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Was der Fluss erzählt

Roman

Diane Setterfield

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Beschreibung

Eine stürmische Winternacht im ländlichen England des späten 19. Jahrhunderts: In der uralten Gaststube des "Swan" sitzen die Bewohner von Radcot zusammen und wärmen sich an ihren Geschichten und Getränken, als ein schwer verletzter Mann mit einem leblosen Mädchen im Arm hereinstolpert. Eine Krankenschwester wird gerufen, die nur noch den Tod des Kindes feststellen kann. Als sie jedoch ein paar Stunden später die Todesursache festzustellen versucht, bemerkt sie, dass das Kind atmet und sich bewegt. Ein Wunder? Oder etwa Zauberei? Oder gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung? Und woher kommt das Mädchen?

Ein stimmungsvoller Roman, der einen davonträgt wie ein Fluss, in eine Welt, in der Imagination und Wirklichkeit sich überlagern.

Diane Setterfield ist promovierte Romanistin und lebte viele Jahre in Frankreich. Bevor sie sich Vollzeit der Schriftstellerei widmete, arbeitete sie als Lehrerin. Ihr Debüt, »Die dreizehnte Geschichte« (Blessing, 2007), war ein internationaler Bestseller und wurde mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle von der BBC verfilmt. Diane Setterfield lebt in Oxford.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 19.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-329-9
Verlag Blessing
Maße (L/B/H) 22.1/14.2/5.3 cm
Gewicht 771 g
Originaltitel Once upon a River
Abbildungen 2 schwarzweisse Abbildungen
Übersetzer Anke & Eberhard Kreutzer

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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2
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von einer Kundin/einem Kunden am 22.11.2020
Bewertet: anderes Format

Dieser Roman ist ebenso geheimnisvoll wie ungewöhnlich - und obwohl die Protagonisten, die die Gegend um die Themse bevölkern, äußerst lebendig und besonders sind, ist doch der Fluss selbst der eigentliche Mittelpunkt der Erzählung! Unbedingt lesen, es lohnt sich sehr!

Eine Geschichte, die den Leser warm umspült und dann davonträgt
von fromme Helene am 15.11.2020

Das Gebiet von Crickdale bis Oxford entlang der Themse im späten 19. Jahrhunderts. Die Menschen leben mit dem Fluss und vom Fluss. Er bestimmt ihren Alltag, ihren Aberglauben und ihre Geschichten. In der Wirtsstube des Swans treffen sich die Menschen nach getaner Arbeit und lieben es, in Geschichten zu schwelgen, sie verweben... Das Gebiet von Crickdale bis Oxford entlang der Themse im späten 19. Jahrhunderts. Die Menschen leben mit dem Fluss und vom Fluss. Er bestimmt ihren Alltag, ihren Aberglauben und ihre Geschichten. In der Wirtsstube des Swans treffen sich die Menschen nach getaner Arbeit und lieben es, in Geschichten zu schwelgen, sie verweben die losen Enden der Ereignisse zu ihren eigenen Erzählungen und feilen solange daran, bis Wahrheit und Erzählung eine Einheit bilden. Plötzlich stolpert ein schwerverletzter Mann herein, in seinem Armen ein lebloses kleines Mädchen. Die eilig herbeigerufene Krankenschwester kann nur noch den Tod des Kindes feststellen. Stunden später bemerkt sie, dass das Mädchen wieder atmet. Ein Wunder? Zauberei? Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung. Niemand weiß, woher das Mädchen gekommen ist. Und doch melden am nächsten Morgen drei Parteien Ansprüche an. Eine Spurensuche beginnt und allerhand versunkene Geheimnisse treten ans Licht. Die Identität des Mädchens und ihre Geschichte scheint untrennbar mit dem Fluss verwoben. Eine Geschichte, wie ein Feuer an trüben und ungemütliche Wintertage. Ihr warmer Erzählton nimmt mich gefangen und führt mich unter die Menschen am Fluss. Ich versinke so tief, dass der Alltag völlig verblasst. Ich fühle die Feuchtigkeit des Flusses, rieche die Armut mancher Häuser und sehe die Sorgenfalten der Menschen. Die Geschichte folgt keinem gradlinigen Plot, sie folgt dem Verlauf des Flusses, sie führt in Nebenarme, Sümpfe und Stromschnellen, bringt Überschwemmungen und wiegt glitzernd im Sonnenlicht. Sie erzählt von den Menschen, die dort leben, ihren Familien, ihren Sehnsüchten und ihren Geheimnissen. Den Figuren wird mit so viel Liebe und Umsicht Leben eingehaucht, dass ich nicht anders kann, als sie zu mögen und mit ihnen zu bangen. Die Geheimnisse um die Identität des kleinen Mädchens scheinen lange Zeit unlösbar, die gestellten Ansprüche unhaltbar. Und doch spült der Fluss Schicht um Schicht fort, bis die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Wahrheit oder doch ein Mythos des Flusses? – wer weiß das am Ende schon. Eine ganz besondere Geschichte, die mir noch lange im Gedächtnis bleibt. Fazit: Ein Buch, das den Alltag vergessen macht. Schmökern, Träumen und Dahintreiben garantiert.

Wundervoller Schreibstil
von einer Kundin/einem Kunden am 10.11.2020

Das Cover mag ich sehr, denn es ist relativ schlicht gehalten, ist nicht zu kitschig und passt natürlich super zum Titel, aber auch sehr gut zur Geschichte selbst. Auch der Schreibstil konnte mich von der ersten Sekunde an überzeugen, denn er ist einfach wunderschön und schon fast "magisch". Ich muss zugeben, dass man nicht v... Das Cover mag ich sehr, denn es ist relativ schlicht gehalten, ist nicht zu kitschig und passt natürlich super zum Titel, aber auch sehr gut zur Geschichte selbst. Auch der Schreibstil konnte mich von der ersten Sekunde an überzeugen, denn er ist einfach wunderschön und schon fast "magisch". Ich muss zugeben, dass man nicht voller Spannung auf das nächste Kapitel wartet, sondern einfach flüssig durch das Buch kommt. Es wird einem nach und nach klar, was passiert und nie kommt der große "Aha-Moment". Für mich gat es eigentlich genau gepasst, wie es war. Die verschiedenen Gefühle der Charaktere wurden sehr gut und fühlbar beschrieben. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass das etwas ist, was einige Leser stören könnte und empfehle, mal einen Blick in die Leseprobe zu werfen oder mal ins Buch reinzulesen, wenn ihr im Buchladen seid. Die Charaktere sind toll beschrieben und sehr unterschiedlich und doch passen sie einfach zusammen zu den Orten, in denen das Buch spielt. Man hat oft Momente, in denen nicht ganz klar ist, ob es jetzt realistisch ist, oder leicht ins magische geht - ich mag das sehr. Die Geschichte folgt vielen verschiedenen Charakteren, die auch alle, auf ihre eigene Art und Weise, wichtig für die Geschichte sind. Insgesamt ein Buch, das mir wirklich gut gefallen hat und bei dem mich ganz besonders der wunderschöne Schreibstil begeistert hat. Ich würde definitiv mehr von der Autorin lesen. Wer Bücher mag, die an der Grenze zwischen Realität und Magie spielen, dem könnte das Buch wirklich gut gefallen. Ich kann es also wärmstens empfehlen.


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