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Das weite Herz des Landes

Roman

Richard Wagamese

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Beschreibung

Als der sechzehnjährige Franklin Starlight herbeigerufen wird, um seinen Vater Eldon, den er kaum kennt, zu besuchen, trifft er auf einen vom Alkohol gezeichneten, dem Tode geweihten Mann. Die beiden machen sich auf den Weg durch das raue Herzland British Columbias und auf die Suche nach einer letzten Ruhestätte, wo Eldon nach Art der indianischen Krieger beerdigt werden will.

Auf der Reise erzählt der Vater dem Sohn seine Lebensgeschichte, die Momente der Verzweiflung genauso wie die Tage der Hoffnung und des Glücks - und so entdeckt Franklin eine Welt, die er nicht kannte, eine Geschichte, die ihm fremd war, und ein Erbe, das er hüten kann.

Mit einem Nachwort von Katja Sarkowsky, Professorin für Amerikanistik an der Universität Augsburg.

»sehr ergreifend [und] literarisch ausgesprochen klug gemacht«

Richard Wagamese, geboren 1955 im Nordwesten Ontarios, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern Kanadas und indigenen Stimmen der First Nations. Er veröffentlichte 15 Bücher, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Publikumspreis des Canada-Reads-Programms des staatlichen Rundfunks für den Roman "Der gefrorene Himmel", dessen von Clint Eastwood produzierte Verfilmung ebenfalls preisgekrönt wurde. Als Kind von seinen Eltern getrennt, aufgewachsen in Heimen und bei Pflegefamilien, die ihm eine Beziehung zu seinen indigenen Wurzeln verboten, wurde Wagamese erst im Alter von 23 Jahren wieder mit seiner Familie vereint. Er liess sich in Kamloops, British Columbia, nieder, wo ihm später von der Thompson Rivers University die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Richard Wagamese verstarb im Jahr 2017..
Ingo Herzke, Jahrgang 1966, hat Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow studiert. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in Hamburg und übersetzt neben Gary Shteyngart u. a. Alan Bennett, Nick Hornby, A. L. Kennedy, Kate de Goldi, Joshua Cohen und A. M. Homes.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 14.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-666-5
Verlag Blessing
Maße (L/B/H) 20.5/12.8/3 cm
Gewicht 406 g
Originaltitel Medicine Walk
Übersetzer Ingo Herzke
Verkaufsrang 3621

Kundenbewertungen

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Ein großartiger, ein berührender Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen an der Enz am 01.10.2020

Richard Wagamese (1955 – 2017) ist ein indigener Autor aus Kanada (vom Stamm der Ojibwe, besser bekannt in der amerikanischen Bezeichnung Chippewa), der sich in der Tradition seines Volkes als „Geschichtenerzähler“ versteht. Wie so viele Kinder seines Volkes aus seiner Familie gerissen, durch zahlreiche Pflegefamilien geschleust... Richard Wagamese (1955 – 2017) ist ein indigener Autor aus Kanada (vom Stamm der Ojibwe, besser bekannt in der amerikanischen Bezeichnung Chippewa), der sich in der Tradition seines Volkes als „Geschichtenerzähler“ versteht. Wie so viele Kinder seines Volkes aus seiner Familie gerissen, durch zahlreiche Pflegefamilien geschleust, dann adoptiert. In Kontakt mit seiner Herkunft und den indigenen Traditionen kommt er erst im Erwachsenenalter und verarbeitet diese in seinen Romanen. „Das weite Herz des Landes“ ist eines seiner letzten Bücher, im Original 2014 erschienen und liest sich wie die Nieerschrift eines langen Gesprächs. Im Angesicht des Todes bittet Eldon seinen Sohn Frank um einen letzten Dienst. Er möchte nach Art seiner Vorfahren auf dem Ojibway-Kriegerweg mit Blick nach Osten bestattet werden, und „der Junge“ soll ihn, obwohl er lange Zeit keinen Kontakt zu ihm hatte, dorthin begleiten, ihn führen. Dieser willigt ein, widerwillig zwar, aber gemeinsam machen sie sich auf den Weg, der für beide weit mehr als eine letzte Reise sein wird. Väter und Söhne, das ist eh ein Kapitel für sich. Aber ein Kind, das bei einem Vormund aufwachsen muss, das seine kulturelle Identität nur im Ansatz entwickeln kann, weil mutterlos und der alkoholkranke Vater als einziges Bindeglied nicht vorhanden ist, ist verständlicherweise nicht besonders gut auf diesen zu sprechen. So ist dieser letzte Ritt auch als Versuch des Vaters zu sehen, sich zu erklären, Schuld einzugestehen und um Vergebung zu bitten. Ein großartiges, ein berührendes Werk der indigenen Literatur, das nachdenklich macht und lange nachhalt.

Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 01.10.2020

Seine Mutter hat Frank Starlight nie kennengelernt. Zu seinem Vater, einemTrinker hat er kaum Kontakt. Er wächst auf einer Farm bei seinem Ziehvater auf. Von ihm lernt Frank Wertschätzung gegenüber Tieren, der Natur, dem Menschen, dem Leben. Für die Alkoholsucht seines Vaters hat er nur Verachtung über. Frank ist 16, als er den ... Seine Mutter hat Frank Starlight nie kennengelernt. Zu seinem Vater, einemTrinker hat er kaum Kontakt. Er wächst auf einer Farm bei seinem Ziehvater auf. Von ihm lernt Frank Wertschätzung gegenüber Tieren, der Natur, dem Menschen, dem Leben. Für die Alkoholsucht seines Vaters hat er nur Verachtung über. Frank ist 16, als er den letzten Wunsch seines sterbenskranken Vaters erhält. Der möchte nach Art der indianischen Krieger begraben werden. Frank will ihm diesen Wunsch erfüllen. Sie machen sich auf eine abenteuerliche Reise.

von einer Kundin/einem Kunden am 27.09.2020
Bewertet: anderes Format

Tief bewegt und betroffen lässt einen die Geschichte von Frank und seinem Vater zurück. Eine lyrisch angehauchte und trotzdem gut lesbare Erzählungen über Familie, Wurzeln, Heimat und Natur. Ein wenig Zeit zum erforschen und nachdenken sollte man sich nach dem Buch schon gönnen.


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