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Propaganda

Die Kunst der Public Relations

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Edward Bernays (1891-1995) gilt als Vater der Public Relations. Bernays machte nicht nur das Werk seines Onkels Sigmund Freud populär, er bediente sich auch bei der Psychoanalyse und entwickelte auf ihrer Basis Methoden zur Steuerung der öffentlichen Meinung.

PROPAGANDA (ein Begriff, den er später selbst in 'Public Relations' umbenannte) ist Bernays Hauptwerk. In klarer Sprache, frei vom heute verbreiteten Branchenvokabular, legt er in Propaganda dar, worin sich Public Relations von Werbung unterscheidet. Er begründet, warum es von elementarer Bedeutung ist, die Meinung der Massen zu steuern – und erklärt an ganz konkreten Beispielen, wie das geht. Freimütig berichtet der Freud-Neffe, wie sich über den gezielten Zugriff auf das Unbewusste Waren verkaufen oder gesellschaftlich unpopuläre Massnahmen durchsetzen lassen. Er schafft damit bis heute gültige Grundlagen für Unternehmens- und Regierungskommunikation und einen Klassiker des 20. Jahrhunderts, der in einer Reihe steht mit Machiavelli und Clausewitz.
Mit einem Vorwort von Klaus Kocks und einem einordnenden Nachwort von Mark Crispin Miller, Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaften an der New York University.
Zitat
»Ein faszinierendes Gründungsdokument der modernen Wunsch- und Meinungsmaschine« (Literaturen Magazin)
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 158
Erscheinungsdatum März 2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-936086-35-5
Verlag Orange-Press GmbH
Maße (L/B/H) 20/15,1/1,7 cm
Gewicht 272 g
Auflage 7. Auflage
Übersetzer Patrick Schnur
Verkaufsrang 5.987
Buch (Taschenbuch)
Fr. 23.90
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Elitäres Denken führt zu diesen Strukturen - Selbständiges Denken muss gefördert werden!
von einer Kundin/einem Kunden am 27.01.2016

»Edward Bernays’ Buch ›Propaganda. Die Kunst der Public Relations‹ ist das derzeit modernste und wichtigste Werk der PR, obgleich es aus dem Jahr 1928 datiert. Man muss dieses Buch zur obligatorischen Lektüre aller modernen PR-Manager erklären, obwohl es auch in der Handbibliothek des Joseph Goebbels stand.« (Vorwort, S.11) So beginnt dieses... »Edward Bernays’ Buch ›Propaganda. Die Kunst der Public Relations‹ ist das derzeit modernste und wichtigste Werk der PR, obgleich es aus dem Jahr 1928 datiert. Man muss dieses Buch zur obligatorischen Lektüre aller modernen PR-Manager erklären, obwohl es auch in der Handbibliothek des Joseph Goebbels stand.« (Vorwort, S.11) So beginnt dieses kleine Büchlein dessen Einfluss auf die rund letzten hundert Jahre kaum gross genug eingeschätzt werden kann. Was ist Public Relations? Werbung . . . Und was ist Werbung? Propaganda . . . Aufgrund des negativ besetzten Wortes ›Propaganda‹ nennte Bernays es später um in Public Relations (PR) und wird heute nicht nur von Diktatoren und Terrororganisationen, sondern auch von Politikern in Demokratien, in der Wirtschaft, von Interessenverbänden und von gemeinnützigen Organisationen angewandt. Festzuhalten dabei ist: das MUSS nicht schlecht sein. Man sollte natürlich differenzieren und feststellen, dass die Beeinflussung auf gross angelegter Ebene um möglichst viele Menschen zu erreichen bei Themen wie dem Klimawandel und Menschenrechten, nur um zwei Beispiele zu nennen, natürlich begrüssenswert sind, solange die PR auf Fakten beruht. Anders sieht das aus, wenn von Machthabern ein Krieg durch Propaganda zu beginnen versucht wird oder wenn in Menschen Bedürfnisse geweckt werden, die sie eigentlich nicht haben (grosse, schnelle Fahrzeuge zu besitzen, Schmuck im Überfluss zu kaufen, ohne ›Markenkleider ist man nichts Wert‹, usw.) »Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land.« (S. 19) Auch spielt die PR in der Wirtschaft natürlich eine außerordentlich grosse Rolle. Das sieht man nicht nur, wenn man den Fernseher einschaltet und die Werbungen ansieht, die Beeinflussung geschieht noch viel subtiler und in grösserem Ausmass. Egal ob Energiekonzerne Propaganda betreiben und nun plötzlich Atomenergie als ›die Rettung für den Klimawandel‹ verkauft wird, ob früher Tabakkonzern Kampagnen grossflächig gefahren sind um den Menschen einzureden, dass Rauchen nicht schädlich sei oder die Sicherheits- und Rüstungslobby Milliarden investiert, um den Menschen einzureden, dass sie immer und überall Angst haben müssten und man sich am Besten selber schützt durch Pistolen, Gewehre oder mehr Ausgaben in die ›nationale Sicherheit‹ gesteckt werden soll, durch bessere, schnellere Panzer, Kampfflugzeuge oder Drohnen - überall sind die Selben Muster der Propaganda zu erkennen. Bernays - wie auch viele Machthaber, Politiker und andere - ist der Meinung, dass die Masse zu dumm ist, um selbständig zu vernünftigen Entscheidungen zu gelangen. Die ›Masse‹ müsse daher beherrscht, gelenkt und beeinflusst werden. Sein elitäres Denken kann man vielleicht am Besten in folgendem Abschnitt erkennen: »Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie: Wenn viele Menschen möglichst reibungslos in einer Gesellschaft zusammenleben sollen, sind Steuerungsprozesse dieser Art unumgänglich.« (S. 19) Und nein: es ist hier keineswegs von einer »Schattenregierung« wie ›Den Juden‹, ›Den Illuminaten‹ oder ›Den Freimaurern‹ die Rede. Natürlich muss man mit Menschen reden, wenn man von etwas überzeugt ist - aber gerade dieses Denken, das Bernays vertritt, führt zu Strukturen, die Menschen leicht beeinflussen lassen und ein selbständiges Denken verhindert. Man muss nur die aktuelle Entwicklung in Europa anschauen (politischer Rechts-Rutsch und erstarken des Antisemitismus und des Fremdenhasses), um festzustellen, dass ›Die Masse‹ durchaus sehr dumm sein kann - doch dies geschieht, meiner Meinung nach, genau deshalb, weil solche Strukturen vorhanden sind, in denen Menschen extra dumm gehalten werden, um besser über sie Herrschen und sie besser Lenken zu können. Bernays Buch ist lehrreich, erhellend - die Analyse ›der Massen‹ finde ich durchaus zutreffend. Doch die Lösung dieses Problems sehe ich keinesfalls wie Bernays in der ›Beherrschung der Meinung der Massen‹ sondern in Änderungen der Strukturen (Schulen, Arbeit, Wirtschaft insgesamt (Kapitalismus), politische Organisation). Wenn wir die Strukturen ändern würden, dann würden sich Menschen auch nicht mehr so leicht beeinflussen lassen und auf Propaganda aller Art hereinfallen.

Absolut zu empfehlen.
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 17.06.2011

Wer wissen möchte wie und warum etwas in der Welt geschieht (oder im eigenen Land), dem kann ich dieses außergewöhnliche Buch nur empfehlen.

Der Klassiker der PR Bücher
von thomas brackmann aus koeln am 11.01.2008

Edward Bernays wusste es bereits 1928. Public Relations ist enorm wichtig, um Firmen und Organisationen in ein gutes Licht zu rücken. Image ist alles. Jetzt erschien die deutsche Übersetzung zu seinem Klassiker „Propaganda“ im Orange Press Verlag. Wenn der Leser nicht wüsste, dass das Buch im Original vor 80 Jahren... Edward Bernays wusste es bereits 1928. Public Relations ist enorm wichtig, um Firmen und Organisationen in ein gutes Licht zu rücken. Image ist alles. Jetzt erschien die deutsche Übersetzung zu seinem Klassiker „Propaganda“ im Orange Press Verlag. Wenn der Leser nicht wüsste, dass das Buch im Original vor 80 Jahren erschienen ist, könnte er den Eindruck bekommen, das Buch ist von heute. Denn der Autor stellt mit seinen Aussagen fundamentale Thesen und Begründungen auf, die heute aktueller sind, denn je. Zwar hat er nur die Demokratie der USA im Blick, wenn er sich mit dem Thema auseinandersetzt. Dennoch lassen sich Aussagen wie „Denn oft wird nur anhaltendes, ehrliches und tief greifendes Informieren die Öffentlichkeit dazu bringen, die Absichten eines Industrieunternehmens, Bildungsträgers oder Staatsmannes zu verstehen und zu akzeptieren. Ungenaue Informationen oder falsche Informationen aus zweifelhaften Quellen können enorme Folgen haben, darum muss der Berater in PR- Fragen stets wachsam sein“, ins Allgemeine übertragen. So schreibt bereits ZDF Moderator Ulrich Kienzle im Vorwort über das Wesen von Propaganda und Image: „Auch wenn es zynisch klingt: Die Terroristen von al Quaida haben bisher weltweit weniger Menschen getötet, als in Deutschland jährlich durch den Autoverkehr ums Leben kommen.“ Leider wirkt der Text des Buches mitunter langatmig und die Kapitel sind nicht modern in großen Kapiteln angeordnet. Der Autor schreibt vielmehr in einer losen Kapitelsammlung, die jeweils zu einem bestimmten Unterthema geschrieben sind: Trotzdem sei allen Pressesprechern und PR Beratern dieses Buch zu empfehlen, um einen kurzen Einstieg in die Historie der PR zu liefern. Sicherlich werden die ein oder anderen feststellen, dass Aussagen wie…. Heute in der PR Arbeit nicht mehr so vorbehaltlos übernommen werden könnten oder sollten. Oder liegt da nicht etwa die neue Chance? Wenn der Leser Definitionen über Propaganda wie folgende liest, fangen zart besaitete sicher an zu schlucken. Schließlich versuchen PR Berater heutzutage stets wahre, nachprüfbare Informationen an die Presse zu geben. Bei Bernays hört sich das noch anders. Andere Felder wie Lobbyismus oder auch Marketing würden vielleicht ebenfalls davon tangiert: „Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben“, schreibt Bernays gleich zu Beginn in seinem Buch. Damit entspricht diese Handlungsweise nicht dem vermeintlichen eines normalen Pressesprechers, dem Lakaien der Macht– sondern den Lobbyisten, die hinter Ideen, Meinungen und Machern stehen. Der Autor entlarvt in dem Buch die Vorgehensweise seinesgleichen. Für den Leser eine schöne Dreingabe.