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Was Nina wusste

Roman

David Grossman

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Beschreibung

Es gibt Entscheidungen, die ein Leben zerreissen – Wer könnte eindringlicher und zarter davon erzählen als David Grossman

Drei Frauen – Vera, ihre Tochter Nina und ihre Enkelin Gili – kämpfen mit einem alten Familiengeheimnis: An Veras 90. Geburtstag beschliesst Gili, einen Film über ihre Grossmutter zu drehen und mit ihr und Nina nach Kroatien, auf die frühere Gefängnisinsel Goli Otok zu reisen. Dort soll Vera ihre Lebensgeschichte endlich einmal vollständig erzählen. Was genau geschah damals, als sie von der jugoslawischen Geheimpolizei unter Tito verhaftet wurde? Warum war sie bereit, ihre sechseinhalbjährige Tochter wegzugeben und ins Lager zu gehen, anstatt sich durch ein Geständnis freizukaufen? "Was Nina wusste" beruht auf einer realen Geschichte. David Grossmans Meisterschaft macht daraus einen fesselnden Roman.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 17.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26752-7
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 21.1/12.8/3.5 cm
Gewicht 431 g
Originaltitel ITI HA-CHAIJM MESSACHEK HARBEJ
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Anne Birkenhauer
Verkaufsrang 774

Portrait

David Grossman

David Grossman, 1954 in Jerusalem geboren, ein dezidierter Verfechter einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts, gehört wegen seiner differenzierten politischen Haltung und ungewöhnlichen Erzählphantasie zu den herausragenden Schriftstellern der jüngeren Generation. David Grossman hat für seine schriftstellerisches Werk und sein politisches Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. den Nelly-Sachs-Preis (1991), den Premio Mondello (Italien, 1996) und den Geschwister-Scholl-Preis (2008). 2010 wird ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. David Grossman ist verheiratet und hat drei Kinder, er lebt in Mevaseret Zion, einem Vorort von Jerusalem.

Artikelbild Was Nina wusste von David Grossman

Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
18
4
3
2
0

Nach einer wahren Begebenheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Großhartmannsdorf am 24.09.2020

Inhalt: Es geht drei Generationen Frauen, die ein gespaltenes Verhältnis untereinander haben, da ein Geheimnis aus dr Vergangenheit zwischen ihnen steht. Nach Veras 90. Geburtstag wollen ihre Tochter Nina, ihre Enkelin Gili und Gilis Vater Rafi einen Film über Veras Vergangenheit im jugoslawischen Gulag drehen. Es gibt noch Di... Inhalt: Es geht drei Generationen Frauen, die ein gespaltenes Verhältnis untereinander haben, da ein Geheimnis aus dr Vergangenheit zwischen ihnen steht. Nach Veras 90. Geburtstag wollen ihre Tochter Nina, ihre Enkelin Gili und Gilis Vater Rafi einen Film über Veras Vergangenheit im jugoslawischen Gulag drehen. Es gibt noch Dinge, die bisher nicht ausgesprochen wurden... Meine Meinung: Ich mag den Schreibstil und die Sprache unheimlich gern. Großmann schreibt in einem Stil, der mich sofort erreicht und berührt. Ich habe mir Zeit gelassen, das Gelesene auf mich wirken zu lassen. Dies ist ein Buch, was man nicht einfach mal an 2 Abenden durchlesen sollte, denn so kann das Werk nicht wirken. Zwar hatte ich anfangs auch so meine Schwierigkeiten, in den Perspektiven und Zeiten hin und her zu springen, da an manch Zeitsprung nicht mal ein Absatz zu finden war. Dennoch hat mich der sprachliche Ausdruck so in seinen Bann gezogen, dass es mich überhaupt nicht störte. Kapitel sucht man hier vergebens. Da ich ein Fan kurzer Kapitel bin, musste ich mich daran erst gewöhnen. Mit den Protagonisten konnte ich mich gut identifizieren. Jeder war da seine Art einzigartig und liebenswert. Das große Geheimnis, um das es hier geht, mag vielleicht aus heutiger Sicht nicht leicht nachvollziehbar sein, nicht finde es dennoch sehr ergreifend. Man sollte beim Lesen den politischen Hintetgrund nie aus dem Kopf verlieren. Alles in allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der gern in eine bisher noch nicht so bekannte Geschichte eintauchen möchte. Nicht zu vergessen, dass der Roman auf einer wahren Begebenheit beruht...

von einer Kundin/einem Kunden am 24.09.2020
Bewertet: anderes Format

Ein existenzieller Roman, der an die Substanz der Hauptfiguren und des Lesers geht. Schuld, Vergebung und Verbrechen wider der Menschlichkeit, welche Generationen belasten. David Grossmann hat mich mit dieser Geschichte wieder sehr tief berührt.

Drei "Pflegefälle" auf Problemsuche
von luisa aus NRW am 22.09.2020

Vera, Nina und Gili - Großmutter, Mutter und Enkelin - kommen nicht miteinander klar. Schuld daran ist jeweils natürlich die Mutter. Dazu gibt es noch Einblicke in ein Lager des Tito-Regimes, eine Alzheimer-Diagnose und eine Reise durch das ehemalige Jugoslawien. Dieser Roman ist für mich hauptsächlich überflüssig. Auch wenn ... Vera, Nina und Gili - Großmutter, Mutter und Enkelin - kommen nicht miteinander klar. Schuld daran ist jeweils natürlich die Mutter. Dazu gibt es noch Einblicke in ein Lager des Tito-Regimes, eine Alzheimer-Diagnose und eine Reise durch das ehemalige Jugoslawien. Dieser Roman ist für mich hauptsächlich überflüssig. Auch wenn mir einige Passagen zwischendurch gefallen haben, ist das wesentliche Gefühl, das bleibt, Langeweile. Der Roman hinterlässt den Eindruck, dass hier einem Problem, das längst aufgearbeitet sein sollte, überproportionale Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dieser Eindruck entsteht dadurch, dass für mich der Handlungsaufbau nicht stimmt, das Erzähltempo korreliert nicht mit der Aussage, die der Roman eigentlich tätigen will. So bereiten wir uns gefühlte 345 Seiten darauf vor, was Nina wusste, wie ihr Trauma entstand, etc. und werden dann mit ein paar Winzigkeiten abgespeist, die das ganze Drama nicht sonderlich nachvollziehbar machen, sondern zumindest bei mir ein Schulterzucken und "who cares" hervorrufen. Wie man aufgrund dessen, was passiert ist, auch nach über sechzig Jahren so traumatisiert und wenig verzeihend sein kann, sich so konsequent auf die verbockte, schmollende Position zurückziehen kann, wie Nina, ist kaum verständlich und sehr anstrengend und nur mit mangelndem Erwachsenwerden zu erklären. Aber nicht nur Nina ist so eine anstrengende Figur, auch ihre Tochter Gili (mittlerweile fast vierzig), gefällt sich am besten in der Rolle des die Mutter ablehnenden Teenagers. Sie ist dazu noch die Erzählinstanz, wird aber vom Autor kaum mit spannenden Eigenschaften ausgestattet und tritt in der erzählerischen Vermittlung auch oft sehr weit in den Hintergrund, manchmal muss man sich fast bewusst daran erinnern, dass es sie noch gibt. Die Handlung selbst, die um einen Roadtrip durch Veras Vergangenheit kreist, ist eigentlich nur der Aufhänger, um die drei Frauen aufeinander loszulassen, und die Verletzungen und Mutter-Tochter-Geflechte in den Mittelpunkt zu stellen. Merkwürdigerweise sollte der Leser spätestens jetzt doch so etwas wie emotionale Nähe spüren, eine Betroffenheit in sich erkennen. Mir ist das selbst bei den Szenen auf der Lagerinsel nicht gelungen, wohl deshalb, weil Großmutter Vera fast fröhlich und energiegeladen wie bei einem Klassentreffen durch die alten Baracken streift, während Nina nun noch einmal endlich abschließend und umfassend der überzogenen Dramatik huldigt. Stilistisch hat mir der Roman leider auch nicht gefallen. Zum einen werden auf der Ebene der Erzählinstanz umgangssprachliche Orthographie und Formulierungen verwendet. Das ist in Ordnung und sinnvoll, wenn es konsequent durchgehalten wird - hier wird es sporadisch genutzt und wirkt deshalb störend. Vera hingegen spricht mit Akzent. Um dies zu betonen, wird bei ihrer direkten Rede fehlerhafte Grammatik verwendet. Das ist am Anfang noch amüsant, nach einigen Seiten aber nur noch enervierend. Dazu wird Vera auf diese Weise "entmündigt". Der Leser hat Schwierigkeiten, sie weiter ernst zu nehmen. Ich kann diesen Roman leider nicht empfehlen: Drei unsympathische Frauenfiguren, die sich daran machen, ein Problem zu lösen, dass nach sechzig bzw. fünfunddreißig Jahren keins mehr sein sollte, sich verhalten wie schmollende Teenager und sich selbst unglaublich wichtig nehmen, finden sich in einer eher langweiligen Handlung wieder, die politischen Anspruch zu vermitteln versucht (allerdings weiß ich nach der Lektüre eigentlich immer noch nichts über die Tito-Ära), dabei aber leider sehr anstrengend geschrieben ist.


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