Fräulein Gold: Schatten und Licht

Die Hebamme von Berlin Band 1

Anne Stern

(172)
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Beschreibung

Der Auftakt zu einer farbenprächtigen Saga voller Spannung und atmosphärischer Berliner Geschichte der 1920er Jahre.

1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äusserst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal der Frauen besonders am Herzen liegt. Der Grosse Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, und die junge Republik ist zwar von Aufbruchsstimmung, aber auch von bitterer Armut geprägt. Hulda neigt durch ihre engagierte Art dazu, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Zumal sie bei ihrer Arbeit nicht nur neuem Leben begegnet, sondern auch dem Tod. Im berüchtigten Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel der Stadt, kümmert sich Hulda um eine Schwangere. Die junge Frau ist erschüttert, weil man ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden hat. Ein tragischer Unfall. Aber wieso interessiert sich der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North für den Fall? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in die Abgründe einer Stadt, in der Schatten und Licht dicht beieinanderliegen.

Produktdetails

Verkaufsrang 2131
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 01.06.2020
Verlag Rowohlt Verlag
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Dateigröße 4229 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783644007796

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
172 Bewertungen
Übersicht
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Fräulein Gold. Schatten und Licht
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2021
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Ich hatte schon viel über die Hebammenreihe von Anne Stern gehört und kam nun endlich in den Hörgenuss des 1.Teils von "Fräulein Gold: Schatten und Licht". Wie ich es von Anna Thalbach gewohnt bin, muss man einfach zuhören, man kann nicht weghören, sie liest alle Personen so individuell und lebendig, da passt jedes Wort, jede St... Ich hatte schon viel über die Hebammenreihe von Anne Stern gehört und kam nun endlich in den Hörgenuss des 1.Teils von "Fräulein Gold: Schatten und Licht". Wie ich es von Anna Thalbach gewohnt bin, muss man einfach zuhören, man kann nicht weghören, sie liest alle Personen so individuell und lebendig, da passt jedes Wort, jede Stimmlage. Hulda Gold ist in erster Linie Hebamme im Berlin der 1920er Jahre, sie betreut ein paar "bessergestellte" Frauen, hauptsächlich aber ärmere Mütter und deren Babies - es entstehen Verbindungen, die über das Berufliche hinausgehen. Unglaublich, wie wenig sich die Frauen schonen konnten und wie knapp es doch manchmal um ein Leben steht. Abends geht Hulda auch gerne mal aus, im typischen Flapperkleid, zu Alkohol und einer Linie sagt sie nicht nein ... und bewegt sich damit sehr an der Grenze zur Gefährlichkeit, ohne es manchmal selbst zu merken. Die Neugierde Huldas siegt, als die Polizei eine Tote, über die man sowohl öffentlich als auch hinter vorgehaltener Hand spricht, als Unfall abstempeln will - sie ermittelt auf eigene Faust und auf eigene Gefahr, begibt sich ins Milieu und verbündet sich doch noch mit der Polizei (wo soll man denn da privates und berufliches trennen?). Ich finde die Kombination aus "Frauengeschichte" und Krimi sehr gelungen, Huldas optische Beschreibung ist so gut, dass ich sie vor mir sehe - vor allem im rot-weißen Badeeinteiler! Schockierend sind die Heime und "Irrenanstalten" und vor allem, wie mit den Menschen umgegangen wurde, um sie zu "heilen". Von mir bekommt "Schatten und Licht" eine Hörempfehlung mit 4,5 Sternen und ich höre sofort bei Teil 2 weiter.

Sehr überzeugender Auftakt
von Eliza am 11.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Anne Stern, für mich eine neue Autorin und somit ein weiterer Name, den ich mir merken werde, denn mit ihrem Auftakt-Band zu der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ konnte die Autorin mich überzeugen. Das Cover des Romans passt sehr gut zur Story, wir blicken in das Gesicht einer jungen Frau die selbstbewusst in die Kamera schaut.... Anne Stern, für mich eine neue Autorin und somit ein weiterer Name, den ich mir merken werde, denn mit ihrem Auftakt-Band zu der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ konnte die Autorin mich überzeugen. Das Cover des Romans passt sehr gut zur Story, wir blicken in das Gesicht einer jungen Frau die selbstbewusst in die Kamera schaut. Der Kleidungstil der Frau zeigt uns dann das wir uns in den 20er Jahren befinden. Das Cover ist in Grauschattierungen gestaltet, lediglich die Schrift und der Rahmen sind passend zum Namen der Protagonisten in Gold gehalten. Der Klappentext verrät bereits grob, worum es geht. Somit ist klar, dass wir einen historischen Kriminalroman vor uns haben, welcher immer spannender wird. Hulda Gold ist Hebamme aus Leidenschaft und Überzeugung, sie steht gerade den armen Frauen in dem Elendsviertel bei. Sie ist ein absolutes Unikat und ein ganz überzeugender Charakter. Die Autorin hat hier ganze Arbeit geleistet, Hulda ist nicht austauschbar, sondern agiert einmalig und zeigt in jeder Szene eine Facette ihres Seins. Ihr gegenüber steht der Kriminalkommissar Karl North, der den Tod an der Frau im Landwehrkanal aufklären soll. Er ist ein Eigenbrötler par excellence, unnahbar, wortkarg und gleichzeitig scheu. Seine und Huldas Wege kreuzen sich immer wieder und die beiden merken, dass sie den Fall scheinbar nur gemeinsam lösen können. Meine Lieblingsnebenfigur ist der Zeitungsverkäufer Bert, welcher ein wachsames Auge auf seine Mitmenschen und somit auch auf Hulda hat und ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Spannung des Romans wird zum einem durch den aufzuklärenden Mordfall garantiert, zum anderen um die privaten Hintergründe von Karl North. Der Roman wird größtenteils stringent erzählt, außer Notizbucheinträgen, welche bis in das Jahr 1912 zurückreichen. Die eigentliche Handlung umfasst circa einen Monat im Jahr 1922. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Hulda Gold und Karl North erzählt, die Tagebucheinträge sind in der Ich-Form geschrieben und werden durch ein abweichendes Layout deutlich. Herausragend ist das Sittengemälde, welches die Autorin von Berlin zu Beginn der 20er Jahr anfertigt. Dies wird vor allen Dingen durch die präzise, detailgetreue, opulente und authentische Sprache hervorgehoben. Der berlinerische Dialekt gibt den einfachen Leuten und viele Dialogen den letzten Schliff. Eingebettet werden sowohl das politische Geschehen in Deutschland als auch das Hebammenwissen sehr geschickt, sodass sie den Roman bereichern und es nicht belehrend oder verwirrend ist. Das gute Nachwort der Autorin ist ebenfalls sehr lesenswert und rückt noch einmal wesentliche Dinge in den Mittelpunkt. Ein sehr vielversprechender Auftakt um die Hebamme Hulda Gold und den Kriminalkommissar Karl North. Ich freue mich schon auf die weiteren Fälle der beiden sympathischen und eigensinnigen Unikaten. Diese Reihe lege ich allen ans Herz die gerne Bücher lesen, welche in den 20er Jahren spielen und dabei sehr gut recherchiert sind. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

von einer Kundin/einem Kunden am 01.07.2021
Bewertet: anderes Format

Ein atmosphärisch aufgeladener Krimi, der seine Leser ins turbulente Berlin der 20er-Jahre entführt. Hebamme Hulda Gold versucht Näheres über den Tod der Prostituierten Rita zu erfahren. Kann sie den Fall mithilfe von Kommissar Karl North aufklären oder bringt sie sich in Gefahr?

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