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Der verlorene Sohn

Roman

Olga Grjasnowa

(6)
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Beschreibung

»So sinnlich und anschaulich wie Olga Grjasnowa schreiben auf Deutsch nur wenige.« DER SPIEGEL.

Akhulgo, Nordkaukasus, 1839: Jamalludin wächst als Sohn eines mächtigen Imams auf. Seit Jahrzehnten tobt der Kaukasische Krieg, und sein Vater wird von der russischen Armee immer mehr bedrängt. Schliesslich muss er seinen Sohn als Geisel geben, um die Verhandlungen mit dem Feind aufzunehmen, und Jamalludin wird an den Hof des Zaren nach St. Petersburg gebracht. Bald schon ist der Junge hin - und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach seiner Familie und den verlockenden Möglich keiten, die sich ihm in der prächtigen Welt des Zaren bieten. Olga Grjasnowa erzählt sprachmächtig von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss. Und von der verheerenden Wirkung eines Krieges, in dem es keine Sieger geben kann.

»Olga Grjasnowa ist eine vielbeachtete Stimme ihrer Generation.« NDR

»Grjasnowa wird dabei nie sentimental, sondern schreibt schnörkellose Sätze, die nachfühlen lassen, wie Menschen an dem Spagat zwischen zwei Kulturen zerbrechen können. Eindrucksvoll!«

Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland, Israel und der Türkei. Für ihren vielbeachteten Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr "Gott ist nicht schüchtern". Der Roman wurde zum Bestseller und hat sich 50 000 mal verkauft. Olga Grjasnowa lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 383
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03783-3
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22.1/13.4/3.5 cm
Gewicht 500 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 9473

Buchhändler-Empfehlungen

Ein sehr berührendes Buch

Phoebe Schärer Koch, Buchhandlung 5400 Baden

Eindrücklich erzählt Olga Grjasnowa in ihrem neuen Roman wie es ist, sich im Leben nie am richtigen Ort fühlen zu können. 1839: Jamalludin ist der Sohn eines mächtigen Imam. Sein Vater führt seit Jahren Krieg gegen den Zaren, kommt aber immer mehr in Bedrängnis und muss nun seinen Erstgeborenen als Pfand für Friedensverhandlungen in die Hände der Russen geben. Jamalludin wird an den Zarenhof nach St. Petersburg gebracht und in einer Kadettenanstalt unterrichtet und auf eine Karriere in der Armee vorbereitet. Erst nach 15 Jahren darf er nach Hause zurückkehren, muss aber feststellen, dass er da nicht mehr zu Hause ist und seine Familie ihn als Fremden ansieht und ihm nicht mehr vertraut. Ein sehr berührendes Buch, klar und eindrücklich geschrieben.

Kundenbewertungen

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Entwurzelung
von Kaffeeelse am 21.09.2020

Olga Grjasnowa kann sehr gut schreiben. Dieses Buch fesselt und bedrückt. Auch wenn man sich denken kann auf was die Schreibe zusteuert, ist es dennoch spannend geschrieben und zeigt was eine Entwurzelung ist und was Wurzellosigkeit bedeutet. Ebenso zeigt es zwei Kulturen und ihre Unterschiede, beleuchtet dabei recht geschickt b... Olga Grjasnowa kann sehr gut schreiben. Dieses Buch fesselt und bedrückt. Auch wenn man sich denken kann auf was die Schreibe zusteuert, ist es dennoch spannend geschrieben und zeigt was eine Entwurzelung ist und was Wurzellosigkeit bedeutet. Ebenso zeigt es zwei Kulturen und ihre Unterschiede, beleuchtet dabei recht geschickt beide Seiten und das Herumirren des Hauptcharakters zwischen ihnen. Ein Hauptcharakter, den man bedauern kann, der einem leid tut. Für den es kein entrinnen gibt! Dieses Buch handelt in historischen Zeiten, ist im 19. Jahrhundert angesiedelt. Dennoch ist die Handlung auf anderes übertragbar, denn ein Herumirren zwischen den Kulturen wird es immer geben, bzw. solange es verschiedene Kulturen gibt. Unsere Welt steuert ja immer mehr auf eine verwestlichte Welt zu und immer mehr Kulturen verschwinden nach und nach. Aber noch gibt es kulturelle Unterschiede und so ist Jamalludins Odyssee auch ein Beispiel. Jamalludin wird als Junge von seiner awarischen Heimat in den dagestanischen Bergen des nördlichen Kaukasus als Geisel im Kaukasuskrieg ins Russische Reich gebracht. Von seiner Heimat/von seiner Familie/von seiner Kultur/von seinem Glauben wird der Junge fortgerissen, muss sich neu anpassen, vermisst seine Eltern, wundert sich über den fehlenden Kontakt, wird älter, wird reifer, Jahre vergehen. Jamalludin passt sich an, wird ein Bewohner des Russischen Reichs, verliebt sich, doch merkt er nicht, dass er nur zum Schein anerkannt wird. Er, der einst in den Bergen Dagestans groß geworden ist, der die restliche Zeit im Russischen Reich erwachsen wurde, steht nun zwischen den Welten, ist entwurzelt und hat neue Wurzeln sprießen lassen. Doch halten diese den Stürmen des Lebens stand? Olga Grjasnowas Schreibe ist ein Highlight, sie bringt einfühlsam einen verlorenen Menschen nahe. Eine Autorin, die ich mir merken werde!!!

Der verlorene Sohn
von einer Kundin/einem Kunden aus Süsel am 20.09.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Im Jahr 1838 wird Jamalludin der Sohn eines mächtigen Imans als Geisel an den russischen Zaren gegeben. Am Hof des Zaren in St Petersburg erwartet ihn eine völlig neue Welt. Der Junge ist auf der einen Seite fasziniert von der schillernden Welt die er hier erlebt, auf der anderen Seite vermisst er seine Familie. Die Autorin e... Im Jahr 1838 wird Jamalludin der Sohn eines mächtigen Imans als Geisel an den russischen Zaren gegeben. Am Hof des Zaren in St Petersburg erwartet ihn eine völlig neue Welt. Der Junge ist auf der einen Seite fasziniert von der schillernden Welt die er hier erlebt, auf der anderen Seite vermisst er seine Familie. Die Autorin erzählt eine mitreißende Geschichte, die dem Leser sehr eindrucksvoll Einblicke in das Leben der russischen Adeligen gibt. Es ist spannend diese Welt mit den Augen eines Heranwachsenden zu sehen, der in einer völlig anderen Welt aufgewachsen ist. Vor dem inneren Augen erwachen Kadettenanstalten genauso wie Tanzsäle und der Zarenpalast zum Leben. Wir erleben Vorurteile gegen das Fremde, aber auch Freundschaft und Liebe. Jamalludin ist ein interessanter Charakter, mit dem man gerne durch die Geschichte geht und der einen Einblicke in seine Gedankenwelt und sein Leben gibt. Absolut lesenswert uns authentisch.

Der verlorene Sohn Jamalludin
von einer Kundin/einem Kunden am 11.09.2020

Wie findet man seine Identität, wenn man mit zwei Kulturen aufwächst, und welche Rolle spielt dabei die Herkunft. Dieser Frage geht Olga Grjasnowa in ihrem sehr gut recherchierten historischen Roman nach, der sich auf reale Personen und Ereignisse bezieht. Die Geschichte von Jamalludin ist so fesselnd und eindringlich erzählt, ... Wie findet man seine Identität, wenn man mit zwei Kulturen aufwächst, und welche Rolle spielt dabei die Herkunft. Dieser Frage geht Olga Grjasnowa in ihrem sehr gut recherchierten historischen Roman nach, der sich auf reale Personen und Ereignisse bezieht. Die Geschichte von Jamalludin ist so fesselnd und eindringlich erzählt, dass man von dem Schicksal des Jungen sehr berührt ist.


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