Die Unruhe der Bücher. Vom Lesen und was es mit uns macht

[Was bedeutet das alles?]

Reclams Universal-Bibliothek Band 19669

Sascha Michel

(4)
Die Leseprobe wird geladen.
eBook
eBook
Fr. 6.00
Fr. 6.00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

Taschenbuch

Fr. 9.90

Accordion öffnen
  • Die Unruhe der Bücher. Vom Lesen und was es mit uns macht

    Reclam, Philipp

    Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen

    Fr. 9.90

    Reclam, Philipp

eBook (ePUB)

Fr. 6.00

Accordion öffnen

Beschreibung

Lesen gilt heute fast schon als retro: Wenn es um dessen Vorzüge geht, wird gern von "Kontemplation" und "Entschleunigung" gesprochen. Bücher sollen Rückzugsort und "Wellness-Oase für die Seele" sein.
All das greift entschieden zu kurz: Als Lesende nehmen wir an der Unruhe der Welt teil und schärfen unser Bewusstsein für Mehrdeutigkeiten aller Art. Und selbst die mächtigsten Zeichen lernen wir als das zu nehmen, was sie sind: Setzungen, die nicht alternativlos sind. Ein kluger wie leidenschaftlicher Essay für alle Buchmenschen, die das eigene Lesen und Tun bedenken.Eine Liebeserklärung an die Grossartigkeit des Lesens.

Sascha Michel, geb. 1970, lebt in Frankfurt am Main und arbeitet als Lektor für Literatur im S. Fischer Verlag. Seit 2015 unterrichtet er als Dozent bei dem Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Neben zahlreichen Zeitungsartikeln, Nachworten und wissenschaftlichen Aufsätzen hat er mehrere Bücher veröffentlicht, darunter die 2006 erschienene Studie "Ordnungen der Kontingenz. Figurationen der Unterbrechung in Erzähldiskursen um 1800 (Wieland - Jean Paul - Brentano)" sowie die Anthologien "Texte zur Theorie der Literaturkritik" (2008) und "Glück. Ein philosophischer Streifzug" (2010).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 95 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.03.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783159616803
Verlag Reclam Verlag
Dateigröße 679 KB

Weitere Bände von Reclams Universal-Bibliothek

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
0
2
0
2
0

von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2021
Bewertet: anderes Format

Ein zeitgemäßer Essay über die Wirkung des Lesens auf die Lesenden. Statt Wohlgefühl und Versinken fordert Michel den Blick über den Tellerrand hin zu Literatur, die aufwühlt und für innere Unruhe sorgt. Interessant und gut lesbar, aber mit zu viel Verweisen trotz eigener Ideen.

Klug und wissenschaftlich Leser und Lektüre unter die Lupe genommen!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein gebildeter Mensch, dieser Sascha Michel, das erkenne ich auf den ersten Seiten, denn ich hab keine Ahnung, was "Kontoguitätsrelation" oder "Metonymie" bedeuten (und bei dem raschen Aufeinanderfolgen dieser Fachbegriffe habe ich ehrlicherweise keine Lust nachzuschauen). Ich kann allerdings Sätze wie diesen hier voll und ganz ... Ein gebildeter Mensch, dieser Sascha Michel, das erkenne ich auf den ersten Seiten, denn ich hab keine Ahnung, was "Kontoguitätsrelation" oder "Metonymie" bedeuten (und bei dem raschen Aufeinanderfolgen dieser Fachbegriffe habe ich ehrlicherweise keine Lust nachzuschauen). Ich kann allerdings Sätze wie diesen hier voll und ganz nachvollziehen und unterschreiben: Das Lesen gedruckter Bücher mag gesellschaftlich und medienhistorisch immer mehr zum Nischenphänomen werden. Das Leben selbst ist aber alles andere als ein Nischenphänomen. [...] Auch die Frage, ob digital oder analog gelesen werden sollte, ist weniger wichtig, als oft behauptet wird. Wichtiger ist [...] zunächst einmal schlicht die Lesesozialisation: Vorlese-Erfahrungen in der Kindheit, das Lernen von Konzentration, ob am Bildschirm oder mit Papier, und ein lebendiger Deutschunterricht. Und weiter: "dafür brauchen wir die Bücher: damit uns immer wieder schockartig bewusst wird, wie viel größer das Universum ist, als wir zu denken gewohnt sind." Die Quintessenzen, die ich aus Sascha Michels Abhandlung über die Unruhe der Bücher mitnehme, ist dass Bücher ganz schön retro sind, wenn man sie nicht auf einem Screen liest, sie uns aus unserer Komfortzone herauszuholen vermögen, das empathische Empfinden fördern können, und dass das Gelesene mehr als eine Bedeutung haben kann. Ich fühle mich in meiner Berufswahl zur nahezu vollständigen Buchhändlerin bestärkt! Wer sich mit dem, was das Lesen in einem selbst macht, auseinandersetzen will, dem sei dieses kleine Büchlein ans Herz gelegt!

Bücher beruhigen?
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2020

Michel weist in diesem Reclam-Bändchen darauf hin, dass Bücher keineswegs nur zum friedvollen Eskapismus dienen. So zeigt er u.a. anhand des Romans Lolita von Nabokov, dass der Leser durchaus auch in eine bemerkenswerte Ambivalenz geführt werden kann. Das Hineinversetzen-Können in fremde Welten und das Sich-Selbstreflektieren g... Michel weist in diesem Reclam-Bändchen darauf hin, dass Bücher keineswegs nur zum friedvollen Eskapismus dienen. So zeigt er u.a. anhand des Romans Lolita von Nabokov, dass der Leser durchaus auch in eine bemerkenswerte Ambivalenz geführt werden kann. Das Hineinversetzen-Können in fremde Welten und das Sich-Selbstreflektieren gehören seiner Meinung nach zu den wichtigsten gesellschaftlichen Funktionen eines Buches. Michel sieht sich dabei in der Funktion eines Mahners und bemerkt meiner Meinung nach z. Bsp. die extreme Nachfrage nach Krimis nicht. Aber vielleicht gehören die ja nicht zu seiner Definition von Literatur…? Zum anderen ist seine Erkenntnis nun wirklich nichts Neues. Alles in allem ist des Autors höchste Leistung in diesem Büchlein das extreme Zitaten-Hopping.


  • Artikelbild-0