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Die Welt teilen

Sechs Lektionen über Gerechtigkeit

Amartya Sen

(1)
Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Amartya Sen hat mit seinen Arbeiten die Welt verändert wie nur wenige andere Intellektuelle unserer Zeit. Vor allem wenn es um Fragen der Gerechtigkeit geht, ist der Nobelpreis- und Friedenspreisträger eine international anerkannte Instanz. Dass nicht das Wirtschaftswachstum allein über die Entwicklung eines Landes Auskunft gibt, sondern das, was davon bei den Menschen ankommt und wie es ihre Chancen dauerhaft verbessert, ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen – diese zentrale Einsicht geht ganz wesentlich auf ihn zurück. Stets geht es in Sens Denken darum, das Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeiten zu schärfen und die Lebensbedingungen benachteiligter Menschen ganz konkret zu verbessern.

„Die Welt teilen“ stellt in sechs eindrucksvollen Lektionen Sens Denken vor. Vom Übel der Armut über die Notwendigkeit einer freien Presse für die Bekämpfung von Missständen bis zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für Reformen in seinem Heimatland Indien umkreisen alle diese Texte das Thema Gerechtigkeit in sehr unterschiedlichen Facetten. Und noch etwas ist ihnen allen gemeinsam: Der unerschütterliche Glaube an die Macht der Vernunft und die Möglichkeit des Guten. Wer Amartya Sen liest, der bekommt einen Begriff von den gewaltigen Aufgaben, die auf dem Weg zu einer gerechteren Welt noch vor uns liegen – aber er schöpft zugleich auch die Zuversicht, dass sie bewältigt werden können.

Amartya Sen ist Professor für Philosophie und Professor für Ökonomie an der Harvard Universität. 1998 erhielt er den Nobelpreis für Ökonomie, 2020 wurde ihm der Friedenspreis des deutschen Buchhandels zuerkannt. Mehr als 100 Ehrendoktorate wurden ihm bis heute verliehen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 16.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-76255-0
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 20.3/12.3/2 cm
Gewicht 168 g
Originaltitel The country of first boys and other essays
Auflage 1
Übersetzer Jens Hagestedt, Sabine Reinhardus, Heike Schlatterer
Verkaufsrang 187

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Verfehlte Politik-Konzepte!
von S.A.W aus Salzburg am 21.10.2020

Sen zeigt anhand von Indien auf, wie falsche politische Konzepte die Armut und Ungleichheit verschärfen, selbst wenn sie gut gemeint sind. So hat Indien immer noch Ernährungsdefizite, die Unterernährten sind kränker, erfolgloser und arm. Dies hat eine lange Geschichte: 1943 gab es die letzte große Hungersnot, weil die Engländer ... Sen zeigt anhand von Indien auf, wie falsche politische Konzepte die Armut und Ungleichheit verschärfen, selbst wenn sie gut gemeint sind. So hat Indien immer noch Ernährungsdefizite, die Unterernährten sind kränker, erfolgloser und arm. Dies hat eine lange Geschichte: 1943 gab es die letzte große Hungersnot, weil die Engländer Nahrungsmittel nach Europa nach Europa verschifften, um ihre Truppen zu versorgen. Nach der Unabhängigkeit legte der Indische Staat große Vorräte an, um den Hunger ein für alle Mal zu bannen. Es förderte die Großbauern, damit diese mehr produzierten. Durch die staatlich gestützten Preise ging es den Bauern gut, aber die Lebensmittel wurden für die Armen zu teuer. Die konnten sich zu wenig kaufen, so musste der Staat immer größere Mengen einlagern und gleichzeitig stieg die Mangelernährung. Der Staat traut sich aber nicht, das System zu ändern, weil man sich immer noch vor Hungersnöten fürchtet, die es aber seit 1943 nicht mehr gab. Ebenso verschärfte das Kastenwesen die Armut, da nur die Reichen sich gute Schulen leisten können, arme Kinder meist gar keine Schulbildung erhalten und daher arm bleiben. Auch die Rechtlosigkeit der Frauen führt dazu, dass arme Frauen ungebildet und damit von den Männern abhängig bleiben. Obwohl Indien ein veritables Wirtschaftswachstum aufweist, bleiben Armut, Unterernährung und fehlende Bildung bestehen. Ein interessantes Buch! Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Diktatur des Geldes. Die Lügen der Finanzindustrie“

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  • Vorwort

    1. Hunger

    Alte Qualen, neue Fehler

    2. Über Freiheit sprechen

    Warum Medien wichtig für die ökonomische Entwicklung sind

    3. Tageslicht und andere Ängste

    Die Bedeutung der Schulbildung

    4. Die Welt teilen

    Wechselseitige Abhängigkeit und globale Gerechtigkeit

    5. Armut, Krieg und Frieden

    6. Für jeden Wochentag ein Wunsch

    Anmerkungen

    Nachweise der Erstveröffentlichung der Texte