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Männer in Kamelhaarmänteln

Kurze Geschichten über Kleider und Leute

Elke Heidenreich

(27)
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Beschreibung

„Wir vergessen die Namen, die Geschichten, aber fast nie vergessen wir die Kleider.“ – Die grosse Erzählerin Elke Heidenreich über die schönste Nebensache der Welt

Elke Heidenreich kennt sich aus, mit Jacke und Hose, Rock und Hut – vor allem aber mit den Menschen. Gut aussehen wollen alle, aber steckt nicht noch viel mehr dahinter? Warum sind einem die Jugendfotos im Faltenrock so peinlich? Warum kauft man sich etwas, was einem weder passt noch steht? Wenn Elke Heidenreich von Kleidern erzählt, dann erzählt sie vom Leben selber: von sich mit sechzehn, von Freundinnen und Freunden, von Liebe und Trennung, erzählt Geschichten, komisch und traurig wie nur sie es kann, in denen jeder sich wiedererkennt: sei‘s in ausgeleierten Jeans, sei’s in der wunderbaren Bluse, die schon keine Farben mehr hat, oder schlimmstenfalls im Kamelhaarmantel.

Elke Heidenreich lebt in Köln. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft und arbeitete bei Hörfunk und Fernsehen. Bei Hanser erschienen zuletzt Rudernde Hunde (mit Bernd Schroeder, Geschichten 2002), Der Welt den Rücken (Geschichten 2012), Alte Liebe (mit Bernd Schroeder, Roman 2009), Passione (Liebeserklärung an die Musik 2009), Alles kein Zufall (Kurze Geschichten 2016) und Männer in Kamelhaarmänteln (Kurze Geschichten 2020). Im Kinder- und Jugendbuch veröffentlichte sie Nero Corleone kehrt zurück (mit Quint Buchholz, 2011), Nurejews Hund (mit Michael Sowa, 2013), Erika (mit Michael Sowa, 2015) und Erika meets Nero Corleone (Elke Heidenreichs schönste Geschichten, E-Book 2016).
 
 

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 21.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26838-8
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 20.8/12.8/2.7 cm
Gewicht 332 g
Auflage 3
Verkaufsrang 591

Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
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So emotional kann es also sein, alte Nachthemden zu kaufen.
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 27.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Erwartet (und ehrlich gesagt auch erhofft) hatte ich mir ein kleines, feines Büchlein über die Mode mit Bezug zu bekleidungswissenschaftlichen Hintergründen. Das große Aaaah und Oooooh, Moooode. Wie angenehm wurde ich doch überrascht, dass dieser hübscher Leseband eine ausgewählt bezaubernde Sammlung sehr persönlicher Geschic... Erwartet (und ehrlich gesagt auch erhofft) hatte ich mir ein kleines, feines Büchlein über die Mode mit Bezug zu bekleidungswissenschaftlichen Hintergründen. Das große Aaaah und Oooooh, Moooode. Wie angenehm wurde ich doch überrascht, dass dieser hübscher Leseband eine ausgewählt bezaubernde Sammlung sehr persönlicher Geschichten von Elke Heidenreich enthält, in denen es die kleinen großen Momente ihres Lebens sind, die sie in Bezug setzt zu dem, was den Menschen kleidet. Aufgeteilt nach Farben arbeitet sie in den Kapiteln einzelne Fragmente zu lebendigen Augenblicken ihres Lebens (oder dem anderer Personen) aus. Kann sich nicht jeder noch an das erhebende Gefühl im ersten Abendkleid erinnern oder an diesen Pullover des untreuen Ex, den man geliehen und nie zurückgegeben hat, weil man zumindest diesen einen kleinen Fetzen behalten wollte? Heidenreichs Geschichten gehen oft noch darüber hinaus, tanzen zu Coco Chancel, Ravel oder Gott, der Freundin, die an Marie Kondo verzweifelt und zurück in die eigene kleine Welt, in der Kamelhaarmäntel nur einer einzigen Person auf der ganze weiten Welt zu stehen vermögen. Man kann sie sich geradezu vorstellen, wie sie ihre Erinnerungen hervorkramt wie zeitweilig vergessene kleine Schätze und in ihnen badet, ihnen nachspürt. Den Duft der Lederjacke eines vergangenen Geliebten wiederaufleben lässt oder das Gefühl des zarten Stoff des Lieblingskleides der Mutter in den Händen spürt. Die Geschichten sind sehr persönlich, aber der Ton sehr offen und lädt uns fremde Leser ganz selbstversändlich ein in dieses kleine Reich der Erinnerungen, das nicht unseres ist, aber für kurze Zeit dazu wird. Zauberhaft, wie Heidenreich es trotzdem schafft, den Leser mitfühlen zu lassen. Auf der einen Seite liest man sich in belustigtes Schnauben, die nächste nimmt uns mit in traurige, dunkle Stunden, da geht es auch schon weiter zu einer Geschichte, die uns nachdenklich macht und lange nachhallen wird. DIe Vielfältigkeit der Geschichten sorgt für kurzweiliges, aber überhaupt nicht banales Lesevergügen. Ich gebe zu, alle Geschichten an zwei Abenden hintereinander verschlungen zu haben, doch bin ich fast traurig drum. Tastet euch ruhig nach und nach vor, wie in einer Schachtel kostbarer Pralinen, von denen man sich jede einzeln auf der Zunge zergehen lässt. Nein, man muss absolut keine Ahnung von Mode haben, um Freude zwischen den Seiten zu finden, ja nicht einmal Interesse an ihr. Das ist es es, was dieses Buch ausmacht. Es gibt hier keine WIchtigtuerei, kein Palaver, keine Belehrungen. Es ist das Wohlwollen in der Erzählerstimme, das für mich den Wert dieses Buchs ausmacht - wobei natürlich die gewisse Scharfzüngigkeit nicht fehlen darf Mode ist nicht wichtig, nicht weltbewegend, ja ja ja. Das ist alles richtig und so gerne verurteilen wir andere dafür, dass sie ein Gewese um ihre Kleidung machen, ihr Äußeres, ach, wie profan. Gerne zeigen wir uns als unbeeindruckt von modischen Neuheiten und finden darin unser standhaftes Selbst, das sich keinen Zwängen beugt. Vielleicht müssen wir uns nahc dieser Lektüre selbst einmal an die Nase packen und mitnehmen, was man aus dieser Prosa mitnehmen kann. Frau Heidenreich zeigt uns ganz nebenbei, worum es eigentlich in der Mode geht: Darum, sich wohlzufühlen, sich auszudrücken, einander zu begegnen und sich voneinander zu lösen, man selbst zu sein oder auch jemand anderes, wenn man das gerade möchte. Mode deckt alle Facetten des Lebens ab. Wir müssen nur zulassen, sie wahrzunehmen und für uns zu nutzen. Mode kann Freiheit sein, Revolte, ein Zugeständnis, sie kann eine Liebeserklärung ersetzen oder eine Erinnerung wachhalten, Rache bedeuten und Triumph. Eine Nebensächlichkeit, aber, und das nimmt man hier mit: eine schöne.

von einer Kundin/einem Kunden am 26.10.2020
Bewertet: anderes Format

Kleider machen Leute. Kurzweiliges, charmantes Buch über Kleidung und ihre Träger (innen). Witzige Geschichten, poetisch geschrieben. Leseempfehlung!

Kleider machen eben doch Leute
von einer Kundin/einem Kunden aus Zossen am 26.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In "Männer mit Kamelhaarmänteln" legt Elke Heidenreich eine mehr als abwechslungsreiche Sammlung von Kurzgeschichten zum Thema "Kleidung" vor. Auf den ersten Blick könnte man vielleicht denken, "warum das?", aber diese Annekdoten zu einem eigentlich vermeintlich banalen Thema haben es allesamt in sich! Das Gesamtwerk könnte man ... In "Männer mit Kamelhaarmänteln" legt Elke Heidenreich eine mehr als abwechslungsreiche Sammlung von Kurzgeschichten zum Thema "Kleidung" vor. Auf den ersten Blick könnte man vielleicht denken, "warum das?", aber diese Annekdoten zu einem eigentlich vermeintlich banalen Thema haben es allesamt in sich! Das Gesamtwerk könnte man quasi fast als einen Teil der Autobiographie der Autorin einordnen. Sortiert sind die einzelnen Geschichten zu großen Überschriften also Kapiteln, die jeweils den Namen einer Farbe tragen. Zwar hat sich mir die Einordnung in die einzelnen Kapitel nicht unbedingt immer direkt erschlossen, aber das hat dem Lesegenuss keinen Abbruch getan! Es gibt hier für jeden Geschmack etwas, man kann mit Frau Heidenreich lachen und weinen, und man lernt sie durch ihre Erzählungen wieder mal ein ganzes Stück weiter kennen. Die Geschichten reichen von ihrer Kindheit und Jugend, in der man als Mädchen eben noch nicht unbedingt Hosen trug, Elke Heidenreich sich aber schon damals mit Kleidern und Röcken schwer tat, bis in die Gegenwart. Wir lesen von einem in Venedig gekauften Kleid, von dem sie von vornherein wusste, dass sie es niemals tragen würde, weil es nicht passte, es aber so unendlich schön war, dass es gekauft werden musste, fast jede Frau erkennt hier ein kleines Stückchen von sich wieder, behaupte ich. Auch die Beziehungen der Autorin zu wichtigen Menschen in ihrem Leben, allen voran ihren Eltern, werden beleuchtet. So trug Elkes Vater fast immer einen Kamelhaarmantel, wie wir in der den Titel gebenden Geschichte erfahren, u. bei ihrer Rede zur Eröffnung der Festspiele in Salzburg trug die Autorin ein uraltes mit Motten Löchern verziertes Kleid ihrer Mutter. Hier hatte ich Tränen der Rührung in den Augen. Dass es dabei Menschen gibt, die den Aufzug von Frau Heidenreich als "nicht fesch" bezeichneten, nimmt der Leser zwar im Vorübergehen wahr, aber es perlt ab, denn diese wunderbare Autorin hat eine Aura und versteht es zu erzählen und zu unterhalten, dass es seines gleichen sucht. Diese Art von Charisma und Geisteshaltung ist in meinen Augen weit mehr als "fesch", sie ist einfach nur hinreißend!! Danke für dieses wunderbare Buch, eine absolute Leseempfehlung, Geschichten, die man immer wieder lesen kann. Hierfür gibt es einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal!

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