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Von schlechten Eltern

Ein Mann kommt mit seinem Sohn zurück. Er hat seine Frau verloren und eines seiner Kinder in Los Angeles zurückgelassen. Nachts fährt er als Chauffeur durch sein Heimatland, das ihm Himmel und Hölle zugleich ist, auf der Suche nach einem neuen Leben.

Der Erzähler Tom arbeitet als VIP-Fahrer, holt hohe Angestellte von Pharmaunternehmen und Diplomaten vom Flughafen ab und bringt sie nach Zürich oder Bern. Unterwegs durch die Nacht entspinnen sich Dialoge, die von grosser Fremdheit und unheimlicher Intimität sind. Währenddessen führen die Gedanken des Fahrers immer auch weg von der Strasse, hin zu den Wanderungen mit seinem Vater zum schwarzen Mönch, noch öfter hin zu Nina, seiner verstorbenen Frau. Sie ist Gast auf jeder Fahrt, flüstert ihm ein, zieht ihn hin zu den Narben der Landschaft. Orte, an denen schwere Unfälle geschehen sind, Flugzeugabstürze und andere Machtproben des Schicksals. Morgens nach der Arbeit setzt er sich ans Bett seines schlafenden Sohnes, legt die Hand auf seine Haut, versucht, eine Zukunft zu sehen. Auf dunstverhangenen Strassen nähert sich Tom Kummer auf eindringliche Weise der grossen Unbekannten des Lebens: dem Tod.
Portrait
Tom Kummer, geboren 1961 in Bern, ist ein Schweizer Autor. Als Journalist löste er im Jahr 2000 wegen fiktiver Interviews einen Medienskandal aus. Nach mehreren Jahren in Los Angeles mit seiner Familie, lebt er wieder in Bern. Er schrieb u.a. »Good Morning, Los Angeles - Die tägliche Jagd nach der Wirklichkeit« (1997) und »Blow Up« (2007). Sein letzter Roman »Nina & Tom« (2017) wurde von der Kritik gefeiert.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.03.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783608115826
Verlag Tropen
Dateigröße 4066 KB
Verkaufsrang 337
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Kundenbewertungen

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Geliebt und unvergessen
von einer Kundin/einem Kunden am 01.04.2020

Während der achtzehnjährige Sohn in den USA bleibt, zieht Tom mit seinem zwölfjährigen Sohn in die Schweiz. Hier verbrachte er Kindheit und Jugend. Seit einem halben Jahr arbeitet er als Chauffeur, sitzt Nacht für Nacht hinter dem Steuer einer Mercedes-Limousine, chauffiert dubioses Klientel durch die Gegend und führt mit ihne... Während der achtzehnjährige Sohn in den USA bleibt, zieht Tom mit seinem zwölfjährigen Sohn in die Schweiz. Hier verbrachte er Kindheit und Jugend. Seit einem halben Jahr arbeitet er als Chauffeur, sitzt Nacht für Nacht hinter dem Steuer einer Mercedes-Limousine, chauffiert dubioses Klientel durch die Gegend und führt mit ihnen interessante Gespräche. Beim Fahren gewinnt er Klarheit, versucht, seine Trauer zu bewältigen. Ninas Todestag jährt sich. Der bei ihm lebende Sohn muss nicht nur den Verlust eines Elternteils verkraften, sondern auch die gewohnte Umgebung, den geliebten Bruder und seine Freunde zurücklassen. Sich einzugewöhnen, fällt schwer. Die lesenswerte Fortsetzung des autobiographischen Romans „Nina & Tom“. Der Autor trifft den richtigen Ton, schreibt berührend über Liebe, Verlust, Angst, Sehnsucht und Einsamkeit - von einem Leben ohne Nina.

autofiktionale Prosa
von einer Kundin/einem Kunden am 17.03.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Von schlechten Eltern heißt der neue Roman von Tom Kummer. Dieser Text ist mir schon letztes Jahr beim Bachmannpreis aufgefallen. Tom Kummer hatte daraus gelesen. Es ist autofiktionale Prosa. Ich schätze diese Form, wenn sie gut gemacht ist und das ist bei Tom Kummer klar der Fall. Der Protagonist des Romans heißt wie sein Au... Von schlechten Eltern heißt der neue Roman von Tom Kummer. Dieser Text ist mir schon letztes Jahr beim Bachmannpreis aufgefallen. Tom Kummer hatte daraus gelesen. Es ist autofiktionale Prosa. Ich schätze diese Form, wenn sie gut gemacht ist und das ist bei Tom Kummer klar der Fall. Der Protagonist des Romans heißt wie sein Autor Tom Kummer und teilt mit ihm diverse Eckdaten, z.B. der Aufenthalt in der Schweiz nach langen USA-Aufenthalt, Vater zweier Söhne, der Verlust der Frau und die Trauer. Tom Kummer, der aus dem Buch, fährt seit einigen Monaten als Chauffeur verschiedene Fahrgäste. Dadurch kommt es zu Begegnungen und Gesprächen. Das sind teilweise sehr gediegene Dialoge. Wirklich ausgezeichnet gemacht! Alle Fahrten sind nachts. Das trägt dazu bei, dass die Atmosphäre stark wirkt und der emotionale Zustand des Protagonisten wird deutlich. Von Bedeutung sind aber auch die Passagen mit Tom als alleinerziehender Vater eines 12jährigen Sohnes. Außerdem gibt es noch einen 18jährigen Sohn, der noch in Los Angeles ist. Eine Melancholie begleitet den Text, der sich aber durch seine spielerische Art Leichtigkeit bewahrt. Tom Kummer hat wirklich einen zwingenden Erzählton gefunden.