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Rivenports Freund

Roman

Damiano Femfert

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Beschreibung

Argentinien, 1952. Wie aus dem Nichts taucht in der verschlafenen Kleinstadt S. ein junger Mann auf. Er ist schwer verletzt, hat nichts als seine Kleider am Leib und scheint sein Gedächtnis verloren zu haben. Nur einen Namen wiederholt er immer wieder: Kurt.
Doktor Rivenport, der Direktor des örtlichen Krankenhauses, ist über die Einlieferung des neuen Patienten gar nicht erfreut. Er stört sein geruhsames Leben im perfekten Gleichgewicht zwischen den Pflichten als Arzt und seiner Passion: dem Fangen und Präparieren von Schmetterlingen. Am liebsten würde er Kurt gleich wieder loswerden, doch das ist nicht so einfach. Polizei und Lokalpolitik kommen mit ihren Untersuchungen nicht weiter. Die Nonnen, die Kurt zunächst aufgenommen haben, setzen ihn vor die Tür. Rivenport bleibt keine andere Wahl, als seinen ehemaligen Patienten bei sich zu Hause aufzunehmen. Langsam wächst seine Faszination für Kurt, und er beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Diese führen ihn schliesslich zurück in die jüngste Vergangenheit der europäischen Geschichte. Ist Kurt einer der vielen Deutschen, die ins Land gekommen sind? Ist er Opfer oder Täter? Und was würde das für ihre Freundschaft bedeuten?

Damiano Femfert, geboren 1985, in Deutschland und Italien aufgewachsen, hat Theaterstücke, Drehbücher zu Kurzfilmen, Spielfilmen, einem Dokumentarfilm und mehrere Reise-Artikel geschrieben, die u. a. in der Frankfurter Rundschau und Neuen Zürcher Zeitung erschienen sind. Neben seiner Schreibtätigkeit ist er in der Kunstszene als Kurator aktiv und als Dozent in Rom, wo er auch lebt. »Rivenports Freund« ist sein erster Roman.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 04.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89561-077-6
Verlag Schöffling
Maße (L/B/H) 21.1/13.6/3 cm
Gewicht 453 g
Abbildungen Umschlagbild unter Verwendung eines Gemäldes von Albrecht Dürer
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 27227

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 16.04.2020
Bewertet: anderes Format

Ein namenloser unter völliger Amnesie leidender Fremder verzaubert nach und nach die Menschen des Städtchens S.. Inklusive Rivenport. Seine Naivität, kindliche Freude brechen alle Mauern. Aber das Geheimnis muss gelöst werden. Leichtfüßig, nachdenklich.

„Wer war er wirklich? Seine Vergangenheit oder seine Gegenwart?“
von einer Kundin/einem Kunden am 24.03.2020

Westliches Argentinien in den 1950er Jahren. Ohne ein ordentliches Frühstück fängt der Tag für Doktor Rivenport, Leiter des örtlichen Krankenhauses, schlecht an. Wenn er sich in den frühen Morgenstunden nicht für einige Zeit seiner geheimen Leidenschaft - der Entomologie - widmen kann, sowieso. Als dann auch noch ein medizinisch... Westliches Argentinien in den 1950er Jahren. Ohne ein ordentliches Frühstück fängt der Tag für Doktor Rivenport, Leiter des örtlichen Krankenhauses, schlecht an. Wenn er sich in den frühen Morgenstunden nicht für einige Zeit seiner geheimen Leidenschaft - der Entomologie - widmen kann, sowieso. Als dann auch noch ein medizinischer Notfall im Krankenhaus seine umgehende Anwesenheit erforderlich macht, ist so gut wie sicher - der Tag ist endgültig im Eimer. Ein Mann in zerschlissener Kleidung, ohne Papiere, dehydriert, unterernährt und verletzt, wird bei der Straße zum Paso de Jama von einem Feldarbeiter gefunden. Im Krankenhaus wird er medizinisch versorgt. Weder spricht er, noch scheint er zu verstehen. Über die Herkunft und Absichten des Mannes, auch darüber, wie er verletzt wurde, kann deshalb nur spekuliert werden. Ein desinteressierter Kommissar, dem Fälle am liebsten sind, die sich von selbst lösen, ist wenig hilfreich. So scheitern alle Versuche, herauszufinden, wer der Mann ist, ebenso, wie Rivenports Ansinnen, ihn nach seiner vollständigen Genesung loszuwerden. Er ahnt es schon, die ganze Angelegenheit bleibt an ihm hängen. Schließlich erklärt sich zunächst das Kloster bereit, den geheimnisvollen Fremden aufzunehmen. In der Obhut der Nonnen entdeckt der Fremde seine Begeisterung für Gartenarbeit. Dennoch ist er ein Schöngeist, spielt himmlisch Klavier. Zögerlich beginnt er zu sprechen und erklärt, sein Name sei Kurt. Rivenport, der sich mit ihm anfreundet und weiterhin interessiert an Kurts Hintergrund ist, stellt erneut Nachforschungen an… Damiano Femfert erzählt in seinem fabelhaften Debut die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, widmet sich den Themen Identität, Schuld und Vergebung. Ein wunderbarer Roman nebst grüblerischen Ende. Klassisch-elegant anmutend, leise mit subtilen Witz erzählt.

Wer ist Kurt?
von einer Kundin/einem Kunden am 24.03.2020

Völlig überraschend wird Krankenhausdirektor Rodrigo Rivenport zu einem Notfall gerufen, der ihm nichts als Fragezeichen beschert. Blondschopf Kurt - wie er sich später selbst nennt - ist mit seinem Auto inmitten eines gefährlichen Gebirgspasses beinahe tödlich verunglückt und hatte mehr als nur einen Schutzengel, um diesen Unfa... Völlig überraschend wird Krankenhausdirektor Rodrigo Rivenport zu einem Notfall gerufen, der ihm nichts als Fragezeichen beschert. Blondschopf Kurt - wie er sich später selbst nennt - ist mit seinem Auto inmitten eines gefährlichen Gebirgspasses beinahe tödlich verunglückt und hatte mehr als nur einen Schutzengel, um diesen Unfall zu überleben. Das Problem an der Sache ist: Kurt kann sich an nichts erinnern und auch die Fähigkeit zur Sprache scheint sehr in Mitleidenschaft gezogen zu sein. Lediglich anhand seiner blonden Haarfarbe, der hellen Haut und blauen Augen ist sich Rivenport sicher, dass Kurt keinesfalls gebürtiger Argentinier sein kann. Doch was verschlägt ihn in den tiefen Norden Argentiniens? Mehr noch, warum um alles in der Welt wählte Kurt den gefährlichsten Pass, um in das Land einzudringen? In seinem Debüt fasziniert Damiano Femfert mit einer Erzählung, die sich den eindringlichsten Fragen der menschlichen Identität widmet. Kurts Charakterzeichnung ist trotz seines sprachlichen Handicaps so detailreich, liebevoll und gleichzeitig mysteriös, dass man immer weiter lesen möchte, um zu wissen, was wirklich mit Kurt geschehen ist. Dabei wartet Femfert mit so einigen Wendungen auf, die ich so nicht habe kommen sehen und mich absolut überrascht haben. Auch sein Erzählstil ist erfreulich flüssig und zeugt von intelligentem Witz und Humor. Insbesondere die Gedankengänge Rivenports haben mich trotz des ernsten Grundthemas des Romans mehrmals laut auflachen lassen und mir sehr unterhaltsame Lesemomente beschert.


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