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Der Halbbart

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2020 (Longlist)

Charles Lewinsky

(14)
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Beschreibung

Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es  nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.
Ein Roman voller Schalk und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger sowie den Preis der Schillerstiftung. Sein jüngster Roman ›Der Halbbart‹ steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 688
Erscheinungsdatum 26.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07136-8
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18.8/12.1/4.3 cm
Gewicht 506 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 21

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Eine überaus mitnehmende, märchengleiche Geschichte, deren Weisheit ins Hier und Jetzt strahlt
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 22.09.2020

"Der Halbbart" von Charles Lewinsky ist vollkommen zurecht auf der Longlist für den deutschen Buchpreis gelandet, denn sein mittelalterliches Werk rund um Sebi und seine Wegbegleiter ist einnehmend, emotional und gleichzeitig mit so vielen erleuchtenden Momenten gesegnet, die über die Zeilen hinaus einen klaren Mehrwert für den ... "Der Halbbart" von Charles Lewinsky ist vollkommen zurecht auf der Longlist für den deutschen Buchpreis gelandet, denn sein mittelalterliches Werk rund um Sebi und seine Wegbegleiter ist einnehmend, emotional und gleichzeitig mit so vielen erleuchtenden Momenten gesegnet, die über die Zeilen hinaus einen klaren Mehrwert für den Leser generieren. Charles Lewinsky schafft es das Mittelalter in seiner Komplexität so anschaulich zu verpacken, dass die Parallelen zu unserem heutigen Leben auf dem Silbertablett serviert werden. Der Leser kommt nicht umhin, inne zu halten und das Ganze auf sich wirken zu lassen. Anregende Reflektionen, nachhallende Momente und der metallische Geschmack von Blut auf der Zunge inklusive. Sebi ist nur ein einfacher Bub und lebt mit seiner Familie in eben diesem kleinen Dorf. Als ein Fremder zu der Gemeinde stößt, begegnet diese ihm mit Abkehr. Sebi jedoch erkennt sogleich, dass der fremde Mann in seiner Sonderbarkeit besonders ist und tauft in kurzerhand Halbbart. Er lehrt Sebi über die Vielfältigkeit des Lebens, Freud und Tragödie, die Doppelzüngigkeit der Menschen, die Konsequenzen von Entscheidungen und das richtig oder falsch in vielerlei Kontext relativ ist. Der Leser begleitet Sebi auf einer erstaunlichen Reise durch das 14. Jahrhundert, durchtränkt mit den Tücken und Abgründen der Zeit, dem Spagat zwischen Glauben und Aberglauben, sowie vor allem dem Bewusstsein, dass der schwierigste Weg, der zu sich selbst ist. Der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, mit Glossar und etwas Übung ist es jedoch einfach in die Authentizität der skizzierten Zeit abzutauchen. Die Sprache reicht von malerisch, lyrisch und Metaphern reich über zu blutig, ehrlich und sehr detailliert. Der Erzählstil ist auch besonders, wird alles nur aus der Sicht von Sebi erzählt, der das Ganze in einer intimen, mit Anekdoten gespickten Geschichte verpackt, in der er zu keiner Zeit ehrliche Worte scheut. Sebi ist dabei gefühlt eine alte Seele in einem jungen Körper und seine Entwicklung zu verfolgen war für mich der spannendste Aspekt des gesamten Buches, weil er immer wieder über sich hinauswächst. Viele Charaktere, die ihn auf dieser Reise begleiten, sind sehr liebevoll skizziert, teilweise nahbar, teilweise distanziert und mit Abscheu zu betrachten. Das verleiht aber der Geschichte eben diesen authentischen, roten Faden, denn anders ist diese Zeit auch nicht darstellbar, ohne an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Der Roman ist in viele, kleine Kurzgeschichten verpackt, sodass die Kapitel nicht endlos erscheinen. Das Buch zu lesen, war ein wahrer Genuss für mich und hat mich oft innehalten lassen, denn die Weisheiten und kleinen Geschichten am Rande erscheinen gerade in unsteten Zeiten wie diesen aktueller denn je. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so viel Zeit einfordert, zum Nachdenken zwingt und dabei so leicht zu lesen, dass die Seiten trotz ihrer Vielzahl im Nichts verschwinden. Eine Empfehlung für alle, die Märchen mögen, das Mittelalter in all seinen Facetten lieben und Literatur schätzen, die über den Tellerrand hinauszublicken vermag. Nachhallend, einnehmend und unglaublich tiefsinnig!

Schwieriger Zugang zur Geschichte
von Elle am 21.09.2020

Triggerwarnung: Gewalt Dieses Buch benötigt dringend eine Triggerwarnung. 3,5/4 Äußerlich brauche ich nicht viel dazu sagen, das Cover vom Diogenes Verlag finde ich sowieso schon super ansprechend und dieses gemalte Bild ist wirklich süß. Der Schreibstil, wie auch in der Kurzmeinung schon erwähnt, fand ich grandios... Triggerwarnung: Gewalt Dieses Buch benötigt dringend eine Triggerwarnung. 3,5/4 Äußerlich brauche ich nicht viel dazu sagen, das Cover vom Diogenes Verlag finde ich sowieso schon super ansprechend und dieses gemalte Bild ist wirklich süß. Der Schreibstil, wie auch in der Kurzmeinung schon erwähnt, fand ich grandios. Es hatte etwas an sich und ich habe das Lesen durch den Schreibstil super angenehm empfunden. Ich hatte es das ganze Buch über schwer mich wirklich reinzufinden. Wie gesagt, es lag nicht am Schreibstil, das hat mir das Lesen vereinfacht, es lag für mich an der Geschichte, die erzählt wurde. Es gab immer mal wieder Teile im Buch die ich super gerne gelesen habe und Teile, die ich nicht so gerne mochte. Leider überwiegt Letzteres und ich habe viele Seiten einfach nur so dahin gelesen. Später, habe ich angefangen einige Seiten zu überfliegen, da ich für mich bemerkt habe, dass da nichts mehr interessantes für mich drin steht. Obwohl ich den Großteil der Geschichte nicht sonderlich mag und ich kaum einen Zugang dazu gefunden habe, habe ich es andererseits genossen es zu lesen, weil mich dieser Schreibstil gefesselt hat. Daher würde ich dem Buch gerne 3,5 Sterne geben, aber da Dezimalsterne hier nicht existieren runde ich auf. Fazit: Der Schreibstil des Buches reichte für mich komplett aus es bis zum Ende durchlesen zu können und teilweise Spaß dran zu haben. Zur Handlung konnte ich leider schlecht einen Zugang finden.

Super - eigentlich wie immer
von einer Kundin/einem Kunden aus Wilchingen am 19.09.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Schönes Buch - darum inzwischen auch als „richtiges Buch“ bei mir


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