Weiß (ungekürzte Lesung)

Han Kang

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Beschreibung

"Ich glaube, dass dies die besten Worte für einen Abschied sind. Bitte stirb nicht. Lebe."
Während eines Aufenthalts in einer europäischen Stadt, die im weissen Winterschlaf liegt, überfällt die Erzählerin plötzlich die Erinnerung an ihre Schwester, die als Neugeborenes in den Armen der Mutter starb. Sie ringt mit dieser Tragödie, die das Leben ihrer Familie bestimmt hat, ein Ereignis, das in Bildern von Weiss wieder und wieder aufscheint: das Weiss der Muttermilch, der Windel, der reiskuchenweissen Haut des kleinen Mädchens.
Nur eine Autorin wie Han Kang vermag es, aus einer so zutiefst persönlichen Erinnerung eine grosse literarische Erzählung zu erschaffen: "Weiss" ist ein Buch über Trauer und die Widerstandskraft des menschlichen Daseins - Han Kangs persönlichstes Buch und zugleich ihr literarisches Meisterstück.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Rike Schmid
Spieldauer 98 Minuten
Erscheinungsdatum 18.08.2020
Verlag Finch&Zebra
Format & Qualität MP3, 97 Minuten, 74.16 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 4251703557711

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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Die Schwester, die es nie gab…
von einer Kundin/einem Kunden am 15.11.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein sensibles Buch über eine Schwester, die es nie gab. Die koreanische Autorin Han Kang erzählt in „Weiß“ von ihrer großen Schwester, die nur zwei Stunden gelebt hat und haucht ihr so literarisch Leben ein. Emotional ohne dabei kitschig zu werden.

Mein persönliches Experiment "Han Kang" ist geglückt!
von einer Kundin/einem Kunden aus Deutsch Evern am 13.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Über keinen Autor oder Autorin habe ich so häufig gehört, dass seine/ihre Werke geschmackssache sind, wie über jene von Han Kang. "Weiß" ist das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe, und da das Buch gerade einmal 150 Seiten umfasst, habe ich gedacht, muss ich mir einfach einmal mein eigenes Bild machen. Einmal angef... Über keinen Autor oder Autorin habe ich so häufig gehört, dass seine/ihre Werke geschmackssache sind, wie über jene von Han Kang. "Weiß" ist das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe, und da das Buch gerade einmal 150 Seiten umfasst, habe ich gedacht, muss ich mir einfach einmal mein eigenes Bild machen. Einmal angefangen, war ich auch beinahe schon wieder durch und um es schon einmal vorab zu sagen - es hat sich gelohnt! Diese Geschichte handelt von Trauer. Nicht von der Art von Trauer, die plötzlich kommt, so lähmend ist, dass sie einen erdrückt, sondern von der dumpfen Trauer, die nie so ganz vergeht und einen jeden von uns, der schoneinmal Verlust durch den Tod erlebt hat, ab und an einmal überkommt. Unglaublich zart, melancholisch und leise, gewährt uns Han Kang ganz tiefe Einblicke in die intime Gefühlswelt unserer Protagonistin. Gleichzeitig beschwört sie so viele Bilder und eine sehr dichte Atmosphäre hinauf, was den Roman für mich literarisch sehr hochwertig gemacht hat. Ab und zu empfand ich ihre Beschreibungen als ein wenig kryptisch, habe nicht ganz die Zusammenhänge zwischen manchen Passagen und der Trauer um ihrer Schwester herstellen können. In wieder anderen Passagen, habe ich mich aber auf eine bestimmte Art wiedergefunden und verstanden gefühlt. Gerade das zeigt mir allerdings auch eine weitere Facette dieses Gefühls, nämlich dass die Trauer für jeden persönlich auch ganz verschieden sein kann. Daher vermindert dies für mich nicht die Qualität der Erzählung. Manchmal mag der Stil der Autorin ein wenig kryptisch daherkommen. Wer sich jedoch auf die Bilder, die Han Kang erzeugen kann, einlassen möchte, für den hält diese Erzählung sicherlich, wie auch für mich, eine Menge Gefühl und Tiefsinnigkeit bereit. Meine Meinung zu diesem Buch ist schwierig in Worte zu fassen, aber ich hoffe, euch mit dieser Rezension einen kleinen Einblick verschafft zu haben. Probiert selbst einmal aus, ob Han Kang etwas für euch ist, oder nicht, um euch ein eigenes Bild machen zu können. Mich hat ihr Werk auf jeden Fall neugierig auf mehr gemacht und ich bin gespannt auf ihre weiteren Erzählungen!

Eine literarische Perle!
von Rezensent aus BW am 13.10.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dieser Roman war ein „must read“, weil ich schon von den beiden Vorgänger-Romanen der Autorin, „Die Vegetarierin“ und „Menschenwerk“, äußerst angetan war. Und es hat sich wieder einmal gelohnt! Das Cover, ganz schlicht und zart in weiß mit schwarzer Schrift und einer darüber schwebenden feinen Feder gehalten, machte mich neu... Dieser Roman war ein „must read“, weil ich schon von den beiden Vorgänger-Romanen der Autorin, „Die Vegetarierin“ und „Menschenwerk“, äußerst angetan war. Und es hat sich wieder einmal gelohnt! Das Cover, ganz schlicht und zart in weiß mit schwarzer Schrift und einer darüber schwebenden feinen Feder gehalten, machte mich neugierig. Wenn man den Schutzumschlag entfernt, erblickt man eine einfache und filigran gezeichnete graue Feder auf weißen Grund. Ein Schmuckstück mit gewichtigem Inhalt... so viel möchte ich schon vorab verraten. Der Tod ihrer Schwester, die als zu früh geborenes Neugeborenes in den Armen ihrer Mutter starb, lag wie eine düstere Wolke aus Verlust, Abschied, Sehnsucht und lähmender Melancholie über der ganzen Familie und bestimmte ihr Werden und Sein. Ein erschütterndes Ereignis, das unterschwellig immer vorhanden war und seine tieftraurigen Schatten auf die einzelnen Familienmitglieder und die Familie als Ganzes warf. Den Tod ihrer Schwester verbindet die Erzählerin mit der Farbe Weiß. Weiß wie die Muttermilch. Weiß wie die Windeln. Weiß wie die Haut des kleinen Mädchens. Eines Tages überfallen sie in einer winterweißen europäischen Stadt Erinnerungen, Gedanken und Assoziationen an ihre verstorbene Schwester. Und genau diese hält sie in dem kleinen aber feinen Buch fest. Sie assoziiert und meditiert, skizziert und tupft Bilder auf‘s Papier. Es entstehen regelrechte Perlen aus starken und imposanten Bildern, Prosa-Gedichte und poetische Texte, die für sich alleine stehen könnten. Die südkoreanische Schriftstellerin Han Kang schreibt bedächtig und unaufgeregt, poetisch, lyrisch und kraftvoll. Sie schuf ein intimes, zartes, intensives und autobiographisch inspiriertes Werk, in dem sie ihre Trauer um den Verlust ihrer Schwester verarbeitet, die nicht mal einen Tag alt wurde. Wie es ihr gelingt, mit so wenigen Worten und auf so wenigen Seiten eine derart eindrückliche und spürbar melancholische Stimmung zu vermitteln, ist für sich gesehen schon eine Meisterleistung. Ich empfehle diesen nur ca. 150 Seiten langen bewegenden, ausdrucksstarken und tiefgründigen Roman, der aus kurzen Kapiteln mit besonderen Überschriften (weißer Gegenstand oder eine entsprechende Erinnerung) besteht, sehr gerne weiter. Es ist ein literarisches Kunstwerk aus leisen Tönen, angereichert mit Schwarz-Weiß-Fotografien, die den Text atmosphärisch ergänzen. Es lohnt sich sehr, sich auf diese kurze Reise einzulassen. Ich möchte mich inzwischen gut und gerne als Fan der 50-jährigen Autorin Han Kang bezeichnen, die in Seoul Koreanische Literatur studiert hat und vielfach ausgezeichnet worden ist. Für ihren Roman „Die Vegetarierin“ erhielt sie den Man Booker International Prize.

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