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Alles ist Dada

Emmy Ball-Hennings

Fernando González Viñas, José Lázaro

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Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Emmy Ball-Hennings war Schriftstellerin und Dichterin, nebenbei galt sie als Muse der Literaten und Künstler der avantgardistischen Bohème-Szene, die sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Berlin und München entwickelte.
Sie schrieb Gedichtbände und Romane, kam aber aufgrund ihrer prekären Lebensumstände häufig mit dem Gesetz in Konflikt.

Nach einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe emigrierte sie in die Schweiz. Gemeinsam mit Hugo Ball gründete Emmy Hennings im Jahre 1916 mit dem Zürcher „Cabaret Voltaire“ die Geburtsstätte der Dada-Bewegung.

Die zu Unrecht Vergessene, wenn es um diese Zäsur in der Kunstgeschichte geht, hielt das „Cabaret Voltaire“ wirtschaftlich durch ihre Tätigkeit als Sängerin und ihre anziehende Ausstrahlung am Laufen.

Fernando Gonzáles Viñas und José Lázaro erzählen in „Alles ist Dada“ die Geschichte eines Lebens, das in seiner Radikalität vollkommen aus der Zeit gefallen zu sein schien.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 232
Erscheinungsdatum 01.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96445-034-0
Verlag Avant-verlag GmbH
Maße (L/B/H) 23.5/17.5/2.2 cm
Gewicht 588 g
Originaltitel El Angel Dada
Auflage 1
Übersetzer Andre Höchemer
Verkaufsrang 64914

Kundenbewertungen

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Was für eine tolle Graphic Novel
von einer Kundin/einem Kunden aus Villach am 25.06.2020

Emmy Ball-Hennings hat gemeinsam mit ihrem Mann, Hugo Ball, 1916 in Zürich das Cabaret Voltaire gegründet. Es bestand nur ein paar wenige Monate, jedoch war das ausreichend, um den Grundstein für die Dada-Kunst zu legen. Wie jedoch so oft, wenn Frauen einen großen Beitrag leisten, wird das leicht vergessen, unter den Tisch gekeh... Emmy Ball-Hennings hat gemeinsam mit ihrem Mann, Hugo Ball, 1916 in Zürich das Cabaret Voltaire gegründet. Es bestand nur ein paar wenige Monate, jedoch war das ausreichend, um den Grundstein für die Dada-Kunst zu legen. Wie jedoch so oft, wenn Frauen einen großen Beitrag leisten, wird das leicht vergessen, unter den Tisch gekehrt und die Männer schmücken sich mit ihren Federn. Diese Graphic Novel erinnert an Emmy Ball-Hennings und ihre Leistungen zur Dada-Kunst. Emmy Hemmings hatte wahrlich kein einfaches Leben. Sie beschloss, nach dem Tod ihres Vaters 1901, Schauspielerin zu werden. Sie tourte durch Deutschland, war ein gefeierter Star und Muse vieler namhafter Künstler. Es gab aber auch Zeiten, da war das Geld knapp und sie musste dafür das Bett mit Männern teilen, aber auch ihre Morphium- und Äthersucht war kostspielig. Weiters musste sie auch sechs Wochen im Gefängnis verbringen, diese Zeit brachte sich auch literarisch zu Papier. Als der Erste Weltkrieg in Europa ausbrach, floh sie mit ihrem Freund Hugo Ball in die Schweiz. Dort versuchten sie der Literatur und Kunst einen Rahmen zu geben und gründeten das Cabarett Voltaire. Jene Kunst, die dort gezeigt wurde, wurde als Dada bezeichnet. Sie passte in kein bis dahin gekanntes Schema. Diese Kunst sollte provozieren, exzentrisch sein und musste nicht unbedingt gefallen. Die Graphic Novel ist nur in schwarz-weiß, wie mit Bleistift gezeichnet. Es ist ein sehr nüchterner und klarer Zeichenstil und lebt vor allem davon, dass Gesichtsausdrücke die Stimmung in dem Buch spiegeln und diese ist oft sehr düster. Ich habe diese GN auf einen Sitz weggelesen, denn sie war so interessant und vieles für mich neu. Der Schreibstil in Kombination mit den Zeichnungen lassen sich so gut lesen und am Ende hat man eine interessante, starke Frau kennengelernt, der leider zu wenig Beachtung geschenkt wurde.


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