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Und auf einmal diese Stille

Die Oral History des 11. September

suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Band 5090

Garrett M. Graff

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Beschreibung

Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Bilder, die Geschichten, die Konsequenzen. Doch die Worte derer, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, fehlten fast zwanzig Jahre lang. Garrett M. Graff hat diese Worte gefunden, er hat alle Dokumente, alle Interviews zusammengetragen, hat die Stimmen der Einsatzkräfte, der Zeugen, der Überlebenden versammelt und daraus eine überwältigende Erzählung kompiliert – vielstimmig, erfahrungsecht, im O-Ton.
Und auf einmal diese Stille ist das herzzerreissende Logbuch eines historischen Tages und ein monumentales Zeugnis von Hoffnung und Menschlichkeit in der Dunkelheit.

Garrett M. Graff, geboren 1981, studierte Geschichte in Harvard. Er war unter anderem Herausgeber des Politico Magazine. Seine Beiträge erscheinen regelmässig in der New York Times, dem Esquire und Rolling Stone. Auf CNN tritt er als Politikexperte im Fernsehen in Erscheinung. Und auf einmal diese Stille ist sein zweiter New York Times-Bestseller..
Philipp Albers studierte Amerikanistik, Kulturwissenschaft und Philosophie und lebt als Übersetzer, Lektor und Autor in Berlin..
Hannes Meyer, geboren 1982, lebt und arbeitet als freier Übersetzer in Düsseldorf. Er übersetzte unter anderem Bücher von Dana Spiotta, Giles Foden und James Franco.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 537
Erscheinungsdatum 17.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-47090-9
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21.1/13.2/6.3 cm
Gewicht 623 g
Originaltitel The Only Plane in the Sky. The Oral History of 9/11 (OT)
Übersetzer Philipp Albers, Hannes Meyer
Verkaufsrang 2965

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Aus heiterem Himmel
von Bücherwürmchen aus Stuttgart am 26.09.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Ich kann mich noch an den 11. September 2001 erinnern. Ich war damals 14 Jahre. Ich konnte es nicht fassen, was passiert war. Jetzt, wo ich „Und auf einmal diese Stille“ gelesen habe, wird mir klar, dass meine Erinnerungen nur rudimentär sind. Es ist nicht leicht, meine Gedanken in Worte zu fassen. Bei den Erzählungen der An... Ich kann mich noch an den 11. September 2001 erinnern. Ich war damals 14 Jahre. Ich konnte es nicht fassen, was passiert war. Jetzt, wo ich „Und auf einmal diese Stille“ gelesen habe, wird mir klar, dass meine Erinnerungen nur rudimentär sind. Es ist nicht leicht, meine Gedanken in Worte zu fassen. Bei den Erzählungen der Angehörigen, Opfer, Feuerwehrleuten, Polizisten, Helfer, u.v.m. konnte ich mir einen guten Eindruck verschaffen, wie sie damals den 11. September 2001 erlebt haben und bin mir gleichzeitig bewusst, dass ich keine Ahnung habe, wie es war, den 11. September 2001 in New York, in Arlington, in Washington D.C, in Shanksville, usw. zu erleben. „Und auf einmal diese Stille“ befasst sich mit einem Tag, nachdem nichts mehr war, wie vorher. Dabei wechselt immer wieder der Ort des Geschehens. So bekommt man einen guten Eindruck, wie die Anschläge zeitlich zusammen hingen und wer welche Informationen hatte. Ich habe hier vieles gelernt über diesen einen Tag. Informativ waren dabei nicht nur die Menschen, die hier zu Wort kamen, sondern auch die Hintergrundinformationen, die unaufdringlich eingeschoben sind. Sie dienen auch zum besseren Verständnis. Ich hatte keine Ahnung, was das Buch mit mir macht. Ich dachte, ich lese „Und auf einmal diese Stille“ ganz normal, aber bereits am zweiten Tag, ich war ungefähr beim zehnten Kapitel, war mir klar, dass ich ein Zweitbuch brauche, ein leichtes. Es gab Kapitel, die waren leichter zu lesen als andere. Es gab Kapitel, bei denen ich Pausen brauchte, bevor ich weiterlas. Das für mich am schwersten zu lesende Kapitel war das Kapitel "Springen". Das Buch hat mir einiges vor Augen geführt, worüber ich mir bisher keine Gedanken gemacht habe. Ich kann dem Autor daher nur danken, dass er diese Stimmen zusammengetragen hat. Sie dürfen nicht vergessen werden. Ich kann „Und auf einmal diese Stille“ daher weiterempfehlen und verdiente 5 Sterne vergeben. Es ist ein lesenswertes Buch.

Dieses Buch lässt niemanden kalt
von einer Kundin/einem Kunden am 25.09.2020

Der Journalist Garrett M. Graff hat tausende Berichte von Zeitzeugen des 11. September 2001 durchforstet sowie eigene Interviews geführt und daraus eine vielstimmige Erzählung entstehen lassen, die sowohl Überlebende der Anschläge, als auch Hinterbliebene der Opfer, Rettungskräfte, aber auch hochrangige Politiker, Angehörige des... Der Journalist Garrett M. Graff hat tausende Berichte von Zeitzeugen des 11. September 2001 durchforstet sowie eigene Interviews geführt und daraus eine vielstimmige Erzählung entstehen lassen, die sowohl Überlebende der Anschläge, als auch Hinterbliebene der Opfer, Rettungskräfte, aber auch hochrangige Politiker, Angehörige des Militärs, der Geheimdienste, der Flugsicherung und viele mehr zu Wort kommen lässt. So erschafft er ein unvergleichliches Zeitdokument, beleuchtet diesen Schreckenstag chronologisch und aus unzähligen Perspektiven und macht ihn beinah erfahrbar. Ein wichtiges Buch, das beim Lesen Gänsehaut erzeugt und einem immer wieder Tränen in die Augen treibt.

Die Stimmen der Opfer
von einer Kundin/einem Kunden am 23.09.2020

Die Anschläge des 11. September wird wohl kaum einer vergessen können, der damals schon im "erinnerungsfähigen" Alter war. Dass sich dieses Ereignis vor wenigen Tagen bereits zum 19. Mal gejährt hat, hat mich allerdings doch etwas erstaunt und mich darüber nachdenken lassen, wie dieses Erleben auch mich beeinflusst hat. Für m... Die Anschläge des 11. September wird wohl kaum einer vergessen können, der damals schon im "erinnerungsfähigen" Alter war. Dass sich dieses Ereignis vor wenigen Tagen bereits zum 19. Mal gejährt hat, hat mich allerdings doch etwas erstaunt und mich darüber nachdenken lassen, wie dieses Erleben auch mich beeinflusst hat. Für mich bedeutet dieser Tag ein schreckliches Geschehen, das ich aus der Ferne beobachtet habe, das für mein Leben aber keine direkten Auswirkungen hatte. Ich konnte die Ereignisse im Kopf nicht emotional einordnen, die Opfer waren gesichtslos. Zudem haben sich in den letzten Jahren zu viele Anschläge ereignet, die auf ebenso grausame Art und Weise unschuldige Menschenleben gekostet haben. Aber wie war es für die vielen direkt Betroffenen? Die in den Türmen Eingeschlossenen; die Angehörigen, die an diesem Tag oft nicht nur einen wichtigen Menschen verloren haben; die Hunderte an Ersthelfern, Hilfskräften, Feuerwehrmännern und Polizisten und nicht zuletzt die Passagiere der Flugzeuge, die sehenden Auges in den Tod flogen, ohne sich wehren zu können. "Herb Ouida (World Trade Centers Association, Nordturm, 77. Stock und Vater von Todd Ouida, Cantor Fitzgerald, Nordturm, 105. Stock): Wie jeden Morgen verließen mein Sohn Todd und ich gemeinsam das Haus, um zur Arbeit zu fahren, denn Todd arbeitete im World Trade Center bei Cantor Fitzgerald. Als wir Hoboken erreichten, sagte ich zu Todd: "Warum kommst du nicht mit mir und nimmst die Fähre? Es ist so ein schöner Tag." Er antwortete: "Nein Dad, es ist mir zu kalt draußen." Ich sagte zu ihm: "Hab einen schönen Tag, mein Bester." Das waren meine letzten Worte an ihn." Dieses Buch gibt genau diesen Menschen eine Stimme, lässt den Leser an ihren Emotionen und Erlebnissen teilhaben; diesen Tag auch für mich zu einem realen Ereignis werden. Die Zitate sind in chronologischer Reihenfolge aufgeführt, die Kapitel teilen den Tag in die einzelnen Ereignisse, verbinden die Einzelschicksale miteinander. Ohne auszuschmücken oder zu beschönigen wird man mit den nackten Tatsachen konfrontiert und so mitten ins Herz getroffen. "Bruno Dellinger (Firmeninhaber, Quint Amasis North America, Nordturm, 47. Stock): Während ich nach unten ging, liefen sie nach oben in ihren Tod. Und ich lief nach unten, um zu leben. Das werde ich nie vergessen." Und doch hat die Sache einen kleinen Wehrmutstropfen. Denn die Aussagen, die vor allem von den interviewten Politikern wie Condoleezza Rice oder auch Geroge W. Bush getroffen werden, zeigen, wie sehr sich die Weltanschauung der Amerikaner von der der restlichen Welt unterscheidet (und erklärt auch, wie ein Mann mit dem Wahlspruch "America first" Präsident werden kann). " Condoleezza Rice: Mein erster Gedanke war, der Welt eine Botschaft zu übermitteln, dass die Regierungsspitze der Vereinigten Staaten nicht ausgeschaltet worden ist. Diese Bilder müssen erschreckend gewesen sein. Es muss so ausgesehen haben, als ob die Vereinigten Staaten von Amerika sich in Auflösung befänden. Die Herausforderung für mich bestand darin, einen kühlen Kopf zu bewahren und sicherzustellen, dass die Leute auf der ganzen Welt nicht in Panik gerieten." An manchen Stellen hatte man das Gefühl, die Sätze stammten direkt aus einem Drehbuch für ein amerikanisches Kriegsepos, es war einfach etwas übertrieben und hat mich eher mit den Augen rollen lassen als emotional mitgerissen zu werden. Für mich wichtig war auch das Nachwort des Autors, rückte es doch den Inhalt des Buches in den richtigen Kontext. Hat man aufgrund des Klappentextes und der Werbung, die für dieses Buch gemacht wird, noch das Gefühl, ein einzigartiges, allumfassendes Dokument Zeitgeschichte in der Hand zu halten, so wird nun klar, dass es vor allem nicht das erste seiner Art ist. Vielmehr ist es ein konzentrierter Extrakt, zusammengeführt aus verschiedenen Oral Histories und Archiven, aus 1000 Seiten Zeitzeugenberichten wurden zum Schluss die wichtigsten oder aussagekräftigsten 500 Seiten herausgefiltert. Das macht das Buch nicht weniger wichtig oder umfassend, sollte aber trotzdem auch Erwähnung finden. Zudem steht zwar nur ein Autor auf dem Titelblatt, der Inhalt ist aber eher die Zusammenarbeit gefühlt hunderter Autoren; Garrett M. Graff hat einfach die richtig Idee gehabt, die richtigen Fragen gestellt. Alles in allem wird es aber ein Buch sein, dass mich noch lange Zeit beschäftigen wird. Die Opfer, die diese Anschläge gefordert haben, werden nicht vergessen und ihre Stimmen hallen in meinem Kopf nach.

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