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Schatten über Marrakesch

Ein Marokko-Krimi

James Leyden

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Beschreibung


Zwischen bunten Märkten und prunkvollen Riads stösst Karim Belkacem auf seinen ersten Fall

Marrakesch erlebt den heissesten Ramadan seit Jahren. Da wird mitten in der Medina – der pulsierenden Altstadt mit ihren engen Gassen und geschäftigen Souks – die Leiche einer leicht bekleideten Studentin gefunden. Der junge Polizist Karim Belkacem ist als erster vor Ort und stellt schockiert fest, dass die Tote eine Bekannte seiner Familie ist. Musste sie sterben, weil sie den Zorn eines fanatischen Sittenwächters weckte? Oder versteckt sich der Täter womöglich in einem der luxuriösen Stadtpaläste, in denen die wohlhabenden Touristen gerne absteigen? Karim beginnt zu ermitteln und entdeckt dabei uralte Geheimnisse und dunkle Machenschaften, die schon viel zu lange hinter den Mauern der Wüstenstadt im Verborgenen liegen.

James von Leyden wuchs in Durham auf und studierte Philosophie und Moderne Sprachen in Oxford. Er arbeitete dreissig Jahre lang als Werbetexter. 1985 reiste er zum ersten Mal nach Marokko und verliebte sich sofort in das Land – eine Liebe, die bis heute anhält. Mit seiner Familie lebt er abwechselnd in Lewes, East Sussex und im marokkanischen Qualidia.

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 11.05.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-42418-0
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 20.5/13.4/4.5 cm
Gewicht 613 g
Originaltitel A Death in the Medina
Übersetzer Jens Plassmann
Verkaufsrang 28119

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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prickelnd- pulsierendes Marrakesch
von buecherundgedanken aus Graz am 02.07.2020

Bücher über Markokko, speziell über Marrakesch ziehen mich magisch an. So auch dieser Kriminalroman mit dem einladenden Cover. „Schatten über Marrakesch“ von James von Leyden wird offiziell als Marokko-Krimi gehandelt, doch schon sehr bald stellte ich für mich fest,dass die Krimihandlung im Hintergrund steht. Vorrangig geht e... Bücher über Markokko, speziell über Marrakesch ziehen mich magisch an. So auch dieser Kriminalroman mit dem einladenden Cover. „Schatten über Marrakesch“ von James von Leyden wird offiziell als Marokko-Krimi gehandelt, doch schon sehr bald stellte ich für mich fest,dass die Krimihandlung im Hintergrund steht. Vorrangig geht es um das Leben in Marrakesch, um Araber, Chleuh (Berber) und ausländische Geschäftsleute, Touristen oder Gestrandete. Der Roman spiel zur Zeit des Ramadan, wodurch der Leser tiefe Einblicke in Traditionen, Rituale, Familienbande und Ehrgefühl bekommt. Das Buch beginnt im August 2011, vier Monate vorher gab es einen Bombenanschlag am Jemaa el Fna, der 17 Menschen das Leben kostete, darunter viele Touristen. In diese Zusammenhang spürt man auch, dass Dinge, die in Marrakesch passieren auch in Marrakesch bleibe sollen, auch wenn es sich den Tod einer jungen Frau handelt, um kein Aufsehen zu erregen und keine Touristen zu verschrecken. Man spürt, dass der Autor eine enge Beziehung zu Marrakesch hat und uns so mittels starker Bilder, Dialoge und auch Monologe direkt in das prickelnd- pulsierende Marrakesch eintauchen lässt. Der Erzählstil aus der Perspektive unterschiedlichster Menschen hat mir auch sehr gut gefallen.

Spannendes Setting
von Jashrin aus Baesweiler am 31.05.2020

Die Hitze hat Marrakesch fest im Griff. Trotzdem pulsiert die Stadt und insbesondere die Medina – die Altstadt – ist voller Leben. Touristen flanieren durch die Straßen und Einheimische gehen ihrem Tagewerk nach. Mitten in diesem Trubel wird die Leiche von Amina Talal gefunden, einer jungen marokkanischen Studentin, gekleidet i... Die Hitze hat Marrakesch fest im Griff. Trotzdem pulsiert die Stadt und insbesondere die Medina – die Altstadt – ist voller Leben. Touristen flanieren durch die Straßen und Einheimische gehen ihrem Tagewerk nach. Mitten in diesem Trubel wird die Leiche von Amina Talal gefunden, einer jungen marokkanischen Studentin, gekleidet in ein wenig sittsames rotes Kleid. Hat ihr westliches Auftreten ihren Mörder auf den Plan gerufen? Oder hat ihr Tod ganz andere Gründe? Der junge Polizist Karim ist zwar als erster am Tatort, doch offiziell darf er nicht ermitteln. Ein Kollege bekommt den Fall zugeteilt. Dennoch, Karim stellt trotz aller privater Herausforderungen eigene Ermittlungen an, denn zu seinem Schrecken kannte er das Opfer. Der britische Autor James von Leyden nimmt uns mit auf eine Reise nach Marokko. Man merkt sogleich, dass er sich sein Wissen über Land und Leute nicht nur angelesen hat; regelmäßig besucht er das Land und seine Liebe zu Marokko ist auf jeder Seite des Buches spürbar. Auch wenn ich noch nie in Marokko war, hatte ich Marrakesch sehr schnell, sehr lebendig vor Augen. James von Leyden beschreibt seine Charaktere und die Umgebung sehr genau. In Kays Riad würde ich durchaus selbst einmal gerne zu Gast sein Nach dem Fund der Leiche entwickelt sich der Kriminalfall allerdings nur langsam. Wir Leser erfahren sehr viel aus dem Leben von Karim. Wir begleiten ihn, wie er versucht alles auf einmal zu regeln. Als Familienoberhaupt muss er die Hochzeit seiner Schwester organisieren (und finanzieren), anderen Delikten nachgehen, sich bei seinen Ermittlungen zu Aminas Tod nicht erwischen lassen und natürlich die Regeln des Ramadans einhalten. Auch das Leben der (europäischen) Riadbesitzerin Kay wird in vielen Einzelheiten geschildert, ebenso das ihres langjährigen Freundes Sébastien de Freycinet, eines französischen Architekten. Die einzelnen Handlungsstränge greifen nach und nach immer mehr ineinander. Doch ebenso wie Karim müssen wir Leser uns sehr gedulden, um neue Erkenntnisse zu Amina zu erlangen. Alles geht in einem eher gemächlichen Tempo voran. Daher war der Kriminalfall für mich auch nicht übermäßig spannend, allerdings durch das ungewohnte Setting sehr interessant und daher zu keiner Zeit langweilig. Mein einziger Kritikpunkt gilt der Auflösung des Falls, der zwar an sich schlüssig ist, dennoch hätte ich mir ein zwei genauere Angaben zum Tathergang gewünscht. Leider kann ich nicht sagen, was mich genau stört, da ich sonst zu viel verraten würde. Insgesamt hat mir James von Leydens Krimi gut gefallen, auch wenn er für mich vorrangig durch die großartigen Beschreibungen der Eigenheiten von Land und Leuten besticht. Gekonnt präsentiert er eine Stadt zwischen Tradition und Moderne, in der manches Mal Welten aufeinanderprallen.

Der erste Fall für Karim Belkacem - Spannung in Marokko
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberursel am 31.05.2020

Marokko, Ramadan 2011: über Marrakesch herrscht eine Hitzewelle sondersgleichen, und in der Medina, der farbenprächtigen Altstadt, wird auf einem Handkarren die Leiche einer leichtbekleideten jungen Frau gefunden. Der junge Polizist Karim Belkacem ist als erster vor Ort und stellt schockiert fest, dass es die Tote kennt. Während... Marokko, Ramadan 2011: über Marrakesch herrscht eine Hitzewelle sondersgleichen, und in der Medina, der farbenprächtigen Altstadt, wird auf einem Handkarren die Leiche einer leichtbekleideten jungen Frau gefunden. Der junge Polizist Karim Belkacem ist als erster vor Ort und stellt schockiert fest, dass es die Tote kennt. Während seine und die Familie der Toten von ihm erwartet, dass er den Mörder findet, wird der Fall allerdings einem Kollegen übertragen, der anscheindend sehr unmotiviert ans Werk geht. Karim stellt eigene Nachforschungen an, und stösst dabei auf Korruption, dunkle Machenschaften und familiäre Geheimnisse. In diesem Roman verbinden sich mehrere Erzählstränge sehr geschickt ineinander. Während Karim gezwungen ist, den Mörder von Amina in seiner Freizeit aufzuspüren, ist er offiziell mit Ermittlungen zu Produkt- und Medikamentenfälschungen beschäftigt, und hat zudem einen Nebenjob als Nachtwächter auf einer Baustelle, auf der auch nicht alles mit rechten Dingen zugeht. In einem anderem Strang lernen wir die Engländerin Kay kennen, die einen Riad, ein traditionelles marokkanisches Gästehaus, betreibt, und ihren Noch-Lebensgefährten Sebastien, einen französischen Architekt, die beide in Marokko das Leben privilegierter Ausländer und Geschäftsleute führen. Doch die Wege von Karim und Sebastien sollen sich noch mehrfach kreuzen…. Auf 455 Seiten entfaltet sich dem Leser ein farbenprächtiger Roman, der mit viel Lokalkolorit und Liebe zu Marrakesch punktet. Der Autor hat selbst einen Wohnsitz in Marokko, und kennt sich in landestypischen Gebräuchen aus. Das Buch ist flüssig geschrieben und wie gesagt mit viel Liebe zu Land und Leuten, und teilweise hatte ich das Gefühl, mit Karim und seiner Familie in der Medina unterwegs zu sein. Das Buch weckt auf jeden Fall Reiselust und Fernweh! Ein klassischer Krimi war es für mich jetzt aber eher nicht. Natürlich, es gibt ein Verbrechen (nun ja, mehrere – ausser dem Mord noch Korruption, Missachtung von Bauvorschriften, sowie die Produktfälscherei), und Karim ist Polizist, aber blutige Szenen, Thrillermomente und Action halten sich in Grenzen. Im Gegenteil, es ist Ramadan, und das öffentliche Leben liegt teilweise am Boden. Auch auf dem Kommissariat ist der Elan der Ermittler eher auf unterem Level, bedingt durch das Fasten in brütender Hitze, das unter der religiösen Bevölkerung für Todesopfer sorgt. Auch Karim, durch zwei Jobs geplagt (die anstehende Hochzeit seiner Schwester ist so teuer, dass es ohne Zweitjob nicht geht), findet sich kurz vorm Nierenversagen am Tropf wieder. Für mich war es ein sehr spannender und faszinierender Einblick in eine doch fremde Kultur. Ich hab den Roman in fast einem Rutsch gelesen, und war gefesselt. Was mir auffiel: In den Passagen, die sich um die europäischen Protagonisten drehten, konnte ich mich sehr viel besser in diese hineinversetzen, auch wenn beileibe nicht alle sympathisch waren. Bei den Kapiteln, in denen es um die marokkanischen Protagonisten ging, gelang es mir weniger, mich in sie hinein zu versetzen. Wahrscheinlich weil es dem Autor auch nach Jahren im Lande ähnlich geht – vermute ich. Denn irgendwie habe ich da einen Abstand zu den „locals“ gespürt. Ich glaube, die kulturellen Unterschiede hat der Autor trotz augenscheinlicher Liebe zum Land nicht gänzlich überwunden. Marokko ist ein Land im Umbruch, jahrhundertealte Traditionen werden in die Moderne katapultiert, das sorgt für Spannungen und Probleme. Das kommt in dem Roman gut raus, keine Frage. Aber richtig verstehen können wir als Westler wohl nicht wirklich, wie die Berber und anderen ethnischen Gruppen im modernen Marrakesch ticken, und so wundern wir als Leser uns mit dem Autor, wie lax manche Vorschriften interpretiert werden, wie tief die Religion den Alltag immer noch prägt, und kommen den Protagonisten so nicht wirklich nahe. Das fand ich etwas schade, ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Ansonsten: klare Leseempfehlung für alle Bücherwürmer mit Fernweh!


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