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Die Lilienbraut

(gekürzte Lesung)

Teresa Simon

(54)
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Beschreibung

Die Welt des Eau de Cologne, eine junge Frau mit einem besonderen Talent und eine schicksalhafte Liebe

Köln in den Dreissigerjahren. Nach dem Tod ihres Vaters muss Nellie Voss die Handelsschule abbrechen und eine Stelle bei 4711 annehmen. Schnell wird ihr klar, dass sie ein untrügliches Gespür für Düfte hat. Doch noch mehr beschäftigt sie ihre aussichtslose Liebe zu einem Mann, den sie nicht haben darf ...

Köln 2019: Livs kleiner Laden für Seifen und Düfte floriert. Doch sie möchte selbst ein Parfüm entwickeln und begibt sich auf die Suche nach alten Rezepturen. Dabei stösst sie auf den Namen Nellie Voss und ein Tagebuch, das ihr eigenes Leben plötzlich ganz anders aussehen lässt.

Gekürzte Lesung mit Christiane Marx
ca. 10h 43min

Produktdetails

Verkaufsrang 1044
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Sprecher Christiane Marx
Spieldauer 643 Minuten
Erscheinungsdatum 18.05.2020
Verlag Random House Audio
Format & Qualität MP3, 642 Minuten, 536.26 MB
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783837147421

Kundenbewertungen

Durchschnitt
54 Bewertungen
Übersicht
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Einmal mehr wider das Vergessen
von einer Kundin/einem Kunden aus Fulda am 08.07.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Hin und wieder begegnet auch dem anspruchsvollsten Leser ein Buch, das ihn von der ersten Seite an gefangennimmt, das ihn mitreißt und gleichsam Teil der Geschichte werden lässt, zutiefst berührt, und ihn noch lange, nachdem er den Roman zugeklappt hat, begleiten wird. Die hier zu besprechende Geschichte ist ein solcher Roman, e... Hin und wieder begegnet auch dem anspruchsvollsten Leser ein Buch, das ihn von der ersten Seite an gefangennimmt, das ihn mitreißt und gleichsam Teil der Geschichte werden lässt, zutiefst berührt, und ihn noch lange, nachdem er den Roman zugeklappt hat, begleiten wird. Die hier zu besprechende Geschichte ist ein solcher Roman, ein Glücksfall, regt er doch ebenso zum Nachdenken an wie er Emotionen weckt, die sich zwischen Empörung, Entsetzen und Fassungslosigkeit, Traurigkeit, Mitgefühl und Mittleiden und immer wieder auch Hoffnung und zu guter letzt reiner Freude bewegen, bedient also ein ganzes Spektrum von Gefühlen. Denn sie kann den Leser nicht kalt und unbeteiligt lassen, diese Geschichte, die die Autorin auf zwei Zeitebenen spielen lässt, die ein hervorragend gemeisterter Balanceakt zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist, deren Verknüpfung ihr, wie nicht anders zu erwarten, kennt man ihre Bücher denn, auf das Befriedigendste gelungen ist. Sie erzählt von einer großen Liebe, einer, die nicht sein darf, nicht damals und nicht heute, und an der die Protagonistin Nellie trotz aller Zerrissenheit und geplagt von Selbstzweifeln unbeirrbar festhält. Er erzählt von außerordentlicher Zivilcourage, von Mut und Entbehrungen in einer Zeit, die keiner von uns je ( wieder ) erleben möchte, schildert sehr authentisch die Schrecken eines so unsinnigen wie verbrecherischen Krieges, der, wie alle Kriege dieser Welt, Millionen unschuldiger Menschenleben kostete und weder aus den Geschichtsbüchern noch aus dem Gedächtnis der Nachgeborenen wie aus dem kollektiven Gedächtnis der Nation, von der dieser Krieg ausging, und dem der gesamten Menschheit ausgelöscht werden darf. Wider das Vergessen schreibt Teresa Simon an, unermüdlich und unerschrocken, hier wie auch in ihren bereits zuvor veröffentlichen Romanen, mahnend, erinnernd, warnend, in Angst angesichts der gefährlichen Strömungen innerhalb der heutigen Gesellschaft, die berechtigten Anlass zur Sorge geben, erinnern sie doch fatal an die Geschehnisse, die vor beinahe neunzig Jahren ihren Lauf nahmen und ungebremst in einem Weltensturm endeten. Und sie tut dies keineswegs mit erhobenem Zeigefinger, gibt uns vielmehr Einblick in das Schicksal einer Handvoll fiktiver Personen, lässt die zunehmend bedrückende und beängstigende Atmosphäre der fünf letzten Kriegsjahre durch ihre intensive Art des Erzählens für den aufmerksamen und einfühlsamen Leser unmittelbar erfahrbar werden. Doch der Roman hat noch viel mehr zu bieten, beschäftigt er sich doch keineswegs ausschließlich mit einer düsteren Zeit, die für Nellie auf ihrer Zeitebene kein glückliches Ende bereithalten konnte. Denn auf der zweiten Zeitebene, die im Hier und Heute angesiedelt ist, kommt die so dringend notwendige Leichtigkeit zum Tragen, das Gegengewicht! Licht und Schatten – beides ist untrennbar miteinander verbunden. Im Köln der Jetztzeit begegnet der Leser nämlich Liv, einer jungen Holländerin, die eine testamentarische Verfügung in die Heimatstadt ihrer Großmutter Nellie verschlagen hat und die sich hier ihren Traum erfüllt – die Eröffnung einer exklusiven kleinen Parfümerie. Liv ist ganz Kind ihrer Zeit, von dem früheren Leben und Schicksal ihrer Großmutter, das sich in ebendiesem Köln erfüllte, ahnt sie nichts, es ist ihr zunächst auch nicht sonderlich wichtig. Sie lebt ganz in der Gegenwart, Wurzeln besaßen nie eine Wichtigkeit für sie – darin so vielen jungen Menschen heutzutage nicht unähnlich. Durch eine Reihe von Begegnungen und fürs erste unerklärlichen Begebenheiten jedoch wird Liv aufmerksam, erkennt, dass kein blinder Zufall sie in die Stadt geführt hat, in der ihr Vater geboren wurde, wird immer neugieriger auf ihre Wurzeln und ganz allmählich erkennt sie deren Bedeutung nicht nur für sich selbst, sondern für uns alle. Wurzeln prägen uns, ob wir das nun wollen oder nicht, sie geben Sicherheit und Halt, sind Heimat und weisen uns unsren Platz im Leben zu. Wie kann Zukunft gelingen, wenn man sich seiner Wurzeln nicht bewusst ist? Auch dies klingt immer wieder aus Teresa Simons Roman nicht nur heraus, sondern ist gewissermaßen die Melodie, die ihn durchzieht. Wurzeln verbinden die zweite Erzählebene mit der ersten, so wie es die Düfte tun, die hier wie dort über der Handlung schweben. Beide Frauen, die mutige und so stark empfindende Nellie der Kriegsjahre und ihre Enkelin, die eher unbeschwerte, aber, je näher sie dem Geheimnis der Großmutter kommt, je stärker sie erkennt, wer sie ist, an Tiefe und Format zusehends gewinnende Liv im zweiten Jahrtausend, sind mit einer besonders feinen Nase gesegnet, haben einen ebenso feinen Sinn für Düfte, deren Zusammensetzungen, Eigenschaften und Kreationen, zugeschnitten auf ihre jeweilige Trägerin... Und so gibt es immer wieder Parallelen, Berührungspunkte zwischen den beiden Handlungsebenen – bis schließlich eine feste Brücke erbaut ist zwischen Damals und Heute, die verbindet und versöhnt, weil sie verstehen und Dinge, die damals unverzeihbar schienen, ein einem neuen Licht sehen lässt. Summa summarum: Teresa Simons „Lilienbraut“, dessen Titel sich im Übrigen während des Lesens ganz von alleine erklärt, ist eine unbedingt lohnenswerte Lektüre! Nicht nur erzählt sie eine Geschichte, die berührt, die geradezu unter die Haut geht, erschafft dabei außer den beiden Protagonistinnen Nellie und Liv noch eine ganze Reihe weiterer unvergesslicher Charaktere in den schillerndsten Facetten, sondern ist darüber hinaus auch noch richtig gut, ich möchte fast sagen makellos, geschrieben. Auch als kritische Leserin kann ich kein Fehl daran finden, nichts auch, was der Logik oder Spannung entbehren würde. Zudem befriedigt mich die Art und Weise der Autorin zutiefst, über den weiteren Lebensweg der beiden Handlungsträgerinnen gerade so viel anzudeuten, dass jeder Leser ihn für sich weiterdenken kann – folgerichtig, wenn er denn auch auf die kleinsten Nuancen der Geschichte geachtet hat - ,ohne sich in wilde Spekulationen ergehen zu müssen. Auch hier hat die Autorin genau das rechte Maß gefunden!

Der Duft von Köln
von Eliza am 04.07.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Romane von Teresa Simon sind immer ganz besondere Romane, denn sie haben ihren eigenen Zauber. Die Lilienbraut ist eher ein nachdenklicher, melancholischer Roman über eine unerfüllte Liebe. Das Cover hat einen guten Wiedererkennungswert zu den anderen Büchern der Autorin. Der Klappentext macht es schon deutlich, dass der ... Die Romane von Teresa Simon sind immer ganz besondere Romane, denn sie haben ihren eigenen Zauber. Die Lilienbraut ist eher ein nachdenklicher, melancholischer Roman über eine unerfüllte Liebe. Das Cover hat einen guten Wiedererkennungswert zu den anderen Büchern der Autorin. Der Klappentext macht es schon deutlich, dass der Roman auf zwei Zeitebenen spielt. Allerdings ahnt man zu Beginn noch nicht, wie die beiden Geschichten zusammenhängen. Genau hier birgt sich die zusätzliche Spannung der beiden Geschichten, wobei auch jede einzelne Geschichte ihre eigene Spannung hat. Die Personenzeichnung der Autorin ist wieder sehr liebevoll. Ich muss gestehen, dass mir Nellie ein wenig ferner geblieben ist als Liv. Aber vielleicht liegt dies daran, dass ich und Liv in derselben Zeit leben und wir beide starke, selbstständige Frauen sind. Die Männer bleiben in diesem Roman blass, da wir keinen Einblick in ihr Seelenleben bzw. in ihre Gedankenwelt bekommen. Genau dies wäre für mich spannend gewesen. Wie empfindet ein Mann der nicht lieben darf? Ins Herz geschlossen und meine Lieblingsfiguren sind Thijs, der kleine Sohn von Liv, und Nouria, ihre Angestellte. Beide bereichern den Roman ungemein. Nouria bring es mit ihren Weisheiten und Sprüchen ihrer Heimat oft auf den Punkt. Der Roman wird innerhalb der beiden Erzählstränge chronologisch erzählt, wobei durch die Tagebucheinträge, die Liv dann später liest die Verbindung zu Nellie hergestellt wird. Der Roman hat drei große Themen: erstens die Welt der Düfte die Nellie und Liv verbindet. Nellie arbeitet bei 4711 und Liv hat ihren eignen Duftladen. Zweitens die Edelweißpiraten, die sich aktiv am Widerstand gegen das NS-Regime beteiligt haben und drittens die Rolle der katholischen Kirche in der Gesellschaft zur Zeit des Nationalsozialismus. Aber natürlich geht es auch um Familie, Erbe, Vermächtnis, Zusammenhalt und Liebe. Der Roman ist sehr gut zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Die vielen Dialoge machen den Roman sehr lebendig, zudem beschreibt die Autorin sehr bildhaft die Welt der Düfte, sodass dies für den Leser nachvollziehbar ist. Im Anhang des Romans finden sich Rezepte zum Nachkochen und -backen, denn natürlich bekommen wir wie in allen Büchern einen Einblick in die regionale Küche. Ein historisches Nachwort rundet den Roman ab. Die Lilienbraut ist ein wunderbarer Sommer-Frauenroman, den ich sehr gerne weiterempfehle, denn er verbindet Vergangenheit und Gegenwart und erinnert uns so an das Vermächtnis unserer Eltern und Großeltern. Ich bedanke mich sehr bei Teresa Simon für die sehr gelungene Unterhaltung.

Lesehighlight!
von Monika Schulte aus Hagen am 02.07.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Die 40er Jahre in Köln. Nellie Voss, eine junge Frau, die trotz Krieg einer guten Arbeit bei 4711 nachgehen kann und über ein unverwechselbares Talent für Düfte verfügt, das ihr Arbeitgeber fördert und eine Liebe, die nicht sein darf. Köln in der Gegenwart. Liv eröffnet einen Laden mit außergewöhnlichen Düften im Stadtteil E... Die 40er Jahre in Köln. Nellie Voss, eine junge Frau, die trotz Krieg einer guten Arbeit bei 4711 nachgehen kann und über ein unverwechselbares Talent für Düfte verfügt, das ihr Arbeitgeber fördert und eine Liebe, die nicht sein darf. Köln in der Gegenwart. Liv eröffnet einen Laden mit außergewöhnlichen Düften im Stadtteil Ehrenfeld. Auf Wunsch ihrer verstorbenen Tante sollte dies unbedingt in Ehrenfeld geschehen. Liv setzt alles daran, ihr kleines aber ganz besonderes Geschäft zum Erfolg zu führen und sich dabei auch noch ausreichend um ihren kleinen Sohn Thjis zu kümmern - ein kleiner Sonnenschein mit ganz schön viel Durchsetzungskraft. Doch dann wird Liv von einer ihr unbekannten, alten weißhaarigen Frau beschimpft, die sie offensichtlich zu verwechseln scheint oder etwa doch nicht? Wer ist diese Lilo? Und weshalb wird ausgerechnet auf Livs Laden ein Buttersäureanschlag verübt? Teresa Simon ist Garant für fesselnde und tief bewegende Geschichten. Auch mit "Die Lilienbraut" beweist sie wieder einmal Erzählkunst bis zur höchsten Vollendung. Sie entführt den Leser diesmal in die Welt der Düfte. Verstörend die geschilderten Kriegsjahre, die Ängste der Menschen, die Bombeneinschläge und doch auch hier die Träume einer jungen Frau. Wunderbar geschildert die Gegenwart. Eine junge Frau mit ihrem kleinen Sohn, die sich ein neues Leben aufbaut. Der Schreibstil angenehm und bildhaft. Eine komplexe Geschichte, gefühlvoll erzählt. Zwei Zeitebenen, die von Seite zu Seite miteinander mehr miteinander verwoben werden. Teresa Simon gehört für mich zu den besten Geschichtenerzählerinnen überhaupt. Ihr neues Buch ist großartig, lebensklug und wunderbar! Unbedingt lesen!

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