziehen, was ihm hervorragend gelingt. Doch es dauert nicht lange, dass die ersten Investoren nervös werden und ausgerechnet eine Frau aus ärmlichen Verhältnissen rückt seine Scharlatanerie in den Blickpunkt der Polizei vertreten durch Kommissar Heinrich Ahrndt. Dem wird von der Obrigkeit auf die Finger geklopft und schon bald entlassen. Ein Wink des Schicksals führt ihn von München nach Berlin, wo er den Auftrag hat, den aufrührerischen Journalisten Carl von Ossietzky zu beobachten, der dem deutschen Volk die Augen öffnen will über das, was hinter ihrem Rücken von den Regierenden bereits in Vorbereitung ist und daher der politischen Elite ein Dorn im Auge ist ebenso wie der Schriftsteller Thomas Mann… Titus Müller hat mit „Die goldenen Jahre des Franz Tausend“ einen sehr anspruchsvollen und informativen historischen Roman vorgelegt, der nicht nur die letzten Jahre der Weimarer Republik und das Erstarken der Nationalsozialisten exzellent recherchiert an den Leser bringt, sondern ihn auch durch das Wirken von eindrucksvollen Persönlichkeiten zu faszinieren weiß, die er in seiner Geschichte lebendig werden lässt. Der flüssige und atmosphärische Schreibstil versetzt den Leser schnell ins vergangene Jahrhundert in eine Zeit des Aufbruchs, in der die Demokratie durch die verqueren Ideologien erst einmal in der Versenkung verschwindet und die Tyrannei der Nazis Einzug hält, die von Meinungsfreiheit nichts hält und hart durchgreift. Müller lässt die „Goldenen Zwanziger“ vor dem inneren Auge des Lesers wieder lebendig werden. Durch wechselnde Perspektiven lernt der Leser die Hauptprotagonisten bestehend aus Carl von Ossietzky, Thomas Mann, Heinrich Arndt und Franz Tausend kennen, wobei Müller gerade mit den Nobelpreisträgern Mann und Ossietzky die Lage in Deutschland sehr gut wiederspiegelt. Während der Autor seine Geschichte spannend erzählt, versteht er es brillant, dem Leser die damalige Zeit vor Augen zu führen, die Zerrissenheit einer gebeutelten Nation, die nach einem verlorenen Krieg wirtschaftlich am Boden liegt und sich nach besseren Zeiten sehnt. Gerade die Verknüpfung mit belegten historischen Personen macht die Handlung dadurch noch authentischer. Die Charaktere sind so feinsinnig und detailliert ausgestaltet, dass der Leser sich mitten unter ihnen wähnt und sie bei der Lektüre genau vor Augen hat. Franz Tausend spielt in diesem Roman zwar eher eine Nebenrolle, doch mit seiner Cleverness, Charme und einer gewissen Raffinesse Betrug im großen Stil betreibt. Carl von Ossietzky hat sich dem kritischen Journalismus verschrieben, er war überzeugter Pazifist und den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge, was ihn schlussendlich auch ins KZ gebracht hat. Ossietzky ließ sich nicht verbiegen, war mutig und entschlossen, Missstände aufzudecken und der Bevölkerung die Augen zu öffnen. Thomas Mann war ebenso ein Kritiker, der allerdings vor allem an sich selbst zweifelte. Heinrich Ahrndt ist ein integrer Mann, dem Betrug und Falschheit ein Graus ist. Er besitzt eine gute Spürnase und folgt seinen Instinkten. Die Vermischung von fiktiven und belegten historischen Persönlichkeiten ist in diesem Roman besonders gut gelungen und unterstützt das Miterleben der Handlung. „Die goldenen Jahre des Franz Tausend“ ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, denn die historischen Fakten sind ausgezeichnet recherchiert und mit dem Leben von vier interessanten Protagonisten verknüpft. Für alle, die gerne in die Vergangenheit reisen und Geschichte hautnah miterleben wollen. Absolute Leseempfehlung!


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