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Die Stille

Roman

Don DeLillo

(9)
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Beschreibung

Die Welt im Ausnahmezustand – Don DeLillos neuer Roman ist das Buch der Stunde.
Nur wenige Wochen vor Ausbruch der Corona-Pandemie schloss Don DeLillo die Arbeit an seinem neuen Roman ab. Ein Werk mit verblüffenden Parallelen zur aktuellen Situation in der Welt. Ein literarischer Meilenstein. New York im Jahr 2022: Es ist der Super Bowl Sunday. In einer Wohnung auf der East Side von Manhattan wollen fünf Menschen gemeinsam das Finale der American Football-League im Fernsehen anschauen. Die emeritierte Physikprofessorin, ihr Mann und ihr früherer Student warten auf die Ankunft eines befreundeten Paares, das gerade auf dem Rückflug von Paris ist. Die Gespräche drehen sich um Einsteins Relativitätstheorie, ein Überwachungsteleskop im nördlichen Chile und eine besondere Bourbon-Marke. Und dann passiert etwas Seltsames – auf einmal brechen alle digitalen Verbindungen ab. Sämtliche Bildschirme werden schwarz. Tiefschwarz. Die Freunde treffen ein, ihr Flug war dramatisch. Verwunderung, Erschütterung, Mutmassungen. Die fünf versuchen sich einen Reim auf das rätselhafte, beängstigende Geschehen zu machen. Sie tauchen tief ein in das Wesen der Zeit, in die Essenz der menschlichen Existenz. Es ist geradezu unheimlich, wie hellsichtig Don DeLillo in seinem neuen Roman die gegenwärtige Situation in der Welt reflektiert oder gar vorwegnimmt. Seine geschliffene Sprache, seine Phantasie und sein seismographisches Gespür machen »Die Stille« zu einem unvergleichlichen literarischen Kunstwerk.

»Ein typischer DeLillo und ein gutes Buch.«

Don DeLillo, 1936 geboren in New York, ist der Autor von 15 Romanen und drei Theaterstücken. Sein umfangreiches Werk wurde mit dem National Book Award, dem PEN/Faulkner Award for Fiction, dem Jerusalem Prize und der William Dean Howells Medal from the American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet. 2015 erhielt Don DeLillo den National Book Award Ehrenpreis für sein Lebenswerk..
Frank Heibert, geboren 1960, übersetzt vor allem aus dem Englischen und Französischen, u. a. Werke von Don DeLillo, Richard Ford, George Saunders, Raymond Queneau und Boris Vian. 2006 erschien sein Roman »Kombizangen«. 2012 erhielt er den Ledig-Rowohlt-Preis, 2015 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis und 2017 den Straelener Übersetzerpreis (zusammen mit Hinrich Schmidt-Henkel)

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 20.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-00128-0
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19.8/12.4/1.7 cm
Gewicht 192 g
Originaltitel The Silence
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Frank Heibert
Verkaufsrang 2190

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
5
2
0
1
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Ein moderner Klassiker
von Sandra Falke aus Berlin am 10.11.2020

"Die Stille" von Don DeLillo ist eher eine Erzählung als ein Roman: Sie umschreibt eher einen Moment als eine Handlung; eher einen Tag als ein Leben; eher einen Zustand als eine Entwicklung. Zwei Szenen werden dem Leser geboten: ein Paar, zurückkehrend aus dem Urlaub, im Flug nach Hause. Ein zweites Paar mit Gast, vor dem Ferns... "Die Stille" von Don DeLillo ist eher eine Erzählung als ein Roman: Sie umschreibt eher einen Moment als eine Handlung; eher einen Tag als ein Leben; eher einen Zustand als eine Entwicklung. Zwei Szenen werden dem Leser geboten: ein Paar, zurückkehrend aus dem Urlaub, im Flug nach Hause. Ein zweites Paar mit Gast, vor dem Fernseher sitzend, den Super Bowl schauend. In beiden Fällen wird sofort bemerkbar, wie sehr die Partner von einander distanziert sind – und im weiteren Verlauf der Handlung, wie sehr sie von der Realität getrennt leben. Dass Monitore, Unterhaltungssendungen und Werbung den Menschen ablenken und Zerstreuung vom Ernst des Lebens bieten sollen, steht fest und ist nicht unbedingt zu kritisieren. Doch die extremen Zustände in diesen Menschenleben sind besorgniserregend. Als der kulminierende Punkt eintritt, wird die Angst vor dem Unwissenden für die Figuren nur noch durch das Entsetzen der Realität des Lesers übertroffen, der merkt, dass keiner der fünf die echten Gefahren, die potentiell auf sie zukommen könnten, wahrnimmt – da diese durch die kollektive Dissoziation bedeckt werden. Und so spielt DeLillo auf sehr schlaue Art und Weise auf die individuellen Ängste des Lesers, die durch das abrupte Ende zu weiteren Ergänzungen aus dem eigenen emotionalen Gepäck gezwungen werden. Ein moderner Klassiker, unerwartet und entnervend.

Kammerspiel im Kopf
von Galladan am 09.11.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Stille von Don DeLillo, erschienen im Kiepenheuer & Witsch GmbH Verlag am 20.10.2020 Jim Kripps und Tessa Berens fliegen heim von einem Urlaub in Paris, wollen bei Freunden den Superbowl 2022 sehen. Jim will schlafen, aber die Anzeige auf dem Monitor vor ihm lenkt ihn ab. Er und Tessa reden über belangloses bis zu dem Aug... Die Stille von Don DeLillo, erschienen im Kiepenheuer & Witsch GmbH Verlag am 20.10.2020 Jim Kripps und Tessa Berens fliegen heim von einem Urlaub in Paris, wollen bei Freunden den Superbowl 2022 sehen. Jim will schlafen, aber die Anzeige auf dem Monitor vor ihm lenkt ihn ab. Er und Tessa reden über belangloses bis zu dem Augenblick wo die Anzeige nicht mehr normal funktioniert und der Flughafen noch nicht in der Nähe ist. Derweilen sitzen Diane und Max schon mit dem ehemaligen Studenten von Diane vor dem Fernseher, um das zu tun, was man an einem Superbowl Sonntag tut: das Spiel mit Freunden ansehen, in der Halbzeitpause essen und die Werbung ansehen. Da wird ihr Bildschirm dunkel. Ein kleines, aber sehr treffendes Buch. DeLillo erklärt nicht warum die Technik langsam, aber sicher versagt. Im Flugzeug noch haben Tessa und Jim einen dieser Momente, wo man stolz ist, wenn einem eine Unwichtigkeit nach einigem durchkauen des Hirns doch noch einfällt, kurze Zeit später ist ihr Handy, auf dem sie sowas gewöhnlich nachsehen, nicht mehr zu gebrauchen. Wir begleiten die Protagonisten einige Stunden in denen mehr und mehr Zivilisationserrungenschaften ausfallen und die Menschen sich plötzlich mit sich selbst beschäftigen müssen, was nicht immer problemlos gelingt. In „die Stille“ wird viel geredet, nicht so wie wir es erwarten, nicht so, wie Menschen miteinander kommunizieren. Das Buch ist schnell gelesen, der Widerhall, den es beim Leser macht bleibt aber noch länger und lädt auch zur Selbstreflektion ein.

Die Stille unserer Welt
von einer Kundin/einem Kunden am 08.11.2020

Die Stromversorgung bricht zusammen. Ein Flugzeug stürzt ab. Fahrstühle bleiben stehen. Don DeLillo hat keinesfalls nur ein Buch über die Katastrophe – über den Lockdown, über den Blackout – geschrieben, auch wenn unsere momentane Erfahrung mit dem Virus uns diese Interpretation nahelegt. Das, worauf Don DeLillo hinweist, ist, w... Die Stromversorgung bricht zusammen. Ein Flugzeug stürzt ab. Fahrstühle bleiben stehen. Don DeLillo hat keinesfalls nur ein Buch über die Katastrophe – über den Lockdown, über den Blackout – geschrieben, auch wenn unsere momentane Erfahrung mit dem Virus uns diese Interpretation nahelegt. Das, worauf Don DeLillo hinweist, ist, wir lebten und leben stets in der Katastrophe. Im Buch fragt Tessa: „Was kommt als Nächstes? […] Am Rand unserer Wahrnehmung gab es das schon immer. Strom fällt aus, Technologien rutschen weg, ein Faktor, dann der nächste. Das haben wir schon ein paarmal erlebt, in diesem Land und woanders, Unwetter und Flächenbrände und Evakuierungen, Taifune, Tornados, Dürre, dichter Nebel, verpestete Luft. Erdrutsche, Tsunamis, austrocknende Flüsse, zusammenbrechende Häuser, komplett einstürzende Gebäude, von der Luftverschmutzung verdunkelter Himmel.“ In diesem Rand leben wir. Es ist keine Dystopie, sondern es ist die Welt unserer Existenz. „In einer taumelnden Leere.“ Eine Welt, die stets der Rand der Katastrophen ist, der Rand der Stille. Am Ende heißt es: „Max hört nicht zu. Er versteht nichts. Er sitzt vor dem Fernseher, Hände im Nacken, Ellbogen geöffnet. Dann starrt er in den schwarzen Bildschirm.“ Vom Rand unserer Wahrnehmung aus, starren wir – wie Max – stets fortwährend und immer wieder gebannt auf unsere Bildschirme, die uns nichts mitzuteilen haben. Sie gleichen eher Kisten, die in Beckettscher Art nichts sagen.


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