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Alle außer mir

Roman

Francesca Melandri

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Beschreibung

Kennen Sie Ihren Vater? Wissen Sie, wer er wirklich ist? Kennen Sie seine Vergangenheit? Die vierzigjährige Lehrerin Ilaria hätte diese Fragen wohl mit »ja« beantwortet, und auch ihre Familie glaubte sie zu kennen – bis eines Tages ein junger Afrikaner auf dem Treppenabsatz vor ihrer Wohnung in Rom sitzt und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht: Attilio Profeti, das ist der Name ihres Vaters … Der aber ist zu alt, um noch Auskunft zu geben. Hier beginnt Ilarias Entdeckungsreise, von hier aus entfaltet Francesca Melandri eine schier unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen und ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft.

Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern für Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht. Mit ihrem ersten Roman »Eva schläft« wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr aktueller Roman »Alle, ausser mir« stand zehn Wochen lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 11.05.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71686-9
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18.8/12.4/4.5 cm
Gewicht 516 g
Originaltitel Sangue Giusto
Übersetzer Esther Hansen
Verkaufsrang 3544

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
18
2
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0

von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2020
Bewertet: anderes Format

Francesca Melandris sehr gut recherchierter Roman leistet einen aussergewöhnlichen Beitrag zur Aufarbeitung der italienischen Faschismus- und Kolonialgeschichte. Anhand einer Familiengeschichte über drei Generationen zeichnet sie das frühere und heutige Italien! Sehr lesenswert

Vergangenheit Italiens
von Io am 14.06.2020

Hervorragendes Buch, das die koloniale Vergangenheit Italiens beleuchtet und die derzeitige Situation der Flüchtlinge thematisiert. Spannend , humorvoll, mit liebenswerten Charakteren!! _____________________________________________________________________________________________________________________________________ Die Lehr... Hervorragendes Buch, das die koloniale Vergangenheit Italiens beleuchtet und die derzeitige Situation der Flüchtlinge thematisiert. Spannend , humorvoll, mit liebenswerten Charakteren!! _____________________________________________________________________________________________________________________________________ Die Lehrerin Ilaria, eine Mittvierzigerin, stammt aus einer wohlhabenden römischen Familie und lebt im sechsten Stock eines Wohnhauses ohne Lift in einer herunter gekommenen Siedlung auf dem Esquilin, einem der Hügel Roms inmitten von Nachbarn aus aller Herren Länder. Ihr geliebter Vater Attilio Profeti ist fünfundneunzig und zunehmend dement, ein pensionierter Beamter mit besten Beziehungen in die Politik, der jahrzehntelang ein Doppelleben geführt hat. Außer seinen drei ehelichen Kindern gibt es noch Attilio, den Sohn, den er mit seiner Geliebten Anita hat, und von dem seine Familie lange Zeit nichts weiß. So lange Ilaria denken kann, hat ihr Vater sie jeden Morgen mit dem Auto zur Schule gebracht. Obwohl sie wegen seiner Unpünktlichkeit oft zu spät gekommen war, wäre ihr niemals in den Sinn gekommen, ihr Vater könnte unmittelbar vorher ihren Halbbruder ebenfalls zur Schule gebracht haben. Doch so war es. Dann ließen sich ihre Eltern scheiden und ihr Vater lebt nun mit Anita zusammen, die ihn liebevoll umsorgt. Als eines Tages ein junger Mann aus Äthiopien vor Ilarias Tür steht und behauptet, ihr Neffe zu sein, ist das der Beginn einer Reise in die Vergangenheit ihres Vaters. Ilaria erfährt, dass ihr Vater während der Zeit des Faschismus, als Italien unter Mussolini Äthiopien erobert und in einem grausamen Krieg zur Kolonie gemacht hat, in dem afrikanischen Land stationiert war und dort eine Familie gegründet hat….

Spannende Facts, gut recherchiert, literarisch kein Highlight
von Samy Bill aus Jenaz am 04.06.2020

Die Aufarbeitung der Vergangenheit des italienischen Kolonialismus in diesem Buch ist drastisch, realistisch und faktengetreu. Der Plot mit der Familie von Attilio Profetti allerdings ist eher bemühlich und trägt nicht viel zum Lesegenuss bei. Literarisch ist das kein Hammer, aber der Inhalt ist empfehlenswert und lohnt die Le... Die Aufarbeitung der Vergangenheit des italienischen Kolonialismus in diesem Buch ist drastisch, realistisch und faktengetreu. Der Plot mit der Familie von Attilio Profetti allerdings ist eher bemühlich und trägt nicht viel zum Lesegenuss bei. Literarisch ist das kein Hammer, aber der Inhalt ist empfehlenswert und lohnt die Lektüre.


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