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Nils geht

Jugendroman

Gabi Kreslehner

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Beschreibung

Täter, Opfer und die schweigende Mehrheit

Wenn Menschen in Gruppen agieren, Zeit verbringen, miteinander tun müssen, entstehen schnell soziale Schichtungen: Da gibt es etwa jene, die den Ton angeben und die Richtung weisen. Oder jene, die im Schatten solcher an Aufmerksamkeit gewinnen können. Es gibt die lauten Polterer und die stillen Strategen. Es gibt die schweigenden Beobachter oder auch jene, die sich aus allem raushalten. Und es gibt die Fussabstreifer, die Zielscheiben – an denen abgearbeitet wird, woran es an anderen Stellen mangelt.
Genau diese Gruppierungen lassen sich auch in der Klassengemeinschaft einer Privatschule finden – Abbild der Gesellschaft im Kleinen, sozusagen. Hier sind es „die schrecklichen Vier“: grossteils Kinder reicher Eltern, gewohnt, die Zügel in der Hand zu halten, „oben“ zu sein, die dafür nötige Gefühlskälte an den Tag zu legen. Und sie haben ein klares Opfer: Nils. Und da gibt es auch noch Sara, die dazwischen steht, sich selbst retten will und daher schweigt, als sie eigentlich reden sollte. Wer trägt welche Verantwortung? Wo hört Selbstschutz auf, wo fängt Zivilcourage an?
Es sind die grossen gesellschaftlichen Fragen, die komplexen Probleme des sozialen Miteinanders, die Gabi Kreslehner in ihrem neuen Jugendroman literarisch gekonnt abhandelt. Dabei unterbricht sie den Erzählfluss immer wieder durch Verhöre der Polizeipsychologen, gibt damit eine Vorahnung, worauf die Handlung letztlich hinausläuft, aber auch sensible Einblicke in die seelische Verfasstheit und die Beweggründe der Jugendlichen. Zeigt dabei, wie schwierig manchmal Mut sein kann, wie tief Worte schmerzen können und was letztlich stets die treibende Kraft hinter allem ist: die Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung und Respekt.

Man konnte nicht davonlaufen. Vor fast nichts …

Tipps:
gesellschaftliche Systeme und Prozesse
die Kraft und Macht von Wörtern

GABI KRESLEHNER, geb. 1965, Autorin, Lehrerin, Theaterpädagogin. Schreibt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Ihr Jugendroman „Charlottes Traum“ wurde unter dem Titel „Beautiful Girl“ (2015) verfilmt. Beim Tyrolia-Verlag ist von ihr bereits der Jugendroman „PaulaPaulTom ans Meer“ (2016) sowie das Bilderbuch „Duhuu? Hast du mich lieb?“ (2017; Illustration: Verena Ballhaus) erschienen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Altersempfehlung 13 - 16
Erscheinungsdatum 01.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7022-3843-8
Verlag Tyrolia
Maße (L/B/H) 21.1/14.4/2 cm
Gewicht 368 g
Verkaufsrang 8943

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Realistisches wiedergegebenes Thema
von Nicole aus Nürnberg am 17.05.2020

Meine Meinung zum Jugendbuch: Nils geht Inhalt in meinen Worten: Nils wird in der Schule geärgert. Er ist der typische Opfermensch. Will er aus der Rolle ausbrechen, sicherlich. Doch er macht viel zu viel mit sich selbst aus, also ist es kein Wunder, das er irgendwann abhaut. Doch was passiert dazwischen? Das mei... Meine Meinung zum Jugendbuch: Nils geht Inhalt in meinen Worten: Nils wird in der Schule geärgert. Er ist der typische Opfermensch. Will er aus der Rolle ausbrechen, sicherlich. Doch er macht viel zu viel mit sich selbst aus, also ist es kein Wunder, das er irgendwann abhaut. Doch was passiert dazwischen? Das meine lieben Leser, dass müsst ihr selbst herausfinden. ACHTUNG SPOILER!!! Wie ich das Gelesene empfinde: Ich finde es stark wie das Buch beginnt, das es keine Kapitel an sich gibt, und meine Neugierde wurde durch den Schreibstil ganz klar geweckt. Denn wann sitze ich schon mal einer Befragung bei der Polizei so mit bei? Dank dieser Geschichte eben schon. Denn Sara und Jo werden befragt, was geschah, warum Nils auffällig wurde, wo Nils stecken könnte. Dazwischen lese ich vom Schulwesen und wie Nils dank einem Lehrer eine Freundin findet, wie er seinen Weg geht, als Eigenbrödler, als Mensch der Niemand gern an sich heran lässt, der auffällt und nur eines will, seine Ruhe. Von Mitschülern die alles andere als nett sind, wobei es gibt die Clique der fünfen, und dann noch Sara und Mila. Mila ist in der Clique mit drin, aber das hat einen ganz anderen Grund als die Clique und die Jungs selbst. Wichtige Szene: Die wichtigste Szene ist die, wo Nils wirklich wegrennt, und was er vorher tut. Denn eigentlich währt er sich nur, doch ist dass der richtige Weg? Diese Frage müsst ihr euch selbst überlegen. Das Buch endet übrigens offen, was ich richtig gut finde, denn wie oft wird aus Mobbingopfer in Bücher die Stars, und das ist meist ziemlich der Realität fern. Deswegen ja es gibt diese zwei wichtigen Szenen, zumindest für mich, die mich innehalten lassen und überlegen lassen, wie es wohl weiter gehen könnte und kann. Spannung: Obwohl die Geschichte wirklich nur wenige Seiten hat, so hat sie es in sich. Denn allein die Befragung bei der Polizei mutet fast schon an eine Theateraufführung, was ich im Unterpunkt Schreibstil beantworte warum das so ist. Sie ist spannend durch die Unterbrechungen, durch die verschiedenen Facetten und durch den zweiten Teil fast am Ende der Geschichte, wo ich mit Nils alleine bin. Ja das Buch ist nicht wie jedes andere Buch aber dafür umso spannender und tiefer gehend. Schreibstil: Wie schon erwähnt sitze ich direkt am Anfang in einer Befragung, diese findet bei der Polizei statt, zumindest gehe ich davon aus, jedoch mutet diese Befragung zum Teil wie Theateraufführung auf mich. Was daran liegt, das Pausen die entstehen und entstehen sollen auch ausgeschrieben werden, daran, das Cut da steht, wenn es wieder in die Befragung geht und dazwischen gibt es eine Handlung, die auch in einer anderen Schriftart dargestellt wird. Das ist wirklich coole Gestaltung und hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen. Auch wenn es zum Teil hart war, wie das Mobbing dargestellt wird. Thema: Mobbing. Ein Thema das man nicht totschweigen darf, was man noch weniger darf es unrealistisch darstellen, wie es oft der Fall in Büchern ist, sondern es muss auch mal realistisch und hautnah dargestellt werden und das gelingt diesem Buch. Was mich wirklich berührt hat. Gut empfand ich, das Nils sich wehren wollte, den Weg dagegen fand ich nicht recht. Denn Gewalt erzeugt immer Gegengewalt. Charaktere: Nils ist der Hauptakteur, auch wenn er am meisten zu wenig zu Wort kommt. Sara ist die Mitläuferin die aber wach wird und Mila ist die, die Freundschaft lebt aber in der falschen Gruppe unterwegs ist, erst nach und nach erfahre ich, warum sie immer im Garten von den Mobbern ist. Doch eigentlich ist nur einer wirklich „böse“. Ich denke jedoch wenn man genauer hinsieht dann sieht man auch dem seine Einsamkeit, auch wenn diese ganz anders aussieht als bei Nils. Es geht um Jo. Er ist auch derjenige der die Clique anführt. Empfehlung: Die Geschichte sollte als Klassenlektüre ausgelegt werden, sie sollte in so viele Hände wie nur möglich und helfen das aufzufangen was kaum aufzufangen ist. Denn Täter werden Opfer und Opfer oft genug zum Täter. Doch wie kann man den Kreislauf durchbrechen, wie kann man es schaffen, den Jugendlichen eine Hilfe zu sein, sollte man wegsehen, wenn das Opfer das sagt oder nicht erst recht hinsehen und anpacken? Diese Frage wirft dieses Buch auf. Die Frage ist, was macht die Lektüre mit dir? Mich riss sie mit, sie drang in mein Herz und stülpte manches gedachte noch einmal neu um. Deswegen klare Leseempfehlung und das am besten für alle. Egal ob jung oder alt, egal ob Mädchen oder Junge, es ist lesenswert. Bewertung: Ich gebe der Geschichte fünf Sterne. Obwohl sie schon zum Teil unter die Haut ging und ich die Lösung von Nils nicht so bedingt gut finde, letztlich ist die Frage was macht man am Ende damit? Und genau das hat mich auch dazu gebracht dem Buch fünf Sterne zu geben, denn ich denke über die Lektüre noch Stunden später nach und die Geschichte geht nach.

Nils geht – ein aufwühlender Jugendroman zum Thema Mobbing
von einer Kundin/einem Kunden aus Tulfes am 05.05.2020

Zum Inhalt: In seiner Klasse nennt ihn jeder Detlev. Obwohl er eigentlich Nils heißt. Warum? Weil die Mitschüler es können. Das „schreckliche Quartett“, die „fürchterlichen Vier“, sie bestimmen alles in der Klasse und sie bestimmen auch, welchen Platz Nils in dieser strengen Hierarchie einnehmen darf: Einen Platz ganz unten, al... Zum Inhalt: In seiner Klasse nennt ihn jeder Detlev. Obwohl er eigentlich Nils heißt. Warum? Weil die Mitschüler es können. Das „schreckliche Quartett“, die „fürchterlichen Vier“, sie bestimmen alles in der Klasse und sie bestimmen auch, welchen Platz Nils in dieser strengen Hierarchie einnehmen darf: Einen Platz ganz unten, als Fußabtreter und Müllschlucker. Als Nils sich mit der begehrenswerten Mila anfreundet, die doch eigentlich zu Jo gehören soll, arten diese Alltagsschikanen zusehends aus, werden zu einer Generalabrechnung an Nils, dem Sündenbock. Keiner unternimmt etwas, selbst die Lehrer und der Direktor sehen weg, agieren passiv. Die gewalttätigen und zutiefst demütigenden Handlungen werden gefilmt und ins Netz gestellt. Bis sich Nils wehrt und die Situation eskaliert… Gabi Kreslehner beschreibt in ihrem Buch sehr klare Strukturen: Hier die Täter, kühl, distanziert, mitleidlos, grausam, auf der anderen Seite das wehrlose „perfekte“ Opfer. Irgendwo dazwischen die Mitschüler, die alles sehen, sehr viel wissen, die auch ahnen, dass das Verhalten der Mobber nicht in Ordnung ist. Die aber dennoch schweigen. Aus Angst, selbst die nächsten Opfer zu sein. Aus Mangel an Empathie. Und auch aus einer gewissen Trägheit der Masse heraus: Warum soll ich handeln, wo es doch so viele andere auch könnten? Daneben schließlich die Erwachsenen als Wegseher, scheinbare Nichtwisser, die ausblenden, Spannungen nicht ansprechen und die Verantwortung abgeben. Mit Hilfe von Perspektivenwechseln wird dabei aus der Sichtweise der einzelnen Mitschüler und Lehrer berichtet. Dies weicht die eben genannten Strukturen etwas auf. Der Leser erfährt, dass auch die Täter Angst haben, nicht dazu zu gehören. Dass auch sie ihre weichen Momente erfahren, in denen sie sich nach Liebe sehnen, bei Kränkung oder Enttäuschung aber nicht in der Lage sind, ihren Frust adäquat abzubauen. Und dass sich auch viele Mitschüler fürchten, ebenso wie die Erwachsenen. Damit komme ich auf einen wesentlichen Mangel dieses Buches zu sprechen: Die Erwachsenen werden in diesem Buch ausschließlich als wegsehend, Verantwortung abgebend oder die Vorfälle verharmlosend dargestellt. Die Mutter ist überfordert. Selbst der Direktor „will keine schlafenden Hunde wecken“ und Konsequenzen ergreifen. Lediglich eine Lehrerin empört sich kurzfristig, wird aber zum Verstummen gebracht. Diese Botschaft empfinde ich als äußerst entmutigend, insbesondere für einen jungen Menschen, der sich womöglich gerade selbst in einer solchen Mobbingsituation befindet und zu diesem Buch griff, um Trost zu erhalten oder einen Ausweg zu finden. In Realität ist das Phänomen Mobbing inzwischen bei den meisten Schulen und Pädagogen angekommen. Es gibt externe Mobbingberater, Schulpsychologen, Schulärzte, Vertrauenslehrer, die alle sehr bemüht sind zu helfen. Sie alle wissen: Mobbing kann nicht von einer Einzelperson gestoppt werden, wohl aber von einer Gemeinschaft. Daher sage ich: Doch, es gibt Hilfe. Es gibt Erwachsene, die sich nicht fürchten, sondern beherzt handeln. Nicht in diesem Buch. Wohl aber in der Realität. Einen Punkt Abzug bekommt dieses Buch auch für den dick gedruckten Spruch auf dem Cover: „Egal wo, wenn du das perfekte Opfer bist, dann bist du es überall“. Dies klingt völlig ausweglos und entmutigend: Bist du ein Opfer, bleibst du ein Opfer. Tatsache ist aber, dass es das „typische Mobbingopfer“ nicht gibt. Zwar können bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie Geschlecht, Hautfarbe, soziale Herkunft oder bestimmte Verhaltensweisen Mobbing begünstigen, treffen kann es aber prinzipiell jeden. Ebenso wenig konnte bisher ein Täterprofil mit charakteristischen Merkmalen gefunden werden, das Voraussagen über Mobbinghandlungen zulässt. Neben den bereits genannten Kriterien spielen immer auch noch unzählige andere Faktoren, wie etwa die Gruppendynamik, die Gruppenstrukturen, Zivilcourage nicht vorlebende Erwachsene, unfaire Behandlungen, die eine Kettenreaktion auslösen, Neid, Frust etc. eine wichtige Rolle und haben Einfluss darauf, ob und wenn ja, wer in die Position des Sündenbocks gerät. Daher: Nein, es gibt nicht das perfekte Opfer, und bist du es an einem Ort, musst du es nicht auch an einem anderen sein. Niemand sollte sich in diese Rolle fügen, sondern sich bewusst und aktiv Hilfe suchen. Denn im Normalfall gibt es Ansprechpartner. Es gibt Schulpsychologen, Beratungslehrer, vielleicht auch Außenstehende, die Zivilcourage beweisen. In diesem Buch fehlt mir allerdings auch eine Auflistung von möglichen Anlaufstellen bei Mobbing im Anhang. Fazit: Ein Buch mit kleinen Mängeln. Einerseits berührend und fesselnd. Andererseits aber auch in gewisser Weise entmutigend für Betroffene. Gleichzeitig scheint das Buch recht gut geeignet, um sich etwa im Rahmen eines Schulprojekts mit diesem Thema auseinanderzusetzen, die verschiedenen Rollen durchzusprechen und auch auf Lösungsmöglichkeiten einzugehen. Diese kommen bei „Nils geht“ eindeutig zu kurz.

Nils geht
von einer Kundin/einem Kunden aus Nenzing am 22.04.2020

In dem Jugendroman "Nils geht" geht es um das Thema Mobbing. Die fürchterlichen Vier (Rasmus, Fadi, Jo und Mila) mobben Nils Tag für Tag, bis ihr Lehrer Nils beauftragt, Mila Nachhilfe zu geben. Mila und Nils werden Freunde, allerdings mobben Rasmus, Fadi und Jo Nils weiterhin. Genau an dem Tag, an dem Mila in der Schule fehlt, ... In dem Jugendroman "Nils geht" geht es um das Thema Mobbing. Die fürchterlichen Vier (Rasmus, Fadi, Jo und Mila) mobben Nils Tag für Tag, bis ihr Lehrer Nils beauftragt, Mila Nachhilfe zu geben. Mila und Nils werden Freunde, allerdings mobben Rasmus, Fadi und Jo Nils weiterhin. Genau an dem Tag, an dem Mila in der Schule fehlt, machen die drei Jungs ein Video, wie sie Nils verprügeln. Dieses Video landet im Internet, und Nils lügt, dass das nur eine Mutprobe war. Das Mobbing geht so weit, bis Nils mit einem Messer in der Schule auftaucht. Mit dem Messer schneidet er Jo die Wange auf. Während alle aus der Klasse vor Schreck schreien, springt Nils aus dem Fenster und rennt vor allem weg. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend geschrieben ist und es ein wichtiges Thema beinhaltet. Ich würde es für Jugendliche ab 13 Jahren empfehlen.


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