Schattenkult

Robert Corvus

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Beschreibung

Eine Nacht.
Ein Palast.
Ein Sturz in die Finsternis.
Und drei böse Mädchen.

Der Kult dient seinen unsterblichen Herren mit Hingabe und unvorstellbarer Grausamkeit - wer den Schatten trotzt, den erwartet Schlimmeres als der Tod. Doch auch das Leben seiner eigenen Jünger schätzt der Kult gering.
Dies erfährt Tynay gleich bei ihrer ersten Mission, im Gefolge der unsterblichen Baroness Bentora. Um das Orakel von Æterna für die Schatten zu gewinnen, muss Bentora den Sohn des Stiergottes übertreffen. Dafür wird sie über Leichen gehen. Tynay begreift, dass ihr Leben auf der Waage von Sieg und Niederlage kein Gewicht hat - und nur die Finsternis selbst sie noch retten kann ...

Tynay trägt die grosse Wüste in sich. Das Meer aus Sand und Hitze erhebt sich über die Wünsche und die Schwäche der Menschen. Es kennt kein Mitleid.
Sabea war schon als Kind vom Kult der Schatten fasziniert. Dort lernte sie, der Finsternis Gestalt zu geben, die sie seit jeher in ihrem Herzen trägt.
Iotana hat die Dunkelheit niemals kennengelernt. Doch als die Nachtschatten fallen, begreift sie, dass Wünsche nur wahr werden, wenn man sich mit Gewalt nimmt, was man begehrt.
Gefangen im Zwist zwischen einem Halbgott und einer Schattenherrin, inmitten von neun Gesandtschaften aus aller Herren Länder, im Palast der geflügelten Æsol, geraten die drei jungen Frauen in den Sog der Finsternis. Sie geniessen es, Geheimnisse zu erkunden, die sterblichen Augen niemals enthüllt werden sollten. Sie berauschen sich an der Stärke, die Entschlossenheit und Furchtlosigkeit mit sich bringen, und lehren Mächtige das Fürchten. Willig öffnen sie den Schatten ihre Herzen - denn sie wissen: Nur das Böse ist stark genug, um sie trotz aller Vorzeichen lebend durch diese Nacht zu bringen.

Robert Corvus, 1972 geboren, etablierte sich mit seiner Trilogie Die Schattenherren als einer der kompromisslosesten Dark-Fantasy-Autoren des deutschen Sprachraums. Neben der gemeinsam mit Bernhard Hennen verfassten Phileasson-Saga, die ihn auf die Spiegel-Bestsellerlisten brachte, veröffentlichte er zahlreiche Fantasyromane. Zudem schreibt er Science-Fiction, unter anderem für die weltgrösste Serie Perry Rhodan.
Bevor Corvus 2013 hauptberuflicher Schriftsteller wurde, war er Soldat, Student, Unternehmensberater und Projektleiter. Er reiste mit dem Rucksack um die Welt, beriet internationale Konzerne und war als Karatelehrer tätig. Heute lebt er in Köln, wo er - wenn er nicht im Geiste fantastische Welten bereist - oft im Kino und im Tanzsalon anzutreffen ist.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 27.04.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7504-1264-4
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 21.6/15.3/3 cm
Gewicht 659 g
Abbildungen mit 4 Farbabbildungen
Auflage 2. Auflage

Kundenbewertungen

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Schattenkult
von Mine_B am 07.07.2016
Bewertet: Taschenbuch

Robert Corvus ist mit seinem Fantasy- Roman „Schattenkult“ seiner bisherigen Welt, bekannt aus der Schattenherren- Trilogie treu geblieben. Jedoch kann man „Schattenkult“ sehr gut ohne Vorkenntnisse aus der Schattenherren- Trilogie lesen. Inhaltsangabe (Quellenangabe: Lovelybooks): Wer erfüllt ist von Hass, wer die Götter ve... Robert Corvus ist mit seinem Fantasy- Roman „Schattenkult“ seiner bisherigen Welt, bekannt aus der Schattenherren- Trilogie treu geblieben. Jedoch kann man „Schattenkult“ sehr gut ohne Vorkenntnisse aus der Schattenherren- Trilogie lesen. Inhaltsangabe (Quellenangabe: Lovelybooks): Wer erfüllt ist von Hass, wer die Götter verlacht, wer die Schwachen versklavt, wer den Weg der dunklen Magie beschreitet, dem huldigt man in den Tempeln des Schattenkults ...Der Kult dient seinen unsterblichen Herren mit Hingabe und unvorstellbarer Grausamkeit - wer den Schatten trotzt, den erwartet Schlimmeres als der Tod. Doch auch das Leben seiner eigenen Anwärter schätzt der Kult gering. Dies erfährt die junge Tynay gleich bei ihrer ersten Mission, als sie im Gefolge der unsterblichen Baroness Bentora reist. Um das Orakel zu überzeugen, muss Bentora den Sohn des Stiergottes übertreffen. Dafür wird sie über Leichen gehen. Und bald begreift Tynay, dass ihr Leben auf der Waage von Sieg und Niederlage kein Gewicht hat... Das Cover von „Schattenkult“ weißt eine gewisse Ähnlichkeit zu denen von der „Schattenherren“- Trilogie auf, ohne jedoch allzu ähnlich zu sein. Auf diesem Cover ist eine bestimmte Figur aus dem Roman dargestellt, der eine wichtige Rolle spielt. Anhand der Ähnlichkeit lässt sich gut erkennen, dass dieser Fantasy- Roman ebenfalls im Land Eloy spielt, jedoch nicht zu der „Schattenherren“- Reihe gehört. Auch in diesem Buch bekommt man einen guten Einblick von dem Kampf um die Macht zwischen den Schattenherren und den anderen Mächten bzw. den Anhängern von dessen Göttern. Der Schreibstil von Robert Corvus ist gewohnt flüssig und nach einer kurzen Anfangsphase befindet man sich selber mitten im Geschehen. Das besondere an diesem Buch ist, dass der Inhalt sich auf eine einzige Nacht bezieht und somit die gesamte Handlung sich im Regenbogenpalast abspielt. Der Regenbogenpalast ist der Sitz des Orakels von Æterna. In „Schattenkult“ wird besonderer Wert auf die Entwicklung der einzelnen Charaktere gelegt. So bekommt man als Leser z.B. einen Einblick, welche Wege und Schicksale in die Welt der Schatten führt. Auch die anderen Kulturen werden thematisiert. Somit bekommt man einen guten Einblick in die Beweggründe der einzelnen Charaktere, die in dieser bedeutenden Nacht vom Orakel eingeladen wurden sind. Besonders haben mich die Entwicklungen von Tynay, einer Adepta des Schattenkults und von Iontara, einer Tänzerin gefesselt. Da in „Schattenkult“ auf die Charakterentwicklung ein Schwerpunkt gesetzt wurde, ist es nicht verwunderlich, dass eine ausführliche Personenbeschreibung im Buch enthalten ist. Innerhalb des Buches wird der Spannungsbogen kontinuierlich aufrecht erhalten und Wendungen eingebaut, die man so nicht erwartet hätte. Jedoch sollte man sich immer bewusst sein, dass dies ein Buch von Robert Corvus ist – das heißt, die Atmosphäre ist gewohnt düster und man darf mit seinen Lieblingscharakteren mitfiebern und hoffen, dass diese die Nacht überleben. Mein Fazit: ein durchaus gelungener Fantasy- Roman, der es geschafft hat, mich in seinen Bann zu ziehen.

Eine gnadenlos finstere Nacht - düsterer und spannender Roman aus der Schattenwelt
von Barbara W am 28.07.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: Die Welt der Schatten ist finster und gnadenlos. Wer dem Schattenkult dient, verliert sich tief in der Finsternis oder sucht direkt den Weg dorthin. Diese Erfahrung macht die Adepta Tynay, die mit ihrer Schattenherrin Bentora und deren Gefolge zu einer besonderen Nacht, nämlich der Nacht des dreifachen Neumonds, den Reg... Inhalt: Die Welt der Schatten ist finster und gnadenlos. Wer dem Schattenkult dient, verliert sich tief in der Finsternis oder sucht direkt den Weg dorthin. Diese Erfahrung macht die Adepta Tynay, die mit ihrer Schattenherrin Bentora und deren Gefolge zu einer besonderen Nacht, nämlich der Nacht des dreifachen Neumonds, den Regenbogenpalast erreicht. Dort treffen neun Gesandtschaften aufeinander, neben den Ondriern und ihrer Schattenherrin auch Göttergetreue in Begleitung des Halbgottes Gûndûr. Damit ist es nicht mehr nur ein Wettbewerb um das beste Geschenk für das Orakel (wer das Orakel am meisten erfreut, darf ihm persönlich eine Frage stellen), sondern auch ein Kampf zwischen Göttern und Schatten. Denn nicht nur die Adepta Tynay erfährt am eigenen Leib, wie tödlich es sein kann, dem Kult zu dienen, sondern auch die göttergetreue Tänzerin Iotana wird in den Strudel der Finsternis gezogen, obwohl es die Liebe ist, die sie in dieser besonderen Nacht gefunden hat. Die beiden Mädchen erkennen, dass es nur einen Weg gibt, diese Nacht zu überleben: den Weg ganz tief in die Finsternis hinein... Meine Meinung: Der Roman kann als Einzelroman gelesen werden, auch wenn er in der Welt der Schattenherren-Trilogie spielt. „Schattenkult“ spielt hier zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort, als die Buchreihe. Eine Gesandtschaft Ondrier zieht nämlich aus ihrer Heimat im Norden gen Süden in die Wüste der Arriek, wo der Regenbogenpalast der Aesol steht und neutralen Grund bietet für die verschiedenen Gesandtschaften. Und damit zieht die Finsternis ein, nicht nur in die Räume des Palastes, sondern auch in die Herzen einiger Protagonisten. Die Nacht des Orakels wird zu einer grausamen Machtprobe zwischen den Anhängern der Götter und der Schatten, einem Kampf zwischen Halbgott und Schattenherrin und einem Überlebenskampf für die jungen Frauen im Gefolge. Die Geschichte ist aber nicht einfach eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten und Kämpfen, sondern bietet einen tieferen Einblick in die Gedanken und Emotionen einiger Beteiligter und zeigt so verschiedene Schicksale und deren Wege in die Schatten. Es ist nicht immer nur einfach Faszination am Grauen, was die Anhänger in den Schattenkult treibt, sondern die Wege sind vielschichtig. Es kann schon früh in der Kindheit der Samen dazu gesät werden, aber genauso gut kann eine einzige Nacht der Auslöser sein, sich den Schatten anzuschließen. Durch den Fokus auf einzelne Personen bekommt man als Leser durch Rückblicke, Gespräche und Gedanken eine besondere Nähe zu einzelnen Figuren und entwickelt dabei sogar Sympathien oder zumindest Verständnis. So ist die Tänzerin Iotana voller Glück und Lebensfreude, weil sie ihre große Liebe im Palast ansprechen will, wofür die Adepta Tynay, die seit zwei Jahren dem Schattenkult huldigt, kein Verständnis hat, ist doch Liebe eine Schwäche. Nur Zerstörung bietet Macht. Die sich entwickelnde Freundschaft dieser beiden Frauen erscheint daher auf den ersten Blick unverständlich. Aber nur auf den ersten Blick. Wobei ich aber auch gemerkt habe, dass gerade die Gespräche und Gedanken z. T. auch mal fast zu lang waren und damit die Geschichte ein bisschen ausgebremst haben. Wäre es dann nicht gerade noch rechtzeitig wieder gekippt und wieder etwas "passiert", hätte ich anfangen können, die ein oder andere Länge zu spüren. Das empfand ich als grenzwertig. Denn auch wenn der Fokus auf den Figuren liegt, was mir insgesamt ja gut gefallen hat, sollte der Handlung damit nicht zu sehr das Tempo und damit auch die Spannung genommen werden. Für mich hat der Autor aber immer noch recht gut die Kurve gekriegt und insgesamt war es spannend zu lesen, wie die Nacht von Stunde zu Stunde „schwärzer“ wird und auf den Höhepunkt, nämlich die Übergabe des Geschenks an das Orakel, zutreibt. Der Autor geht dabei wieder nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren um und einige schockierende Handlungen sind nicht unbedingt etwas für ein schwaches Nervenkostüm. Im Gegenteil: man sollte sich früh wappnen, denn Gnade ist ein Wort, das die Schatten nicht unbedingt in ihrem Wortschatz haben. Etwas irritierend ist es dabei allerdings, dass man mit Anhängern der Schatten mitfiebern kann, denen man im echten Leben doch möglichst aus dem Weg gehen sollte. ;)


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