Das Mündel des Hofmedicus

Historischer Roman

Jutta Weber-Bock

(10)
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Beschreibung

Stuttgart 1804. Das heimlich in einem Gasthof geborene Mädchen Christiane wird seiner adeligen Mutter weggenommen. Durch Herzensbildung oder durch Strenge und Zwang, wie gedeiht ein Kind am besten? Ein Erziehungsexperiment, bei dem die Spielkarten Herzsieben und Ecksteinsieben eine geheimnisvolle Rolle spielen. Christiane wird wie ein Spielball hin- und hergeworfen. Mit siebzehn tanzt sie auf einem Maskenball in den Himmel der Liebe. Sie isst eine Chocoladentorte, doch diese ist vergiftet. Zufall oder Mordversuch?

Produktdetails

Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 08.07.2020
Verlag Gmeiner Verlag
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Dateigröße 1838 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783839266649

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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2
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Verworrene Handlung
von einer Kundin/einem Kunden aus Birkenfeld am 19.12.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Das Mündel des Hofmedicus“ lautet der Titel dieses historischen Romans von Jutta Weber-Bock. Das 424 Seiten starke Buch thematisiert ein Erziehungsexperiment im frühen 19. Jahrhundert. Und darum geht es genau: Im Jahr 1804 wird in einem Stuttgarter Gasthof das Mädchen Christiane heimlich zur Welt gebracht. Ihrer Adligen Mu... „Das Mündel des Hofmedicus“ lautet der Titel dieses historischen Romans von Jutta Weber-Bock. Das 424 Seiten starke Buch thematisiert ein Erziehungsexperiment im frühen 19. Jahrhundert. Und darum geht es genau: Im Jahr 1804 wird in einem Stuttgarter Gasthof das Mädchen Christiane heimlich zur Welt gebracht. Ihrer Adligen Mutter wird sie weggenommen und einem Erziehungsexperiment des Hofmedicus unterworfen: Bis zu ihrem achten Lebensjahr wächst Christiane kindgerecht in einer Pfarrersfamilie auf, so dann wird sie von der Schwester des Hofmedicus nach stuttgart gebracht. Sie gibt sich als Christianes wahre Mutter aus und züchtigt das Kind schon beim geringsten vergehen. Strenge und Härte, harte Strafen stehen an der Tagesordnung. Christiane lernt jedoch, sich zu wehren und auch der Hofmedicus unterstützt heimlich das junge Mädchen. Christianes Versuch mit der Mutter Frieden zu schließen, endet dramatisch. Mit siebzehn Jahren tanzt sie auf einem Maskenball verliebt sich unglücklich... Passend ist das Cover zum Titel und Inhalt des Buches gestaltet und stimmt sogleich auf die Handlung ein. Der Schreibstil und die erzählweise der Autorin ist zu Beginn recht gewöhnungsbedüftig. So gelingt einem als Leser der Einstieg in die Geschichte erst nach wenigen Kapiteln. Die Handlung ist zwar mit Spannung und ungeahnten Wendungen durchsetzt, jedoch ebenfalls recht verworren. Das Lesen ist dadurch etwas mühsam. In jedem Fall ist die Geschichte und die Hintergründe des Buches sehr gut recherchiert. Dies zeigt vor allem das umfassende Nachwort der Autorin. Drei Sterne für diesen historischen Roman.

Gestern wie heute
von einer Kundin/einem Kunden am 31.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich dachte zuerst: ein historischer Roman? Über Stuttgart? Naja ... Bald fühlte ich mich durch die quasi-krimiartig erzeugte Spannung aber genötigt, immer weiter zu lesen, um endlich herauszukommen, was sich hinter dem düsteren Schicksal der Hauptfigur Nanele verbirgt. In diesem Roman habe ich allerlei gefunden: von einer Sch... Ich dachte zuerst: ein historischer Roman? Über Stuttgart? Naja ... Bald fühlte ich mich durch die quasi-krimiartig erzeugte Spannung aber genötigt, immer weiter zu lesen, um endlich herauszukommen, was sich hinter dem düsteren Schicksal der Hauptfigur Nanele verbirgt. In diesem Roman habe ich allerlei gefunden: von einer Schilderung der damaligen Gesellschaft über Kochrezepte, erziehungswissenschafte Ansätze, Spaziergänge durch die damalige Stadt Stuttgart, unterschiedlichen Menschenporträts u.v. m. bis zu einem Hauch Magnetismus. Das Geheimnis der Wirkung dieses Romans liegt für mich aber vor allem in der Tatsache, dass eine Identifikation mit dem Nanele sich ein Stück weit vollzieht: diese Hauptfigur muss unglaublich vieles erleiden, sie wird Opfer von Machenschaften von skrupellosen Menschen und von Gewalt, gerät an zwielichtige Figuren, schenkt ihr Vertrauen Leuten, die von ihrer abscheulichen Situation bloß wegschauen, und doch gibt sie nicht auf und findet letzten Endes in sich selbst die Kraft, die nötig ist, um physisch und psychisch zu überleben. In unserer düsteren heutigen Zeit, in der auch so viele wegschauen und sich aus Bequemlichkeit mit den misslichen gesellschaflichen Verhältnissen einfach abfinden, lässt die Schilderung von den Lebensumständen des Nanele etwas im Leser mitschwingen. Zugleich gibt uns aber diese junge Frau durch ihre unglaubliche Charakterstärke die Kraft und den Mut, erhobenen Hauptes durch diese schweren Zeiten zu gehen und nach vorne zu schauen.

Historisch interessant - aber einiges an Potential verschenkt
von Marakkaram aus Lingen am 23.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

** Louisle, hilf mir. Du bist nicht da. Besser so. Ich nehme Aufstellung. Niemals ist sie meine Mutter. Sie krallt mir ihre Finger in die Schulter und schiebt mich aus dem Haus. Barfuß und im Gartenkleid, aber mit der guten Schürze, steige ich in die Kutsche. ** "Das Mündel des Hofmedicus" ist eine sehr interessante, aber auc... ** Louisle, hilf mir. Du bist nicht da. Besser so. Ich nehme Aufstellung. Niemals ist sie meine Mutter. Sie krallt mir ihre Finger in die Schulter und schiebt mich aus dem Haus. Barfuß und im Gartenkleid, aber mit der guten Schürze, steige ich in die Kutsche. ** "Das Mündel des Hofmedicus" ist eine sehr interessante, aber auch verworrene Geschichte um ein junges Mädchen, das schon als Baby von einem zum anderen weitergereicht wurde und an der gegensätzliche Erziehungsmethoden ausprobiert wurden. Immer mit im Gepäck zwei gemalte Spielkarten, die Herz- und die Ecksteinsieben. Ich habe einen spannenden Roman erwartet, doch was die Geschichte interessant gemacht hat, blieb leider oftmals zu oberflächlich, sowohl das perfide Spiel um die Karten als auch die Erziehungsmethoden. Hier hätte es gern mehr in die Tiefe gehen dürfen. Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig, kurze Sätze, oftmals abgehackt. Vor allem mit den Gedanken des Kleinkindes habe ich mich schwer getan. Was mir hingegen sehr gefallen hat, war der Lokalkolorit. Nicht nur in den Beschreibungen der Ortschaften und der Gegend, sondern auch im schwäbischen Dialekt, der hier und da authentisch mit einfließt und sich sehr flüssig lesen lässt. Die Charakterzeichnung fand ich persönlich etwas schwach, obwohl man von jedem nicht nur ein ganz klares Bild vor Augen hatte, sondern auch die wesentlichen Charakterzüge. Aber dabei blieb es. Ich hätte so gern mehr über Elisabeth Hehl erfahren, der Frau, die Christiane mit harter Hand erzieht und ihre eigene Schwester als Baby erstickt hat. Es gab einfach recht wenig Hintergrundinformationen. Über den Hofmedicus erfährt man so gut wie gar nichts, außer, dass er den Blasensteinschnitt liebt. Denn die Kapitel der beiden Geschwister beginnen immer mit demselben Satz, ob bei Elisabeth die "geborene von" oder bei ihm der "Blasensteinschnitt", irgendwann war es einfach zu viel des Guten. Der Roman ist interessant, keine Frage und er hat einen historisch belegten Kern, der im Anhang aufgeführt wird. Christianes Lebensstationen formen ihren Charakter und es ist spannend zu sehen wie sie sich weiterentwickelt und hinter das Geheimnis der Spielkarten und ihrer Geburt kommt. Ein Buch, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Komplett überzeugen konnte es mich nicht, da ich mir die Themen mehr in die Tiefe gehend gewünscht hätte. Auf der anderen Seite erfährt man einiges über den Umgang mit Kleinkindern Anfang des 19. Jahrhunderts und man möchte selber wissen, wer Christianes Mutter ist.

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